» »

Vitamin D und Herzrhythmus

T.om7L7HxH hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mich würde eure Meinung zum Thema Vitamin D und Herzrhythmusstörungen interessieren. Kurz zu mir: als es bei mir vor Jahren mit den Extrasystolen und Tachykardien losging, hat man als einziges einen starken Vitamin D Mangel gefunden. Der wurde dann behoben und dann ging es besser, zumindest für ein paar Monate. Als dann alles wieder anfing war ich schon so sehr in der Herzangst drinnen, dass ich das ganz vergessen hatte.

Vor Kurzem hat man wieder einen Vitamin D Mangel festgestellt und seit 2 Wochen nehme ich Vitamin D. Und seit zwei Wochen habe ich wieder so gut wie keine Probleme. Ich denke sogar dran, meinen niedrig dosierten Betablocker abzusetzen (nach 3 Jahren!).

Wer hat Erfahrungen mit Vitamin D? Kann es am Ende so einfach sein?

Danke und liebe Grüsse,

Tom

Antworten
Koare9na;0903 hat geantwortet


Eigentlich kommt der Vitamin D Mangel doch nur vor wenn wir zuwenig Sonnenstrahlen abbekommen?

Ich selber habe seit 10 Jahren Vorhofflimmern und ohne Tabletten könnte ich nicht überleben.

Ich habe das bekommen weil eine Borreliose zu einer Herzentzündung geführt hat.

Wenn die Vitamin D Gabe bei dir die Symptome verschwinden lassen ist das doch gut.

Beta- Blocker sollten schleichend abgesetzt werden. Sie setzen sich an die Betarezeptoren an dem sich sonst das Adrenalin andockt.

Kläre das aber vorher mit deinem Arzt ab. Versuch macht Klug!

TTom77xHH hat geantwortet


Danke Karena, gut dass du darauf hinweist dass man Betablocker nie eigenständig und plötzlich absetzen sollte. Natürlich werde ich davor mit meinem Arzt reden, falls es noch ein paar Wochen so ruhig bleibt im Herz :-) Es kommt vielleicht auf die Art der Herzrhythmusstörungen an; ich selber habe ja nur "gutartige" und hoffe dass sie sich durch das Vitamin D vielleicht wirklich bessern werden (ich bin eher vorsichtig optimistisch, da es schon öfters kurze Phasen gab in denen es so aussah, als ob der Spuk vorbei ist...)

K5arena_09x03 hat geantwortet


Würde mich für dich freuen wenn es nur das Vitamin D ist!

Aber wo kommt der Mangel her?

TSom767HxH hat geantwortet


So ein Mangel ist scheinbar sehr verbreitet, v.a. im Winter. Und wie gesagt, der Wert wurde bei mir zweimal gemessen und zweimal war er zu niedrig (den genauen Wert weiss ich nicht mehr). Hm, ich werde das jetzt beobachten und mich dann in 1-2 Wochen nochmal melden. Vielleicht nützt es ja wirklich was?

K]ar:enpa09x03 hat geantwortet


Viel Glück!!!

T"om.77HH hat geantwortet


Kleines Update zu meinem "Vitamin D vs. Extrasystolen" Versuch – seit ca. 2 Wochen (Beginn der Vitamin D Einnahme) keine einzige SVES-Salve und pro Tag nur ca. 0-10 Extrasystolen, aber selbst die merke ich viel weniger als davor. Generell konstant niedriger Ruhepuls (60-70) und weniger Ansprechen des Pulses auf Stress. Als Nebenwirkung zeigt sich eine Einschlafstörung, so als ob ich zu viel Energie habe.

Es ist ganz klar zu früh um euphorisch zu werden und wahrscheinlich handelt es sich nur um einen zeitlichen Zufall – Phase mit wenigen Extrasystolen trifft auf Vitamin D Einnahme – aber ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich das weiter entwickelt.

KsarenaC0x903 hat geantwortet


Ja, mache das bitte! :)^

CWha-HTu hat geantwortet


Ich hatte diesen Thread leider gar nicht gesehen, denn ich hätte das erfahrungsmässig bestätigen können.

Bei meiner Frau wurde ein Vitamin-D-Mangel festgestellt, der sowohl ihren Parathormon-Wert erhöhte (Parathormon ist eine Art Gegenspieler von Vit. D), was seinerseits Einfluss auf den Calciumspiegel und damit auch auf den Magnesiumspiegel und auf die Schilddrüse hatte. Und das hat bei meiner Frau tachykarde Ruhepulse mit verstärkter Extrasystolie ausgelöst. Nach Gabe von Vitamin D (unter ärztlicher Verordnung!) normalisierten sich fast alle Werte, die Extrasystolne reduzierten sich wieder auf ihr normales Mass, lediglich der höhere Ruhepuls (höher als früher, aber auch früher war er schon hoch) blieb, wogegen sie nun eine "homöopathische Dosis" Betablocker nimmt (1,25 mg Bisoprolol). Jetzt ist wieder alles wie vorher... ;-)

Gruss

L1ilZlyxB hat geantwortet


Mich würde interessieren welche Vit. D Präparate ihr verordnet bekommen habt u. ob das von der Krankenkasse übernommen wird?

Bei mir soll demnächst auch das Vit. D nachgeschaut werden.

Es gibt ja Präparate, die man frei in der Apotheke kaufen kann u. welche, die vom Arzt verordnet werden müssen.

Ccha-PTu hat geantwortet


Meine Frau hat ein Vitamin-3-Präparat verordnet bekommen, 1000 IE pro Tablette. Soviel ich weiss, sind alle Vitamin-D-Präparate frei käuflich, man braucht kein Rezept. Und bezahlen muss man es meistens auch, ist aber so billig, dass das kein Problem ist. 100 Stück á 1000 IE bekommt man schon für 6 Euro, das reicht für 3 Monate. Ich denke, das selbst zu zahlen, ist zumutbar ;-)

Allerdings würde ich NICHT raten, einfach so Vitamin D zu nehmen. Es sollte immer vom Arzt aufgrund eines echten Mangels verordnet werden oder der Arzt sollte es zumindest wissen, dass man es nimmt. Ein Zuviel an Vitamin D kann drastische Nebenwirkungen auslösen.

Gruss

T+om77wHH hat geantwortet


So, kurzes Update. Weiterhin keine ES-Beschwerden, lediglich eine Handvoll ES über den Tag verteilt, und das auch nur an wenigen Tagen der Woche (also im Moment wohl unterdurchschnittlich viele ES im Vergleich zur Normalbevölkerung :-)). Keine SVES Salven mehr seit Einnahme. Deshalb schaue ich auch nur noch selten im Forum vorbei :-) Vielleicht ein Kausalzusammenhang mit dem Vitamin D, vielleicht nur ein Zufall. Ich werde das weiter verfolgen. Schon 2 Monate (fast) ohne ES!

Bezüglich der Frage zur den Vitamin-D Präparaten und der Dosierung:

Bei wurde schon vor Jahren einmal ein schwerer Vitamin D Mangel im Zuge eines Krankenhaus-Aufenthaltes diagnostiziert, der dann mit einer einmaligen Gabe von 300.000 IE (richtig, dreihunderttausend) behoben wurde. Nachdem Anfang letzten Jahres wieder ein Mangel diagnostiziert wurde, verordnete der Hausarzt eine Dosis von 800 IE pro Tag über einen Monat, was aber keine Wirkung zeigte. Im Moment nehme ich ca. 3500 IE pro Tag, nachdem ich anfänglich eine höhere Dosis nahm. Wie Cha-Tu sagte, sind die Präparate (oft Tropfen) rezeptfrei erhältlich (die 300.000 IE die ich im Krankenhaus bekam, natürlich nicht :-)). Etwa in Österreich unter dem Namen Oleovit, in der Schweiz unter dem Firmen-Namen "Wild", in Deutschland unter dem Namen Vigantol (die Fachpersonen in den Apotheken wissen da mehr :-))

KZapuXziEnerkregsse2 hat geantwortet


Ergänzung:

es gibt noch Dekristol-Kapseln mit 20.000 IE, die sind aber verschreibungspflichtig. bei starkem mangel übernimmt die Ksse die kosten, bi geringfügiger Unterversorgung muss man die selbst bezahlen.

aEtr[eljuZ21 hat geantwortet


Leider hat in Deutschland fast jeder einen Vit D-Mangel. Im Winter ist das noch ausgeprägter als im Sommer. Aber seit dem massenhaften Einsatz der UV-Filtersubstanzen in Sonnencremes etc. gibt es den auch in dieser Jahreszeit. Für die Bildung von Vit D braucht der Körper UV-B-Strahlung. Das ist auch im Sonnenstudio nicht zu haben, da gibt's nur (in dem Fall wirkungsloses) UVA. Überdosieren kann man reines VitD nicht, sondern nur das Calcium, was oft in Kombi in der Tablette mit drin ist. Wer Milch und Milchprodukte nicht ausdrücklich meidet oder Osteoporose hat, muss das Calcium nicht haben. Die Vit D-Gabe ist bei mir sowas wie täglich Brot, weil ich festgestellt habe, daß ich dann viel seltener mit Erkältungen zu tun habe. Vit D ist ein Vitamin-Hormon, das in seiner positiven Wirkung auf den Körper noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Aber es ist ja auch zu billig, um damit große Umsätze zu tätigen. Daran liegt es wohl, daß da bisher keiner ausführlicher nach gefragt hat. Das sogenannte antirachitische Vitamin hat noch wesentlich mehr positive Wirkungen auf den Körper und kann in diesem Sinn gar nicht hoch genug geschätzt werden.

Ttom77xHH hat geantwortet


Atreju, wieviel IE pro Tag nimmst du denn?

Bezüglich der Aussage der Überdosierung wäre ich vorsichtig; es kann durchaus zu Überdosierungen kommen (aber natürlich nicht mit den Minimaldosierungen die oft von Hausärzten verschrieben werden).

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH