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Elektrophysiologische Untersuchung des Herzes

Guoxo hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, kann mir jemand sagen, ob die og Untersuchung schmerzhaft ist? Habe panische Angst davor.

Hatte am 10. Juni 2013 einen Schlaganfall, dessen Ursache bis jetzt nicht gefunden wurde. Habe nachweißlich Paroxysmale Tachykardien (ist das was Schlimmes?) und es wird vermutet, das mein Schlaganfall durch Vorhofflimmern gekommen ist. Woran merkt man eigentlich, dass man Vorhofflimmern hat? Messe immer, wenn ich ein "komisches Herzgefühl" habe meinen Blutdruck, aber mir wurden noch nie Rhythmusstörungen angezeigt.

Bin dankbar über jede Antwort. LG

Antworten
C^haW-Txu hat geantwortet


Hallo,

bei der EPU wird ein Katheter durch die Leiste oder am Ellenbogen durch die Arterien ins Herz vorgeschoben. Ausser beim Einstich der Nadel ist die Untersuchung nicht wirklich schmerzhaft, kann aber Hitzewallungen und auch ein leicht brennendes Gefühl am Herzen auslösen. Ist aber auszuhalten. Die Untersuchung ist aber sehr sehr wichtig, um Vorhofflimmern zu diagnostizieren oder auszuschliessen, denn angesichts Deines Schlaganfalls muss das VHF dringend behandelt werden.

Alles Gute!

Cha-Tu

GVoo hat geantwortet


Danke, für diese Info. Also bist du der Meinung, dass ich keine Angst vor der Untersuchung haben muss? ???

COhax-Tu hat geantwortet


Das ist eine sehr häufig gemachte Untersuchung, und wenn Du das an einer Klinik oder in einer kardiologischen Praxis machen lässt, wo man Erfahrungen damit hat (also ein viel benutztes sogenanntes "Herzkatheterlabor" hat), brauchst Du keine Sorgen haben. Ich habe schon 6 Herzkatheterisierungen mitgemacht, davon eine mit EPU und eine mit Dilatation. Weh hat da nichts getan, ausser eben des Pieksen mit der etwas dicken Nadel. Aber das hält man aus, ist ähnlich, wie wenn Dir mit einer etwas grösseren Kanüle Blut abgenommen wird. Das kann auch mal weh tun.

Ich fand die Untersuchung sogar interessant, weil man sie ja auf einem Monitor mitverfolgen kann (wenn man will!).

Natürlich hat diese Untersuchung wie jeder Eingriff und jede medizinische Behandlung Risiken. Es kann einem durch das Kontrastmittel übel werden. Oder die Einstichstelle (Leiste oder Ellenbogen) will nicht von selbst zu gehen, so dass mit 1-2 Stichen genäht werden muss. Es kann auch zu gravierenderen Komplikationen kommen, aber die sind wirklich selten. Und wichtig ist vor allem, abzuschätzen, was grösser ist: der Nutzen oder das Risiko. Und bei Dir ist der NUTZEN sicher grösser!

Lieben Gruss

Cha-Tu

G+oo hat geantwortet


Ganz lieben Dank für die Informationen :-)

H{otexmax hat geantwortet


Hallo Goo,

nachdem ich (55 J.) viele Jahre unter Vorhofflimmern (zuletzt Attacken alle 2 Wochen) litt, habe ich mich zu einer Katheterablation entschieden und es nicht bereut. Natürlich habe ich vorher viel darüber gelesen postiv wie negativ.

Das Wichtigste hat Cha-Tu bereits geschrieben. Wähle eine Klinik mit viel Erfahrungen dafür aus.

Ich war im Universitätsklinikum Düsseldorf bei Dr. Shin. Der Mann ist ein anerkannter Spezialist mit einer beruhigenden Ausstrahlung. Ich hatte vom ersten Treffen an vollstes Vertrauen zu ihm.

Du schläfst wärend der gesamten Ablation und spürst absolut nichts. Es wurden verschiedene Stellen im Vorhof "gegrillt".

(Übrigens, die Voruntersuchung Schluckschall, TEE, verschläft Du ebenfalls.)

Wach wirst Du erst auf der Überwachungsstation. Später werden die Schleusen in beiden Leisten entfernt, Druckverband und Sandsäcke aufgelegt. Stundenlang auf dem Rücken (Rückschmerzen) liegen war das unangehmste.

Positiv ist auch die quartalsweise Nachsorge in der Rhythmologischen Ambulanz.

Ich bin jetzt mehr als 3 Monate flimmerfei!

Nur Mut - das wird schon

Liebe Grüße aus Moers

Gruß auch an Cha-Tu

D4ocZSoid hat geantwortet


Dr. Shin und Dr. Kirmanoglu in Düsseldorf sind wirklich ausgezeichnet. Ich würde mich auch ohne zu zögern FÜR die MNR Klinik aussprechen!

Um jetzt auf Goo's "Fragen" zu kommen.. Paroxysmale Tachykardien heißt übersetzt nichts anderes als anfallsartiges Herzrasen. Herzrasen an sich muss nichts schlimmes sein. Wenn allerdings aus heiterem Himmel immer wieder episodische Tachykardien, begleitet von einem Vorhofflimmern auftreten, dann ist es etwas schlimmes. Denn Vorhofflimmern bewirkt, dass das Blut Stockt und eben verklumpen kann, wodurch dann ein Thrombus/ Embolus entstehen kann, welcher dann in feinere Gefäße geschwemmt wird und diese dann verengt oder verschließt. Das wiederum kann zu Herzinfarkten, Lungenembolien oder eben Schlaganfällen wie in deinem Fall führen. Wie sich VHF bemerkbar machen kann, zunächst mal ein unregelmäßiger Puls, zu schnell oder auch zu langsam und auch Atemnot.

Was meinst du mit, dir wurden noch nie Rhythmusstörungen angezeigt? Auf deinem Messgerät für den Blutdruck wirst du diese auch niemals zu sehen bekommen :)z

Gruß *:)

G+oFo hat geantwortet


DANKE Hottemax und DocZoid :-)

Schluckschall wurde bei mir schon im Rahmen des Schlaganfalls gemacht. Ohne Befund. Mein Eingriff wird im Herzzentrum Oldenburg gemacht. Geschieht das unter Vollnarkose?

In der Reha wurde mir vom Chefarzt empfohlen, mir ein gutes Bludruckmessgerät anzuschaffen, welches auch Herzrhythmusstörungen anzeigt. Das habe ich getan, bekomme aber nie welche angezeigt, auch nicht, wenn ich ein "komisches Herzgefühl" habe. Meine Tachykardien sind super selten (maximal 10 mal im Jahr) und waren im EKG immer ohne Vorhofflimmern. Richtig schlimm hatte ich es erst einmal! Atemnot habe/hatte ich öfter, aber das soll am Betablocker und meinem Asthma gelegen haben ...

Liebe Grüße an euch,

Goo

G<oo hat geantwortet


Ach so, das habe ich noch vergessen. In der Nacht, in der ich meinen Schlaganfall hatte, habe ich von meinem Herzen nichts Negatives gespürt und auch keine Atemnot gehabt ...

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