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Herzstopern bei Ekg entdeckt, nun Katheteruntersuchung vorgeschl

M!ar(kusz_Fenxner hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

bei mir wurde bei einer Routine EKG Kontrolle ein Herzstolpern entdeckt. Nun möchte man das inform eines Katheteruntersuchung abklären.

Ich hab mir das gerade mal angesehen. Die Gefahr eines Schlaganfalls ist hier ja gegeben,was mir die Sache jetzt etwas übel aufstoßen lässt.

Hat das jemand schon von Euch gemacht und ist dieser Vorgang schmerzhaft ?

Hab doch echt irgendwie Angst davor....

Antworten
cdukxi hat geantwortet


Hallo Markus,

hatte im Dezember einen Rechtsherzkatheteruntersuch unter Belastung es war nicht schlimm sind bei mir über den Arm gegangen. Ich bin 30 uns Mama von zwei Kids hatte keine probleme danach.

M@arkuRs_Fexnner hat geantwortet


Hallo Cuci,

Armbeuge ? Tat das nicht weh ? Angeblich betäuben die die Einstichstelle ja.

Hast Du den Draht in der Brust gemerkt ? Brrrrr

KYaren_a09x03 hat geantwortet


Herzkatheteruntersuchung ist nicht schlimm, bei mir sind sie über die Beinvene. Nur das Abbinden für Stunden fand ich schlimm. Und danach weis man was man hat.

coukxi hat geantwortet


Ja durch den rechten Arm in der Beuge, nein es tat nicht weh haben eine örtliche Betäubung gemacht. Nein habe den katheter ist aus silikon nicht gemerkt hat nur ein paar Extraschläge zusetzlich. Den Führungsdraht merkt man garnicht. Mach dir nicht so viele Gedanken da würde ich glatt sagen Zahnschmerzen sind schlimmer als so eine Untersuchung.

J.anx74 hat geantwortet


Weswegen genau der Katheter? Doch wohl kaum wegen eines Stolperers beim EKG!?

Da würd ich erstmal noch eine Zweitmeinung einholen. Kein vernünftiger Arzt hätte würde wegen eines Herzstolperers so eine Untersuchung veranlassen, wenn nicht andere gravierende Gründe vorliegen.

E6hemalpigeru Nutzer 5(#325-731x) hat geantwortet


Die Stelle wird in der Tat betäubt. Es kann mal drücken oder unangenehm sein, sollte aber nicht weh tun.

Der Vorteil über die Hand ist das man keine Bettruhe einhalten muss. Bei den meisten Ubtersuchungen wird aber die Leiste als Zugang gewählt.

Was sind denn deine Beschwerden. Ein einfacher Stolperer der womöglich auch noch durch Zufall gefunden wurde rechtfertig keine Herzkatheteruntersuchung!

m,idnig\htlnady4x1 hat geantwortet


ich hatte 2004 mit 35 einen herzinfarkt u mei mir wurde die herzkatheteruntersuchung auch gemacht. bei mir wurde es am rechten arm beim handgelenk gemacht u ich habe ansonsten nichts gemerkt. der arzt hat mir alles gut erklärt, aber durch den infarkt war ich viel zu schwach. der arm hatte dann einige stunden einen druckverband.

C/hza-Tu hat geantwortet


Ich frage mich, warum um Himmels Willen bei "Stolperern" im EKG eine Katheteruntersuchung gemacht werden soll? Welche Art Stolperer erwarten das denn? Ich kenne eigentlich nur zwei Indikationen, bei denen so schnell katheterisiert wird (um eine EPU durchzuführen): Zum einen wenn Kammertachykardien vorliegen und zweitens wenn im EKG massive polytope VES (Kammerstolperer) zu sehen sind.

Wie wurde das denn begründet, Markus?

Gruss

M?arkxums_Feonxner hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

in meinen Bericht steht:

LV-Hypertrophie und diskrete Rechtsherzdilatation.

LG

Markzs

C@ha@-OTu hat geantwortet


Nun, das ist etwas anderes. Es geht also nicht darum, die Extrasystolen abzuklären, sondern warum die linke Kammer hypertrophiert (verdickt) ist und das im rechten Teil "ausgeweitet". DEas muss in der Tat abegklärt werden.

Eine Herzkatheteruntersuchung ist natürlich nicht angenehm, aber schmerzhaft auch nicht. Deine Schlagader wird in der rechten Leiste oder im linken Ellenbogen punktiert (das tut etwas weh, ist aber eigentlich der einzige Schmerz der Untersuchung und gut auszuhalten). Durch diese "Öffnung" wird ein Zugang gelegt, so ein Röhrchen, damit man da was durchschieben kann, nämlich den Katheter. Das ist ein ca. 1,2 bis 1,5 Meter langer ganz dünner Draht, durch den man auch Flüssigkeiten drücken kann, und an dessen Ende eine Art "Sonde" steckt. Diesen Sondenkopf schiebt man mit dem Draht durch den Zugang, durch die Bauchschlagader bis ins Herz vor. Dort kann man dann z.B. Kontrastflüssigkeiten einspritzen, damit Teile des Herzens auf dem Röntgenschirm zu sehen sind. Selbstverständlich verläuft die gesamte Untersuchung über Röntgensicht, d.h. der Katheter kann auf seinem Weg zum Herzen nichts kaputt machen oder einreissen (wie viele angstvoll glauben), denn der Arzt sieht ja alles auf dem Röntgenschirm. Auch der Patient kann da mitschauen, wenn er mag. Ich habe das immer ganz interessiert mitverfolgt, selbst meine Dilatation (der Dehnen einer Herzkranzader).

Und jetzt kommt es darauf an: Wenn der Kardiologe nichts findet, was eine potentielle Gefahr für Dich werden könnte, zieht er den Katheter wieder raus, entfernt den künstlichen Zugang und drückt selbst (oder ein Assistenzarzt) ca. 20 Minuten die Punktionswunde ab (es wurde ja eine Schlagader punktiert, die muss abgedrückt werden). Anschliessend wird die Wunde mit 1 oder 2 Stichen vernäht (was manchmal auch gar nicht sein muss, es kommt auf das Gewebe des Patienten an), man bekommt ein ca. 3-5 Kilo schweres Gewicht auf die Leiste oder auf den Ellenbogen gelegt, und muss dann 2 (Ellenbogen) bis 6 (Leiste) Stunden ruhig liegen. Danach darf man nach Hause. Ich selbst habe das 6stündige ruhige Liegenmüssen immer als das Unangenehmste der Prozedur empfunden (ich habe bereits 6 solcher Untersuchungen hinter mir).

Wenn der Doc aber was findet, z.B. eine Stenose (Verengung) eines Herzkranzgéfässes, dann kann er versuchen, diese Verengung "aufzudrücken". Hört sich dramatisch an, tut aber nicht weh.

Unangenehm KANN das Kontrastmittel werden. Dabei kann ein heisses Gefühl im ganzen Körper entstehen, das aber nicht gefährlich ist. Auch kann der Katheter im Herzen mal an Stellen stossen, die Extraschläge auslösen, auch das ist manchmal unangenehm, aber ebenfalls nicht gefährlich.

Natürlich kann in seltenen Fällen auch was Grösseres passieren, z.B. Angina-Pectoris-Schmerzen ausgelöst werden, und im allerschlimmsten Fall sind Herzinfarkt und Schlaganfälle möglich. Das will ich nicht verheimlichen. Aber man muss da wirklich eine Nutzen-Risiko-Abwägung machen. Es muss geklärt werden, warum Dein Herz verdickt/dilatiert ist. Wenn man das einfach so lässt und nicht behandelt (und behandeln kann man erst, wenn man weiss, was die Ursache ist) ist das Risiko VIEL grösser als das Risiko der Untersuchung. Zumal gravierende Folgen der Katheteruntersuchungen selten sind. Ich habe viele Jahre in Herzgruppen und Herzsportgruppen mitgemacht mit hunderten Herzkranken, die Katheterisierungen hinter sich haben, und da war KEIN Fall dabei, wo es mal zu dramatischeren Folgen gekommen ist.

Wenn weitere Fragen sind: Her damit! ;-)

Gruss

Msarkus:_Fexnner hat geantwortet


Hallo Cha-tu,

erst einmal besten Dank für deine ausführliche Aufklärung.

Am Montag ist besagte Sprechstunde. Soweit ich weiß, kann man als Ersatz für die besagte Katheteruntersuchung auch ein Cardio CT machen, was ebenfalls gleich gut sein sollte. Weißt Du da näheres ?

LG

Markus

Caha-xTu hat geantwortet


Ja, eine Cardio-CT ist eine Alternative. Nicht GANZ so aussagekräftig wie ein Katheter, aber fast. Wird aber nicht so gerne gemacht, denn wenn es eine Engstelle gibt und man die dilatieren muss, dann muss man eben doch noch eine Katheterisierung machen, und das kostet doppelt. Aber falls man Dir das anbietet, mache es.

Alles Gute für Montag.

Cha-Tu

M=arkKus_Fe<nXner hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

danke Dir. Eine Frage hätte ich noch: Wie kommst Du mit den bisherigen Ereignissen persönlich klar ? Ich muss gestehen, dass der Gedanke für mich nun an einer Herzerkrankung zu leiden, unerträglich ist.

LG

CJha-Txu hat geantwortet


Hallo, Markus,

ich hatte damit allergrösste Schwierigkeiten, es kam ja wie aus heiterem Himmel, da ich einen schweren Herzinfarkt erlitten habe (ein halbes Jahr später einen zweiten). Die ersten 2-3 Jahre waren schrecklich, ich habe das auch gar nicht akzeptieren können. Zwischen Panik, Angst, Ignorieren, Wut und Resignation habe ich alles durchlaufen, was man da durchlaufen kann. Mir hat dann sehr eine Therapie bei einer Kollegin geholfen.

Aber bei Dir ist ja noch gar nicht sicher, ob Du herzkrank bist. Hast Du eigentlich zu hohen Blutdruck? Das würde die LV-Hypertrophie auch in gewissem Rahmen erklären.

Schönen Gruss

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