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Prinzmetal Angina, noch jemand hier?

s[ter*nkxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

im Juli hatte ich den ersten Schmerzanfall, beginnend tief in der Brust, ausstrahlend über den Brustkorb in die Schultern und Arme. Immer am frühen Morgen ab 5 Uhr beginnend.

Im August lag ich dann, nachdem ich wärend eines Scherzanfalls zusammengebrochen bin, im KH. Gefunden hatte man nichts. Ein Ärztemarathon begann für mich, zumal die Schmerzanfälle immer häufiger kamen. Es wurde Asthma diagnostisiert, was für die Schmerzen verantwortlich sein sollte. Herz wurde immer wieder ausgeschlossen. Ihr Herz ist gesund, die EKGs alle unauffällig.......

Am 1.12 hatt ich dann morgens einen Herzstillstand, nur der Tatsache das mein Mann zuhause war und mich sofort reanimiert hat bis Hilfe kam, verdanke ich das ich noch lebe.

Ich hatte einen Hinterwandinfarkt und wie man bei den Katheteruntersuchungen feststellte eine Prinzmetal Angina.

Seiddem nehme ich Medikamente und hatte keinen Schmerzanfall mehr, nur schonmal ein kribbeliges Gefühl unter dem Brustbein was ausstrahlt.

Nun würde ich gerne Menschen finden die auch an PMA leiden, es scheint ja eine sehr seltene Erkrankung zu sein, um mich auszutauschen.

LG Sternke

Antworten
C8ha-%Tu hat geantwortet


Hallo, Sternke,

bitte suche doch mal bei den Usern dieses Forums "Grauamsel". Sie hat eine ähnliche Geschichte wie Du und hat auch PA.

Alles Gute

Cha-Tu

sstTerxnke hat geantwortet


Danke für die Info :-)

Ich werde die Tage nach der Userin suchen, falls sie nicht zufällig hier liest und sich meldet.

sFternxke hat geantwortet


Puh, die letzten zwei Tage waren nicht so toll. Ich bin ja aus der Reha als gesund geschrieben entlassen worden. Ich hatte letzte Woche schonmal zwei Tage an denen ich mich unwohl fühlte, nicht leistungsfähig war. Seid gestern tun mir meine beiden Arme wieder weh, ich hab ein blödes Gefühl in der Brust. Keine Schmerzen, keinen Krampfanfall, das kenne ich ja zur Genüge. Es ist ein kribbeliges Gefühl hinter dem Brustbein und ein leichtes Brennen in der Lunge. Blutdruck und Puls sind vollkommen normal.

Ich bin verunsichert und jetzt ist natürlich Wochenende.....

Cch.a-xTu hat geantwortet


Kann das von einer beginnenden Erkältung herkommen?

Oder dass Du sehr grosse Angst hast? Ich habe zwar keine Prinzmetallangina, aber Angina Pectoris, bzw. eine schwere koronare Herzerkrankung, die bereits zu zwei Herzinfarkten geführt hat. Anfangs hatte ich ständig Angst, 24 Stunden am Tag, und das hat starke körperliche Symptome ausgelöst, obwohl mein körperlicher Zustand sehr stabil war. Ich habe mir dann psychotherapeutische Begleitung geholt, eine Therapeutin, die mich 3 Jahre lang begleitet hat.

Ich habe auch heute noch hin und wieder Angst, aber ich kann mittlerweile gut damit umgehen.

Ich denke, eine Herzkrankheit macht immer Angst. Und auch daran sollte man denken, und ggfs. Hilfe suchen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

sjte`rn@ke hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

danke für deine Antwort. Ja ich habe Angst, mal mehr mal weniger. Mal kann ich mit ihr umgehen, mal merke ich das sie sehr viel Raum einnimmt. Man steckt sowas nicht einfach weg, ganz klar. Deswegen überlege ich auch dreimal eh ich zum Arzt gehe, weil ich eben um diese Angst weiß.

Zur Zeit versuche ich eine psychotherapeutische Begleitung zu finden, bei Wartezeiten von 6 Monaten aufwärts garnicht so einfach.

Heute nachmittag ging es etwas besser, ich war abgelenkt.

LG Sternke

spteNrnke hat geantwortet


Ah, ich sehe gerade, ich hab mein Alter garnicht dazu geschriebe. Ich bin 45 Jahre alt, im Grunde nicht gerade ein Alter in dem ich von so einer Erkrankung ausgegangen bin.

Csha-$Txu hat geantwortet


Hallo, Sternke,

ja, das verstehe ich gut. Ich war damals 42 bzw. 43 Jahre, als die beiden Infarkte mich (innerhalb von 5 Monaten) "heimsuchten"...

Die Wartezeiten bei Psychotherapie sind schlimm, ja. Ich drücke die Daumen, dass es bald klappt.

Gruss

G8rauIamsxel hat geantwortet


Danke, Sternke, für Deine PN.

Hier bin ich also und schicke auf diesem Wege grad auch noch einen herzlichen Gruss an Cha-Tu. *:)

Als ich mich vor vielen Jahren hier (auf Anraten meines Kardiologen) registrierte und einen Austausch mit "Gleichgesinnten" so nötig gehabt hätte, fand sich niemand mit einer "echten PMA". Alle, die sich meldeten, dachten, dass sie eine hätten...

Aber Dich, echte Leidensgenossin, heisse ich herzlich willkommen in unserer kleinen Selbsthilfegruppe.

Ja, meine Geschichte ist ähnlich, zum Glück nicht gar so dramatisch wie Deine.

Was mir an Deinem Bericht auf die Schnelle auffällt ist, dass Du im Dezember den Infarkt hattest und auch die Diagnose bekamst - und bereits jetzt schon als "gesund" aus der Reha entlassen wurdest! Das ist ein bisschen arg schnell, finde ich, und wenn Du Dich nicht gesund fühlst, ist das für mich ganz klar.

Mir persönlich hat - nebst den Medikamenten - am meisten die Psychotherapie geholfen. Die setzte jedoch fast nahtlos ein, nix Wartezeit, denn ich war ja Notfall. Im Laufe von zwei Jahren habe ich gelernt, damit umzugehen, dass über mir ein Damokles-Schwert am seidenen Faden hängt. Es kann in den nächsten 5Minuten herunterfallen - oder aber NIE...

Lass' Dir Zeit, den psychischen Aspekt dieser Krankheit anzunehmen (was Du tust, wie ich lese) und zu verarbeiten. Versuche, bei einem GUTEN Therapeuten SCHNELL unterzukommen.

Ich selber war 3Wochen in einem REHA-Zentrum für Herzkranke, wo mir ein auf mich zugeschnittenes Programm erstellt wurde - denn es war ja kein "gewöhnlicher" Infarkt (Verstopfung) sondern eben einer mit Auslöser PMA (Gefässkrampf). In dieser Reha habe ich meine neuen Grenzen erfahren können und sie erst kennen gelernt. Ich habe gelernt, die Anfälle in "Kategorien" einzuordnen, denen ich Namen gegeben habe: "Geplänkel" für diffuse Beschwerden, "Pumpenstörung" für leichte Enge und leise Atembeschwerden, "Anfällchen" für Schmerz, der durch Ruhe, Entspannung (!) und Vernunft (!) innerhalb von 5Minuten abnimmt, bzw. aufhört. Ein "Anfall" ist es für mich dann, wenn ich sprayen muss (Isoket) und ein "Supergau" ist es dann, wenn ich innerhalb einer Stunde mehrmals sprayen muss, Bettruhe brauche - und nachher noch ein paar Tage wie durch die Mange gedreht bin.

Inzwischen habe ich keine Panik mehr - und das hat mir ganz viel Lebensqualität zurück gegeben.

Ich habe akzeptiert, dass mein Herz noch 70% von dem leistet, was es altersgemäss sollte. Das war ein weiter Weg und brauchte Anpassungen im Alltag.

Bevor ich Dich zutexte, mache ich jetzt Schluss!

Ich grüsse Dich HERZlich und wünsche Dir alles Gute :)*

PS Sollte meine Antwort mal auf sich warten lassen, so ist das nicht Desinteresse an Dir, sondern Zeitmangel. (Bin noch berufstätig.)

sHte\rnkxe hat geantwortet


Liebe Grauamsel,

es tut gut dich zu lesen.

Ich bin verunsichert, verängstigt und irgendwie genau so uninformiert wie die Ärzte die ich bis jetzt, außer im Krankenhaus, getroffen habe.

Reha war ich drei Wochen, ohne ein bestimmtes Programm für mich. Die Therapeuten kannten alle PMA garnicht, es wurden dicke Fachwerke gewälzt und sich Wissen angelesen. Also hab ich mitgemacht was alle machten. Ergometerfahren, Gymnastik, Atemgymnastik..........Um psychologische Hilfe in Form von Einzelgesprächen habe ich fast 2 Wochen regelrecht gebettelt und habe letztendlich dann einmal eine halbe Stunde dort bekommen. Nun ja, besser wie nichts.

Jetzt telefoniere ich hier Therapeuten ab, die einen haben Patientenaufnahmestopp, die anderen bieten mir ein Kennenlerngespräch in 6 Monaten an. Der Hinweis das ich mich als Notfall fühle wird da garnicht erst beachtet.

Kardiologentermin habe ich am 7.3. das ging relativ schnell, nun kann ich nur hoffen das er sich mit PMA auskennt.

Liebe Grauamsel nimmst du regelmäßig Medikamente ein?

Ich nehme

Dilzem 90mg morgens und abends

ISDN 40 morgens

candesartan 16 mg abends

bei Bedarf isoket 5mg bis 3x1 (hat mir der Hausarzt verschrieben, da ich garnichts für einen Notfall bekommen habe)

Ja und so wurschtel ich mich hier durch, an guten Tagen bin ich optimistisch, an schlechten kann ich regelrecht meine Angst fühlen.

Ich habe ja seid Tagen wieder meine Arme so weh, vorgestern war ich beim Hausarzt. Weil ich mich insgesammt nicht wohl fühle, diese Woche aber wieder arbeiten gehen muss. Nun hat er mir Cortison aufgeschrieben, da er von einer Entzündung ausgeht. Meine Frage ob es auch von der PMA kommen kann wurde belächelt. Ich fühle mich so garnicht ernst genommen......

Ach genug gejammert :-X

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag und alles Liebe

Danke das du dich gemeldet hast.

saternxke hat geantwortet


Ich bin ein bißchen fassungslos, war ich heute doch zum Hausarzt nachfragen wegen der Blutwerte. Habe ja immer noch die Schmerzen in den Armen und sollte Cortison nehmen.

Cortison kann ich wieder absetzen..........

Ich habe dann die Arzthelferin (sie ist die Ehefrau des Arztes) nochmal gefragt ob die Schmerzen in Verbindung mit dem Schmerz unter dem Schulterblatt mit der PMA zusammenhängen kann. In dem Gespräch was wir daraufhin führten kam dann heraus das sowohl sie wie auch ihr Mann, mein Hausarzt, der fälschlichen Meinung waren das eine PMA eine einmalige Sache ist, so selten vorkommt das es garnicht sein kann das ich ein zweitesmal daran erkranke.

Ich habe ihr dann die PMA erklärt, soweit ich sie verstehe und sie gebeten nochmal mit ihrem Mann zu sprechen (Termin hatte ich ja keinen) und sich weiter zu informieren.

Gerade bekam ich einen Anruf, ich solle doch bitte einen Termin bei einem Kardiologen machen (den habe ich doch schon längst) und sie wären der Meinung das ich psychologische Begleitung bräuchte, bis ich was gefunden hätte würden sie mir ein leichtes Antidepressiva zur Beruhigung verschreiben.

Und eigentlich wäre es ihnen jetzt lieber sie würden mir eine Einweisung ins Krankenhaus schreiben. Die habe ich dankend abgelehnt.

Anscheinend wurde sich erst auf Grund meiner Hartnäckigkeit wegen der Schmerzen informiert was PMA ist.

Ich könnte gerade losheulen, wie soll das denn gehen wenn ich mich nichtmal auf den Arzt verlassen kann.

Wir leben sehr sehr ländlich, ich fühle mich gerade so verlassen.

Entschuldigt bitte

C7ha-Tmu hat geantwortet


Liebe sternke,

ich lebe auch sehr ländlich (in einem Dorf mit knapp 800 Einwohnern), die nächste Stadt (Kleinstadt, 17000 Enwohner) ist 35 km entfernt. Aber dennoch nehme ich es in Kauf, dort zu meinem Kardiologen zu gehen. Meine Hausärztin ist supernett, und für die Allgemeinmedizin auch ganz wunderbar, ich mag sie sehr und vertraue ihr. Aber bei meiner etwas speziellen Herzsache (ich habe vier chronische Krankheiten!) fühlt sie sich überfordert, was ich verstehe, und darum gehe ich wegen des Herzens zum Kardiologen.

Ich denke, bei einem Hausarzt bist Du mit Deiner noch VIEL spezielleren Herzkrankheit einfach völlig fehl am Platz. Allein die Tatsache, dass er dachte, so ein PMA-Anfall sei "mal da" und dann ist "alles wieder gut", zeigt, dass er NULL Ahnung hat. Und das ist ihm auch nicht vorzuwerfen, das MUSS ein Hausarzt vermutlich auch nicht wissen. Du bist in diesem grossen Forum, in dem ich seit über 7 Jahren mitmache, erst die zweite, die nachgewiesenermassen eine PMA hat. Ich denke, ganz viele Hausärzte hatten so etwas noch nie in ihrer Praxis... Ich habe 14 Jahre in diversen Herzsportgruppen mitgemacht, habe dort wirklich hunderte Herzkranke erlebt, aber erst hier im Forum habe ich durch unsere liebe Grauamsel (liebe Grüsse, Grauamsel!) das erste Mal von PMA gehört...

Ich denke, Du solltest Dich in allen Fragen betreffs PMA nur noch an Deinen Kardiologen wenden, auch wenn das Mühe macht (ich weiss, wie nervend das sein kann; mein Pulmologe (ich bin auch lungenkrank, habe COPD) praktiziert 65 km von hier, und ich muss einmal im Quartal hin...).

Ein Antidepressivum (in geringer Dosis, ich denke da an meine 20 mg Citalopram, sprich mal mit dem Arzt drüber) fände ich übrigens gar nicht schlecht... Mit der Diagnose konfrontiert, dass man plötzlich schwer herzkrank ist, muss man erst einmal fertig werden! Das geht nicht so einfach, und ich habe auch therapeutische und medikamentöse Hilfe gebraucht.

Lieben Gruss!

Cha-Tu

Cnha-xTu hat geantwortet


P.S. Und entschuldigen brauchst Du Dich wirklich nicht. Dieses Forum ist auch fürs Ausweinen da... @:)

sSte2rnkxe hat geantwortet


Lieber Cha-Tu,

ich hab mich ein bißchen umständlich ausgedrückt. Selbstverständlich werde ich zum Kardiologen gehen, Termin steht ja auch schon fest.7.3 vorher war nichts zu bekommen. Genauso wie ich weiter zum Lungenfacharzt gehen werde.Die Fahrten schrecken mich nicht, was ich meine ist das ich eben nicht mal schnell zu einem Facharzt kann, weil hier alle überlaufen sind und extreme Wartezeiten haben. Ich gelte als dringender Fall und habe mitte Dezember den Termin für März bekommen. Andere warten 6 und mehr Monate beim Kardiologen.

Ich hänge jetzt in der Luft weil der Termin noch etwas hin ist. Deswegen ist/war meine Anlaufstelle für diesen Übergang der Hausarzt gewesen, wo sollte ich sonst hin im Moment.

Was ein Antideprissiva angeht verschließe ich mich auch nicht dagegen. Ganz im Gegenteil, ich werde diese Hilfe in Anspruch nehmen. Das Rezept liegt schon in der Apotheke für mich.

Wenn ich jetzt schreibe ich möchte das alles so ist wie es vorher war, dann muss ich schon wieder über mich selbst lachen und habe ein Bild von einem trotzigen Kind vor Augen (ein bißchen fühle ich mich so)

Liebe Grüße

sternke

Cgha-Txu hat geantwortet


Liebe Sternke,

ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn es dringend ist, aber NICHT lebensnotwendig, fahre ich zum Kardiologen, spreche mit der Dame an der "Rezeption" und komme immer dran, natürlich mit Wartezeit. Ich denke, keine kardiologische Praxis weist einen (nachgewiesenermassen kranken und dringenden!) Patienten ab, wenn der direkt auf der Matte steht.

Und wenn etwas lebensbedrohlich scheint, gehe ich sowieso nie zum Arzt, sondern lasse mich von meiner Frau in die nächste Klinik fahren oder wir rufen den Notarzt. Davor sollte man keine Scheu haben!!! Ich weiss aber, dass man gerade am Anfang eine sehr grosse Zurückhaltung an den Tag legt, den Notarzt zu rufen. Erstens hat man das Gefühl, dass es "nicht so schlimm" sein kann, und zweitens WILL man auch nicht, dass es so schlimm sein könnte. Aber da sollte man nicht zögern, besonders dann, wenn bereits ein Infarkt stattgefunden hat.

Wenn ich jetzt schreibe ich möchte das alles so ist wie es vorher war, dann muss ich schon wieder über mich selbst lachen und habe ein Bild von einem trotzigen Kind vor Augen (ein bißchen fühle ich mich so)

Glaubst Du mir, wenn ich Dir sage, dass ich monatelang von dem Gedanken geradezu gequält worden bin: "Ich will mein Leben zurück...!!!" Das ist normal, und vielleicht auch gut so, weil man sich dadurch langsamer, schonender an den Gedanken gewöhnen kann, dass es nie mehr so wird wie früher. Es wird anders. Aber auf Dauer heisst das NICHT, dass es unbedingt schlechter sein muss.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

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