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Prinzmetal Angina, noch jemand hier?

Gxr+auamzsexl hat geantwortet


nicht bereit, Dich als das zu sehen, was Du bist: SCHWER herzkrank!

Da rührt Cha-Tu an einen wunden Punkt - auch bei mir! Ich habe nun auch wieder was zum "Nachdenken" und "Durchkauen". Aber ich denke auch, dass bei Cha-Tu die Thematik auch ein wunder Punkt ist.

Sobald es uns ein bisschen besser geht, vergessen/verdrängen wir unsere Krankheit und verhalten uns wie Kerngesunde - und übernehmen uns regelmässig dabei. Dann lecken wir unsere Wunden und hätscheln ein bisschen das Selbstmitleid - und rappeln uns auf. Bei unseren x:) können/sollen/dürfen wir nicht jammern, denn sie haben es uns ja "gleich gesagt"...

Bei mir war's letzte Woche soweit. Wetter zum Eierlegen war's und ich wollte mit dem Elektrofahrrad in die Stadt fahren und Druckertoner kaufen. Mein Mann meinte, dass die Schwüle nichts für mich wäre und ausserdem hätte ich ja erst gerade eine schwere Migräne gehabt. Ich solle doch mit der Strassenbahn fahren oder das Unterfangen vertagen. Stur, wie ich manchmal sein kann, fuhr ich trotzdem. Die Hinfahrt ging gut und ich kaufte noch tüchtig ein unterwegs. Die Heimfahrt war sehr, sehr mühsam und anstrengend. Es geht leicht bergauf und etwa 10kg hatte ich geladen. Auf halbem Wege brauchte es 1x sprayen und einen halben Liter kaltes Wasser ("saufen" nimmt mir seltsamerweise auch einen Teil der Beschwerden), sowie eine Halbstundenrast auf einer Bank.

Kaputt und zerknittert kam ich zuhause an und mein x:) hob bloss die Augenbrauen. Jammern lag da nicht mehr drin und Mitleid bekommen auch nicht. Zu recht.

C&ha-xTu hat geantwortet


Liebe Sternke,

einerseits tut es mir leid, dass mein "Satz" Dich so vernsichert hat. Andererseits finde ich es sehr gut, dass Du ihn nicht nur einfach annimmst, sondern Dich daran reibst und ihn "abarbeitest"... :-)

Ich bin auch nicht kirchlich. Aber ohne meine religiöse Basis wäre ich schon längst verzweifelt. Das ist für mich geradezu unvorstellbar...

Ich überlege jetzt, wenn die Beschwerden jetzt von der Lunge kämen, dann würde Nitro doch auch helfen, weil es weitet ja die Adern?

Lange Rede kurzer Sinn, könnte das sein?

Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Wenn ich mal mein Asthmaspray nicht dabei habe (was GANZ selten passiert) und ich Atemnot kriege, spraye ich tatsächlich Nitro (wobei ich das hier niemandem empfehlen möchte, aber bei mir wirkt es!). Und das ist aufgrund der gefäss-erweiterndern Wirkung beider Sprays auch irgendwie "logisch".

*

Liebe Grauamsel,

Sobald es uns ein bisschen besser geht, vergessen/verdrängen wir unsere Krankheit und verhalten uns wie Kerngesunde – und übernehmen uns regelmässig dabei.

Das ist aber ein ganz normaler Vorgang. Das habe ich heute auch noch hin und wieder. Meine Frau hat mich noch im Winter 2012/13 erwischt, wie ich anfangen wollte, Schnee zu schippen, obwohl gerade Schneeschippen für Menschen mit KHK/PMA pures Gift ist. Schneeschippen gilt unter Ärzten als "Witwenmacher". Das sagt alles... Aber meine Frau tut mir so leid, wenn diese kleine eher zarte Frau diese Arbeit machen muss, und ich dahin "faulenze". So sehe ich das manchmal. Auch noch nach 19 Jahren. Und das ist mit Deiner "Sturheit" in Sachen Elektrofahrrad zu vergleichen ;-)

Dann lecken wir unsere Wunden und hätscheln ein bisschen das Selbstmitleid

Aber auch das darf sein ;-)

– und rappeln uns auf.

DAS ist der Unterschied zum echten "Herumjammern": Wir rappeln uns wieder auf. Und solange wir das tun, dürfen wir auch hin und wieder mal jammern und den Selbstmitleids-Blues spielen.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

s@te+rnkxe hat geantwortet


@ Lieber Cha-tu,

einerseits tut es mir leid, dass mein "Satz" Dich so vernsichert hat. Andererseits finde ich es sehr gut, dass Du ihn nicht nur einfach annimmst, sondern Dich daran reibst und ihn "abarbeitest"... :-)

Ich glaube verunsichert hat er mich nicht. Er hat mich wütend gemacht, zuerst (der Satz, nicht du), dann traurig und dann konnte ich ihn annehmen als Basis um mich selbst zu reflektieren.

So denke ich auch über einen Satz meines Mannes nach, den ich damals nicht kommentiert habe weil ich wußte das ich es verneinen mußte. Kurz vor Bad Oeynhausen sagte er " dann ist nächste Woche nochmal Stress wenn du dort bist und dann wenn du zurückkommst ist alles wieder gut"

@ Liebe Grauamsel

Es tut gut zu lesen das ich nicht die Einzige bin die immer meint es müsse gehen, notfalls mit dem Kopf zuerst |-o

Ihr Lieben, mein Kopf ist voller Gedanken, aber in einem solchen wirren Zustand das ich sie noch nicht in Worte fassen kann. Ihr würdet nichts verstehen. Ich reiche sie die Tage nach.

Liebe Grüße euer

sternke

sYtern7ke hat geantwortet


Ach ich muss hier noch etwas auf mich wirken lassen. Aus meiner ich bleibe Nichtmehrraucher-Baustelle

4261 Zigaretten nicht geraucht

G*rau0aYmsexl hat geantwortet


die immer meint es müsse gehen, notfalls mit dem Kopf zuerst |-o

Oh ja, Sternke, ich bin auch so Eine! Jedesmall, wenn ich mit dem Kopf durch eine Wand bin, merke ich, dass da NOCH eine Wand ist... Ein Labyrinth voller Wände.

4261 Zigaretten nicht geraucht

Meine Bewunderung lässt gerade einen Sternenregen über Dich niederrieseln. Jede einzelne Zigi war ein Verzicht und DU hast ihn geleistet - das ist einfach nur toll. Was schenkst Du Dir als Belohnung?

Danke @:) Cha-Tu für Deine Worte, sie tun ganz einfach gut an einem Kopfwehdienstag. Nix Weiteres, bloss das Wetter.

Ctha-,Tu hat geantwortet


Liebe Grauamsel, liebe Sternke,

das Wetter macht mir auch zu schaffen, nicht Migräne, sondern Lunge... Aber das wird schon wieder.

Ja, es ist toll, liebe Sternke, dass Du nicht mehr rauchst...

Ich musste gestern und heute so an Jürgen denken... Es tut richtig weh, zu wissen, dass er nicht mehr lebt und hier nie mehr schreiben wird...

Liebe Grüsse

Cha-Tu

G2rauMamseal hat geantwortet


Du, Cha-Tu, ist Jürgen "Praxa"?

s:ternkxe hat geantwortet


@ Lieber cha-tu,

ich denke auch viel an Jürgen, an diesen großartigen Menschen der selbst im Sterben noch so viel an uns weitergegeben hat. Wir glauben, so wie er auch an Gott und auch daran das der Tod nicht das Ende ist. Deswegen dürfen wir traurig sein, diesen Schmerz zulassen und uns gleichzeitig mit ihm freuen das sein Leiden vorbei ist.Er hat in vielen Herzen platz gefunden

Ich war etwas unsensibel gerade jetzt diesen Beitrag mit dem Nichtmehrrauchen zu schreiben, aber das ich durchhalte, da trägt Jürgen auch einen Teil mit bei. Durch das was er uns hier hinterlassen hat.

Cha-tu und Grauamsel, ich wünsche euch schnelle Beschwerdenbesserung :-x x:)

CIha-xTu hat geantwortet


Liebe Grauamsel,

nein, Jürgen ist der Mensch, der im Thread [[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/661654/ "Postoperatives VHF"]] uns an seinem Sterben teilhaben liess, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

Aber auch Praxa ist vermutlich Ende 2013 verstorben. Eigentlich kann ich das "vermutlich" streichen...

Liebe Sternke,

nein, das war nicht unsensibel...

Liebe Grüsse

Cha-Tu

G%rauamxsel hat geantwortet


Danke Cha-Tu für den Link. Ich werde ihn gelegentlich anschauen.

sote6rnkxe hat geantwortet


Ihr Lieben,

heute am frühen abend hatte ich plötzlich wieder unsägliche Angst. Ich denke es war eine Panikattake, ausgelöst durch leichten Toraxschmerz und Engegefühl. Es war ein Kraftakt da runter zu kommen zumal ich alleine war. Ich habe mit Nitro gesprüht, dadurch wurden die Schmerzen besser. Dann hab ich mich mit Telefon in Griffnähe auf das Sofa gepackt und, wie es scheint mit Erfolg, durch bewußtes Atmen und den Rückzug zu meiner Oase die Attake überwunden.

Ich weiß nicht, aber ich bin froh wenn ich Anfang Juni den Kardio Termin habe, ich fühle mich nach dem Stenting nicht wesentlich besser. Ende Mai ist Termin beim Psychologen....

Jetzt gehe ich schlafen, das hat mich sehr mitgenommen und ab morgen habe ich richtig Stress wegen der Kommunion. Da sollte ich halbwegs fit sein.

Entschuldigt mein jammern |-o

sternke

CkhDa-Txu hat geantwortet


Liebe Sternke,

Du musst Dich nicht entschuldigen. Es ist DEIN Thread, da darfst Du machen, was Du möchtest. Aber ich empfinde Deine Postings ganz und gar nicht als jammern...

Ich habe das Gefühl, Du erlebst jetzt das, was ich damals in den ersten Monaten (eigentlich 2 Jahren) erlebte. Ich kenne dieses "Nahe-am-Telefon-Sitzen", wenn niemand zuhause war, sooo gut. Und auch diese Panikattacken und das Gefühl, dass sich ja gar nichts zum Besseren geändert hat...

Ich hoffe sehr darauf, dass die therapeutische Begleitung Dir helfen wird.

Falls Du aber vorher das Gefühl hast, dass da was Grundsätzliches nicht stimmt, dann gehe bitte VOR dem Juni schon zum Kardiologen. Ich habe immer noch die Worte meines ersten Kardiologen im Ohr, der mir sagte "Lieber 10mal "umsonst" Notarzt oder terminloser Besuch in der Praxis, als auch nur einmal zu spät". Im Laufe der Jahre bekommt man ein Gefühl, was "schlimm" ist, was "harmlos" ist, was "Körper" ist, was "Wetter" ist oder was "Psyche" ist. Aber anfangs KANN man das nicht wissen, darum sollte man immer erst an Körper denken, und an Arzt.

Liebe Grüsse, ich hoffe, es geht Dir heute besser.

Cha-Tu

sEte*rxnke hat geantwortet


Lieber Cha-Tu,

doch bißchen jammern ist es schon. Leider geht es heute nicht besser. Ich bin nicht belastbar, habe Druck auf der Brust mit Brennen und Engegefühl,und schnell wird die Luft knapp. Fast der Stand wie vor dem Stent. Ich versuche die nächsten Tage ganz ruhig zu verbringen, mich nicht anzustrengen. Und nach der Kommunion am Sonntag gehe ich zum Arzt wenn es nicht besser wird. Ich habe die Befürchtung das der Stent nicht mehr richtig ist. Es ist aber nicht so das ich starke Schmerzen habe, dann würde ich sofort zum Arzt gehen.

Wie geht es dir heute? Ich hoffe die Luft ist besser geworden.

Liebe Grüße

sternke

G5raua[msexl hat geantwortet


Cha-Tu spricht mir wieder mal aus der Seele: GENAU SO ist es in den Anfangszeiten!

Auch ich bin heute wieder halblebendig. Bei MIR ist es ausschliesslich das Wetter.

Du, Sternke, bei Dir könnte es vor allem der Kommunionsstress sein! Ich hatte letzten Herbst das Bedürfnis, unsere Verwandtschaft mal am selben Samstag einzuladen. (Es sind dies nur 6 Personen, plus Märchenprinz + ich.) Eine personenmässig grosse Sache war's also nicht. Das Datum zu finden, war sehr schwierig, denn mein Bruder hat geschäftlich immer viel vor. Als das Datum stand fing bei mir der Stress an, je näher es rückte... Völlig unverhältnismässig, das sagte ich mir immer wieder, aber der Stress wurde deswegen nicht weniger. Ich kochte KEIN aufwändiges Essen, nur Dinge, die vorbereitet werden konnten. Es gab KEINE aufwändige Dekoration - einfach ein "gewöhnlicher" Familiensamstag.

Nachdem nachts um 22.30 alle gegangen waren und sich für das herrliche Fest (war's wirklich) x-mal lieb bedankt hatten, GING ES MIR GUT! Das ganze, wochenlange Ab-und-zu-Herzdrücken waren bloss der (selbstgemachte) Stress.

Horche Du mal in Dich: stresst Dich die Kommunion??

s^ternxke hat geantwortet


Liebe Grauamsel

Horche Du mal in Dich: stresst Dich die Kommunion??

Wir feiern außer Haus. Mein Mann hat drauf bestanden da er der Meinung war ich schaffe es nicht ein Fest für 21 Personen vorzubereiten. Die Kuchen liefern die Verwandschaft, jeder nimmt mir arbeit ab. Natürlich stresst es mich so ein bißchen, es ist viel Fahrerei, ich komme mit dem Pastor und seiner altbackenen Einstellung nicht gut klar. Da rege ich mich schonmal für mich auf, zum Beispiel heute, weil er die Kinder zur Mundkommunion überredet, weil die Hände ja unrein sind :-X

Ich wünsche mir das es nur Stress ist.

Sei lieb gedrückt

sternke

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