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Prinzmetal Angina, noch jemand hier?

smterxnke


Ja das solltest du wirklich nochmal überdenken, Fakt ist das ein Anfall bis zum Herzinfarkt führen kann. Und der kann durchaus tödlich enden, das weißt du sicher auch. Die Medikamente halten die PMA in Schacht. Seid ich Dilzem nehme hatte ich keinen dieser von den Schmerzen her vernichtenden Anfälle mehr. Immer wieder mal Angina Pegdoris, aber längst nicht mehr so schlimm. Da hilft dann auch ein bis maximal zweimal Nitro sprühen.

Bei mir sind es ja jetzt gut zwei Jahre, nicht immer schöne Jahre, und ich war oft verzweifelt. Aber es nützt nichts die Krankheit ist da und nun heißt es das Beste daraus machen.

Merkst du auch Wetteränderungen oder Minusgrade? Oder Stress? Das sind bei mir Faktoren die es oft verschlimmern, besonders wenn ich wieder nicht auf meinen Körper höre und einfach weitermachen will-

aFuflaTuffSorm


Ich schreib mal hier weiter.. um nicht meinen eigenen Faden zu kapern.

Krass das das erst so spät ausgebrochen ist, dachte das wäre eine Krankheit die man von Geburt an hat. Aber Auslöser kennt man wohl eh keine?

Wird das nun behandelt (und wenn ja, wie)?

Wünsche auf jeden Fall viel Kraft und alles Gute.

s<tekrnkxe


PMA tritt meißt zwischen dem 30 und 40 Lebensjahr auf. Rauchen scheint die Krankheit zu begünstigen ( klar Nikotin verengt die Gefäße)

Ich nehme Medikamente gegen die Spasmen, gerade wurde das Medikament ja erhöht. Das ist etwas was mir Sorge macht, das das Medikament irgendwann nicht mehr wirksam genug ist.

Ansonsten soll ich meinen Lebensstil anpassen. Gewicht reduzieren, gesunde Ernährung ec.pp.

Danke für deine Wünsche, ich bin zum Glück ein Optimist.

aauf.lauzffor~m


Kann man so wenig zu sagen.. ;-).

Klappts denn, mit "Lebensstil ändern"?

suterxnke


Ja, ja das Sternke und die Anpassung des Lebensstils.........Mit der höheren Medikamentation komme ich klar, die Spasmen wurden weniger, vielleicht auch weil ich die Leistung runter gefahren hatte und etwas mehr auf den Körper gehört hatte. Nun wäre ich nicht Sternke wenn ich mich damit zufrieden geben würde. Wenn ich merke ok es geht mir merklich besser, die Anfälle sind seltener und in der Intensität wesentlich geringer, dann fange ich an zu experimentieren. Da geht doch noch was ist dann mein Gedanke. Und so habe ich langsam aber beständig angefangen den Lebensstil wieder etwas flotter zu gestalten. Mehr arbeiten, mehr Termine, größere und anstrengendere Hunderunden. Gestern war ein strammer Tag, ich steh morgens um viertel nach sechs mit Mann und Kind auf. Normalerweise fange ich den Tag aber langsam an. Gestern mußte ich aber etwas zügiger an, also bin ich schon kurz vor halb acht zur großen Hunderunde aufgebrochen. Eigentlich war es noch viel zu kalt für mich. Ging aber nicht anders um halb zehn mußte ich schon losfahren, Zahnarzttermin, danach sofort weiter zur Arbeit. Außnahmsweise mußte ich schon um 12 anfangen. Wir waren auch noch unterbesetzt. Gegen vier hab ich gemerkt das ich ein Problem bekomme, die typischen Anzeichen für einen Anfall, Druck, Schmerzen, starkes Schwitzen, Zittern. An der Kasse, unterbesetzt, der Laden voll...............Und das Schlimme, ich war so perplex das ich nicht mal an das Nitro in meiner Tasche gedacht habe. Ich habe nicht mal an einen Spasmus gedacht, sondern an eine Unterzuckerung :-X . Zum Glück war es nur einer der leichten Anfälle, ich habe die Stunde bis zum Feierabend irgendwie durchgestanden, bin heim hab mich hingelegt und erst mal ausgeruht. Ich glaub Sternke muss noch viel lernen. Ich merke die Auswirkungen von gestern noch sehr gut.

L[aRWucofla


sternke ist auf jeden Fall hart im nehmen. Im nächsten Leben wirst Du Lara Croft.

L\aRu6co7la


sternke ist auf jeden Fall hart im nehmen. Im nächsten Leben wirst Du Lara Croft.

sHtern5ke


;-D oh je so ne sportliche soll ich werden? o:)

L`aRuc~ola


*anfeuer

sxter>nxke


Ich hadere gerade ein bißchen, durch die Erkrankung eines Familienmitglieds (seid gestern wissen wir das der Krebs in Lunge, Milz, Leber und Lymphknoten gestreut hat) bin ich psyschich sehr angespannt. Das zeigt sich bei mir mit vermehrtem Herzkasperl bis hin zu mittelstarken Anfällen, die Nitro nötig machen.Seid Donnerstag habe ich jetzt zusätzlich das Gefühl die Lunge/Bronchien seien "zu", verschleimt ec. Ich habe das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen, dazu Reizhusten. Ich nehme schon pflanzliche Schleimlöser, fahre mir nachher auch noch Ambroxol in die Apo besorgen. Aber ein bißchen frage ich mich ob es wirklich eine hartnäckige Erkältung ist? Mein Hausarzt hat noch bis Dienstag Urlaub, der hausärzliche Notdienst ist eine Kathastrophe und sonstige Maßnahmen zu beanspruchen wären übertrieben.

CYaktanxin


Hallo ihr alle,

ich bin heute auf dieses Forum gestoßen und hoffe ich bin hier richtig.

Ich bin 49 Jahre alt und an einem heißen Tag Anfang Juni hat mich mein Mann ins Krankenhaus gebracht, weil ich starke Brustschmerzen links aufsteigend bis zum Kiefer und Schweißperlen auf der Stirn hatte. Diese Anfälle kamen so 3-4 Mal an diesem Tag und so landete ich in der Notaufnahme unseres kleinen Krankenhauses. Es wurde sofort ein EKG, Blutdruck und Blutwerte abgenommen. Dabei kam heraus das das Troponin leicht erhöht ist und man es noch mehrere Male kontrollieren wolle. So kam ich auf die Überwachungsstation und hing am Dauer EKG. In dieser Nacht passierte kein Anfall mehr. Am darauf folgenden Tag kam ich auf die Normalstation, ich bekam einen Magensaftblocker und einen Blutdrucksenker verordnet, weil alle Blutwerte sich als normal darstellten. In der ersten Nacht hatte ich wieder mehrere kleine Anfälle die aber immer vorbei waren als die Krankenschwester in meinem Zimmer angelangt war. Es wurde ein 24 h Blutdruck und 24 h EKG, ein Belastungs-EKG und ein Herzecho durchgeführt. Alles normal. Ich wurde entlassen... In der Woche drauf wurde ich von meiner Kardiologin in die Herzklinik eingewiesen, weil ich immer wieder leichte Anfälle nachts hatte. Es wurde ein Herz-CT und anschließend noch eine Herzkatheter Untersuchung gemacht. Wieder ohne Befunde. Meine Medikamente wurden umgestellt und ich wurde entlassen. Bei der Kardiologin erzählte ich von meinem stets nachts wiederkehrenden Anfällen und sie stelle meine Medis wieder um.Ich nehme nach diversen Umstellungen zur Zeit nun:

50 µg L-Thyroxin für meine Hashimoto Thyreoditis

100 mg ASS protect

2,5 mg Nebivolol zur Blutdrucksenkung und

2x 750 mg Ranexa (morgens und abends je 1x) gegen die Anfälle

Ihre Diagnose nun vasospastische Angina Pectoris --> wobei ich nun im Inet darauf gestoßen bin das es sich um PMA handelt...

Ich habe immer noch Beschwerden, wenn auch nicht mehr so häufig wie vorher, und bin seit den Krankenhausaufenthalten arbeitsunfähig geschrieben.

Heute merkte meine Kardiologin in einem Telefongespräch an, dass es nicht sein kann das ich trotz Ranexa immer noch Beschwerden habe und meinte es könnte auch am Magen liegen, da meine Anfälle hauptsächlich nachts auftreten, sollte ich eine Magenspiegelung in Erwägung ziehen. Ich glaube es nicht (ich habe ja schon Magensaftblocker bekommen, die nix bewirkt haben). Es fühlt sich auch immer linksseitig an und nach einem Anfall bin ich für den ganzen Tag total neben der Spur, total müde und nicht leistungsfähig. Ich weiß jetzt gar nicht wie ich weiter verfahren soll. Eine Reha die bereits bewilligt ist soll Ende November statt finden und ich hatte eigentlich große Hoffnungen, das die mich dort wieder aufpäppeln und ich unter Aufsicht meine Grenzen finden kann. Jetzt traue ich mir kaum etwas zu, weil ich immer Angst vor dem Supergau habe. Vor Juni hatte ich mich gerade motiviert das Joggen anzufangen und hatte bereits 5 km problemlos geschafft. Schon 2x die Treppe in den Keller bringen mich jetzt mich zum Schnaufen, geschweige den Mülleimer an die Straße stellen (ca. 50 m) macht mich total atemlos. Die Kardiologin ist jetzt nicht mehr so ganz gewillt mich bis zur Reha weiterhin krank zu schreiben...und ich bin nun ziemlich ratlos und leicht heulig deswegen, denn meinen oft stressigen Job als med. techn. Assistentin mit ständig hin und her flitzen, Trepp' auf und ab und arbeiten mit dem "Wecker" traue ich mit im Moment nicht zu.

Habt ihr einen Rat für mich?

Viele liebe Grüße

Catanin

srterpnxke


Ach du je, bedingt durch einen Sterbefall und eigenen Problemen war ich eine lange Zeit kaum im Forum und habe jetzt nur durch Zufall gesehen das hier jemand geschrieben hat.

Catanin, falls du noch hier liest, wie geht es dir jetzt?

t(c:b13


Hallo Ihr Lieben,

ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und von Euch zu lesen, da ich von den Ärzten schon belächelt und nicht ernst genommen wurde. Daher muß ich mal ganz am Anfang beginnen, da ich hier schon gelesen habe dass Leidensgenossen mit PMA ähnliches oder gleiches erleben mussten.

Einführend muß ich erklären, dass ich nicht so der Arztgänger war und Schmerzen bisher ohne Pille ertragen wurden, doch dann gab's richtig.

Ich bin 45 Jahre jung und hatte meinen ersten PMA Anfall im März 2016. Ich dachte zuerst es wäre Strahlungsschmerz aus der Schulter, da ich seit längerem eine Entzündung im Schultergelenk hatte.

In den nächsten Wochen wiederholten sich die Anfälle und hatten mittlerweile eine Intensität erreicht,

dass selbst ich mir eingestehen musste, es könne vom Herzen kommen.

Also ab zum Arzt, der schrieb ein EKG jedoch war alles unauffällig.

Ich wurde zum Röntgen der Lunge sowie zum Mrt geschickt ...nichts zu finden.

Meine Beschreibung der Schmerzen wurden immer irgendwie abgetan und meine Zweifel an der Ärzteschaft bestärkt.

Im September traf ich einen alten Bekannten, der mir erzählte er hätte eine Herzinfarkt gehabt und beschrieb mir

1:1 den selben Schmerz den ich seit Monaten anfallartig erlebte.

Ich nahm mir vor beim nächsten Anfall ins Krankenhaus zu fahren, was dann auch 2 Tage später der Fall war.

Jetzt gings los:

NSTEMI, nicht erkannter Hinterwandinfarkt und 3 Stents ins Hauptgefäß.

2 Tage später gings heimwärts. 5 Tage später erneuter PMA Anfall der so heftig war, dass meine Frau den Notarzt rief.

Bis der Arzt eintraf war der Anfall natürlich vorbei und das im Krankenwagen geschriebene EKG wies keine Annormalien auf. Die Aussage des Notarzt war, es sei "normal", ich sei optimal medikamentös eingestellt und es könne nichts passieren. Er empfahl mir noch, ich solle mir Nitrospray verschreiben lassen und dann fuhr er wieder.

Am nächsten Tag (Sonntag) erneuter heftiger Anfall, bin dann ins KH wo der Aussage des Notarztes, die Beschwerden seien "normal", widersprochen und sofort eine erneute Kathederuntersuchung eingeleitet wurde.

Während der Untersuchung versuchten die Ärzte das durch den Infarkt unterbrochene Gefäß zu durchbohren, jedoch leider erfolglos da die Arterie wohl zu dünn wäre.

Eben weil das Gefäß so dünn sei, wäre es auch nicht möglich das meine Angina Pectoris daher käme,so die Aussage der Ärzte im KH.

Sie verordneten mir zusätzlich zu ASS,Amlodipin,Atorvastatin,Biso, Briique und Ramipril noch zwei weitere Präparate:

Ranexa und Corvaton

Beide sollten zur Verhinderung von AP Anfällen beitragen.

Soweit so gut, ab in die Reha...

Nach einer Woche, erneute Anfälle worauf ich die Stationsärztin der Rehaklinik aufsuchte, die dann ein EKG sowie ein Langzeit-Ekg anordnete.

Da ich während der EKG's keinen Anfall hatte, gab es natürlich nichts zu sehen.

Die Ärztin bat mich bescheid zu sagen sobald ich wieder eine Attacke verspüre.

4 Tage darauf war es soweit, wieder dasselbe Prozedere und wieder nichts.

Daraufhin sagte mir die Ärztin es sei medizinisch nicht zu erklären, ich sollte mal über psychologische Hilfe nachdenken.

Sie könnte in der Reha nichts mehr für mich tun, ich solle mir einen Kardiologen suchen und mit ihm weitere Maßnahmen besprechen.

(Musste gerade das schreiben unterbrechen: 10 Minuten PMA + 20 Minuten Kopfschmerz vom Nitro,jetzt geht's wieder. Jetzt weiter im Text.)

Es wurde eine Kardiologin und der Termin war am 08.12.2016.

Ich schilderte ihr meinen gesamten Krankheitsverlauf und das die Beschwerden weshalb ich eigentlich ins KH gegangen bin, nämlich die AP-Anfälle mich nachwievor heimsuchen. Ich hatte nie Luft oder Blutdruckprobleme.

Doch auch sie leierte dasselbe herunter wie die anderen Ärzte auch... das Gefäß ist zu klein, im Ekg nichts zu sehen, bla bla bla...

Ranexa - Dosis erhöht, nächster Termin 16.02.17 !!!

Weiter 2 Monate mit mindestens 2 Anfällen pro Woche, danke.

Am 16.02. dann der Termin, der alles veränderte.

Diesen Temin muß ich in 2 verschiedene Behandlungen unterteilen:

Teil 1:

Ich erklärte der Kardiologin erneut mein Schmerzbild und das ich schon psychologische Hilfe beantragt habe, da ich schon an mir zweifle nachdem mir alle Ärzte immer Gleiches erzählen.

Sie wollte wieder die Dosis eines Medikaments erhöhen, beschloß jedoch mich vorher noch ein Belastungs-EKG machen zu lassen.

Ich sagte ihr noch, das es nichts bringt, da ich jeden Tag Ergo fahre und noch keine Beschwerden dabei hatte.

Beim Belastungs-Ekg passierte es dann, ich hatte den ersten von weit über hundert AP-Anfällen erstmalig bei der Aufzeichnung eines Ekg.

Teil 2:

Die von den Schwestern herbeigerufene Kardiologin wurde verdammt nervös und sagte ich müsse sofort ins KH.

Das EKG zeige einen klaren Ischämie Nachweis.

Ich hatte zwischenzeitlich Nitro gesprüht und beruhigte die Ärztin dass es gerade besser werde. Ich sagte ihr das der gerade verspürte Schmerz auf einer Skala von 1 - 10 der Schmerzen die ich bis dato verspürte , höchstens als eine 2 einzuordnen wäre und es keinen Grund zur Beunruhigung gäbe.

Die Kardiologin, die meine Aussagen vorher anzweifelte wie die Ärzte zuvor auch hatte es nun live miterlebt, entschuldigte sich mehrmals bei mir und zweifelt jetzt nichts mehr an.

Nächsten Tag wieder ins KH, dort hatte ich mit vier Kardiologen zu tun, einen fragte ich ob es nicht PMA sein könnte, er sagte erneut ich hätte keine AP.

Stressecho - Belastbarkeit 150 Watt alles top... nach Hause.

Gestern zur Kardiologin, die sich mittlerweile mit dem Thema beschäftigt hat und sie ist sich sicher es ist PMA.

Versuchen jetzt 2-3 Medikamente abzusetzen und nächste Woche durch ein anderes zu ersetzen.

Wenn das nichts bringt werden wir nochmal das Präparat wechseln.

Wenigstens habe ich jetzt eine Kardiologin an meiner Seite die alles mit durchzieht und nicht mehr an meinen Worten zweifelt.

Die Allwissenden scheinen mit ihrem Latein am Ende zu sein oder gibt es wirklich so wenig Erfahrung mit PMA?

Ich hatte seit gestern inklusive der Attacke eben 4 Anfälle und habe jetzt hoffentlich wieder 3- 4 Tage Ruhe.

Kennt jemand von Euch einen Arzt der vielleicht spezialisiert ist auf PMA ?

Ich komme aus dem Raum Düsseldorf, um die Seuche loszuwerden ist mir jedoch kein Weg zu weit.

Ups, ganz schön lang geworden der Text aber jetzt lass ich Euch in Ruhe

Schöne stressfreie Grüße

Ingo

sZterxnke


Hallo Ingo,

wenn ich deinen Bericht lese finde ich mich phasenweise echt wieder. Das große Problem ist das man ein völlig normales Herz und völlig normale Untersuchungsergebnisse ausserhalb eines Anfalls hat. Ein weiteres Problem ist das es immer noch Ärzte ( auch Kardiologen und selbst Kardiologen in Unikliniken) gibt die diese Erkrankung nicht wirklich anerkennen.

Was die Medikamente angeht rate ich dir bei deiner Kardiologin das Medikament Dilzem anzusprechen. Wie man mir gleich nach dem Infarkt sagte ist das das Medikament der ersten Wahl bei PMA. Es gehört zur Gruppe der Kalziumanagonisten. Bei mir hält es die Spasmen ganz gut in Schacht, wirklich schwere Anfälle ( ich gehe auch von 1-10) der Kategorie 8-10 habe ich selten. Bei mir ist es meißt leichtes Gemurre bis hin zu mittelschweren Attaken, die ich auch mit Nitro behandel.

Medikamente sehen bei mir zur Zeit wie folgt aus

Dilzem 90mg Retard morgens

ISDN 40 Retard morgens

Pantropazol 40 mg morgens

ASS100 morgens

Candesartan 8mg morgens

Dilzem180mg Retard abends

Corraton 8mg abens

Magnesium abends

Bei Bedarf Nitrospray

Betablocker wurde mir gesagt sollen Prinz Metaller nicht nehmen, die können Spasmen verstärken.

Die letzten Tage habe ich wieder vermehrt Beschwerden,bei mir ist immer ein Indiz schmerzende Arme und leichter Druck und brennen in der Brust.

Ich grüße dich herzlich

sternke

lYagu


Hallo zusammen,

ich hab Euch gerade gefunden. Ich wusste ja, dass PMA eher selten ist, deshalb ist es schön - falls man hier von schön reden kann - dass hier ein paar LeidensgenossInnen unterwegs sind.

Ich habe schon eine etwas längere Odyssee hinter mir. Meine Beschwerden traten erstmals 2009 nach einer Trainingseinheit im Inlineskaten auf. Bis dahin habe ich immer mehrere Marathonrennen auf Inlineskates pro Jahr absolviert und regelmäßig trainiert, bis hin zum täglichen Arbeitsweg von insgesamt 35km.

Und dann 2 Stunden nach dem Training AP-Symptome, die sich jeden Tag wiederholten und steigerten.

EKG, Troponin alles o.k. und die Beschwerden nach der Belastung wurden von den Kardiologen als nicht das Herz betreffend abgetan. "Geh mal zum Orthopäden" bekam ich zu hören. Angesichts der Untersuchungsergebnisse und des Beschwerdebildes sagten die Orthopäden aber immer "Geh mal zum Kardiologen!".

Eine Kathederuntersuchung ergab dann nur leichte, altersgemäße Verengungen (15 - 25%). So habe ich mich 4 Jahre von Anfall zu Anfall geschleppt, die immer in Ruhe und bei leichter Belastung auftraten. Das führte immer wieder dazu, dass neben EKG auch immer wieder die Rückenmuskulatur angeschaut wurde (wohl in der Hoffnung, dort doch mal was zu finden ":/ ). Dann im Herzzentrum die Verdachtsdiagnose auf PMA und die Verabreichung von Verapamil zum bereits im Programm stehenden ISMN.

Der Calciumantagonist tat seine Wirkung und so haben wir im beiderseitigen Einvernehmen auf einen dritten Katheder (2012 war der zweite) verzichtet. Nur um einen Anfall zu provozieren und die PMA definitiv zu bestätigen wollten wir den Katheder nicht machen.

So schlage ich mich seit einigen Jahren mit ISMN, Verapamil und ASS durch, mit mehr oder weniger Erfolg. Wenn es mal wieder besonders schlimm war und ich mich nicht in der Lage sehe, zu Arbeiten zu gehen, suche ich meinen Hausarzt auf und das läuft dann folgendermaßen ab:

1. Wir machen ein EKG

2. Das EKG ist unauffällig

3. Haben Sie Nitrospray genommen? - Ja

4. Hilft das Spray? - Ja

5. Dann müssen Sie ins Krankenhaus, Troponintest und so.

6. Ich: Aber da kommt doch auch wieder nichts raus, die nehmen mich doch bald nicht mehr ernst

7. Trotzdem, das ist mir als Ihr Arzt zu gefährlich

...

Immerhin verzichten die Jungs und Mädels vom Rettungsdienst meist auf's Blaulicht :)=

Im Krankenhaus ist dann immer alles unauffällig. Selbst beim Belastungs-EKG habe ich vor 3 Wochen 225 Watt gedrückt ohne dass ich Beschwerden gehabt hätte. Aber der kurze, leicht schräge Anstieg morgens auf dem Weg zum Bus führt sehr häufig zu Krämpfen in der Brust und Schmerzen in den Fingern.

Vor drei Wochen wurde dann die Verapamildosis erhöht (ich bin jetzt bei insgesamt 360mg am Tag). Seitdem bin ich quasi Schmerzfrei, habe aber häufig ein komisches Gefühl und eine Spannung in der Brust. Und MÜDE bin ich unendlich. Ich bin morgens nach dem Duschen schon wieder so müde, dass ich mich hinlegen könnte. Einfache Arbeiten wie Wäsche aufhängen oder Spülen schlauchen mich so, dass ich danach immer eine längere Pause machen muss, teilweise mit hinlegen.

Und außer Atem bin ich immer gleich.

Das Einzige, was einigermaßen geht, ist Liegerad fahren. Wenn ich aber eine Tour von bspw. 50 Kilometern gemacht habe (mit Pedelecunterstützung) bin ich drei Tage platt.

Die Anfälle machen mir keine Angst, solange sie nicht heftigst sind. Das Nitrospray hilft da ja auch noch. Aber dieses "Nichts-Leisten-Können" zermürbt mich total. Ich habe zwar mittlerweile eine Erwerbsminderungsrente und arbeite nur noch 3,5 Stunden pro Tag, aber nach der Arbeit bringe ich zuhause nichts mehr zustande.

Immer nur Arbeiten und Schlafen ist mir dann doch zu wenig, zumal ich mit meinen 57 Jahren ja hoffentlich noch eine ziemliche Strecke vor mir habe.

Soweit erst mal meine Odyssee.

Toni

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