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Lungenentzündung mit Blutvergiftung, künstliches Koma.....

b abynface28 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Vater liegt im KH mit einer schweren Lungenentzündung die bereits eine Blutvergiftung verursacht hat. Er wird komplett künstlich beatmet und die Ärzte pumpen pro Std. 800 ml Flüssigkeit in ihn um seinen Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Er sieht schlimm aus, da er durch die Flüssigkeit so extrem aufgeschwemmt ist.

Das ganze war diesen Montag, am Sonntag hatte meine Mutter schon den Notarzt gerufen da mein Vater nach Luft japste und er schon seit Tagen eine Magen-Darm-Grippe hatte, leider verweigerte mein Vater die Einweisung ins KH und er musste unterschreiben das er auf eigenes Risiko zuhause bleibt.

Am Montag hatte er dann wieder so einen Anfall, wo zuerst seine Lippen weiss wurden und dann blau. Als da der Notarzt kam ist er auch mit.

Gestern hat uns der Arzt gesagt, dass er noch nicht über den Berg ist. Da sie nicht unendlich Flüssigkeit in ihn pumpen können.

Die Nächte war er jetzt immer stabil.

Blutdruck war am Dienstag 90 zu 60 ( also niedrig) und gestern bei 120 zu 75.

Mein Vater war schon immer sehr dünn, was jetzt natürlich nicht von vorteil ist, da er nichts zum zerren hat und er war starker Raucher, was das Lungengerüst angegriffen hat, was es jetzt auch nicht erleichtert. Die Nierenwerte fallen immer mal wieder ab, erholen sich dann aber wieder. Nahrung über Magensonde wurde bereits begonnen.

Ich weis, dass es bei jedem anders ist, aber kann mir bitte jemand sagen was auf uns zukommt und zukommen kann? Lt. Arzt hat man den Erreger gefunden, es waren Pneumokokken, die jetzt gezielt per Antibiotikum behandelt werden.

Wie sind die Chancen zu überleben?

Der Arzt hat sich auf diese Frage nicht geäußert, er meinte nur in der Medizin ist vieles möglich.

Ich habe 2 kleine Kinder, muss in die Arbeit und wir hatten in den letzten 6 Monaten in der Familie 3 Todesfälle, die Nerven liegen blank.

Ich möchte gerne ehrliche Antworten, keine beschönigungen.

Mein Vater ist 63, aber durch Magenerkrankungen und 12-Fingerdarmgeschwüre doch angegriffen.

Vielen Dank und liebe Grüße!!

Antworten
t}he-cxaver hat geantwortet


Die ärzte vor ort haben viele informationen, die wir hier nicht haben - also wirst Du hier nichts genaueres erfahren können.

Vorerkrankungen, Verlauf der Blutwerte, Dosierung der Kreislaufmedikamente, Röntgenbild, Beatmungsparameter - da spielen viele Dinge eine Rolle.

Was man aber schon mal sagen kann: Wenn er die akute epsis übersteht, wird es wahrscheinlich trotzdem ein langer Weg bis nach Hause...

S+chElitzauxge67 hat geantwortet


Das kann hier doch wirklich niemand sagen, wie es weiter geht. Man kann so etwas bei robuster Natur überstehen – oder bei weniger robuster eben auch nicht. Das ist doch in die Glaskugel guck.... Nichtvergleichbar mit der Lungenentzündung von Tante Lieschen oder Onkel Herbert.

Abwarten und hoffen, dass alles gut geht. :)*

ESh5emaligher Nzu}tze[r (#39U3910x) hat geantwortet


Eine Prognose kann hier leider keiner stellen. Aber es wird ein sehr langer Weg werden.

die Ärzte pumpen pro Std. 800 ml Flüssigkeit in ihn um seinen Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Das kann allerdings nicht stimmen. Da musst Du Dich verhört haben. Das wären ja in 24 Stunden 19,2 Liter. Das würde kein Körper schaffen. Frag da nochmal nach.

tfhe-fcaver hat geantwortet


Muss ja nicht sein, dass sie das 24h lang machen - in der Anfangsphase der Sepsis-Therapie sind solche Raten nichts ungewöhnlich. 5 Liter in 6 Stunden braucht man nicht selten bei einem ordentlichen septischen Schock.

Enhemaligerc Nutzer I(#393910x) hat geantwortet


ja kurzfristig ist das in Ordnung. KLaro. Wenn ich mal bedenke, was wir im Rettungsdienst bei einem ordentlichen Schock oft haben im Schuss reinlaufen lassen. Und das dann über zwei großlumige Zugänge.

bRa'byfa|cae28 hat geantwortet


Guten morgen,

ich hab mich wohl auch etwas unklar ausgedrückt. Er bekommt nicht seit Montag

stündlich 800ml Flüssigkeit, der Arzt sagte gestern das sie seit Montag Abend insgesamt 25 Liter gegeben haben. Mein Vater ist extrem aufgedunsen, da seine Organe nicht die Flüssigkeit aufnehmen , die sie bräuchten, daher lagert er die meiste Flüssigkeit im Gewebe ein. Lt. Arzt kann aber nur so der Kreislauf aufrecht erhalten werden, er sagte auch das man dies ( mit der Flüssigkeit) nicht ewig machen kann.

Wie lange kann man den ca. sowas machen? Tage? 1 Woche?

Gestern brauchte er auch Insulin, sonst einigermaßen stabil.

Natürlich kann hier niemand mir exakte Aussagen geben, da ich die Werte etc nicht kenne. War vielleicht auch dumm gefragt von mir, bin aber einfach durcheinander.

Ich versuche mir einfach soviel Wissen wie möglich anzueignen.

t_he-lcOaver hat geantwortet


Das ist in der Sepsis nicht unüblich - die Wände der Blutgefäße werden durchlässiger, dadurch tritt vermehrt Flüssigkeit ins Gewebe aus. Die reichliche Flüssigkeitsgabe ist aber oft die einzige Möglichkeit, die Dosierungen der Kreislaufmedikamente in Grenzen zu halten, deswegen macht man das so.

Das mit dem Insulin ist auch nichts ungewöhnliches, darum musst Du Dir keine Sorgen machen.

Gibt es denn schon eine Tendenz in irgendeine Richtung, was die Dosierung der Kreislaufmittel, die Entzündungswerte oder die Beatmung angeht?

brabyfaJceA2x8 hat geantwortet


Hallo the-caver,

Danke für die Antwort!! :)*

Bis jetzt gibt es noch keine Richtung, heute morgen habe ich angerufen und der Arzt sagte mir das er weiter stabil ist, die Nacht unverändert zu gestern war, er aber ausdrücklich nochmal betonen möchte, dass mein Vater nicht über den Berg ist.

Entzündungswerte sollen etwas gefallen sein, sprich er spricht gut auf das Antibiotikum an.

Weist Du wie lange man das mit der Flüssigkeit machen kann, da uns der Arzt schon darauf hingewiesen hat, das dies nicht ewig möglich ist.

tShe-c8ave1r hat geantwortet


Das kann man nicht so pauschal sagen - richtet sich u.a. nach dem Blutdruck und dem Röntgenbild der Lunge. Wenn man sich nicht sicher ist, wieviel Wasser noch "reibnpasst", kann man auch einen speziellen klainen Arterienkatheter zur erweiterten Überwachung von Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt legen (PICCO-Katheter) - kann auch sein, dass er den schon hat.

Aber wenn das Antibiotikum jetzt greift, besteht auch eine gute Chance, dass er in den nächsten Tagen aus der Sepsis rauskommt, dann kann man auch die kreislaufmedikamente und die Flüssigkeitszufuhr verringern.

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