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KH verlangt Patientenvollmacht, Routine oder doch ernst??

bAaby9fa<cex28 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie bereits berichtet liegt mein Vater auf der Intensivstation wegen eines septischen Schockes.

Gestern kam ein Arzt zu meiner Mutter und meinte das die Entzündungswerte fallen, was ja positiv ist und die Blutwerte soweit sich auch wieder stabilisieren. Er wird künstlich beatmet, von Freitag bis Sonntag habe er auch immer mehr selber geatmet , jedoch wurde seit Montag keine Verbesserung der Lungentätigkeit festgestellt. Nicht schlechter, aber auch nicht verbessert. Nun soll ein Luftröhrenschnitt gemacht werden.

Gestern hat man wohl auch einen Neurologen zugezogen um auszuschliessen das das Hirn geschädigt ist. Gefunden hat man "Gott-sei-Dank" nicht am Gehirn.

Der Arzt meinte das ein Wert im Blut immer extrem schwankt, da müssen sie noch klären welcher das ist!

Was mich aber stutzig macht, der Arzt sagte das sich der soziale Dienst mit meiner Mutter in verbindung setzt, wegen einer Patientenvollmacht.

Ich lese im Internet nur bei Patientenvollmacht das es sehr kritisch ist und die Patienten am Ende Lebens stehen.

Oder ist das Routine so eine Patientenverfügung bei Patienten auf der Intensivstation?

Antworten
Ejhemgalige\r Nutzeor (#3A93910x) hat geantwortet


Es geht hier z.B. um die Einwilligung für den Luftröhrenschnitt. Den dürfen die ohne Einwilligung des Patienten nicht machen. Jetzt kann der Patient aber nicht einwilligen also muss das stellvertretend ein Angehöriger übernehmen. Der darf das aber auch nur mit einer Vollmacht. Die stellt zu guten Zeiten der Patient aus, für die Zeit, wenn mal was ist, oder in Eurem Fall geht es dann über das Gericht.Das Vorgehen ist ganz normal. Mach Dir da keine Sorgen.

C5ornexlia59 hat geantwortet


War bei unserer Mutter auch so, als der Luftröhrenschnitt gemacht werden sollte. Sie brauchen halt einen, der unterschreibt, bevor sie operieren dürfen, weil das sonst Körperverletzung ist. Zum Glück hatte unsere Mutter schon lange vorher beim Notar eine Vorsorgevollmacht und auch eine Patientenverfügung gemacht.

Daß das mit dem wieder-selber-atmen-lernen ein langwieriger Prozeß ist, haben wir (und vermutlich auch ihr) leider auch feststellen müssen. Im wesentlichen geht es bei dem Luftröhrenschnitt darum, daß der Patient die Intubation durch den Mund loswerden kann. Und daß er trotz Beatmung wach sein kann, was intubiert nicht möglich ist, da muß immer noch eine Sedierung drin sein. Mit der Trachealkanüle und einem speziellen Aufsatz kann er dann sogar schon wieder sprechen, wenn auch sehr leise. Sobald er dann richtig wach ist und in vollem Umfang selber atmet und gut schlucken kann, kann die Trachealkanüle entfernt werden, meist kommt dann nur noch ein Nasenschlauch mit Sauerstoff zum Einsatz.

C4oldTlife hat geantwortet


Was mich interessiert: (hoffe ist ok wenn ich hier frage)

Was ist wenn man im Krankenhaus liegt mit Herzerkrankung und keine Angehörigen hat? Und man selber nicht einwilligen kann?

EshemaliAger| NutzyerL (#39391x0) hat geantwortet


Dann wird vom Gericiht ein gesetzlicher Betreuer bestellt

mxneFf hat geantwortet


Wer mit nem Herzinfarkt o.ä. ins KH kommt wird behandelt, punkt. Ohne PatVerfü, ohne Betreuer.

l.inuxxman hat geantwortet


Er wird am Leben erhalten! Zumindest wird es versucht. Wenn für eine optimalere Behandlung das Einverständnis des Patienten erforderlich ist so geht dies nur, wenn dieser dem zugestimmt hat oder ein Gericht zu der Überzeugung kommt, dass der Patient auch bei Bewusstsein so entschieden hat (bzw. ausgeschlossen ist, dass er dagegen entschieden hat). Gerade beim Luftröhrenschnitt ist das ein Thema.

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