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Was kann man mit einem Ruhe ekg ausschließen?

FVirdxes hat die Diskussion gestartet


Hallo,

War nach Beschwerden im brustbereich (herzstechen, herzsolpern, druck in der Brust) gestern im kh wo ein Ruhe ekg gemacht würde und Blut abgenommen. Da die Beschwerden aber immernoch da sind frag ich mich, ob die dadurch jetzt alles feststellen konnten? Hab die Beschwerden noch nicht lange.

Antworten
Smchlitz!augex67


Man konnte eine schlimme Herzkrankheit mit Sicherheit ausschließen. Die zeigt sich auch schon im Ruhe-EKG.

F%irdxes


Ich nehme gerade ein Medikament gegen angststörungen (seroquel) zu welchen Nebenwirkungen auch herzrhythmusstörunfen zählen. Sind die dadurch auch ausgeschlossen? ???

d~kesxt


Und fast noch wichtiger war wohl das Labor.

Ich meine die lassen dich schon nicht gehen wenn sie nur den geringsten Verdacht auf eine Herzkrankheit hätten, denkst du nicht?

C]ha-FTu


Man konnte eine schlimme Herzkrankheit mit Sicherheit ausschließen. Die zeigt sich auch schon im Ruhe-EKG.

Das ist so nicht richtig. Ich bin seit 19 Jahren "schlimm herzkrank". 11 Stunden vor meinem ersten Herzinfarkt hatte ich ein normales Ruhe-EKG und am Tag meines zweiten Herzinfarktes hatte ich vorher (wenige Stunden) ein unauffälliges Ruhe-EKG, denn der zweite Infarkt lief in der Reha-Klinik ab, wo ich wegen des ersten Infarkts gerade eine Kur machte und ständig unter Kontrolle war.

Mit einem Ruhe-EKG kann man in Notfall einen gerade ablaufenden Herzinfarkt erkennen (das Ruhe-EKG kann aber noch 1-3 Stunden nach einem Infarkt halbwegs normal sein!), man kann einige wichtige Herzrhythmusstörungen ausschliessen und man kann NACH einem Herzinfarkt den Verlauf der Besserung gut dokumentieren bzw. den Verlauf einer kardiologischen Behandlung kontrollieren. Mehr leider nicht.

F4i~rdexs


Wie hast du deine Infarkte dann bemerkt?

F}irdexs


Ich frag mich halt woher die brustbeschwerden kommen? Druck und bemerkbare herzstolperer. Ich hab angst.

F%ir%dexs


Hattest du vorher zusätzlich zum ekg einen Bluttest der herzenzyme?

dtkesxt


Lieber Cha-Tu,

mich würde noch interessieren ob das erste EKG vor dem Infarkt wegen Beschwerden von dir gemacht wurde?

Auch der zweite Infarkt so kurz danach. Würdest du sagen dass dort alles korrekt abgelaufen ist?

Oder wurde etwas wie zB eine weitere Verengung der Koronararterien übersehen?

Sorry dass ich das frage, aber es würde mich einfach interessieren!

LG dkest

c-ai+ra7x8


Ein Infarkt lässt sich am EKG nicht präventiv erkennen, denn der Infarkt wird ja durch Gefäßverkalkungen verursacht – die zeigen sich ganz sicher nicht im EKG. Das EKG zeichnet die Reizströme am Herz auf – hier lässt sich erkennen, ob der Muskel richtig arbeitet oder ob es irgendwo Anzeichen auf Probleme gibt. Das könnte zB ein geschädigter Muskel infolge eine Infarktes sein oder eine Herzmuskelentzündung. Auch lassen sich Veränderungen am Herz feststellen, ggf. Klappenfehler, Aussetzer, Vorhofkontraktionsprobleme/-flimmern, usw.

Alles, was aber auf Gefäßprobleme zurückzuführen ist wie Bluthochdruck, Infarkte, Thrombose sieht man da natürlich nicht.

Skea'n.et7oxr


Man kann durchaus "Vorboten" eines Infarktes sehen. Es gibt Zeichen der Ischämie am Muskel, die zu einem veränderten EKG führen können. Das ist je nach Ausprägung und Lage jedoch nicht immer sicher möglich.

Gruß

C3oldrlifxe


@ Fides

Mir haben div. Oberärzte mal gesagt das EKG's keine Superwaffen sind ..

Man KANN trotz unauffälligen EKG Herzkrank sein .. Das Herz kann sehr sehr kleine Schädigungen haben die selbst bei einem Herzultraschall nicht aufgefunden werden können .. Da müsste man mit einem Herzkatheter ran ..

Diese kleinen Schäden können div. dinge auslösen ..

Aber das heißt nicht das es bei dir so ist ..

Kann auch einfach Panikattacken sein die du nur unterbewusst wahrnimmst .. Du schriebst du nimmst Medikamente gegen Angststörungen .. Halte eine Psychische Ursache auch für möglich ..

Du kannst zur Sicherheit ja nen Termin beim Kardiologen machen wenn es dir keine ruhe läßt ..

C:hva-Txu


Hallo, Seanet,

das Problem war, dass ein User schrieb, ein unauffälliges EKG schliesse schlimme Herzkrankheiten aus. Und das ist eben NICHT so.

Lieber dkest,

mich würde noch interessieren ob das erste EKG vor dem Infarkt wegen Beschwerden von dir gemacht wurde?

Ja, ich habe wochenlang schwere gesundheitliche Probleme gehabt, die aber herz-untypisch gewesen sind. Darum kam man erst aufs Herz, als der erste Infarkt da war.

Auch der zweite Infarkt so kurz danach. Würdest du sagen dass dort alles korrekt abgelaufen ist?

Nein, das ist es sicher nicht. Jedenfalls nicht beim ersten Infarkt. Mein damaliger Hausarzt (Internist) hätte wissen müssen, dass die Symptome, die ich hatte, vom Herzen her kommen KÖNNEN. Ich hatte starke Schmerzen zwischen den Schulterblättern, und zwar ganz massiv, wirklich so, dass ich für einen 100-Meter-Weg 10 Minuten brauchte, weil ich mich vor Schmerzen gekrümmt habe. Meine Wirbelsäule und meine Lungen wurden damals mehrfach untersucht, das Herz nicht. Dabei hätte ein Versuch eines Belastungs-EKGs genügt, um die Gefahr zu sehen (sagte man mir später im Krankenhaus), ein Ruhe-EKG reicht da nicht aus.

Beim zweiten Infarkt sehe ich keine Verantwortung bei der Rehaklinik. Solche Reinfarkte passieren einfach manchmal, das ist Schicksal oder was weiss ich. Aber ich wüsste nicht, wie die Leute in der Rehaklinik das hätten verhindern können. Bei der Aufnahme wurde ich vollständig durchgecheckt, auch ein Belastungs-EKG bis 50 Watt, mehr ist nach dem schweren ersten Herzinfarkt erst einmal nicht drin. Und das war okay.

Oder wurde etwas wie zB eine weitere Verengung der Koronararterien übersehen?

Nach dem ersten Infarkt wurde ja eine Katheter-Untersuchung gemacht und bei dem Dilatationsversuch auch. Dass die dilatierte Ader an anderer Stelle nochmal verschliesst konnte einfach niemand vorhersehen. Ich konnte ja nicht jede Woche einen Katheter legen lassen...

Mein Hausarzt hat sich übrigens später bei mir entschuldigt und gesagt, er verstehe selbst nicht, warum er das Herz in seinen Untersuchungen ausgeblendet habe. Ich habe die Entschuldigung angenommen, habe aber dennoch den Arzt gewechselt.

Gruss

Cuha-T>u


Hattest du vorher zusätzlich zum ekg einen Bluttest der herzenzyme?

Nein. Mein Hausarzt hat das EKG wenige Stunden vor dem Infarkt ja eigentlich nur routinemässig gemacht. Er war der Meinung, ich hätte ein Wirbelsäulen- oder ein Lungenproblem, kein Herzproblem.

Gruss

dAkesxt


Lieber Cha-Tu,

danke fürs Aufschreiben, sehr interessant.

Ich finde das doppelt blöd weil es ja mittlerweile auch Schnelltests auf Trop gibt, die kosten nur rund 3 Euro pro Stück und das Ergebnis hat man innerhalb von 10 Minuten.

Trotzdem hat die fast kein Hausarzt, obwohl sie doch so viel nutzen würden....

Andrerseits gehört auch immer ein guter Arzt dazu. Meine Lungenembolie war so heftig dass ich auch nen erhöhten Trop hatte. Wir haben das sogar ein Belastungs-EKG gemacht und das nach 2 Minuten wegen starker Beschwerden abgebrochen und trotzdem wurde ich wieder nach Hause geschickt mit Betablockern und ASS und der Aufforderung: Wiedervorstellung in einer Woche.

Ich vermute es war damals auch schwer für dich wieder vertrauen zu den Ärzten und deinem eigenen Körper zu finden?

Immerhin fand ich die Entschuldigung von deinem HA mutig und dass er seinen Fehler eingestanden hat. Oft wird sich ja rausgeredet (wie bei mir) mit das war untypisch, war im EKG nicht zu sehen usw.

LG dkest

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