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Herz-Bypass-OP bei meinem Vater

l%ati#tudexX hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

ich habe schon ganz viel zu dem Thema (auch hier im Forum) gelesen, und weiß, dass es schon etliche Threads dazu gibt, aber ich möchte mir einfach ein bisschen Angst von de Seele reden. Ich hoffe, das ist ok.

Erstmal, worum geht es überhaupt?

Mein Vater (64 Jahre, Nichtraucher, trinkt nie Alkohol, kein Übergewicht [n Bäuchlein :-p ], keine weiteren Krankheiten, mehr dazu noch weiter unten im Text) muss eine Bypass OP am Herzen machen lassen.

Er hatte vor 11 Jahren einen Herzinfarkt, woraufhin er auf die Intensivstation kam, wie das so ist, irgendwann wieder nach Haus. Seitdem nimmt er auch täglich Blutverdünner ein.

Beschwerden hatte er immer wieder mal, aber nicht so stark, dass er zum Arzt ging, er beschrieb es immer als "Druck". Vor etwa 3-4 Monaten fing die Misere dann an, er bekam so eine art, ja, nenn ich sie mal "Schwächeanfälle".

Das war von jetzt auf gleich, dabei musste er nicht unbedingt was anstrengendes machen, konnte auch beim am PS sitzen passieren. Dann war er so schwach, dass er einfach nur im Bett lag, und nichtmal in der Lage war, ein Handtuch hochzuheben (so hat er es mir beschrieben). :(v

Normalerweise war es nach max. 10 Minuten vorbei und alles wieder normal. Meine Mutter wollte dann immer den Krankenwagen rufen, aber er wollte das nie (so von wegen "ich bin popeye ]:D ...ich wohne übrings schon lang nicht mehr bei meinen Eltern, bin 27 Jahre alt).

Dann war es einmal so schlimm, dass dieser "Schwächeanfall" mehrere Stunden ging. Da ist er am nächsten Tag freiwillig zum Arzt gegangen, wo solche Tests gemacht wurden, bei denen man feststellen kann, ob man einen Herzinfarkt hatte. Das war aber alles soweit ok, er bekam einen Termin zur weiteren Untersuchung, wo vermutet wurde, dass er wohl nen Stent bekommen sollte, also warten auf Kathederuntersuchung mit evtl. Stenteinlage (am 14.1.14). Doch tja, Pustekuchen... gleich 3 vertopfte stellen, soviel ich rauslesen konnte, zu 70% ..auweia ???

Tja, also war klar, eine Bypass OP muss gemacht werden. Die Nachricht traf mich (und natürlich auch meine Mutter) wie ein Schlag, erstmal musste ich es verarbeiten, und dann wurde mir so unglaublich schlecht, dass ich dachte, ich müsse mich gleich übergeben. Dann hab ich unglaublich angefangen zu weinen und konnte nicht mehr aufhören :-(

Ich habe Stundenlang damit verbracht, über eine solche OP nachzulesen, ich habe mir Videos (!!!) angesehen, keine animierten, sondern tatsächlich "echte" ...hatte ich irgendwie kein Problem mit *grins*...

Die OP ist in 10 Tagen, am 13.2. ...je näher der Termin kommt, desto fertiger mit den Nerven bin ich. Ich versuche es so gut es geht zu verdrängen, aber manchmal überkommt mich das alles, ich falle in ein tiefes Loch, muss weinen und habe große Angst, ob er das alles übersteht. Ich weiß, dass meine Mutter auch sehr fertig ist, aber es nicht zugibt, weil sie für meinen Dad stark sein will. Er ist auch sehr tapfer, sagt, das bekommt er schon hin, und danch ist er wieder fit. Er ist allgemein noch sehr fit, er sieht auch beim weitem nicht so alt aus, und hat vor ein paar Monaten noch den ganzen Schuppen auseinandergekloppt und wieder neu zusammengebaut, mehrere große Pforten für die Auffahrt gesägt/gehämmert/angebracht etc.). Manchmal ist er aber auch ganz am Ende, erzählt mir meine Mutter, er will von der OP nichts wissen, also an Infos... ich kenne meinen Dad so gar nicht, er ist immer so stark, nun wirkt er plötzlich so verletzlich :°(

Ich hoffe so sehr, dass alles gut geht, und ich ihn nach der OP wieder umarmen kann, und wir im Sommer zusammen auf den Rummel gehen können um hässliche Plüschtiere aus den Greifautomaten zu fischen, so wie früher immer, als ich ein Kind war.

Vielleicht habt ihr ja ein paar aufheiternde Worte für mich (ich habe viel von dir gelesen, Cha-Tu, danke, dass du uns allen mit deinen Worten hilfst), vielleicht möchtet ihr wissen, wie alles weitergeht ...ich bin dankbar, mich ausquatschen zu können. Entschuldigt den langen Text :/

LatitudeX

Antworten
l}atziztudxeX hat geantwortet


Achso, was ich noch vergessen hab (kann man hier die Beiträge editieren? Habe nichts gefunden :/ ...):

Als diese "Schwächeanfälle" anfingen, hatte er auch extrem hohen Blutdruck bekommen, der war über 200, weshalb auch erstmal vermutet wurde, dass die Schwächeanfälle von dem extrem hohem Blutdruck kamen, er bekam Blutdrucksenkende Tabletten, die auch halfen, der Blutdruck war noch immer zu hoch, aber nicht mehr besorgniserregend, die "Schwächeanfälle" jedoch hörten nicht auf, nach wie vor unregelmäßig und nach keinem bestimmten Schema. Seit dem 14.1., wo er weiß, dass er die OP machen muss, hatte er keine mehr, da die Ärzte ihm verschrieben haben, so ruhig wie möglich zu leben, er muss auch viele Tabletten zZ einnehmen, was genau weiß ich nicht, aber er fühlt sich zZ sehr kraftlos.

CGha-TTu hat geantwortet


Hallo, latitudeX.

Nein, die Beiträge in diesem Forum kann man nicht editieren.

Ich kann Dir natürlich nicht sagen, was Dein Vater hat, obwohl ich selbst diese Schwächeanfälle habe, die bei mir manchmal von einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kommen, manchmal aber auch daher, dass mein Herz einfach nicht genug Sauerstoff in den Kreislauf pumpt, z.B. wenn nach einem Bluthochdruck der Druck rapide abfällt, was bei mir manchmal der Fall ist. Das alles KANN bei Deinem Vater so sein, MUSS aber nicht. Hat er bei diesen Anfällen auch Schwindel?

Er hatte vor 11 Jahren einen Herzinfarkt, woraufhin er auf die Intensivstation kam, wie das so ist, irgendwann wieder nach Haus. Seitdem nimmt er auch täglich Blutverdünner ein.

Sonst keine anderen Medikamente?

Beschwerden hatte er immer wieder mal, aber nicht so stark, dass er zum Arzt ging, er beschrieb es immer als "Druck".

Und genau das ist ein Alarmsignal. Druckschmerzen sollten bei einem Herzinfarktpatienten IMMER Anlass zu einer gründlichen Untersuchung sein.

Normalerweise war es nach max. 10 Minuten vorbei und alles wieder normal. Meine Mutter wollte dann immer den Krankenwagen rufen, aber er wollte das nie (so von wegen "ich bin popeye ]:D ...ich wohne übrings schon lang nicht mehr bei meinen Eltern, bin 27 Jahre alt).

Leider nehmen manche Herzkranke ihre Situation nicht sehr ernst, oder aber sie scheuen sich davor, den Notarzt rufen zu lassen, weil sie es nicht wahrhaben wollen, dass SIE jetzt einen brauchen. Deine Mutter wollte ganz richtig handeln. In so einem Fall sollte man einen Arzt rufen, dringend.

gleich 3 vertopfte stellen, soviel ich rauslesen konnte, zu 70% ..auweia ???

Das ist sicherlich Anlass, nun aktiv zu werden. 70% verschlossene Adern können durchaus all die Symptome auslösen. Vor allem aber muss nur mal ein mittelgrosses oder grosses Gerinnsel entstehen, und schon wäre der nächste Infarkt da.

Tja, also war klar, eine Bypass OP muss gemacht werden. Die Nachricht traf mich (und natürlich auch meine Mutter) wie ein Schlag, erstmal musste ich es verarbeiten, und dann wurde mir so unglaublich schlecht, dass ich dachte, ich müsse mich gleich übergeben. Dann hab ich unglaublich angefangen zu weinen und konnte nicht mehr aufhören :-(

Ja, das verstehe ich, aber eine Bypass-OP wird Deinem Vater helfen! Und da er anscheinend keine Risikofaktoren hat, die gegen diese grosse Operation sprechen (kein Übergewicht, und er scheint ja vor diesen Schwächeanfällen auch fit gewesen zu sein), sehe ich da recht optimistisch in seine Zukunft.

Die OP ist in 10 Tagen, am 13.2. ...je näher der Termin kommt, desto fertiger mit den Nerven bin ich. Ich versuche es so gut es geht zu verdrängen, aber manchmal überkommt mich das alles, ich falle in ein tiefes Loch, muss weinen und habe große Angst, ob er das alles übersteht.

Wie ich bereits schrieb, hat er gute Chancen. Natürlich kann bei so einer grossen OP etwas passieren, das will ich gar nicht leugnen. Aber die Bypass-OP ist eine Operation, die sehr häufig gemacht wird, sie ist im besten Sinne "Routine" für den Herzchirurgen. Wenn sie bei Deinem Vater in einem Krankenhaus gemacht wird, in dem dieser Eingriff regelmässig gemacht wird, hat er wirklich gute Chancen, dass es ihm danach besser gehen wird.

Ich weiß, dass meine Mutter auch sehr fertig ist, aber es nicht zugibt, weil sie für meinen Dad stark sein will. Er ist auch sehr tapfer, sagt, das bekommt er schon hin, und danch ist er wieder fit.

Da sieht er gut und richtig.

Er ist allgemein noch sehr fit, er sieht auch beim weitem nicht so alt aus, und hat vor ein paar Monaten noch den ganzen Schuppen auseinandergekloppt und wieder neu zusammengebaut, mehrere große Pforten für die Auffahrt gesägt/gehämmert/angebracht etc.). Manchmal ist er aber auch ganz am Ende, erzählt mir meine Mutter, er will von der OP nichts wissen, also an Infos... ich kenne meinen Dad so gar nicht, er ist immer so stark, nun wirkt er plötzlich so verletzlich :°(

Dass da immer wieder Angst hochkommt, ist doch ganz normal. Sieh mal, Dein Vater weiss ja sicher auch, was bei so einer OP passiert, und das ist nun wirklich kein Urlaub, sondern für den Körper und auch für die Seele Schwerstarbeit. Aber so wie Du Deinen Vater beschreibst, scheint er von der Grundtendenz her sehr fit für sein Alter zu sein, und das ist doch super.

Und dass Dein Vater nun verletzlicher scheint als früher, ist auch klar. Wenn man mit einer schweren Krankheit konfrontiert wird, dann wird man ein anderer. Ich bin im Alter Deines Vaters, habe vor fast 20 Jahren zwei Herzinfarkte hinter mir und bin seitdem auch ein anderer geworden. Aber das kann auch gut sein! Man achtet danach mehr auf sich und seinen Körper, aber auch auf sein seelisches Wohlbefinden, und vielleicht ist man auch anderen Gegenüber in einer anderen, emotionaleren, Position. Das alles muss nicht schlecht sein...

Ich hoffe so sehr, dass alles gut geht, und ich ihn nach der OP wieder umarmen kann, und wir im Sommer zusammen auf den Rummel gehen können um hässliche Plüschtiere aus den Greifautomaten zu fischen, so wie früher immer, als ich ein Kind war.

Ich drücke Deinem Vater und Dir die Daumen, dass alles gut wird. Es sind wirklich gute Chancen da, dass alles gut klappt, und dass er sich danach wieder besser fühlen wird, und die Schwächeanfälle wegbleiben. Dann kann er auch wieder hässliche Plüschtiere angeln... :)z

Und ja, es würde mich interessieren, wie alles weitergeht... @:)

Alles Liebe

Cha-Tu

cxhxi hat geantwortet


Mein Papa hat jetzt in 3 Jahren einen Bypass und 3 Stents bekommen (bzw den dritten gibt es jetzt im Februar). Er hat wirklich viel mitgemacht... nach der Bypass-Op kam er auf Reha, nur um gleich wieder ins KH zu müssen, wegen einem dusseligen Physiotherapeuten %-| . Man entfernte ein Blutgerinnsel in der Bypasswunde und dabei gelangte ein Hautkeim in die Wunde. Deswegen wurde er noch viele Male operiert; er lag monatelang im KH. Dennoch geht es ihm heute relativ gut. Nicht seeehr gut, aber gut, würde ich sagen.

Es gab Zeiten zwischendrin, da fühlte er sich zu schwach zum weitermachen und unendlich alt. Aber seine Frau und Kinder haben ihn immer wieder aufgerichtet, wenn er es gerade selbst nicht konnte. Ich kann dir also nur empfehlen, für ihn da zu sein. Versuche, nicht traurig oder nur besorgt zu sein. Das ist er vermutlich schon selbst. Wenn er gerade keinen Mut hat, dann sei du sein Mut. Er schafft es bestimmt.

Alles Gute @:)

l4ati^tudeX hat geantwortet


Hallo lieber Cha-Tu, dass du mir, wie auch so vielen anderen hier im Forum Mut zusprichst, das kann jeder in solchen Situationen gebrauchen. @:)

Sonst keine anderen Medikamente?

Nein, tatsächlich nur die. Er sollte eigentlich noch mehr nehmen, frag mich nicht welche, das weiß ich nicht. Er hat die alle eigenständig abgesetzt, weil er sagte, er fühlte sich damit nur müde und doof. Die Ärzte sagten ihm, er solle die UNBEDINGT alle nehmen, weil es sonst lebensbedrohlich sein kann, aber er hat trotzdem nach wie vor nur die Blutverdünner genommen. Ist natürlich doof von ihm, aber bisher lief alles gut. Naja, bis auf jetzt halt.

Ja, das verstehe ich, aber eine Bypass-OP wird Deinem Vater helfen! Und da er anscheinend keine Risikofaktoren hat, die gegen diese grosse Operation sprechen (kein Übergewicht, und er scheint ja vor diesen Schwächeanfällen auch fit gewesen zu sein), sehe ich da recht optimistisch in seine Zukunft.

Ja, das siehst du richtig, bis dahin war er fit und aktiv, er handwerkt halt sehr gerne, baut Betten, Regale etc selbst, Gartenpforten, wie schon gesagt, und Gartenhäuschen, er werkelt gern an seinem Auto rum, ist handwerklich auch sehr begabt und hat Spaß daran. Wie gesagt, er ist eigentlich Topfit, bis auf die Herzsache nun.

Wie ich bereits schrieb, hat er gute Chancen. Natürlich kann bei so einer grossen OP etwas passieren, das will ich gar nicht leugnen. Aber die Bypass-OP ist eine Operation, die sehr häufig gemacht wird, sie ist im besten Sinne "Routine" für den Herzchirurgen. Wenn sie bei Deinem Vater in einem Krankenhaus gemacht wird, in dem dieser Eingriff regelmässig gemacht wird, hat er wirklich gute Chancen, dass es ihm danach besser gehen wird.

Das stimmt, leicht wird es nicht. Ich habe ja auch soviel darüber gelesen, dass ich es ohne Probleme jedem erklären könnte, wie man sowas durchführt ;-D

Ich weiß auch wie gut es ist, dass er ansonsten keine Krankheiten hat, und dass das die OP "sicherer" macht. Je fitter die Person, desto besser. Ich hoffe natürlich auch, dass alles gut ist, aber das man Angst hat, ist ja normal. Ja, er ist in einem Krankenhaus, das auf Herzkrankheiten spezialisiert ist. :)z

Und dass Dein Vater nun verletzlicher scheint als früher, ist auch klar. Wenn man mit einer schweren Krankheit konfrontiert wird, dann wird man ein anderer.

So wie ich meinen Vater kenne, will er so wenig Ruhe wie möglich, sondern so schnell wie möglich wieder fit sein. Ich habe sorgen, ob er seine Tabletten auf dauer einnehmen wird (welche davon muss man denn lebenslang nehmen? Blutverdünner wahrscheinlich, Beta-Blocker? Er behauptet, er müsse nichts weiter als Blutverdünner nehmen, aber das glaub ich nicht). Habe ihm auch gesagt, dass er die ersten Wochen/Monate nicht mehr als 5KG heben darf, da hat er ganz entsetzt gefragt, warum denn nur 5KG. Auch da wird er sicher übertreiben. Ich hoffe, ich kann ihn da zur vernunft bringen... er will auch nur eine Tagesreha machen, und nicht stationär aufgenommen werden, was ich doof find, aber davon lässt er sich nicht abbringen. Na immerhin Tagesreha...

Ich drücke Deinem Vater und Dir die Daumen, dass alles gut wird. Es sind wirklich gute Chancen da, dass alles gut klappt, und dass er sich danach wieder besser fühlen wird, und die Schwächeanfälle wegbleiben. Dann kann er auch wieder hässliche Plüschtiere angeln... :)z

Danke dir, ich werde weiterhin berichten. Mir bleiben allerdings noch ein paar Fragen offen, vielleicht kannst du/jemand mir die ja beantworten:

1. Die Arterien werden aus der Brust genommen (was ja gut ist), aber da wo sie entnommen werden, fehlt an der stelle dann nich was? Ich mein, die werden ja nicht nur zur Deko da sein? ;-) Mein Vater soll vermutlich 3 Bypasse bekommen, aber das sind doch nur 2 Arterien? Geht das so?

2. Können die Bypässe sich wieder lösen oder zuwachsen? Die werden ja angenäht, kann sich da wieder was lösen, im Laufe der Monate? Passieren sollte sowas natürlich nicht, das ist klar. Und kann das ganze zuwachsen? Da wird ja ein Loch gemacht, und dann der Bypass draufgenäht, kann das Loch wieder zuwachsen? Oder wie wird das offengehalten? Oder kann es einfach nicht mehr zugehen, wenn man da eins gemacht hat?


Mein Papa hat jetzt in 3 Jahren einen Bypass und 3 Stents bekommen (bzw den dritten gibt es jetzt im Februar). Er hat wirklich viel mitgemacht... nach der Bypass-Op kam er auf Reha, nur um gleich wieder ins KH zu müssen, wegen einem dusseligen Physiotherapeuten %-| . Man entfernte ein Blutgerinnsel in der Bypasswunde und dabei gelangte ein Hautkeim in die Wunde. Deswegen wurde er noch viele Male operiert; er lag monatelang im KH. Dennoch geht es ihm heute relativ gut. Nicht seeehr gut, aber gut, würde ich sagen.

Es gab Zeiten zwischendrin, da fühlte er sich zu schwach zum weitermachen und unendlich alt. Aber seine Frau und Kinder haben ihn immer wieder aufgerichtet, wenn er es gerade selbst nicht konnte. Ich kann dir also nur empfehlen, für ihn da zu sein. Versuche, nicht traurig oder nur besorgt zu sein. Das ist er vermutlich schon selbst. Wenn er gerade keinen Mut hat, dann sei du sein Mut. Er schafft es bestimmt.

Alles Gute @:)

Danke liebe Chi @:) das ist ja blöd, was mit deinem Dad war, dass da ein Keim reinkam, sowas sollte natürlich nicht passieren. Ist der Bypass denn nach wie vor gut offen, oder muss der Stent darin eingesetzt werden? Alles gute für deinen Dad/euch!

jWuni2per hat geantwortet


Ich wünsche deinem Vater alles Gute für die OP. :)*

Es passiert sehr selten, dass danach etwas schiefgeht, wenn die OP gutgelaufen ist. Das hat mir ein Pfleger gesagt. Eine Garantie gibt es nicht, aber ich kenne viele, die sich nach eine Bypass-OP gut erholt haben.

Crha-GTu hat geantwortet


Hallo, latitude,

also die Medikamente wird er sicherlich nehmen müssen, und zwar lebenslang. Und da muss er sich entscheiden, ob er seinen "Kopf durchsetzen" will und sein Leben riskiert, oder ob er weiterleben möchte. Betablocker und Blutverdünner sind für Menschen nach Herzinfarkt und/oder Bypass-OP geradezu ein Muss. Wer das ablehnt, riskiert sein Leben, das muss Deinem Vater klargemacht werden. Wenn er dann immer noch nicht will, ist das natürlich seine eigene Entscheidung, die aber Konsequenzen haben wird. Wenn ein Bypass oder ein Stent sich verschliesst, ist das fast noch schlimmer als ein "normaler" Infarkt... Und der zweite Infarkt ist immer gefährlicher als der erste, und der dritte ist meistens tödlich.

1. Die Arterien werden aus der Brust genommen (was ja gut ist), aber da wo sie entnommen werden, fehlt an der stelle dann nich was? Ich mein, die werden ja nicht nur zur Deko da sein? ;-) Mein Vater soll vermutlich 3 Bypasse bekommen, aber das sind doch nur 2 Arterien? Geht das so?

Soviel ich weiss, wird bei mehreren Bypässen an verschiedenen Seiten des Herzens der Hauptbypass durch eine Ableitung der Brustwandarterie gelegt, und für die restlichen (vor allem, wenn sie an der Hinterwand nötig sind) werden Venenbypässe aus Beinen oder Armen verwendet. Soviel ich weiss, wird bei der Brustwandarterie auch nichts weggeschnitten, sondern die Arterie wird quasi "verlegt", so dass die das Herz mitversorgt. Aber da bin ich nicht ganz sicher.

2. Können die Bypässe sich wieder lösen oder zuwachsen?

Lösen nicht, aber sie können sich wieder verschliessen, wenn man nicht (durch Medikamente und gute Lebensbedingungen, d.h. gesunde Ernährung, Normalgewicht, wenig Stress) Vorsorge dafür trägt, dass der Blutdruck perfekt eingestellt ist und das Blut leicht "verdünnt" ist. Man weiss heute, dass Betablocker die Gefahr eines Zweit- oder gar Drittinfarktes deutlich reduziert. Darauf zu verzichten, halte ich persönlich für sehr dumm, sorry.

Man weiss auch, dass Arterienbypässe länger halten als Venenbypässe. Ein Bypass, der durch die Brustwandarterie gebildet wird, kann locker 20 Jahre und länger halten. Insofern ist das eine gute und richtige Entscheidung der Ärzte Deines Vaters.

Die werden ja angenäht, kann sich da wieder was lösen, im Laufe der Monate? Passieren sollte sowas natürlich nicht, das ist klar. Und kann das ganze zuwachsen?

Wie gesagt, sie können sich wieder verschliessen, aber abreissen ist kaum möglich, ich kenne keinen solchen Fall aus meinen Herzsport- und Herzgruppen.

Ich möchte Deinem Vater wirklich dringend raten, dass er sich ausführlichst informiert, dass er die Reha mitmacht (weil man dort viele Informationen bekommt) und sich dann wirklich entscheidet, was er möchte. So weiter wie bisher, geht nicht. Nach einem Herzinfarkt und einer Bypassoperation (die Notwendigkeit einer Bypass-OP zeigt, dass er sehr nahe an einem zweiten Infarkt war, sonst würde man nicht operieren!) kann man nicht ohne unterstützende Medikamente weiterleben. Und wenn man mal eines nicht verträgt, dann kann man versuchen, andere zu nehmen, es gibt ja mehrere Betablocker-Arten (ich nehme z.B. Nebivolol, was sehr gut verträglich ist), und falls man wirklich keinen Betablocker verträgt, gibt es immer noch andere Wirkstoffgruppen, die man ausprobieren kann.

Allerdings muss man manchmal auch akzeptieren, dass ein Medikament die eine oder andere Nebenwirkung hat. Und dann muss man abwägen, was mehr wiegt, eine möglicherweise Beeinträchtigung durch leichte Nebenwirkungen, oder aber das Leben.

Und wenn Dein Vater sich dann entscheidet, weiterhin nichts zu tun ausser Blutverdünnung, nun, dann könnt Ihr das nur akzeptieren. Er ist ja ein erwachsener, mündiger Mensch. Aber ich finde, er muss wissen, was er riskiert.

Alles Gute!

Cha-Tu

l!a=titudexX hat geantwortet


Ich wünsche deinem Vater alles Gute für die OP. :)*

Es passiert sehr selten, dass danach etwas schiefgeht, wenn die OP gutgelaufen ist. Das hat mir ein Pfleger gesagt. Eine Garantie gibt es nicht, aber ich kenne viele, die sich nach eine Bypass-OP gut erholt haben.

Danke, juniper :)z


Hallo Cha-Tu *:)

also die Medikamente wird er sicherlich nehmen müssen, und zwar lebenslang. Und da muss er sich entscheiden, ob er seinen "Kopf durchsetzen" will und sein Leben riskiert, oder ob er weiterleben möchte. Betablocker und Blutverdünner sind für Menschen nach Herzinfarkt und/oder Bypass-OP geradezu ein Muss. Wer das ablehnt, riskiert sein Leben, das muss Deinem Vater klargemacht werden. Wenn er dann immer noch nicht will, ist das natürlich seine eigene Entscheidung, die aber Konsequenzen haben wird. Wenn ein Bypass oder ein Stent sich verschliesst, ist das fast noch schlimmer als ein "normaler" Infarkt... Und der zweite Infarkt ist immer gefährlicher als der erste, und der dritte ist meistens tödlich.

Da hast du recht,er wird die Medikamente unbedingt nehmen müssen, Blutverdünner ist für ihn ok, die nimmt er ja auch schon 11 Jahre, aber er sagt, er will nich immer solche "Horrorpillen" nehmen. Ihm muss unbedingt klargemacht werden, wie wichtig das ist. Ob nun 1 oder 2 Tabletten, wenns mir dann gut geht, ist doch auch egal.... Das mit seinem Bluthochdruck liegt ja wahrscheinlich auch an den Verstopfungen, vermute ich mal, das heißt, der müsste dann ja auch runtergehen, hoffe ich mal.

Soviel ich weiss, wird bei mehreren Bypässen an verschiedenen Seiten des Herzens der Hauptbypass durch eine Ableitung der Brustwandarterie gelegt, und für die restlichen (vor allem, wenn sie an der Hinterwand nötig sind) werden Venenbypässe aus Beinen oder Armen verwendet. Soviel ich weiss, wird bei der Brustwandarterie auch nichts weggeschnitten, sondern die Arterie wird quasi "verlegt", so dass die das Herz mitversorgt. Aber da bin ich nicht ganz sicher.

Also die Ärtze haben gesagt, sie benötigen keinen Venenbypass, sondern die aus der Brust reichen aus. Vielleicht werden es ja auch nur 2? Mal schauen.

Lösen nicht, aber sie können sich wieder verschliessen, wenn man nicht (durch Medikamente und gute Lebensbedingungen, d.h. gesunde Ernährung, Normalgewicht, wenig Stress) Vorsorge dafür trägt, dass der Blutdruck perfekt eingestellt ist und das Blut leicht "verdünnt" ist. Man weiss heute, dass Betablocker die Gefahr eines Zweit- oder gar Drittinfarktes deutlich reduziert. Darauf zu verzichten, halte ich persönlich für sehr dumm, sorry.

Dass sie sich wieder verschließen können, habe ich auch gelesen, angeblich soll das erste halbe Jahr ja irgendwie "kritisch" sein, ob sie sich wieder verschließen, oder?

Auf gesunde Ernährung achtet er schon eine weile, ihm wurde zB geraten, so wenig Salz wie möglich zu essen, nicht fettig etc. Daran hält er sich auch strikt, meine Mutter achtet auch beim kochen darauf, Sport macht er zwar keinen, aber er könnte ja mit etwas Radfahren oder so danach beginnen. Stress hat er auch keinen, er ist mit 63 in Rente gegangen, also ist das schonmal ausgeschlossen. :)

Auf die Betablocker zu verzichten halte ich auch für dumm, und ich hoffe, er ist nun vernünftig.

Ich frage mich nur immer noch, warum das entstandene "Loch" im Herz für die neue Aterie nicht wieder zuwachsen kann/zuwächst. Wenn ich mir eine Wunde zuziehe, dann wächst die ja auch wieder zu. ":/

Ich möchte Deinem Vater wirklich dringend raten, dass er sich ausführlichst informiert, dass er die Reha mitmacht (weil man dort viele Informationen bekommt) und sich dann wirklich entscheidet, was er möchte.

Ja, er wird ja zur Reha gehen, aber eben "nur" eine Tagesklinik, wo er jeden Tag hinfährt, dort die sachen mitmacht, und dann wieder nach Hause fährt. Ich halte das für eine nicht so ideale Lösung, aber wenn er das so will. Wundert mich ja eh, dass er überhaupt zur Reha geht. Da bin ich ja schonmal froh.

Wisst ihr, wovor ich bisher am aller, aller,allermeisten Angst habe? Gar nicht unbedingt vor der OP, ich bin mir sicher er ist stark und packt das ... eher vor der Nacht danach. Ich hab jetzt scho riesige Angst, dass in der Nacht das Telefon klingelt! Oder dass die OP gut ist, aber danach irgendwas ist, Keime, Bakterien in der Wunde, dass er wieder aufgemacht wird, dass durch die HL-Maschine ein Schlaganfall ausgelöst wird, dass er Wasser in der Lunge/Herz bekommt... davor hab ich viel mehr Angst, als vor der OP. Nächste Woche ist es schon soweit :-(

Cyha7-T"u hat geantwortet


Hallo, latitudeX,

das mit dem Loch im Herzen verstehe ich nicht... Das "Ersatzstück" wird oberhalb der "verstopften" Stelle an das Kranzgefäss angenäht (was dann miteinander "verwächst"), dann das andere Stück an einer Stelle unterhalb der Stelle. Dadurch entsteht eine "Brücke". Ein Loch im Herzen sehe ich nirgendwo...

Dass es nach einer OP zu Komplikationen kommen kann, ja, das ist so. Das zu leugnen, wäre Quatsch. Aber die allermeisten Komplikationen, selbst schwere, haben die Ärzte heute gut im Griff. Und meistens sind die Komplikationen bei Menschen mit OP-Risikofaktoren zu erwarten. Ich wäre sicher ein Hochrisikopatient, da ich neben meiner Herzkrankheit auch lungenkrank bin, und das kann heikel werden. Aber Dein Vater hat wirklich alle Voraussetzungen, dass das gut abläuft. Und gegen schicksalshafte Wendungen kann niemand vorbeugen. Dass Du davor Angst hast, ist aber gut nachzuvollziehen...

LG

Cha-Tu

l_at=ituxdeX hat geantwortet


Hallo,

ich nochmal :)z ...

In ein paar Tagen ist es also soweit. Mittwoch war ich total aufgelöst und fertig, habe im Supermarkt fast angefangen zu weinen. Seit Donnerstag ist es wieder ok. War am Montag meine Eltern besuchen, und da meinte mein Dad, wenn ihm jmd vor nem halben Jahr gesagt hätte, er muss ne Herz OP kriegen, dann hätte er die Person noch ausgelacht, und wie schnell es gehen könnte, dass sich das Blatt wendet :(v

Wie ist das eigentlich, sind die ersten 3-6 Monate echt noch so "schwierig"? Man sagt ja, da sei es noch kritisch, dass die Bypässe wieder verstopfen, muss ich mir dann echt noch so lang ständig sorgen machen? Oder ist das kein großes Risiko, wenn man seine Medikamente einnimmt?

Mittwoch muss mein Dad dann ins Krankenhaus, da komm ich ihn dann nochmal besuchen, denn am Donnerstag, dem OP-Tag, darf man den Patienten nicht besuchen, erst am nächsten Tag wieder. Es wurde uns auch gesagt, dass man ab Mittwoch Mittag dann Beruhigungsmittel bekommt, Abends Schlafmittel und "Balla-Balla Mittel", sodass es auch nicht wirklich sinn mache, direkt vor der OP nochmal hinzugehen und die Person in den Arm zu nehmen, weil sie sich nicht erinnern wird. Deswegen werde ich das Mittwoch machen, meine Mutter will am Do vor der OP trotzdem da sein, und auch während der OP im Flur warten, bis er fertig ist, um, wie sie sagte "ihm Kraft zu senden".

Ich berichte dann die Tage wieder. Schönes Wochenende :-)

C#ha-xTu hat geantwortet


Hallo, latitudeX,

Wie ist das eigentlich, sind die ersten 3-6 Monate echt noch so "schwierig"? Man sagt ja, da sei es noch kritisch, dass die Bypässe wieder verstopfen, muss ich mir dann echt noch so lang ständig sorgen machen? Oder ist das kein großes Risiko, wenn man seine Medikamente einnimmt?

Ich würde jetzt nicht monatelang in Angst durch die Gegend gehen. Das würde auch Dein Vater merken, und er würde sich dann auch ängstigen und das ist nicht gut. Zwar ist das Risiko in den ersten 3-12 Monaten erhöht, aber das bedeutet keineswegs, dass die meisten Operierten da einen Wiederverschluss haben. Die überwiegende Mehrzahl der Operierten hat keinerlei Beschwerden und die Bypässe sind in Ordnung. "Erhöhte Risiko" heisst z.B., dass ein Risiko statt 0,7% 1,12% beträgt. Und selbst wenn das Risiko 10% betragen würde (ich habe keine aktuellen Zahlen in der Hand), so würde das immer noch bedeuten, dass bei 90% alles prima läuft.

Mittwoch muss mein Dad dann ins Krankenhaus, da komm ich ihn dann nochmal besuchen, denn am Donnerstag, dem OP-Tag, darf man den Patienten nicht besuchen, erst am nächsten Tag wieder. Es wurde uns auch gesagt, dass man ab Mittwoch Mittag dann Beruhigungsmittel bekommt, Abends Schlafmittel und "Balla-Balla Mittel", sodass es auch nicht wirklich sinn mache, direkt vor der OP nochmal hinzugehen und die Person in den Arm zu nehmen, weil sie sich nicht erinnern wird.

Nein, sie wird sich nicht erinnern. Aber für die Angehörigen kann das manchmal wichtig sein. Als ich vor vielen Jahren mal operiert werden musste (nicht am Herzen, sondern eine Tumor-OP), war es für meine Frau wichtig, mich an dem OP-Morgen noch zu sehen und in den Arm zu nehmen. Ich war dank Valium oder was auch immer bereits "weg" bzw. habe nichts gemerkt und mich auch nicht erinnert.

Deswegen werde ich das Mittwoch machen, meine Mutter will am Do vor der OP trotzdem da sein, und auch während der OP im Flur warten, bis er fertig ist, um, wie sie sagte "ihm Kraft zu senden".

Ja, das kann ich sehr gut verstehen, das hat meine Frau damals auch gemacht.

Ich berichte dann die Tage wieder. Schönes Wochenende :-)

Alles Gute Dir und Euch, ich drücke beide Daumen, dass es Deinem Vater bald besser geht!

Cha-Tu

crhxi hat geantwortet


Hallo latitudeX

das ist ja blöd, was mit deinem Dad war, dass da ein Keim reinkam, sowas sollte natürlich nicht passieren. Ist der Bypass denn nach wie vor gut offen, oder muss der Stent darin eingesetzt werden? Alles gute für deinen Dad/euch!

Der Bypass ist wohl noch okay. Der Stent wird nächste Woche gesetzt, also der 3. dann insgesamt. Wo genau der hinkommt, weiss ich nicht.

Ich denke mir, dass ihr euch schreckliche Sorgen macht. Aber ich wollte noch gesagt haben, dass mein Vater, als absoluter Risikopatient er hat auch noch Diabetes Typ2 schon so viel mitgemacht, überlebt und verarbeitet hat... Da wird es dein ansonsten fitter Dad ganz sicher auch schaffen. Er bringt viel bessere Vorraussetzungen für die OP mit, als meiner, der ja auch schon mindestens 2 Herzinfarkte hatte (den letzten erst im Dezember). Also, Kopf hoch und ich drücke auch beide Daumen für euch @:) :)^

l<atiOt$udxeX hat geantwortet


Alles Gute Dir und Euch, ich drücke beide Daumen, dass es Deinem Vater bald besser geht!

Cha-Tu

Danke dir, nun ist es fast soweit... morgen früh muss mein Dad ins Krankenhaus, wo wohl noch ein paar sachen gemacht werden, was genau weiß ich gar nicht. Heut war ich meine Eltern nochmal besuchen, mein Dad hat inzwischen ziemlich große Angst, versucht aber, möglichst motiviert zu bleiben, und sagt, er hofft, dass er es schafft. Mein armer Daddy, ich hab wieder große Angst... :(v

Ab morgen Abend bekommt er dann im KH auch "ballaballa-Mittel", das finde ich gut, dann muss er nicht soviel Angst haben. Morgen erfahre ich dann ja auch, wann am Do genau die OP ist, bisher weiß ich nur "morgens". Morgen habe ich mir einen halben Urlaubstag genommen, sodass ich nur bis 12 uhr arbeiten muss, und danach ins KH fahren kann, um ihn nochmal zu sehen. Danach fahre ich zum Flughafen und fahre meinen Freund abholen, der von der Dienstreise wiederkommt, ich bin SO froh, dass er Donnerstag da ist, und mich aufbauen kann, wenn ich traurig bin.

Der Bypass ist wohl noch okay. Der Stent wird nächste Woche gesetzt, also der 3. dann insgesamt. Wo genau der hinkommt, weiss ich nicht.

Ich denke mir, dass ihr euch schreckliche Sorgen macht. Aber ich wollte noch gesagt haben, dass mein Vater, als absoluter Risikopatient er hat auch noch Diabetes Typ2 schon so viel mitgemacht, überlebt und verarbeitet hat... Da wird es dein ansonsten fitter Dad ganz sicher auch schaffen. Er bringt viel bessere Vorraussetzungen für die OP mit, als meiner, der ja auch schon mindestens 2 Herzinfarkte hatte (den letzten erst im Dezember). Also, Kopf hoch und ich drücke auch beide Daumen für euch @:) :)^

Danke, Chi, ebenfalls alles gute für deinen Paps! Ich werde auf jeden Fall berichten, wie die OP war und wie es ihm danach geht. Mein Dad sagte, er freut sich schon, im Sommer wieder einen Gemüsegarten anzulegen (macht er immer im Sommer), und dass er dieses Jahr auch einen Kräutergarten anlegen will. Irgendwie hat mich das total traurig gemacht :( ...ich hoffe dass alles gut geht, und er das machen kann. :(

Cuha1-Txu hat geantwortet


Hallo, latitudeX,

ich drücke die Daumen... Dass Dein Dad grosse Angst hat, ist doch klar. Selbst mein ansonsten sehr mutiger und "tougher" Freund hatte vor seiner Bypass-OP (er bekam 6 Bypässe) irre grosse Angst gehabt, und der ansonsten völlig Unreligiöse hat sogar gebetet. Es IST nun mal für uns Laien ein extrem grosser Eingriff, während es für einen erfahrenen Herzchirurgen absolute Routine ist. Das Risiko, dass bei der OP was passiert, ist nicht wesentlich grösser als das Risiko bei einem Herzkatheter. Als ich das erfuhr, hat mich das auch sehr erstaunt.

Alles Gute, und wenn Du Angst hast, oder panisch wirst, schreib hier einfach ins Forum. Das haben schon einige Angehörige während der OP-Zeit gemacht. Die Angst einfach hier zu lassen, kann sehr hilfreich sein.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

lkatNitu+de!X hat geantwortet


Huhuu *:)

Eher doofe Neuigkeiten: Mein Dad musste heut morgen ja im KH "einschecken", dort wuden nochmal EKG, Lungentest, irgendein Sauerstoff-im-Blut-Gehalt Test gemacht und einige Röhrchen Blut abgenommen. Dort war auch alles gut, aber: Es muss doch noch eine Vene aus dem Bein entnommen werden, da 1 Bypass an der Rückwand gelegt werden muss. Das war neu und ein großer Schock für meinen Vater, damit hat er nicht gerechnet. Auch meine Mutter war ziemlich aufgelöst, als ich die beiden im KH besucht habe heute.

Und was auch noch doof ist: Mein Dad wird morgen noch nicht operiert, sondern doch erst am Freitag, weil es wohl allg. zu Verzögerungen kam, und morgen dann nun erstmal die Leute dran sind, die eig heute schon operiert weder sollten. Noch nen Tag länger warten *seuftz*

Mein Dad ist zusammen mit 2 anderen Herzpatienten auf einem Zimmer, ein älterer Mann, der eine Herzklappen-OP bekommen wird, eigentlich heute, und nun auf einen neuen Termin wartend, und 1 anderer Herr in etwa demselben Alter, der vor 14 Tagen eine Herz OP hatte, und nun festgestellt wurde,dass eine Entzündung in der Wunde war, weshalb er heut nochmal aufgemacht wurde, und die infizierte Haut herausgeschnitten wurde.

Nachdem wir von einem kleinem Spaziergang und einem Getränk aus der Cafeteria wiederkamen, war der Herr auch schon wieder auf dem Zimmer und hat auch schon wieder ein bisschen gesprochen.Er scheint aber ein ziemlicher Miesepeter zu sein, und erzählt meinem Dad und dem anderen Mitpatient die ganze Zeit "Horrorstorys" und macht sie nervös. Na tolle Wurst... ":/

Zwar meinte mein Dad, ich müsse ihn morgen nicht nochmal besuchen kommen, aber ich werde es natürlich trotzdem tun :-p

Du Angst hast, oder panisch wirst, schreib hier einfach ins Forum. Das haben schon einige Angehörige während der OP-Zeit gemacht. Die Angst einfach hier zu lassen, kann sehr hilfreich sein.

Danke Cha-Tu, das werde ich machen. Momentan gehts mir ganz ok, ich freue mich, gleich losfahren zu können und meinen Freund vom Flughafen abholen zu können. Außerdem hilft es, zu Hause zu sein, irgendwie in der "heilen" Welt. Im Krankenhaus war ich schon nervös, und auch meine Mutter nun zu Hause besuchen könnte ich gar nicht.

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