» »

Herz-Bypass-OP bei meinem Vater

luatit;udneX


So, mein Dad ist momentan also bei seinem 1. Reha-Tag. Täglich geht das 6 Stunden, es ist aber auch eine Mittags/Ruhepause dabei eingeplant, 1 Std glaube ich. Heut ist außerdem auch ein Gespräch mit einem Arzt, der schaut, ob die Narben gut heilen, Blut abnimmt etc.

Habe vorhin mit meiner Mom telefoniert, ich merke immer, dass es mir momentan gaar nicht gut tut, mit ihr zu sprechen. Sie erzählte mir, dass mein Dad in einer Pause schon bei ihr angerufen hatte, und sagte, die Fahrt sei nicht so toll gewesen, der 1 Patient habe die ganze Zeit gestöhnt etc. Gefahren sind sie aber nur eine 3/4 Stunde, wenn man mit dem eigenen Auto fahren würde, würde dies auch 30-40 min dauern, je nach Verkehr. An dem Reha-Gebäude hatte er am Handy wohl noch nix auszusetzten, na immerhin, jeder hat dort wohl einen Spind bekommen, es gibt auch Ruheräume. Ich frag mich eh, wie er da einen 6 Std-Tag bewältigen soll, wo er doch sogar zu Hause beim fertig machen morgens eine Paus mit hinsetzten benötigt %-| ...

C&hax-Tu


Hallo, latitudeX,

ich hoffe, er gewöhnt sich ein. Nicht böse sein, aber kann es sein, dass Dein Vater momentan etwas nörgelig ist? Natürlich stöhnen manche Patienten. Manche sind nämlich in einem sehr erbärmlichen Zustand, und wieder andere ertragen Leiden viel weniger als Dein Vater... Tut mir leid, aber mir kommt das etwas wenig empathisch vor. Aber ich weiss von einem Freund, der nach einer Bypass-OP auch eine zeitlang gegrantelt hat (so sagt man hier in Bayern)... ;-)

Lieben Gruss

Cha-Tu

lWatit?ud#eX


Weiß nicht, also am Telefon nörgelt er eigentlich nie, er gibt sich meist recht stark, er halt halt nur irgendwie Angst, dass sein Zustand immer so bleibt, und er fragt sich, ob es normal ist, dass er noch so "unfit" ist. Heute wurde er von der Reha wieder nach Hause geschickt, und für den Rest der Woche beurlaubt, da er ja erkältet ist, und es daher nicht sinnvoll für ihn war, an der Reha teilzunehmen. Und was macht der Kerl? Fährt mit Bus und Zug nach Hause, incl. 3x umsteigen, Fahrt dauert etwa 55 Min, wenn der Zug, der im Halbstundentakt fährt, nicht gerade weg ist :-/

Naja, soviel dazu, danach war er natürlich sehr fertig, aber wenn er unbedingt mit öffentlichen nach Haus fahren wollte. Der ist auch so ne Marke :-o

CFhaa-Txu


Weiß nicht, also am Telefon nörgelt er eigentlich nie, er gibt sich meist recht stark, er halt halt nur irgendwie Angst, dass sein Zustand immer so bleibt, und er fragt sich, ob es normal ist, dass er noch so "unfit" ist.

Wie bereits schrieb, früher war man nach einer Bypass-OP 3-4 Wochen im KH, 4-6 Wochen in der Reha, und danach noch eine Erholungsphase von 2 Wochen zuhause und dann war man VIELLEICHT arbeitsfähig, oft musste man aber auch mit einem langsamen Wiedereinstieg rechnen. Ich selbst wurde durch zwei Infarkte und mehreren Dilatationen mit 47 Jahren zum Rentner, da ging nichts mehr.

Mensch, mich ärgert es, wenn Leute, bei denen alles bilderbuchmässig (!) ablief, dann nicht die GEDULD aufbringen, ihrem Körper die nötige Zeit zu lassen, zu genesen... *:) ]:D

l^aVtiAtuAdexX


Ich weiß auch nicht, warum das mit Bus&Bahn unbedingt sein musste, aber naja ;-D

Er hat ja seit der OP 7 KG abgenommen, weil er immer keinen Appetit hatte, und wenig aß, seit gestern hat er wohl aber wieder Appetit und endlich mal wieder genug gegessen, das freut mich, macht braucht ja auch ein bisschen Treibstoff, um fit zu sein bzw zu werden :)

Die Erkältung ist auch schon wieder besser, gestern hat er die Ärztin auch zum Hausbesuch kommen lassen (wegen Abhören), geht doch ;-D

Die Narbenheilung geht auch gut voran, der Arzt im Rehazentrum und die Hausärztin haben beide die Narben "gelobt".

Mir geht es auch immer noch etwas schwankend, mal haushoch jauchzend fröhlich, mal tief betrübt, ich bin oft sooo kaputt, habe noch oft Kopfschmerzen, oder "Phantomschmerzen" in der Brust, mein Kopf macht mich manchmal psychisch noch echt fertig. Naja, aber es scheint ja jetzt wieder besser zu werden, am Montag setzt er seine Reha ja fort, die versäumten Tage werden hinten drangehängt. Dann ist das ganze ja auch 3 Wochen her, und ich denke, dass der 1 Monat nach der OP der schwierigste ist, danach geht es denke ich schon besser. Heute fahre ich meine Eltern mal besuchen, war seit 10 Tagen nicht mehr da, konnte irgendwie nicht die Kraft aufbringen, weiß nicht, war froh, wenn ich mein eigenes Leben hinbekommen hab, nach der Arbeit war ich um 17 Uhr dann immer schon so fertig, dass ich mich sofort hätte schlafen legen können. Habe aber brav jeden Tag angerufen. ;-D

Ceha-ETxu


LatitudeX,

nimm Dir mal für Dich vor: Ab nächster Woche (nach dem Besuch bei den Eltern) kümmerst Du Dich mal um DICH, gell? :-) @:) :)* Tu Dir was Gutes, und lass mal Deinen Papa los. Er ist schon gross... ]:D

Liebe Grüsse

Cha-Tu

l%atituxdeX


Hallo, ich melde mich nochmal hier :-)

Mein Dad ist inzwischen wieder bei der Reha dabei, er hat jetzt 1 Woche von den 3 Wochen Reha um. Er merkt, dass ihm das gut tut, dort auch "belastet" zu werden. Er musste zb schon eine halbe Std. Fahrrad (also so eins im Raum, ne? ]:D ) fahren, mit den Beinen Gewichte stemmen etc. Meist ist er danach zu Hause dann auch total KO, und Treppen steigen geht noch gar nicht wieder, aber wenn man überlegt, dass es Montag erst 4 Wochen her ist... kommt mir schon viel länger her vor. ":/

Mir geht es auch wieder gut, inzwischen ist ja recht viel Zeit verstrichen, und man sieht seine Fortschritte, auch durch die Reha. Das macht mich natürlich glücklich, und ich bin sehr stolz auf meinen Daddy @:)

Wenn er wieder (noch) fitter ist, dann gibts bei meinem Freund und mir zu Hause Pizza-Party, wir haben nämlich einen Pizza-Ofen zu Hause, der lecker Pizza macht, und den meine Eltern noch nicht getestet haben ;-D

s;ternk5e


:)^ das hört sich doch super an.

Liebe Grüße

sternke

C]ha-cTu


:)^ Super, das freut mich sehr! @:)

l+athitudexX


Hallo Leute :-) ,

heute ist die OP auf den Tag genau 4 Monate her, und ich wollte nochmal ein Update geben, was eigentlich komplett positiv ausgefallen hätte, hätte ich nicht heut mit meinem Dad telefoniert, daher gibt es ein kleines Manko.

Die Reha damals hat ihm (und er hats zugegeben ;-D) wirklichgeholfen. Danach ging es ihm nach und nach immer besser. Letzten Monat, alsonach 3 Monaten hatte er wieder die 1. Untersuchung beim Kardiologen. Alles war super, der Arzt hat gelobt, wie toll die Narben verheilt sind, dass das Herz die Umleitungen super angenommen hat, der Blutdruck war konsistent "jungfräulich". Wir haben uns alle sehr gefreut *auf Holz klopf*, und es ist eine große Anspannung von meinem Dad abgefallen. Er durfte sogar 3 Tabletten täglich weglassen,und musste täglich nur noch 3 einnehmen. ;-D

Nach den 3 Monaten "Schonfrist" hat er dann auch wieder angefangen, aktiv zu werden, also etwas im Garten zu arbeiten etc. Meine Mom wollte, dass er sich noch ein bisschen länger schont, aber er meinte, 3 Monate reichen. Naja, immerhin nimmt er brav seine Medizin :)^

Eben am Telefon hab ich ihn gefragt, wie es ihm geht. Er meinte "ok" ...sonst hat er immer gut gesagt. Habe also noch ein paarmal nachhaken müssen, bis er mit der Sprache rausrückte.

Vor 2 Wochen etwa, als es bei uns recht heiß war für einige Tage, fühlte er sich wohl recht fertig und sein Blutdruck ging am 170 hoch :-(

Er hatte dann mit dem Arzt telefoniert, und der riet ihm an, die eine Blutdrucksenkende Tablette doch wieder einzunehmen, die er eigentlich weglassen durfte. Außerdem meinte er, dass es wohl an der Hitze gelegen hatte, manche Leute haben da ja Kreislaufprobleme (mein Dad aber bisher nie). Er sagte, seitdem nimmt er die Pille wieder mehr ein, und alles ist seitdem auch wieder gut.

Mich hat die Nachricht aber grad ein bisschen betrübt :-/ .. meine Mom hatte es mir auch nicht erzählt, wahrscheinlich, weil sie nicht wollte, dass ich mir unnütze Gedanken mache. Nun weiß ich es aber, und MACHE mir Gedanken. Nächsten Monat hat er wieder einen Kontrolltermin. Hoffentlich ist da immer noch alles so gut :-(

lpatitdudxeX


Mein Vater hatte ja im Februar eine Herz-Bypass OP.

Anfangs war noch alles gut, 6 Monate nach der OP, also im August oder September, habe ich jetzt vergessen, hatte er nochmal eine Abschlussuntersuchung beim Kardioligen.

Der sagte, alle Bypässe funnktionieren super, das Herz hätte die super angenommen. Tja, wohl nicht...

Freitag kam er ins Krankenhaus, Diagnose Herzinfarkt. Nur ein ganz leichter sagte man, aber dennoch musste er natürlich da bleiben, wurde stationär aufgenommen, um 2 Tage zur beobachtung zu bleiben. Dann wurde noch eine Katheteruntersuchung gemacht, und da haben sie festgestellt, dass ALLE (!!!) Bypässe nicht funktionieren, das heißt, die hängen nur da so herum, es fließt aber kein Blut durch, und das Herz nutzt sie nicht.

Wie kann das nur sein? :|N

FJTxM


Hab dir mal einen Beitrag von mir hierher Kopiert

Hallo melde mich mal wieder

Hab auf einen herzkatheter bestanden ,weil aus ärztlicher sicht ja kein grund bestand .Ja und gut wars Diagnose Bypass verkümmert total verschluss aber die leitung die 2008 so zu war hat sich selber etwas repariert und ist besser als damals , werde jetzt damit so leben und weiterhin meinen körper gut beobachten .

Bin froh das ich mich auf mich verlassen kann.

Wie Du siehst gibt es sowas hab das vorher auch nicht gewusst.

Viel Glück für Deinen Vater

lg Maria

l"a}titKude-X


Hallo Maria,

danke für deine Antwort, und entschuldige, dass ich erst jetzt antworte.

Wieviele Bypässe hattest du denn, nur den 1?

Mein Vater hatte auch von sich aus gesagt, dass irgendwas nicht stimmt. Aber wenn man noch 3 Wochen vorher vom Kardiologen versichert bekommt, dass alles ok wäre, dann glaubt man dem ja eigentlich schon. Ob man sich auf Ärzte also wirklich verlassen kann, ist dann die andere Frage. :-/

Und dir geht es jetzt soweit gut? Das freut mich dann für dich. Das stimmt, man sollte immer auf seinen Körper hören.

Mein Vater hat nun eine gute medizinische Versorgung durch Tabletten bekommen, gefäßweitende Betablocker, Blutverdünner, Tabletten, die die Gefäße elastischer machen etc.

Damit geht es ihm soweit ganz gut *toitoitoi* :)z

E{hejmalige(r Nvutzer (#x560917)


Hallo latitudeX,

heißt das, dass dein Papa nicht mehr operiert werden muss, obwohl die Bypässe nicht funktionieren? ":/

mal ein kurzer Ausflug zum Thema, ob man Ärzten vertrauen kann: Grundsätzlich ja, sonst könnten sie ja nicht helfen. Aber manchmal sind selbst die Ärzte rat- und machtlos. Ich war zur regelmäßigen Kontrolle und man sagte mir, es sei alles in Ordnung. Eine Woche später ging es mir auf einmal sehr schlecht und nach weiteren zwei Wochen wurde ich operiert-zum Glück. Denn man hatte weder im Ultraschall noch bei anderen Untersuchungen wie MRT oder CT gesehen, dass meine Herzklappe total hinüber war. Erst dem Chirurg während der Op ist das Ausmaß bewusst geworden. Dabei waren Strömungswerte und andere Parameter noch völlig in Ordnung. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und alles Gute für deinen Papa :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH