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Herzschwäche

cwiti"haxi hat die Diskussion gestartet


Hallo Fories,

ich bin schon längere Zeit bei einem Kardiologen in Behandlung,soweit ich das verstanden habe ist die Aorta ca.3cm und die Herzklappe aber nur 2cm. dadurch strömt das Blut wieder zurück.Ich habe zwar keinerlei Probleme kann moderat Joggen und habe auch keinerlei Schmerzen.Jetzt drängt mich mein Doc eine Herzkathederuntersuchung machen zu lassen um zu klären ob eine OP nötig ist.

Wer hat ähnliche Probleme und wurde operiert und wie,meine HÄ sagte mir man kann den Eingang zum Herzen mit einer Schlinge einengen oder muß ev. eine Herzklappe inplantiert werden,ich habe mich noch nicht mit der Sache beschäftigt b.z.w. vor mir hergeschoben.Wie geht das mit dem Katheder,muß man da im Krankenhaus bleiben und wo wird das gemacht an der Leiste oder am Arm,oder kann man sich das aussuchen.

Gruß

Antworten
C}hba-Tu hat geantwortet


Wie alt bist Du denn?

Wenn der Doc Dir dringend dazu rät, würde ich das schon ernst nehmen.

Eine Herzkatheteruntersuchung ist natürlich nicht angenehm, aber schmerzhaft auch nicht. Deine Schlagader wird in der rechten Leiste oder im linken Ellenbogen punktiert (das tut etwas weh, ist aber eigentlich der einzige Schmerz der Untersuchung und gut auszuhalten). Durch diese "Öffnung" wird ein Zugang gelegt, so ein Röhrchen, damit man da was durchschieben kann, nämlich den Katheter. Das ist ein ca. 1,2 bis 1,5 Meter langer ganz dünner "Draht", durch den man auch Flüssigkeiten drücken kann, und an dessen Ende eine Art "Sonde" steckt. Diesen Sondenkopf schiebt man mit dem Draht durch den Zugang, durch die Bauchschlagader bis ins Herz vor. Dort kann man dann z.B. Kontrastflüssigkeiten einspritzen, damit Teile des Herzens auf dem Röntgenschirm zu sehen sind. Aber man kann auch sehen, wie stark die Herzklappe beeinträchtigt ist. Selbstverständlich verläuft die gesamte Untersuchung über Röntgensicht, d.h. der Katheter kann auf seinem Weg zum Herzen nichts kaputt machen oder einreissen (wie viele angstvoll glauben), denn der Arzt sieht ja alles auf dem Röntgenschirm. Auch der Patient kann da mitschauen, wenn er mag. Ich habe das immer ganz interessiert mitverfolgt, selbst meine Dilatation (der Dehnen einer Herzkranzader).

Und jetzt kommt es darauf an: Wenn der Kardiologe nichts findet, was eine potentielle Gefahr für Dich werden könnte, zieht er den Katheter wieder raus, entfernt den künstlichen Zugang und drückt selbst (oder ein Assistenzarzt) ca. 20 Minuten die Punktionswunde ab (es wurde ja eine Schlagader punktiert, die muss abgedrückt werden). Anschliessend wird die Wunde mit 1 oder 2 Stichen vernäht (was manchmal auch gar nicht sein muss, es kommt auf das Gewebe des Patienten an), man bekommt ein ca. 3-5 Kilo schweres Gewicht auf die Leiste oder auf den Ellenbogen gelegt, und muss dann 2 (Ellenbogen) bis 6 (Leiste) Stunden ruhig liegen. Danach darf man nach Hause. Ich selbst habe das 6stündige ruhige Liegenmüssen immer als das Unangenehmste der Prozedur empfunden (ich habe bereits 6 solcher Untersuchungen hinter mir).

Wenn der Doc aber versucht, Deine Herzklappe bereits jetzt zu "korrigieren", dann wirst Du wohl um 1-3 Tage Krankenhaus nicht herumkommen.

Ach so: Unangenehm KANN das Kontrastmittel werden. Dabei kann ein heisses Gefühl im ganzen Körper entstehen, das aber nicht gefährlich ist. Auch kann der Katheter im Herzen mal an Stellen stossen, die Extraschläge auslösen, auch das ist manchmal unangenehm, aber ebenfalls nicht gefährlich.

Natürlich (auch das will ich nicht verheimlichen) kann in seltenen Fällen auch was Grösseres passieren, z.B. Angina-Pectoris-Schmerzen ausgelöst werden, und im allerschlimmsten Fall sind Herzinfarkt und Schlaganfälle möglich. Das will ich nicht verheimlichen. Aber man muss da wirklich eine Nutzen-Risiko-Abwägung machen. Es muss geklärt werden, wie gravierend Deine Herzklappe fehlarbeitet. Wenn man das einfach so lässt und nicht behandelt (und behandeln kann man erst, wenn man weiss, was die Ursache ist) ist das Risiko, z.B. ein Blutgerinnsel im Herzen durch diesen Blutrückfluss zu bekommen, der dann zum Schlaganfall führen kann, VIEL grösser als das Risiko der Untersuchung. Zumal gravierende Folgen der Katheteruntersuchungen sehr selten sind. Ich habe viele Jahre in Herzgruppen und Herzsportgruppen mitgemacht mit hunderten Herzkranken, die Katheterisierungen hinter sich haben, und da war KEIN Fall dabei, wo es mal zu dramatischeren Folgen gekommen ist. Ich selbst habe bereits 6 Katheteruntersuchungen, teils mit Dilatation, hinter mir, und es lief immer perfekt.

Gruss

Cha-Tu

cPitihYaxi hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

erstmal tausend Dank für deine schnelle Antwort.

Ich bin 66 Jahre alt.

Wenn ich Dich richtig verstehe kann man eine Korrektur oder Einengung der Klappe im besten Fall bei der Untersuchung gleich vornehmen,das klingt natürlich recht utopisch für mich weil ich mich noch nicht mit der Sache beschäftigt habe.

Noch eine Frage kann ich weiter moderat joggen,oder würdest Du mir erstmal empfehlen bis zur Untersuchung aufzuhöhren.

Gruß ;-)

C.ha-mTxu hat geantwortet


Hallo, Citihai,

soviel ich weiss, kann man solche kleineren "Reparaturen" an Klappen heute schon während dieser Untersuchung machen. Im Idealfall kann man sogar ohne Brustkorböffnung ganze Klappen austauschen, das wurde bei einer lieben Freundin vor ca. 1 Jahr gemacht.

Noch eine Frage kann ich weiter moderat joggen,oder würdest Du mir erstmal empfehlen bis zur Untersuchung aufzuhöhren.

Da würde ich das machen, was der Arzt Dir empfohlen habe. An sich sehe ich da nichts, was dem widerspräche, aber ich bin kein Arzt, nur erfahrener Laie. Im Zweifelsfall aber lieber NICHT joggen. Aber wie gesagt: Wäre gut, wenn der Arzt was dazu sagen würde.

Schönen Gruss

Cha-Tu

chitiwhaxi hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

Da würde ich das machen, was der Arzt Dir empfohlen habe.

Klar, ich wollte nur die Meinung einer erfahrenen Person hören, aber ich laufe 10Km ,erzähle in der ganzen Zeit und habe keine Atemnot, aber meine Frau ist natürlich sehr besorgt.

LG

C0ha-!Tu hat geantwortet


Hallo, citihai,

Du hast ja sicher eine Pulsuhr. Wenn sich da Rhythmusstörungen oder plötzliche Veränderungen zeigen, einfach langsam aufhören. Herzklappenprobleme zeigen sich meistens in Veränderungen des Pulsverhaltens, oder durch aufkommende Rhythmusstörungen. Ich denke aber, akut ist da keine Gefährdung, sonst hätte der Arzt Dir Schonung verordnet. Aber wie gesagt: Letztendlich kann das nur der Arzt entscheiden.

Schönen Gruss

Cha-Tu

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