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Herzleistung plötzlich rapide verschlechtert?!

dJinsch3en3x21


Hallo,

bin gerade etwas neben der Spur und verstehe langsam wirklich nichts mehr...

Montag Blut abgenommen, Werte sind alle völlig unauffällig (weder Entzündungszeichen noch sonstige Auffälligkeiten...Herzenzyme ok, Nt proBNP bei 63, also absolut normal).

Heute dann beim Kardiologen...EF leicht besser (zwischen 55-60%)...Hurra, eigentlich also Grund zur Freude, aber er hat eine Wandbewegungsstörung in der linken Herzkammer entdeckt.

Ich hatte NIE irgendwelche Wandbewegungsstörungen...weder im Ultraschall, noch bei den MRTs.

Ich könnte heulen...habe jetzt die Überweisung zum MRT hier...Verdacht auf Myokarditis Rezidiv :-o

Ich verstehe es einfach nicht...Blutwerte topp, kein Hinweis auf Entzündung..EF wieder etwas besser (zumindest nicht schlechter)...auf der anderen Seite Wandbewegungsstörung im Ruhe Echo...und mein befinden, das täglich schlechter wird...mittlerweile fühle ich mich als hätte ich Bleigewichte an der Extremitäten....komme nur noch schleppend voran...Starker Schwindel...Erschöpfung...Luftnot. Und immer wieder die Schmerzen...mal brennend, mal drückend....immer häufiger, auch in Ruhe, aber vor allem bei und nach Belastung.

Auf meine Frage, ob es auch eine KHK sein könnte anstatt einer neuen HME, meinte er nur...glaubt er nicht wegen meines geringen RIsikoprofils und weil meine Halsschlagadern, die er ebenfalls sonografiert hat, komplett glatt und unauffällig sind (gibts da einen Zusammenhang?)

MRT Termin hab ich in drei Wochen...ist das nicht viel zu lang?

Fragen über Fragen..tut mir leid....aber ihr habt mir schon oft geholfen, vielleicht fällt euch ja was dazu ein..

LG Tina

PHe.ddi


Hast du denn nicht den Kardiologen gefragt, wegen der Wandbewegung?

Und falls Dir der Termin zu spät ist, hast du die Möglichkeit mal im UKE zu fragen, ob die eher einen Termin haben? UKE ist sehr gut.

d+ins/chen321


Hallo Peddi,

danke dir für deine Antwort...

also, der Kardiologe hat geschallt...hat sich viel Zeit genommen und erklärt...und dann meinte er "Haben Sie einen Block im EKG?" Ich habe das bejaht, da ich einen inkompletten RSB habe, schon immer. Doch den meinte er nicht...er schrieb dann noch ein EKG und da auch dort kein Block zu sehen war, meinte er "dann ist das kein Block, sondern eine Wandbewegungsstörung". Sie befindet sich am oder beim linksventrikulären Septum, wenn ich das richtig behalten habe...aber was es genau ist...Narbe, Ödem, Ischämie....das konnte er nicht sagen. Deshalb das MRT...

Finde es halt komisch, dass ich ja innerhalb von 3 Wochen dreimal geschallt wurde...die anderen beiden US waren völlig unauffällig (abgesehen von der leicht eingeschränkten EF)...und jetzt eine Wandbewegungsstörung? Kann sowas so plötzlich auftauchen?

Naja, alles raten nützt ja wenig, ich brauch das MRT.

Danke für den Tipp mit dem UKE, kann da natürlich mal anrufen. Allerdings ist es zB in der Uni Lübeck so, dass die keine MRTs bei ambulanten Patienten machen. Und das, obwohl sie mich da kennen...trotzdem müsste ich erst in die Poliklinik...alle Untersuchungen nochmal :-o ...und mich dann stationär aufnehmen lassen für einen Tag. So ist es zumindest in der Uni Lübeck. ":/

LG Tina

d|kesxt


Und das, obwohl sie mich da kennen...trotzdem müsste ich erst in die Poliklinik...alle Untersuchungen nochmal :-o ...und mich dann stationär aufnehmen lassen für einen Tag. So ist es zumindest in der Uni Lübeck.

Ja, ich musste auch eine Nacht da bleiben damals, obwohl vorher schon klar war dass es sich nur um das MRT geht.

Was ich mir vorstellen könnte dass man das Prozedere verkürzen kann, aber ambulant geht nicht weil die Kliniken idR keine Kassenzulassung, also einfach kein Geld für ein ambulantes MRT bekommen.

Auf meine Frage, ob es auch eine KHK sein könnte anstatt einer neuen HME, meinte er nur...glaubt er nicht wegen meines geringen RIsikoprofils und weil meine Halsschlagadern, die er ebenfalls sonografiert hat, komplett glatt und unauffällig sind (gibts da einen Zusammenhang?)

Klar, eine KHK entsteht ja durch Verengung der Herzkranzgefäße, der Arteriosklerose. Auslöser sind zB zu hohe Blutfettwerte (Cholesterin) oder anderen Dingen die sich an bzw eigtl in der Arterienwand ablagern und sie so verengen.

Aber natürlich passiert das nicht nur in den Herzkranzgefäßen sondern in allen Arterien im Körper relativ gleichmäßig.

Drum wird gerne mal die Halsschlagader geschallt um den ungefähren Grad der Verkalkung festzustellen.

Wenn die frei ist sind das gute Nachrichten und machen eine KHK noch unwahrscheinlicher als sie eh schon ist.

Ich hoffe du kommst bald zu deinem MRT!

VG dkest

dJinscihen3x21


Guten Morgen...

Danke, ja das hoffe ich auch...schon allein, damit ich endlich Klarheit habe.

Die Schmerzen sind mittlerweile so stark, dass ich das Gefühl habe, mein ganzer Brustkorb steht in Flammen. Echt unangenehm...wie Sonnenbrand von innen, mal mehr, mal weniger stark.

Das spricht zusammen mit der Wandbewegungsstörung ja tatsächlich für eine HME...aber die jetzt wieder normale EF und die guten Blutwerte sprechen dagegen. Man macht sich Gedanken und kommt doch nicht weiter....das zermürbt auf Dauer noch mehr, als es die Schmerzen und die Schlappheit eh schon tun.

Hab übrigens nochmal mit dem Kardiologen telefoniert...ich soll Dienstag nochmal vorbei kommen, dann schallt er nochmal. Das find ich wirklich nett und sehr bemüht...werde ihn dann auch mit Fragen löchern (der Arme ;-D )

LG, Tina

PLed5di


Dinschen, nur ein kleiner Tip:

führe ein Schmerzprotokoll. Schreibe die Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 und die Art genau auf.

Dabei könnten Dir weitere Fragen einfallen, die Du mit anführen könntest. Schreibe auch jegliche Art von Unpässlichkeiten auf. Die liest Du vor, mit der Erklärung, alles anführen zu wollen, um möglichst viele Symptome zur Aufklärung der erkrankung beitragen zu können. Denn es geht dabei nicht um "Jammern" sondern um das Aufklären der Krankheit und zum Finden der bestmöglichen Therapie.

Dass Dein Kardiologe Dich so ernst nimmt, ist super :)^

d8ins`chexn321


Danke für den Tipp, das werde ich machen...denn vor Ort vergisst man eh immer die Hälfte (mindestens)...da ist so ein Protokoll wirklich gut. Zumal der Schmerz so willkürlich und unberechenbar ist...so was habe ich noch nie erlebt. Er ist nichtmal besonders intensiv (Zahnschmerzen sind da unangenehmer)...aber die Art ist mir völlig fremd und macht Angst. Eine Mischung aus Druck und brennen...so als ob meine inneren Organe vor sich hin lodern würdern...ich bin Mitte 40, kenne Geburtsschmerzen, Zahnschmerzen, Knochenbruchschmerzen, Prellungen, Krämpfe...was es eben alles so gibt. Aber sowas wie das jetzt ist mir völlig unbekannt...so diffus überall im Brustkorb...und wird jeden Tag schlimmer...hm na ich scheine ja in guten Händen zu sein, die werden schon herausfinden, was das sein kann.

LG! @:)

d2insYchxen321


Hallo, liebes Forum...

Hatte heute ja den Kontroll Ultraschall und bin nun noch verwirrter als vorher (vielleicht sollte ich mal den Kopf untersuchen lassen?! ;-) )

Nein, ernsthaft, ich verstehe nichts mehr...fällt euch was ein?

Selber Doc wie vor 5 Tagen, selbes US Gerät, selbe Patientin ;-)

EF vor 5 Tagen: 56% Teich, 57% Simpson

EF heute: 74% Teich, 68% Simpson

Was?

Klar, ein paar Prozente sind Messungenauigkeiten..aber so viel? Und ausserdem hat er die Wandbewegungsstörung am Septum heute NICHT gesehen. Öööhm....kann sowas einfach kommen und wieder gehen? Zumindest eine Narbe oder sowas kann es dann ja sicher nicht sein...

Ich freue mich natürlich sehr, aber so ganz verstehen kann ich das nicht...und schon gar nicht im Abstand von 5 Tagen. Wobei ich sagen muss, dass mein Befinden mit dem Befund zusammenpasst. Die Schmerzen habe ich nach wie vor...aber die Luftnot, der Schwindel und die mangelnde Belastbarkeit sind ein wenig besser geworden. ":/

Ich habe mir da selbst eine -extrem abenteuerliche- Theorie überlegt...zumindest habe ich davon noch nie etwas gehört...doch es ist das einzige, was mir einfällt und in einem zeitlichen Zusammenhang steht.

Ich leide unter sehr, sehr starken Regelblutungen, habe deshalb eine Eisenmangelanämie (HB bei 10)..Ferritin geht gegen Null, also Speicher fast leer...

Mein Arzt wollte Eisen per Infusion verabreichen...ich lehne das bisher aber ab wegen der mögl. Nebenwirkungen.

Oral vertrage ich Eisen nicht...deshalb nehme ich nur Kräuterblutsaft..der dürfte allerdings kaum ausreichen, oder?

Nun ist es also so...kurz nachdem ich meine Regel hatte (also viel Blut verloren habe) habe ich verstärkt die Symptome...passen bis auf die ventrikulären Rhythmusstörungen ja auch zur Anämie). Und kurz vor der nächsten Regel geht es mir am "besten"...dann ist die Blutung ja auch 4 Wochen her und der Körper konnte wieder Eisen aufbauen (meine eigene Erklärung dafür).

NUn habe ich durch die häufigen US Untersuchungen im letzten Monat bemerkt, dass auch die EF damit korreliert?! Glaubt ihr, das so etwas möglich sein kann? Hat jemand so etwas schon mal gehört?

Den Arzt wollte ich nicht fragen...war mir dann doch zu weit her geholt :-X

Liebe Grüße

kSleinerL_draRchen:sxtern


Vielleicht ein etwas abwegiger Gedanke, aber warst du schon mal bei einem Gastro und hast dir deinen Magen ansehen lassen ??? Extremes Brennen im Brustkorb, Luftnot etc. kann auch von Sodbrennen kommen. Die Mama von einer Freundin, mit Herzvorgeschichte , wurde schon 3mal ins KH eingewiesen wegen genau dieser Symptome: Herzrasen, Brennen bis in die Arme, Luftnot, Husten aber es war nur der Reflux. Seit sie PPI nimmt, ist das alles weg.

Könnte ja sein, dass du das zusätzlich zu deiner Herzgeschichte hast....

B5oMdy&Suoul6x3


Hallo :)z

ich denke, deiner Schilderungen zur Folge, dass du auf dem richtigen Weg bist...mit deinen Werten leidest du an einer ausgeprägten Blutungesanämie, glaube mir, ich hatte wegen vieler Beschwerden, die du schilderst,letztes Jahr genau diese Werte und teilweise noch schlechter ( HB bei 8,1!!!)..all deine Symptome sprechen dafür... ich habe dieses Problem mit Ferro Duodunal Eisenkapsel, 100mg, pro Kapsel, sehr schnell wieder in den Griff bekommen..es kommt einfach nicht mehr genug Sauerstoff in deinen Organen an, was eine Vielzahl an Symptomen auslöst...mache bitte schnell ein erneutes (großes!!) Blutbild, dann kannst du dir diese nervenaufreibenden kardiologischen Unteruchungen sicher sparen ;-) ..alles Gute @:)

Lysi

dMinschken321


Hallo Ihr beiden,

danke für eure Tipps und Meinungen.

der Magen ist es nicht, ebenso nicht die Speiseröhre...das ist bereits abgeklärt worden...

Ja, das mit der Anämie und der schlechten Belastbarkeit macht absolut Sinn...ebenso wie andere Symptome, die ich habe...Haarausfall, brüchige Nägel, Luftnot, kalte Hände und Füsse etc.e

Aber Schmerzen im Brustkorb, ventrikuläre Rhythmusstörungen und eine verringerte EF hab ich bisher zumindest noch nie im Zusammenhang mit Eisenmangel gehört?

Aber da der Körper ein Zusammenspiel extrem vieler Faktoren ist...wer weiss da schon, ob nicht doch ein Zusammenhang besteht.

Danke für den Tipp mit dem Eisen...leider vertrage ich Eisen nicht..weder als Tablette, noch Tropfen etc. Kräuterblutsaft ist da die Ausnahme...aber da ist ja auch verhältnismässig wenig Eisen enthalten.

p,elz{tier8x6


Fuer den Köper und die Organfunktionen ist es erst einmal irrelevant, warum jemand anämisch ist, also die Organe weniger Sauerstoff bekommen. Der eine bekommt davon früher Symptome und Funktionseinschränkungen, der andere eben spaeter.

Und bei einer chronischen Anaemie -gleich welcher Ursache - ist es sehr wohl bekannt, dass es zu leichten Verschlechterung der EF/Pumpfunktion des LV kommen kann.

Ist auch logisch. Der Herzmuskel braucht genügend Sauerstoff um seine Taetigkeit ausüben zu können. Dann ist aber nicht der Muskel geschädigt, sondern er wird an der adäquaten Ausfuehrung gehindert.

Eine plötzlich auftretende , schwere Anaemie kann zu einem akuten Herzversagen führen.

dAinsc3henx321


Also, mir wars nicht bekannt....deshalb Danke für die Aufklärung...somit könnte es in der Tat eine mögliche Erklärung sein...zumindest dafür.

Da hilft wohl nur eins...Eiseninfusion und gucken was passiert.

TXem9podrxom


Unbedingt auch mal Kalium, Kalzium und Magnesium checken. Wenn dort Mangel oder Überversorgung vorliegt, dann kann es auch zu Herzbeschwerden führen. Leider wird das von vielen Ärzten ganz missachtet. Wird auch nicht automatisch beim Blutbild mit überprüft, sondern muss vom Arzt explizit eingefordert werden.

Wenn schon ein Eisenmangel vorliegt, dann könnte ich mir vorstellen, dass auch noch andere Mängel existieren. Zusammen kommen dann vielleicht so starke Symptome heraus.

dYin+sDcAhen32x1


Update...es wäre schön, wenn jemand was dazu sagen könnte, ich bin fertig mit den Nerven.

Heute war MRT Termin. Alles bestens, keinerlei Auffälligkeiten, EF über 60%...er meinte" Wenn man Ihre Vorgeschichte nicht kennen würde, dann würde man sagen, das ist ein absolut gesundes Herz". Schön.

Aber der eigentliche Hammer kommt jetzt...der Kardiologe, bei dem ich zuletzt war hatte mich beiläufig gefragt, ob es während des EKGs, auf dem die nsVT zu sehen war, irgendwelche Besonderheiten gegeben hätte.

Ich habe das erst verneint...aber dann fiel mir ein, dass mein kleiner Sohn mal kurz an den Kabeln gezogen hat und ich mich bewegt habe um ihn da wegzunehmen.

Daraufhin guckte der Kardiologe komisch und meinte, er will das EKG auch mal sehen.

Heute kam ein Brief von ihm...darin steht wörtlich folgendes:

"Im EKG befindet sich ein Artefakt, der bei flüchtiger Betrachtung eine nicht anhaltende VT mit 5 Schlägen vortäuschen kann."

Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein...aber wem soll man da mehr glauben? Diesem Kardiologen mit 35 Jahren Berufserfahrung oder den Kardiologen in der Uni, die ja sicher auch alles andere als unerfahren sind (bis hin zum Oberarzt ist das EKG gesehen worden und für eine VT gehalten worden).

Denn dieses EKG ist der EINZIGE Hinweis dass etwas nicht stimmen könnte...deshalb wäre es schon sehr wichtig, zu wissen, ob Artefakt oder nicht. Es geht um Entscheidungen wie EPU oder ICD...

Kennt ihr einen guten EKG Auswerter, der auch bereit wäre, das EKG einer fremden Patientin zu begutachten? Das lässt mir jetzt nämlich keine Ruhe mehr...

LG

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