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Behandlung – Aortenklappe

YxakaRtootxo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich würde gerne wissen wie die Behandlung bei einer defekten Herzklappe aussieht. Ich vermute es handelt sich hierbei um die Aortenklappe. Die Herzfunktion ist stark eingeschränkt, Leistungsfähigkeit liegt bei 30%. Herzschrittmacher wurde eingesetzt. Patient (Ende siebzig) hat Rhythmusstörungen und Verkalkungen am Herzen. Herz ist stark vergrößert. Derzeit akuter KH Aufenthalt wegen plötzlicher Ohnmacht. Vermutung liegt nahe, dass die Herzklappe nicht schließt. Am Montag wird mit Herzkatheder untersucht. Es geht wohl um die Frage ob man, um die Klappe zu behandeln den Brustkorb öffnen muss oder nicht.

Brustkorb öffnen, bedeutet dann wohl so viel wie der Einsatz einer Herz-Lungenmaschine. Ich frage mich die ganze Zeit wie gefährlich so etwas ist, bei jemandem dessen Herz so vorgeschädigt ist, ist dies möglicherweise schon der Anfang vom Ende?

Kann jemand etwas dazu sagen?

Schönes Wochenende

Antworten
C`hax-Tu


Hallo.

Meiner Mutter wurde in einem guten Allgemeinzustand eine künstliche Aortenklappe eingesetzt, und sie hat die Operation (Öffnen Brustkorb) "an sich" sehr gut überstanden. Leider hat sie unmittelbar nach der OP einen Schlaganfall erlitten, was aber keine "übliche" Komplikation dieser OP war. Meine Mutter war 69 und hat diese Operation fast 10 Jahre überlebt.

Ich kenne Menschen, die noch mit 80 Jahren bypass- oder klappenoperiert worden sind (jeweils mit Herzlungenmaschine) und das gut überstanden haben.

Handelt es sich um Deinen Vater? Deine Mutter?

Das Problem bei dem "Patienten" scheint mir die Herzvergrösserung zu sein;ich vermute, da liegt auch die Ursache für die Rhythmusstörung (um welche Rhythmusstörung geht es?).

Alles Gute.

Cha-Tu

YRaka`tzooto


Hallo Cha Tu,

vielen Dank . Ich weiß nicht genau welche Rhythmusstörungen, er mag nicht darüber sprechen. Da das Herz aber so vergrößert ist, denke ich, dass es auf VHF zurückzuführen ist. Was sonst noch dazukommt weiß ich wie gesagt nicht. Die Herzprobleme bestehen ja schon viele Jahre.

Die Auswirkungen waren vor etwa drei Jahren sehr massiv, vor der OP mit dem Schrittmacher konnte er kaum noch sprechen und saß im Rollstuhl. Seit der OP war es besser, bis jetzt das mit der Klappe kam. Die Ärzte sagen wohl, sie müssen erst sehen ob man minimalinvasiv (?) operieren kann. Wenn ich dies richtig verstanden habe, liegt das Problem darin keine Verkalkungen abzulösen. Das könnte sonst zum Schlaganfall führen. Derzeit ist das atmen ein Problem, aber auch die Nerven. Es ist eine große Belastung und ich glaube schon, dass er mit schlimmen Folgen rechnet.

Bei dem Einsatz der Herz-Lungen Maschine wird das Herz sozusagen "stillgelegt" um am blutleeren Herzen zu operieren, (Info von Dr. Google) stimmt das so? Wie ist es dann in der Phase, wenn das Herz seine Tätigkeit wieder aufnehmen soll? Die OP Zeit ist vermutlich auch ziemlich lang und damit sehr belastend für den Kreislauf. Warum vermutest du, dass die Herzvergrößerung das Hauptproblem ist?

Meine größte Sorge ist die Herzschwäche, die nun der Belastung der OP ausgesetzt wird. Welchen Einfluß wird dies alles auf die OP und den Heilungsverlauf haben? Da die Ärzte die wohl kompliziertere und teurere Kathedermethode anstreben vermute ich, dass die Mediziner davon ausgehen, dass der Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ein zu hohes Risiko mit sich bringt. Dr. Google spricht hier von Hochrisikopatienten, bei denen man diese Methode anwendet.

Schönen Abend

CWha-Txu


Guten Morgen.

Die Ärzte sagen wohl, sie müssen erst sehen ob man minimalinvasiv (?) operieren kann. Wenn ich dies richtig verstanden habe, liegt das Problem darin keine Verkalkungen abzulösen. Das könnte sonst zum Schlaganfall führen.

Ja, das ist richtig. Minimalinvasiv zu operieren, ist eine tolle Möglichkeit, aber der Patient oder die Patientin dürfen weder zu übergewichtig sein noch dürfen die Ader sehr verkalkt sein. Dadurch kann eine Stenose aufgebrochen werden, und Teile der Ablagerung können ins Hirn dringen.

Derzeit ist das atmen ein Problem, aber auch die Nerven. Es ist eine große Belastung und ich glaube schon, dass er mit schlimmen Folgen rechnet.

Vor so einem Eingriff ist diese Sorge und Angst aber auch normal. Das ist schon ein massiver Eingriff, wenn der Brustkorb geöffnet werden muss, und auch die minimalinvasive Operation hat eben die besagten Gefahren. Ein "Trost" dabei ist, dass beider Verfahren heute sehr routiniert sind, und es in grösseren Kliniken, wo diese OPs an der Tagesordnung stehen, seltenst zu grösseren Komplikationen kommt.

Bei dem Einsatz der Herz-Lungen Maschine wird das Herz sozusagen "stillgelegt" um am blutleeren Herzen zu operieren, (Info von Dr. Google) stimmt das so?

Ja. Wobei es nicht auf die Blutleere ankommt, sondern darauf, dass das Herz nicht schlägt, denn am schlagenden Herzen zu operieren, ist schwieriger als am ruhigen.

Wie ist es dann in der Phase, wenn das Herz seine Tätigkeit wieder aufnehmen soll? Die OP Zeit ist vermutlich auch ziemlich lang und damit sehr belastend für den Kreislauf. Warum vermutest du, dass die Herzvergrößerung das Hauptproblem ist?

Weil eine Herzvergrösserung eine Herzschwächung bedeuten kann und meist auch bedeutet. Und bei einem schwachen Herzen zu operieren, ist natürlich weniger harmlos als bei einem Herzen, das in der Gesamtstruktur "fit" ist.

Wenn das Blut aus der Herz-Lungen-Maschine wieder in den Normalkreislauf (also durchs Herz) geleitet wird, fängt das Herz meist von selbst wieder an zu schlagen. Sollte dies nicht passieren, wird mit einer Injektion nachgeholfen.

Meine größte Sorge ist die Herzschwäche, die nun der Belastung der OP ausgesetzt wird.

Richtig. Das meinte ich mit der Herzvergrösserung.

Welchen Einfluß wird dies alles auf die OP und den Heilungsverlauf haben?

Wenn das Herz deutlich geschwächt ist, ist das Operationsrisiko natürlich grösser. Dennoch haben grössere Kliniken da auch genügend Erfahrungen. Meiner Meinung nach sind die Ablösung von Gerinsselteilen und postoperative Infektionen die grössten Risiken, weniger das Herz selbst.

Da die Ärzte die wohl kompliziertere und teurere Kathedermethode anstreben vermute ich, dass die Mediziner davon ausgehen, dass der Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ein zu hohes Risiko mit sich bringt.

Das muss aber nicht mit Alter oder Zustand des Patienten zu tun haben. Die minimalinvasive Operation ist ein bedeutend schonenderes Verfahren, und zwar für jeden Menschen. Wenn die Voraussetzungen stimmen (Normalgewicht oder nur leichtes Übergewicht und die Verkalkung nicht allzu gravierend ist), wird das heute gerne angewandt, sofern die Klinik diese Methode anbietet.

Dr. Google spricht hier von Hochrisikopatienten, bei denen man diese Methode anwendet.

Auch, aber nicht nur. Eine unserer Freundinnen wurde vor ca. 3 Jahren minimalinvasiv an der Aortenklappe operiert. Sie war damals Mitte 60, sportlich total durchtrainiert, kein Gramm überflüssiges Fett am Körper, sie war der "Idealpatient" für diese Methode. Sie hat das Leipzig machen lassen, die haben dort in dieser Methode einen exzellenten Ruf. Nach 1 Woche war sie bereits in der Reha, und nach 3 weiteren Wochen zuhause.

Handelt es sich denn um Deinen Vater oder Deinen Mann? Ist die OP an einem grösseren Krankenhaus geplant?

Schönen Gruss

Cha-Tu

a8gnexs


Klappenprobleme sollte man eigentlich im Ultraschall sehen. Bist Du Dir sicher, daß die Klappe nicht richtig schließt? In dem Alter ist ja oft das Problem, daß sie sich nicht ganz öffnet.

Ich kann mir vorstellen, daß es bei der Katheteruntersuchung darum geht, zu gucken, ob außerdem was mit den Koronargefäßen gemacht werden soll.

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