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Schwester mit Lungenentzündung im künstlichen Koma

W$ond6erlaxnd1981 hat die Diskussion gestartet


Liebe Mitmenschen,

ich hoffe Sie können mir ein Rat geben, da ich und meine Familie sehr verzweifelt sind. Meine Schwester liegt seit jetzt 5 Tagen im künstlichen Koma inkl künstlicher Beatmung, mit einer Lungenentzündung, sie ist erst 30 Jahre alt.

Hier mal paar Fakten: sie hat eine Drogenvergangenheit (KEINE harten Drogen, KEIN Heroin oder Koks) Mariuanna, Bong Ja. Seit Jahren leidet Sie auch an Depressionen und hat sehr viele Tabletten in letzten Jahren genommen, teilweise auch unkontrolliert. In den letzten Jahren hat sich der Drogenkonsum sehr auf legale Kräuterrauchmischungen beschränkt und sie hat sehr viel Zigaretten geraucht (2 Schachteln).

An sich hatte sie öfters auch mal Bronchitis und seit paar Wochen Atemprobleme etc. In den letzten Tagen kam auch immer ein Notarzt zu ihr weil Sie über Brustschmerzen klagte und sehr hohes Fieber bekommen hat (es waren drei Ärzte), keiner wollte sie ins Krankenhaus verweisen, hat zwei verschiedene Antibiotika bekommen (von zwei verschiedenen Ärzten) und eine Spritze gegen Erbrechen (Wasser) von der dritten Ärztin, die sie auch nicht ins Krankenhaus schicken wollte (meinte sogar zu meiner Schwester sie wird sowieso nach zwei Tagen entlassen), aber da mein Vater und meine Schwester sie angebettelt haben hat Sie dann ein Krankenwagen bestellt, und Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Ein Paar Stunden danach kam es dann dazu, das Sie nicht atmen konnte bzw schwer und wurde ins künstliche Koma versetzt. Die Ärzte suchen nach dem Keim/ Bakterien/ Erreger aber sie finden nichts (HIV / Hepatitis ist negativ sagten Sie, die nächsten Tests sind erst am Mittwoch da oder ähnliches). Die Beatmungsmschine arbeitet bei 92 , die Kreislaufwerte sind relativ stabil.

Meine Schwester hat eine angeschlagene Leber, wurde in den letzten Wochen auch festgestellt (Hausarzt), und heute sagten Sie das die Nieren schwächeln (in den letzten Monaten hat meine Schwester auch stark zugenommen und ihre Beine waren angeschwollen vom angeblichen Wasser).

Die Ärzte im Krankenhaus sagen das es sehr schlecht ausschaut bzw sagen immmer nicht viel, ausser Geduld, aber ich kann mir das nicht vorstellen, das es keine Hoffnung geben kann, sie ist doch so jung. Ich würde mich freuen, wenn jemand seine Erfahrungen und Einschätzungen abgeben. Aktuell wird Sie mit einem Breitbandantibiotikum behandelt aber den Keim/Bakterie/ Virus haben Sie immer noch nicht rausgefunden.

Ein Pfleger sagte, Chancen liegen bei 50/ 50, naja sind verzweifelt :((((

Antworten
W(onderXlaxnd1981


Ich möchte nochmal sagen, das das Team im Krankenhaus das beste geben und professionell arbeiten, nur meine Angst überwiegt weil die Lage so ungewiss ist :((((

CVha--Txu


Hallo, Wonderland,

ich kann Deine/Eure Verzweiflung verstehen, und so wie Du es beschreibst, ist die Situation wohl tatsächlich ernst.

Wie die Chancen Deiner Schwester sind, hängt zum einen sicherlich davon ab, ob man die Ursache von all dem findet. Leber, Nieren und Lunge versagen ja nicht einfach so, da muss eine Ursache da sein. Aber die zu finden, ist jetzt Sache der Ärzte. Ein weiterer Faktor ist, wie fit Deine Schwester vor ihrer Erkrankung war. Je fitter sie da war, umso grösser ihre Chance.

Ich wünsche ihr und Euch alles Gute und baldige Besserung

Cha-Tu

C#ha-xTu


Ach, noch was: Meine Mutter war 1990 in einem ähnlichen Zustand, sie hatte damals nur 10% Überlebenschance und hat dennoch noch fast 10 Jahre überlebt (sie war da aber auch viel älter als Deine Schwester). Und ich selbst lag nach meinem ersten Infarkt auch auf Leben und Tod und man sagte meiner Frau, sie müsse "auf alles gefasst" sein. Und ich lebe nun schon 19 Jahre nach diesem Infarkt.

Gebt die Hoffnung nicht auf!

Cha-Tu

W7o>nderIland19x81


Lieber Cha-Tu ,

ich danke Dir für die aufrichtigen Wünsche . Anscheinend hilft nichts ausser hoffen und warten.

Naja hätte nie gedacht das ich mich an so ein Forum wende, aber es ist sehr gut das es so eine Möglichkeit gibt, man sieht das man nicht alleine ist und das viele ein ähnliches Schicksal teilen.

Viele Grüße und Danke Dir :)^

Cpha-*Tu


Lieber Wonderland,

es tut immer gut, zu sehen, dass man da nicht alleine ist. Auch wenn Dir hier niemand wirklich helfen kann, so sind hier Leute, die Dir "zuhören" und wo Du einfach mal Dein Herz ausschütten kannst.

Lieben Gruss!

Cha-Tu

prfef:fi36


hey wonderland

ich wollte dir nur alles gute für dich deiner schwester und famile wünschen ..ich weiss genau wie du dich fühlst. mein bruder hatte anfang februar einen sehr schweren verkehrsunfall..uns sagte man auch , er lebt, mehr nicht...müssen abwarten ...auch überall wasser künstliches koma..alle knochen in den beinen gebrochen was zu brechen ging..heute 6 wochen später sitzt er im rollstuhl und isst wieder muttis kekskuchen ..hätte keiner gedacht das er sich so schnell erholt. wir hatten schon mit dem gegenteil gerechnet..also gib die hoffnung nich auf. :)^ :)^ :)* @:)

j!esxser


Naja. Im sedierten Zustand kann sich der Körper voll und ganz auf die Bekämpfung der Eindringlinge konzentrieren und sich gut selbst regenerieren ohne den ganzen Streß, den man im wachen Zustand hätte, auch noch abfedern zu müssen. Mit diesem Schlaf gibt man dem Körper auf jeden Fall die Chance, sich optimal selbst zu heilen. Ich wünsche deiner Schweste auf jeden Fall alles Gute. Gerade ihr junges Alter ist vermutlich ihr größter Trumph. Nur keine Angst. Ärzte und Pfeger sagen einem immer nur die schlechtesten Prognosen, um die Angehörigen auf den ungünstigsten Fall vorzubereiten.

C\orn=elia5x9


Laß dich erstmal drücken, wenn auch nur virtuell! :°_

Ich kenne die Situation nur zu gut. Unsere Mutter hat letztes Jahr genau so mit einer Lungenentzündung im künstlichen Koma gelegen, und sie ist heute 85. Ein miserables Herz und alles mögliche andere kam noch dazu, und sie hat es überlebt! Ihre Chancen standen laut Ärzten ungefähr bei 20 %...

Das mit dem Wasser in den Beinen ist relativ normal in der Situation. Wenn die Nieren es alleine nicht mehr schaffen, weil sie von dem Keim aus der Lunge mit-beeinträchtigt sind, werden die Ärzte sie (auf Zeit) an die Dialyse hängen. So war es bei uns auch, und nach 3 Tagen kamen die Nieren wieder klar, da haben sie die Dialyse wieder abgemacht.

Ich denke, die Ärzte warten noch auf die Bestimmung des Keims der Lungenentzündung, dann können sie gezielter Antibiotika einsetzen. Solange bekommt sie natürlich eher ein Breitband-AB, aber die schießen jetzt schon mit schwerem Geschütz, davon kannst du ausgehen!

Der Wert von der Beatmungsmaschine, den du da nennst, ist vermutlich die Sauerstoffsättigung im Blut. Alles über 90 ist ganz OK, da brauchst du dir keinen Kopf zu machen. Der Beatmungsdruck wird glaube ich anders gemessen, aber da kannst du ruhig auch mal nach fragen. Bei meiner Mutter haben sie den Beatmungsdruck immer relativ niedrig gehalten, um die Lunge nicht zusätzlich zu schädigen, zu hoher Druck tut ihr nämlich nicht so gut. Aber solange sie im künstlichen Koma liegt, müssen sie sie voll beatmen, weil sie es selber nicht kann. Erst mit dem langsamen Aufwachen wird die Beatmung stufenweise zurückgefahren.

Frag die Ärzte im übrigen mal nach den Entzündungswerten, Leukozyten und CRP-Wert. Wenn die sinken, ist das ein gutes Zeichen! Und stellt euch darauf ein, daß die Zeit auf der Intensivstation eine emotionale Achterbahnfahrt ist, es wird immer mal wieder besser werden und dann kommt wieder ein Problem. Meiner Erfahrung nach ist das das Belastendste an dieser Zeit. Laßt eure Schwester einfach fühlen, daß ihr für sie da seid, nehmt ihre Hand, streichelt sie und redet ruhig auch mal leise mit ihr. Sie bekommt mehr mit, als ihr glaubt, das haben wir bei unserer Mutter hinterher auch festgestellt!

Ich wünsche euch ganz viel Kraft! :)*

CTornel5ia59


Noch was. Wenn deine Schwester depressiv ist, kriegt sie doch auch sicher schon länger Antidepressiva. Es kann gut sein, daß die Ärzte auf IS die erstmal abgesetzt haben, weil sie sie im künstlichen Koma natürlich nicht braucht. Es ist aber sehr wichtig, daß die sofort wieder eingesetzt werden, sobald sie aufwacht, damit der Pegel im Blut nicht zu tief sinkt und die Depressionen wieder voll durchschlagen. Ich schreibe das deswegen, weil genau das bei unserer Mutter passiert ist und ihr die ganze Reha ruiniert hat. Fragt eventuell mal nach, unsere Ärzte haben das damals glatt vergessen!

E=hemaligGer Nu,tzer (3#467193x)


legale Kräuterrauchmischungen

hm, sind das Mischungen die in der Regel als 'Tabak' verkauft werden aber eine ähnlich / stärker berauschende Wirkung haben als THC?

Falls ja, damit hatten wir hier jahrelang massive Probleme. Niemand kann einem so Recht sagen was da drinn ist, meistens irgendwelche synthetischen / chemischen Zusatzstoffe die ein vielfältiges und komplexes Beschwerdebild auslösen können.

Wissen die behandelnden Ärzte vom Konsum deiner Schwester?

Prognosen sind in so einem Fall immer sehr schwierig, nicht zuletzt deswegen sind die behandelnden Ärzte wahrscheinlich auch so zurückhaltend. Deiner Schwester jedenfalls Gute Besserung!

W onderlnand1x981


Hallo Pfeffi36,Cornelia59,jesser,Grognor,

ich danke Euch für die aufmunternden Worte, das gibt mir Hoffnung. Müssen erst schlimme Sachen

passieren das man merkt wieviel Mitgefühl die Menschen haben, ihr seits die Besten. Die Lage ist aktuell immernoch sehr kritisch und es schwankt immer wieder (vorallem das Fieber),das Röntgenbild der Lunge hat sich minimal verbessert, die Ursache haben Sie leider immernoch nicht rausgefunden. In letzten Tagen war ich jedesmal zu Besuch aber je öfter ich hingehe desto schlechter geht es mir auch, schwere Beine und Übelkeit, obwohl ich versuche mich zusammen zu reißen, vielleciht kann das jemand von euch nachvollziehen, naja....Bleibt nichts als Abwarten...

Herzliche Grüße an Alle *:) @:) :°_ :)_ :)z

WGondEerl&an5dj1981


Hallo Leute,

die aktuellste Info ist das meine Schwester einen 'Luftröhrenschnitt" bekommt , wie kann man sich das vorstellen, ist dies besser als die jetztige Methode mit dem Schlauch der Betamungsmaschine und welchen Vorteil hat dies? Verträgt es jeder und sind die Risiken hoch ??? ":/ Danke euch .

lg

WOonderlaJnd19x81


Ach ja, das ist geplant für frühestens Fr/Sa hat man meiner Mama erzählt.....

lg

j+es{s'eBr


Ja. Das ist Standardvorgehen. Das macht man bei längerer Beatmung, weil der Schlauch ja durch den Kehlkopf geht und den dann auch entsprechend reizt. Ein Tracheostoma ist für deine Schwester wesentlich angenehmer als dieser blöde Schlauch. Die Risiken sind gering. Eben normal Blutung, Infektion usw. Meine Mutter hat das auch alles hinter sich und rennt seit nunmehr 9 Monaten mit Kanüle rum. Deine Beschwerden vor dem Gang zum Krankenbett kenne ich nur zu gut. Mir drehte sich auch immer der Magen rum. Ich habe dann bei Edeka so Hopfen Dragees besorgt und eine Stunde vorher 5 davon genommen. Villeicht hat's geholfen, vielleicht war's psychisch, aber ich war dann wesentlich unaufgeregter. Deine Schwester wird schon werden. Ein menschlicher Körper steckt weg, als man sich vorstellen kann. Du mußt ihr halt Zeit geben.

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