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Normfrequent bzw. tachykard und doch bradykard

BglacUkToxni hat geantwortet


Da hast du allerdings recht, letzten Endes müssen wir wohl oder übel den Medizinern vertrauen, bzw. einen guten Arzte finden, dem wir vertrauen. Es ist OK, dass du gefragt hast bzgl. der Morphologie und der Herkunft. Leider existiert das Problem trotzdem, auch wenn Ärzte mir sagen würde, es wäre alles wunderbar und ich wäre völlig gesund (was nun auch wieder keiner macht). Selbst wenn der ganze Spuk wieder aufhören sollte, würde ich doch bis dahin wenigstens die Therapie bekommen, die zur Zeit möglich ist.

Na mich wundert nur, dass so viele über ihre "Herzstolpern" klagen und allem Anschein nach dabei nicht dieses Pulsdefizit bemerken. Ich spüre es, wenn ich einen ventrikulären Bigeminus hab und das durfte ich zur Genüge am Monitor beobachten, daher weiß ich auch ohne EKG, dass ich einen hab. Wenn ich einen hab, kann ich ja den Puls messen oder auskultieren und verdoppeln =) Ich kann keinen anderen Rhythmus bei mir selbst interpretieren, nur diesen einen und den mit 99%iger Sicherheit.

dpinscShen3x21 hat geantwortet


Ich kann dich absolut verstehen...wenn ich mich nicht so schlecht fühlen würde, wäre es mir (mittlerweile) ziemlich egal, was genau ich da habe. Solange es meinen Alltag nicht beeinträchtigt oder ich bereits morgen um 6 Uhr vor dem aufstehen dieses brennen im Brustkorb habe, soll es mich nicht interessieren bzw ich würde einfach nicht drüber nachdenken.

Aber so...nach all den Untersuchungen und Krankenhausaufenthalten weiss niemand warum ich diese RS habe...ebenso wie bei dir.

Ja, das ist absolut frustirierend, weil es keine adäquate Therapie gibt und niemand sagen kann, ob das wieder weggeht, ob es schlimmer wird, ob es gefährlich ist, etc.

Jcan7x4 hat geantwortet


Was die Eingangsfrage angeht, gehe ich natürlich auch davon aus, dass ich dieses Pulsdefizit habe, in Phase wo ich viele ES hab (hatte ja auch schonmal wochenlang so ca 10 Stück davon pro Minute), aber das ist offenbar nicht so schlimm dass ich davon irgendwas merke, wenn ich nicht gerade drauf achte, also zumindest kein Schwindel, Ohnmacht oder so.

Selten mal hab ich allerdings auch Situationen, wo ich spüre, das Herz macht komische Dinge, mir wird mulmig, es schlägt ein paar Sekunden lang nur noch ausserhalb des normalen Taktes, fühlt sich beängstigend an, aber dann ist das auch schnell wieder vorbei und dann denk ich immer "da es jetzt ja wieder alles ok ist, war es wohl etwas, was sich zwar beängstigend anfühlt, aber offenbar harmlos ist". Was das ist, weiss ich allerdings nicht, aber diverse ES in Folge erscheinen mir da schon plausibel.

Das hilft Dir jetzt vermutlich aber auch nicht weiter ;-).

Was kam denn bei der Ergometrie heraus und warum meinte die Kardiologin danach, Du seist herzkrank?

B=lamc;kToxni hat geantwortet


Bei mir gehen nahezu alle VES (>90%) mit einem Pulsdefizit einher. Es beängstigt mich keinesfalls, nur ist es anstrengend die Leistung zu erbringen, die gerade erforderlich ist.

Meine Kardiologin sagte zu mir dass diese Rhythmusproblematik zu komplex sei und sie sich nicht sicher sei wie man weiter verfahren solle. Immerhin kann man mit ihr vernünftig reden, sie hört zu und nimmt mich ernst, außerdem ist sie ehrlich zu mir, das rechne ich ihr sehr hoch an! Sie möchte, dass ich mich wieder in der Uniklinik vorstelle. Für sie deuten die bisherigen Untersuchungsergebnisse auf eine Reizleitungsstörung hin, die sie absolut nicht einschätzen kann. Zumal sie beobachtet, dass diese HRST immer häufiger auftauchen.

Bei der Ergometrie kann ich ohne Probleme belastet werden bis plötzlich diese VES auftauchen. Bei einer HF von 150 bpm erreiche ich dank des Trigeminus (US Version) einen Puls von 50 bpm. Wer fährt mit einem effektiven Puls von 50 bpm noch Fahrrad, vorallem wenn das inmitten der Belastungsphase passiert? Auch wenn diese HRST nur für 1-2 min andauert, habe ich im Durchschnitt ca. 100 VES/min bei einer HF > 150, und ist schon wirklich nicht sonderlich angenehm. Es dauert ca. 5-10 min in der Nacherholungsphase bis ich wieder in einen geordneten Sinusrhythmus komme und alles ist wieder wunderbar, so als ob nie etwas gewesen wäre. Soetwas passiert natürlich nicht immer bei Belastung in diesem Ausmaß, aber dass ich in der Nacherholungsphase länger brauche bis wieder alles im Takt ist, ist nahezu immer der Fall. Schon wenn ich 5 min zur S-Bahn gehe und an der Ampel warten muss passiert das, allerdings stört es mich da nicht so sehr.

JNan7x4 hat geantwortet


Puh.. wie ist denn das, wenn bei so einer Belastung der "real-puls" plötzlich so absackt? Muss doch sofort Atemnot und so zur Folge haben?

Bzla\ckTonxi hat geantwortet


Na die Leistung sinkt rapide ab und mir wird schwindelig. Die Atmung wird schneller und flacher, daher soll ich langsam tief ein- und ausatmen. Aber auch daran gewöhnt man sich im Laufe der Zeit.

Nur so nebenbei eine Frage: Seid ihr schon jemals Aufgrund von HRST bewusstlos geworden und jemand hat bei euch mit der HLW angefangen?

dJinschexn321 hat geantwortet


Nein, bis jetzt GsD noch nie...der "Witz" ist ja, dass ich die potentiell gefährlichen nsVT's absolut nicht spüre. Kein Schwindel, kein stolpern, nichts. ":/

Aber die harmlosen VES und SVES...bei denen holperts und rumpelts teilweise so heftig, dass ich denke ok, das wars jetzt.

H^otePmax hat geantwortet


Hallo und guten Abend an die User hier.

Ich bin 56 Jahre alt und litt viele, viele Jahre an Vorhofflimmern.

Cha-Tu, den ich sehr schätze, hat mich gebeten, hier kurz über Dr. Shin zu berichten.

Ja, was ich hier gelesen habe finde ich sehr erschreckend und die Aussagen einiger Kardiologen schon hochgradig unverschämt.

Ich bin Mitglied der Deutschen Herzstiftung!!! (sehr zu empfehlen) und wurde zu einem Vortrag zu diesem Thema in die Universitätsklinik Düsseldorf eingeladen. Dort lernte ich Dr. Shin persönlich kennen.

Ich besitze einen eigenen Eventrecorder und kann EKGs selber aufzeichnen. Solche Momentaufnahmen habe ich Dr. Shin zur Beurteilung per E-Mail zugeschickt. Er hat immer wenige Stunden später (übrigens auch sonntags) geantwortet und VHF bestätigt.

Nach einigen Sitzungen in der Rhythmologischen Ambulanz kam es dann zur ersten Ablationstermin. Die Betreuung und Aufklärung war erstklassig. Er hat mir jede Angst genommen. Zum Eingriff wurde ich sediert und bin erst im Überwachungsraum aufgewacht. Das unangenehmste war die Liegezeit mit den Sandsäcken.

Leider ist das VHF nach einem Jahr erneut aufgetreten (was nicht unnormal ist) und wir haben erneut abladiert.

Jetzt bin ich, bis auf einige Extraschläge beschwerdefrei. Zur Zeit trage ich ein 5-Tage EKG zur Nachsorge. Danach sollen Medikamente abgesetzt werden.

Ich will nur sagen, es gibt Ärzte denen man vertrauen kann und die sich auch kümmern.

Dr. Shin ist Fachmann und hat Patienten aus ganz Deutschland.

Ich würde mich jederzeit wieder von ihm behandeln lassen.

Wer sich interessiert kann vieles auf der Homepage der Uniklinik Düsseldorf nachlesen.

Kopf hoch - nur Mut!

Liebe Grüße auch an Cha-Tu

BglackTxoni hat geantwortet


@ dinschen321

Na dann hoffe ich doch mal, dass das auch so bleibt. Die HRST sollten natürlich am besten ganz verschwinden oder zumindest nicht schlimmer werden.

@ Hotemax

Herzlich Willkommen bei meinem Thread und vielen Dank für deinen Kommentar. Du schwärmst ja geradezu von diesem Arzt.

Ich werde mal sehen was der Arzt morgen mit mir besprechen möchte und hoffe ich bin danach schlauer. Mein Masterstudium möchte ich allerdings in einer andern Stadt absolvieren, leider muss ich da auch sehen, ob dort eine gute Klinik ist. Wer weiß, vielleicht zieht es mich nach Düsseldorf zum Studieren. Ich werde es auf jeden Fall in meinem Hinterkopf behalten =)

B*lackxToni hat geantwortet


Hallo zusammen,

ich war heute in der Uniklinik bei dem OA der bei mir schon die EPU gemacht hat. Ja was soll ich sagen, ich schildere kurz Ausschnitte aus dem Gespräch, Kursiv gedruckt sind meine Gedanken:

Arzt: Wir sollten dann ein LZ EKG machen, das machen wir jetzt gleich, dann können sie morgen das Gerät wieder abgeben und am Montag erhalten sie das Ergebnis.

Ich: Und welcher Zweck soll damit verfolgt werden? Solange ich mich gut fühle, wird man nichts außer einen normfrequenen Sinusrhyhtmus sehen und daraus schließen, dass ja alles wunderbar wäre. Es tut mir leid, aber das möchte ich nicht.

Wozu gleich nochmal hatte ich 3 Jahre lang einen Eventrecorder implantiert ?!?! Warum war ich so oft schon über mehrere Tage an einem Monitor angeschlossen?!?!

Arzt: Natürlich können wir nochmals eine EPU durchführen, allerdings konnten wir beim letzten Mal auch keine HRST auslösen.

Ich: Dann macht eine weitere auch keinen Sinn. Soweit ich das beurteilen kann wird die Tachykardie mit Alupent bzw. Atropin ausgelöst. Das sind aber beides keine körpereignene Substanzen, warum also nicht einmal mit Adrenalin versuchen, hat schließlich auch eine positiv chronotrope Wirkung.

Zum Glück hab ich in der Physiologievorlesung gut aufgepasst und weiß, dass die Substanzen auch nicht den gleichen Stoffwechselweg nehmen.

Arzt: Da ändert sich aber auch nichts, wenn man das mit Adrenalin macht.

Ich: Die Stoffe werden aber unterschiedlich metabolisiert und wirken nicht an den gleichen Rezeptoren.

Arzt: Wie gesagt, das macht keinen Unterschied.

Es macht einen Unterschied für jemanden der z.B. CPVT hat du Pfeiffe!

Arzt: Also dieses Belastungs EKG zeigt schon Auffälligkeiten, wir sollten das überprüfen. Ich kann Sie gleich zum Ergo anmelden, dann machen wir das gleich heute noch.

Ich: Das Belastungs EKG vor Ihnen ist 5 Wochen alt, außerdem hatte ich bereits mehrere. Unter anderem letztes Jahr im März hier in dieser Klinik und es sah genauso aus wie das von vor 5 Wochen, das müsste doch in meinen Unterlagen vorliegen.

Guck dir halt mal die Ergebnisse an und nicht die alten Arztbriefe in denen z. T. einfach nur purer Blödsinn drinnen steht. Schalte doch mal selbst deine grauen Zellen ein und gucks dir an und übernimm nicht wieder den Käse deiner Vorgänger.

Arzt: Hatten Sie schon mal ein MRT?

Ich: Ja 2008 und es wurde ein Perikarderguss entdeckt, der allerdings sehr klein war.

Arzt: Dann sollten wir auf jeden Fall ein MRT machen um alles auszuschließen!

Ich: Und was erwarten Sie darauf zu finden?

Arzt: Ich denke mal nicht das dort was wäre, aber dann haben wir die Diagnostik komplett abgeschlossen!

Arzt: In Ihrer Familie gibt es keinen PHT und bei Ihnen selbst gibt es keinerlei Risikofaktoren. Sie haben zwar VT's, aber die bemerken Sie nicht.

Ich: Ich bemerke nicht alle, das ist richtig, aber die paar, unter denen ich synkopiere reichen doch aus!

Arzt: Sehen Sie, sie sind mit einem ß-Blocker versorgt, das ist sehr gut und das einzig Richtige was man machen kann.

Arzt: Waren Sie schon mal beim Psychologen?

Ich: Ja war ich und es war sehr interessant. Leider konnte er mir auch nicht helfen und psychosomatisch ist das seines Erachtens nach auch nicht! Außerdem stören mich doch die vereinzelten VES gar nicht, nur wenn sie eben mit geballter Faust auftauchen und dieses doofe Pulsdefizit dabei ist!

Arzt: Das nehmen Sie nur als Pulsdefizit war, es wird trotzdem Blut in den Kreislauf gepumpt, auch wenn sie das peripher nicht tasten können.

Ich: Reicht die Menge von Blut aus, um das Gehirn noch ausreichend mit O2 zu versorgen oder ist das mehr oder weniger ein insuffizienter Auswurf?

Arzt: In der Regel wird sehr wenig Blut ausgeworfen und das gelangt auch nicht bis zum Gehirn.

Ich: Na also ist es nicht nur peripher nicht mehr zu tasten, sondern kommt auch nicht oben an, wo es am dringensten benötigt wird. O2 Mangel begünstigt eine Synkope!

Arzt: Ganz so einfach ist das auch wieder nicht, aber prinzipiell haben Sie recht.

Ergebnis: Ich kapituliere!!! Es macht keinen Sinn jemanden es reinzuprügeln oder mal über den Tellerrand zu blicken, er will es nicht kapieren, dann soll er es bleiben lassen. Ich hab dafür echt keinen Nerv mehr!

Jcan74 hat geantwortet


ist das bei allen ärzten so?

Vermutlich haben die meisten ihre Standard-Kundschaft mit den Standard-Krankheiten (oder gar keinen weils nur ES und Neurotiker sind), und machen ihre Standard-Untersuchungen und verschreiben dann Standard-Medikamente.

Was kam bei der EPU denn eigentlich raus? nix?

B5lack-Tonxi hat geantwortet


Wenn ich mich vorstelle läuft das so oder so ähnlich ab. Ein Arzt hat zur mir auch einmal gesagt ich wäre 40 Jahre zu jung für Herzerkrankungen. Als ob ich mir meine Beschwerden aussuchen würde! Es ist unglaublich schwer den passenden Arzt zu finden, wenn man nicht gerade mit einer eindeutige Angelegenheit kommt.

Bei der ersten EPU kam nichts raus. Bei der zweiten kam heraus, dass ich einen doppelten AV-Knoten habe der zu einer AVNRT führen kann. Diese Form der Rhythmusstörung habe ich aber nicht und sie konnte bei mir auch nicht ausgelöst werden. Bei der dritten EPU kam auch nichts heraus.

Ich war gestern mit Kollegen aus dem Rettungsdienst unterwegs, als es mir nicht mehr so gut ging und ich kalkweiß im Gesicht wurde. Das EKG zeigte eine HF von 60 bpm und das Pulsoxy einen Puls von 30 bpm. Mein Rhythmus war ständig völlig arrhythmisch obwohl ich ß-Blocker einnehme, die genau das verhindern sollten. Würden meine Kollegen mich nicht kennen, sie hätten sofort den Notarzt alamiert und ich wäre gleich in die Klinik gebracht worden. Da uns allen aber die Pappenheimer dort bekannt sind hat man sich entschlossen mich bei meinen Eltern abzugeben.

H;oteBmax hat geantwortet


Hallo Leute

ich wollte nur kurz über mein heutiges Gespräch mit Dr. Shin informieren.

Es war ja ein standartmäßiger Termin im Rahmen der Nachsorge mit dem 5-Tage EKG.

Die Auswertung zeigt einen durchgängigen Sinusrhythmus und hat nur 110 Extraschläge aus den Vorkammern erkannt. Dr.Shin hat diese als völlig harmlos und normal diagnostiziert.

Das EGK ist also völlig okay. Die bereits im letzten Quartal halbierte Dosierung von Flecainid hat er nun komplett herausgenommen. (Bei widererwartendem Auftreten von VHF 2 Fleca...gleichzeitig, EKG aufzeichnen und zumailen) Er ist aber sehr zuversichtlich, daß das nicht passiert.

Im August machen wir noch ein 5-Tage-EKG und dann sind wir fertig, meint er.

Die Klasse dieses Mannes zeigt sich darin, daß er nicht nur die EKG-Kurven bewertet sondern auch auf das allgemeine Wohlbefinden des Patienten eingeht.

Nur zur Info und alles Gute

CLha-(Tu hat geantwortet


Super, danke, Hotte!

Jla-n74 hat geantwortet


Die Klasse dieses Mannes zeigt sich darin, daß er nicht nur die EKG-Kurven bewertet sondern auch auf das allgemeine Wohlbefinden des Patienten eingeht.

Eigentlich sollte ein Arzt das doch immer tun, oder?

Das finde ich ja, trotz aller vorgekommenen Unstimmigkeiten, an meinem Hausarzt gut.. er sieht den Patienten als ganzes, auch die psychologischen Hintergründe, respektiert und schätzt einen als Mensch, plaudert auch mal nur so (z.B. gabs mal ein Gespräch wo man gut gebrauchte Klaviere kaufen kann und wo rund um Potsdam es schön ist), sieht einen irgendwie ganzheitlich.

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