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Vorhofflimmern, Kardioversion

m<artin,081d510x0 hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich hatte vor einem Jahr das erste Mal Vorhofflimmern. Als Risikofaktoren habe ich neben Übergewicht auch einen zu hohen Blutdruck. Der Blutdruck wird nun medikamentös behandelt ist aber schwierig in den Griff zu bekommen.

In der Klinik wurde dann eine Kardioversion gemacht die beim ersten Mal das Vorhofflimmern nicht beseitigen konnte. Danach bekam ich 6 Wochen Amiodaron (und einen Gerinnungshemmer). Danach wurde eine zweite Kardioversion versucht die erfolgreich war.

Noch ca. 1 Monat nahm ich Amiodaron, danach setzte ich es ab.

Weitere 5 Monate später ist das Vorhofflimmern zurück. Habe jetzt wieder genauer meinen Blutdruck kontrolliert ( er war zumindest etwas zu hoch), Amiodaron und den Gerinnungshemmer nehme ich auch wieder.

Nun weiß ich nicht wie es weitergehen soll.

Der Kardiologe meinte, dass ich einfach den Gerinnungshemmer nehmen kann und durch Bisoprolol statt Metropolol die Frequenz im Griff habe. Ich könnte dann mit der Rhythmusstörung leben und das Amiodaron absetzen was alleine bislang nichts gebracht hat.

Plan B wäre eine erneute Kardioversion, ggf danach langfristig eine Weiterbehandlung mit Amiodaron. Wenn ich Glück habe würde das Vorhofflimmern dann nicht wiederkommen. Jedoch hätte ich durch die Nebenwirkung von Amiodaron regelmäßig eine EKG Kontrolle um die QT Zeit zu überwachen (die war bei mir zwar immer unter 500ms, aber manchmal nur knapp). Da dies auch ein gewisses Risiko darstellt bin ich derzeit unsicher was ich machen soll.

Aktuell vermute ich, dass ich ohne eine Anpassung meiner Lebensweise vermutlich langfristig das Vorhofflimmern nicht wegbekäme, insofern wäre die erneute Kardioversion langfristig unnütz. Gibt es jemanden der hier auch eine ähnliche Geschichte hat ???

Antworten
l?ifeiNsgooxd hat geantwortet


je laenger das Vorhofflimmern besteht umso schwieriger geht es wieder weg. Wenige Tage zu warten, wenn die Herzfrequenz im Normbereich ist: OK. Wenn du jetzt aber laenger wartest sinken deine Chancen auf einen Sinusrhythmus, dann bleibt das Vorhofflimmern evtl fuer immer. Kann man auch mit leben, solang das Herz dabei nicht zu schnell oder langsam schlaegt.

D^er k8leijne Prxinz hat geantwortet


Mit der Rhythmusstörung leben ist eine Möglichkeit. Aber m.E. die schlechteste.

Sieh zu, dass Du Dein Gewicht in Ordnung bringst, das ist wichtig. Daneben versuche das VHF weg zu kriegen, denn es schädigt langfristig Dein Herz. Jetzt, mit dem paroxymalen VHF, kannst Du leben. Wenn das VHF sich in persistierendes und dann in langfristig persistierendes umwandelt, siehts wieder anders aus. Dann nämlich ist die Gefahr einer langfristigen Schädigung des Herzmuskels da.

Wenn Elektrokardioversionen nicht den gewünschten Erfolg bringen, gibts noch evtl. die Möglichkeit einer PVI (Pulmonalvenenisolation), je nachdem, was die Ursache für das VHF ist.

Meine langjährige Erfahrung: geh in ein Herzzentrum, und zwar in das Richtige, da gibts nämlich auch bessere und schlechtere.

HYotemaxx hat geantwortet


Hallo Martin,

der kleine Prinz hat bereits den Plan C genannt.

Ich blicke auf eine langjährige VHF Geschichte zurück und habe sehr darunter gelitten.

Bin 56 Jahre alt und noch berufstätig.

Schließlich habe ich mich nach gründlicher Beratung zu der PVI, oder auch Katheterablation genannt, entschieden.

Bin seit Oktober 2013 vorhofflimmerfrei und mein Medikament Flecainid wurde bereits abgesetzt.

Ich war in der Uniklinik Düsseldorf und würde jeder Zeit wieder dorthin gehen.

Nur Mut.....

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