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Bypass-OP ist eine schwere, langwierige OP?

F,oxyL\adyxy hat die Diskussion gestartet


Mein Partner hatte letzte Woche nach leichter Anstrengung plötzlich einen Puls von 190 und einen BD von 95 zu 85 ...wir haben den Notarzt gerufen der nicht sofort kommen konnte, so habe ich ihn selbst ins KH gefahren. Es wude eine Katherteruntersuchung gemacht, die ergab, daß es eine Engstelle gibt, die operiert oder evtl. mit Stents behoben werden kann.

Die Stelle die eng ist, ist jedoch an einem Abzweig (Y-Stelle) sodaß es schwierig sein wird,

korrekt den Stent einzusetzen (Risiko) – die alternative ist Bypass, was er nicht will!

Er stellt sich vor, daß er mind. 6 Monate krank sein wird – oder sich krank fühlen wird.

Es ist insgesamt in einem guten Zustand – kein Übergewicht, etwas sportlich und 70 Jahre alt.

Habt Ihr Erfahrungen mit solch einer OP?

Antworten
t4he-c"avxer


Geht es ums Herz? Bypass-OPs gibt es ja auch an Beinen und vielen anderen Gefäßen...

FOoxKyLady5y


Ja, es geht um eine Herz-Bypass – Gruss Foxyy :-/

cIhi


Die Op selbst hat mein Vater nicht als langwierig empfunden und er war auch recht schnell wieder auf den Beinen, aber die Zeiten Reha und danach war wohl schlimm. Schlimmer wären aber die folgen gewesen, wenn er nicht operiert worden wäre. Er hat inzwischen mehrere Stents und einen Bypass, hatte auch schon mehrere Infarkte.

Cjlo(ndyQke


Er lebt ohne Intervention viel gefährdeter !

F)ox2yLaxdyy


Diese Narbe Brustbein dauert sicher lange bis sie verheilt ist.

Darf man nach einer solchen OP denn wieder belasten – also Gymastik, Radfahren usw.?

Also ein relatisv normales Leben führen ??? ?

LG Foxy

Cgha-xTu


Diese Narbe Brustbein dauert sicher lange bis sie verheilt ist.

Das kann in der Tat etwas dauern. Und auch nach Abheilung "spürt" man die Narbe oft bei Wetterwechsel usw. Aber das sind Kleinigkeiten gegenüber dem grossen Nutzen dieser OP.

Darf man nach einer solchen OP denn wieder belasten – also Gymastik, Radfahren usw.?

Natürlich. Dafür geht man ja nach der OP in die Reha, um wieder Fitness aufzubauen. Dort wird das unter ärztlicher Aufsicht gemacht, nach der Reha ist man dann selbst dafür verantwortlich.

Also ein relatisv normales Leben führen ??? ?

Wenn das Ziel der OP erreicht wird, nämlich die Stelle zu öffnen bzw. durchgängig zu halten, ist ein ganz normales Leben möglich.

Aber natürlich birgt jede OP auch Risiken, das ist klar. Aber insgesamt überwiegt bei so einem Fall wie Deinem Freund der Nutzen. Wenn er die OP ablehnt, wird er immer eine Zeitbombe im Körper haben. Aber letztendlich kann nur er die Entscheidung treffen, die er dann auch verantworten muss.

Alles Gute

Cha-Tu

Flox2yLaxdyy


Also, die OP ist gut verlaufen – er ist jetzt nach 4 Tagen noch schwach und hat etwas zu wenig Sauerstoff im Blut – das macht ihn nervös. Bei kleinster Anstrengung wird er schwitzend. Ist das normal?

Ansonsten heute 4. OP-Tag auf Normalstation.

LG F.

t}t11<19


Hey F.,

mein Vater hat vor 6 Tagen ebenfalls Herz-Bypässe bekommen. Ihm geht es allerdings deutlich schlechter als deinem Partner.

Soweit ich es beurteilen kann von den anderen Patienten auf der Station, gibt es zahlreiche Fälle, die nicht gleich nach 3-4 Tagen (besonders bei dem anstrengenden Wetter die vergangenen Tage) den Flur fleißig ablaufen können. Viele kommen auch erst nach 3 Tagen auf Normalstation und benötigen Monate, bis sie annähernd wieder längere Strecken laufen können.

Nun zu meinem Vater: Er ist erst 65 Jahre alt. Die OP ist soweit auch gut gelaufen – man konnte 3 Bypässe aus den Wandgefäßen bilden. Leider hat er einen schweren Husten davongetragen, seine Wunde schließt sich kaum (wohl aufgrund des Hustens), er isst sehr wenig, hat große Atemnot, kann nachts kaum schlafen. Lediglich trinken tut er viel. Auch seine Atemübung (Gerät mit 3 Bällen) macht er regelmäßig. Ansonsten liegt er hauptsächlich und hat keine Lust zu gar nichts. Leichtes Fiber (38 Grad) ist auch weiterhin vorhanden. Aktuell erst der 6. Tag nach der OP.

Seit heute bekommt er Antibiotika von den Ärzten.

Ich habe große Angst, dass er eine Lungenentzündung bekommt (wenn er nicht bereits eine hat). Auch Sepsis und Nierenversagen können auftreten liest man im Internet. Auch er selbst redet ständig davon, dass es mit ihm zu Ende geht :°(

Meine Mutter und mein Bruder kommen mit der Situation noch ganz gut zurecht. Ich selbst bin allerdings total zerstört. Ich war es ja schließlich, der vergangene Woche leicht erkältet war. Ich werde meines Lebens nie mehr froh, wenn er ... ich kann es gar nicht schreiben.

Was können wir als Angehörige für Ihn tun? Was bleibt Ärzten für Möglichkeiten? Kann man Homöopathisch unterstützen? Kann der Husten und die Schmerzen beim tief einatmen von Tabletten kommen? Den Ärzten scheint es eh egal zu sein ist mein Eindruck :( Wie kann man ihn zu positivem Denken animieren? Wie lange wirkt eine Impfung gegen Lungenentzündung (2007 wurde er geimpft)? Wie stehen aktuell die Chancen ohne Schlaf, schwerer Husten, starke Schmerzen, Wundstörung, etc.?

Danke für Antworten.

Thomas

FDoxyLladyy


Hallo Thomas,

das hört sich nicht so gut an. Doch bedenke, daß es eine schwere OP ist/war.

Aus eigener Erfahrung weiß ich (war ne andere 3-Stunden-OP) man muss raus aus dem Bett, sich bewegen, wenn auch nur ums Bett rumlaufen – auch sollte der Rücken eingerieben werden (Franz-Branntwein bei mir) das fördert die Atmung und das Abhusten.

Das mit dem Anstecken bei Erkältung sehe ich nicht so. Er könnte auch von einer Krankenschwester oder Putzfrau, oder Arzt angesteckt werden. Jede Pflegeperson kann Träger von Krankheiten sein. Dein Vater ist halt in einer geschwächten Position.

Mein Mann hustet auch und konnte jetzt einiges Abhusten (tut aber weh am Brusentbein).

Ansonsten läuft er auch noch nicht viel für meine Anschauung. Die Frauen auf Station mit derselben OP laufen schon am dritten Tag auf dem Flur mit Gehwagen. Vllt Frauen zäher?

Doch jeder Mensch ist anders gebaut und so müssen wir Geduld haben, auch wenn es langsam vorangeht.

Alles Gute für Dich Foxy

Mein Mann schitzt bei jeder kleinen Anstrengung – sprechen, Zeitung lesen, aufsitzen -

offenbar hat er noch zu wenig Sauerstoff im Blut.

Am 23. soll er in die Reha – dazwishen will er 2 Tage nach Hause – davor ist mit Angst...

Ich hätte gerne, dass er direkt vom KH in Reha kommt -

vllt können die anderen Leser berichten, wie es bei Ihnen war?

CCha-Txu


Hallo, FoxyLady,

ja, das Schwitzen ist sicherlich normal. Diese OP ist schon sehr sehr anstrengend für den Körper, da muss man ihm Zeit lassen. Man darf sich da nicht mit anderen vergleichen, es gibt Menschen, die am dritten Tag nach so einer OP schon fit und voller Lebensdrang sind, andere brauchen 3 Wochen dafür, manche 3 Monate. Jeder Körper ist anders.

Zwei Tage zu Hause? Finde ich nicht gut. Vor allem aus psychischen Gründen nicht. Ich weiss von einigen Leuten, die das gemacht haben und dann nicht mehr zur Reha wollten, einer hat sie danach sogar verweigert und ist nicht in die Reha gefahren...

Hallo, Thomas,

Sepsis glaube ich kaum, da die sich in sehr kurzer Zeit (wenige Stunden) lebensbedrohlich entwickelt, da ginge es Deinem Vater bedeutend schlechter, er läge auf der Intensivstation, ggfs. sogar ohne die Möglichkeit, ihn besuchen. Eine Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Notfall.

Das Ganze klingt eher ein wenig so, als sei Dein Vater in eine Depression gefallen, und das ist bei Menschen nach einer Herzoperation sehr sehr sehr oft der Fall. Leider wird das von den meisten Ärzten dann als "ist nun mal so..." abgetan, aber das sollte man nicht machen. Vielleicht sollte mal ein Psychiater/Psychotherapeut aus der Klinik, in der er liegt, nach ihm schauen.

DRINGEND abraten möchte ich aber davor, ihm eigenmächtig irgendwelche homöopathischen oder pflanzlichen Mittel zu geben. Die Medikation liegt jetzt ausschliesslich in Händen der behandelnden Ärzte. Als ich nach einem ersten Herzinfarkt und einer missglückten Ballondilatation meinen Kardiologen fragte, ob es sinnvoll sei, Weissdorn zu nehmen, schaute der mich entsetzt an, und fragte, ob ich das schon versucht hätte. Ich verneinte, und er sagte "Gott sei Dank...". Weissdorn kann nämlich in bestimmten Situationen das Herz "zu sehr fordern", d.h. so auf Trapp bringen, dass es Schaden nehmen kann, jedenfalls dann, wenn es noch sehr geschwächt ist. Also: Auch pflanzliche Mittel können massibv schaden, und man sollte das alles den Ärzten überlassen, jedenfalls im jetzigen Zustand.

Angehörige können aber seelisch stärken. Immer wieder Mut machen. Auch mal die Hand halten, selbst wenn das bisher eher nicht üblich war in der Familie. Wichtig ist, dass der Patient spürt, dass die Angehörigen ihn lieb haben und wünschen, dass er gesund wird. Nicht ganz so gut ist es, an seinem Krankenbett dauernd zu weinen oder besorgt drein zu blicken. Natürlich darf man seine eigenen Sorgen zeigen, auch das tut manchen Patienten gut und motiviert sie. Aber generell sollte Hoffnung im Krankenzimmer vorherrschen, zumal es ja auch Grund zur Hoffnung gibt!

Gruss und gute Besserung allen Operierten!

Cha-Tu

FDoxyL@adyy


Hallo,

ich will kurz berichten – gestern, 1 Woche nach OP sah es ganz gut aus. Er saß im Besucherzimmer und war lebhaft – lediglich ist seine Stimme noch heiser und er muss ständig hüsteln.

Er übt mit dem Gehwagen zu laufen und es sieht sehr flüssig aus.

Nachts fühlt er sich jedoch immer noch "kaltschweissig" wie er sich ausdrückt.

Ob das normal ist?

Er ist 73 Jahre alt und in einem guten Gesamtzustand (kein Übergewicht, keine Diabetes usw.)

Ehemals SD-Überfunktion mit Morbus Basedow – wurde vor 10 Jahren Radiojod-behandelt.

Er nimmt/nahm immer eine kleine Dosis Cotison wg. Basedow, der damit in Schach gehalten wird.

Das sehen die Ärzte kritisch auf Dauer.

am Montag geht es in die Reha...zum auftrainieren

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