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Vor Aufregung beim Messen immer Bluthochdruck

DYeor_zDud?e hat die Diskussion gestartet


Ich glaube in dem oben festgemachten Thema war mein Beitrag wohl doch falsch aufgehoben, also nochmal als eigener Faden ;-)

Vor 2 1/2 Jahren hatte ich ein 24-Std Blutdruck mit sehr guten Werten (Schnitt waren 127/77 mit guter Nachtabsenkung). Beim Arzt kann man bei mir nie einen guten Blutdruck messen, da mein Nervenkostüm zu flattern beginnt, sobald ich die Manschette sehe. Da er aber jetzt wieder bei 160/100 war, war der Arzt natürlich besorgt. Ich verwies auf die Untersuchungsergebnisse von Ende 2011 und der Arzt war beruhigt. Ich besorgte mir trotzdem eine vernünftiges Oberarmmeßgerät aus der Apotheke und habe zu Hause nachgemessen. Mit viel Ruhe (dabei muss ich das Blutdruckmeßgerät aber wirklich 10 Minuten "hypnotisieren") gelingen mir Ergebnisse von ca. 140/80 (beide Werte +- 5). Mein Puls schnellt nach oben, sobald die Manschette aufpumpt. Es sind auch Messungen mit wie beim Arzt dabei, Pulswerte dabei teilweise über 120 (jetzt im Büro habe ich einen Puls unter 60, was auch mein normaler Wert ist, Ruhepuls am Morgen um die 50, gerne auch drunter). Es gelingt mir also auch zu Hause nicht, einen Wert zu messen, bei dem ich tatsächlich entspannt bin. Trotzdem möchte mein Arzt natürlich mit mir herausfinden, ob ich wie schon Ende 2011 keinen Bluthochdruck habe. Ich lebe solide, treibe regelmäßig Sport, rauche nicht. Lediglich mein Alkoholkonsum ist vermutlich zu hoch... Da will ich aber etwas dran ändern. Hat jemand einen Tipp, wie ich beim Arzt das Thema besprechen soll? Muss ich mir aus Eurer Sicht all zu große Sorgen machen? Ich habe große Angst vor Herzinfarkt und Schlaganfall und mein Arzt hat jetzt die Angstspirale mit der Messung wieder mächtig angeschubst... Ich möchte natürlich keine unnötige Medikamentation und insbesondere vom (neuen) Hausarzt ernst genommen werden.

Antworten
Dver_'Duxde


Achso ich bin männlich, 32 alt, 180cm groß, 75kg schwer, Nichtraucher, gute Blutwerte.

JjoQri


Ich würde es dem Arzt genauso schildern (eigenes Gerät, immer helle Aufregung etc.) und darum bitten, dass noch einmal eine 24-Stunden-Messung gemacht wird, um sicher zu gehen, dass wirklich nur die Aufregung die Werte nach oben treibt. Vermutlich vergisst Du bei der 24-Stunden-Messung das Gerät einfach irgendwann, so dass "echte" Werte aufgezeigt werden können.

VZi5rt%uonsxa


Ich habe das gleiche Problem wie du. So blöd es sich anhört, ich krieg seit einer üblen Arzterfahrung im Teenageralter Panik, wenn die Manschette sich aufpumpt und mir den "Arm abschnürt". Ganz schlimm ist außerdem das pulsierende Befühl, dass anschließend folgt. Habe die gleichen Beklemmungen, wenn ich mir selbst den Blutdruck messe. Habe es immer wieder probiert und am Ende hatte ich noch mehr Panik vor der Manschette als je zuvor! Ein Teufelskreis.

Mein Hausarzt weiß von meinem "Tic" und hat mir gesagt, dass bei mir dann wohl nie "normale" Werte rauskommen, dass er sich aber vorstellen könne, die wäre ganz normal.Er sagte mir auch, dass man dann wohl nur die wahren Werte in Vollnarkose ermitteln könnte. Da zu dem Zeitpunkt tatsächlich ein Eingriff unter Vollnarkose bei mir anstand, habe ich das Ganze dort angesprochen. Mein Hausarzt wollte auch das Narkoseprotokoll mit den Werten sehen. Die Werte waren alle völlig normal. Insofern mache ich mir jetzt keinen Kopf mehr darüber...wobei ich deine Sorge schon verstehen kann.... @:)

Je mehr du dir aber Gedanken machst umso unmöglicher wird es sein, sich beim Messen zu entspannen. Das kannst du willentlich auch einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr berherrschen.

DCer_D?uFde


Ich bin aber mittlerweile so darauf trainiert, mich aufzuregen, sobald ich dieses Geräusch höre und merke wie die Manschette sich aufpumpt, dass ich mir genau das nicht vorstellen kann. Man müsste mich eigentlich mal betäuben und dann messen. Ich spanne auch reflexartig die Oberarmmuskulatur an, das wirkt sich vermutlich ja auch auf den Wert aus ... Alles Mist irgendwie.

Außerdem diese Ungewissheit, ob ich jetzt noch Sport machen kann oder mich besser so weit wie möglich schone, weil ja die Möglichkeit besteht, dass meine Gefäße massiv geschädigt werden. Versuche mich immer damit zu beruhigen, dass ich bei der kardiologischen Untersuchung Ende 2011 quasi Bestwerte erzielt habe. Bin auch sportlich belastbar und hätte eigentlich ohne den Arztbesuch auch keinen Grund gesehen, in die Richtung zu denken. Zu Hause beim regelmäßigen Nachmessen mit meinem alten Gerät für's Handgelenk waren die Werte auch immer im absolut grünen Bereich.

Vqi>rtuoxsa


Dann versuche, das Thema abzuhaken. Fakt ist, dass scheinbar auch bei dir keine normalen Werte zu ermitteln sind, weil das Ganze sich schon verselbständigt hat. Je mehr du über die Messung nachdenkst, desto schlimmer wird das Ganze.

Aber wieso solltest du eigentlich auf einmal Bluthochdruck haben? Und überhaupt...kann ein Kardiologe mal abgesehen von Blutdruckwerten anhand von irgendwelchen Messungen (Ultraschall?) und Blutwerten nicht sagen, ob da ein Risiko besteht?

DGerM_D@ude


Vermutlich kann er das. Und alle mir bekannten Risikofaktoren treffen nicht zu. Kein (mir bekannter) Bluthochdruck in der Familie, ich rauche nicht, wiege nicht zuviel, bewege mich regelmäßig und meine Blutwerte stimmen auch absolut. Ende 2011 wurden auch EKG, Belastungs EKG und Herzultraschall gemacht – alles tippi toppi.

Vhi(rtOuoBsa


Das hört sich doch super an :)^

Darum solltest du das Thema für dich abhaken. Glaub mir, du wirst nie normale Werte haben WEIL es für dich wichtig ist, gute Werte zu haben.

R{u?b9inxax


Das Thema kenne ich auch. Ich hatte mir ein Oberarm-Messgerät von Braun gekauft: Sehr gut verarbeitet - aber für mich persönlich unbrauchbar - jetzt ist es Elektronik-Schrott.

Der Grund: für mich ist die Messung sehr unangenehm. Beim Aufpumpen der Manschette spüre ich, wie mein Körper sich dagegen wehrt, dass mein Arm abgeschnürt wird. Merke, wie mein Adrenalin-Spiegel ansteigt. Und nach der Messung schmerzt mein Arm. Eine Bekannte von mir hat es auch ausprobiert und die Messung ebenfalls als sehr unangenehm empfunden.

Anmerkung: das Gerät misst schon während des Aufpumpens!

Die manuelle Messung beim Arzt oder die 24h-Messung waren für mich bei weitem nicht so problematisch.

Ich verwende 2 Handgelenk-Messgeräte von Scala (eins zu Hause, eins am Arbeitsplatz) und komme damit gut zurecht. Da der Blutdruck (wenigstens bei mir) ziemlich stark schwankt, bringen vereinzelte Messungen ohnehin nichts. Über 1 bis 2 Wochen hinweg jeden Tag etwa 10 Messungen - damit kann man schon eher etwas anfangen. Eine Oberarmmessung wäre dafür viel zu umständlich.

Habe auch die Erfahrung gemacht, dass einzelne Messungen sich stark unterscheiden können. So was wie ein Genauigkeitsvergleich ist nach meiner Auffassung nicht möglich.

Also, die Handgelenksmessung ist weit angenehmer und viel schneller erledigt. Mache das durchaus zwischendurch am Arbeitsplatz. Und lange warten, bis ein Ruhezustand erreicht ist, kann und will ich auch nicht. Bei einer 24-h-Messung kann das ja genauso wenig gemacht werden.

m>nxef


Trotzdem möchte mein Arzt natürlich mit mir herausfinden, ob ich wie schon Ende 2011 keinen Bluthochdruck habe.

Hat jemand einen Tipp, wie ich beim Arzt das Thema besprechen soll?

??? Dein Arzt wird sich sicher nicht drum reißen weiter rumzumessen, wenn der Patient es einfach dabei belassen will ;-) Wieso solltest du plötzlich welchen haben? Es ist ja nun nicht die Regel, alle 3 Jahre auf Hochdruck zu "testen", wenn alles ok war und keine Gründe (Lebensstil, Alter, andere Krankheiten oder Medikamente, Beschwerden) hinzukommen.


Muss ich mir aus Eurer Sicht all zu große Sorgen machen?

Da ich dasselbe Problem beim Arzt auch habe, ignoriere ich alle Messergebnisse, die ich in einer Praxis habe. Dem Arzt sage ich das jeweils. Will er trotzdem messen, ist das quasi sein Privatvergnügen ;-D

w+ho@opi x63


Außerdem diese Ungewissheit, ob ich jetzt noch Sport machen kann oder mich besser so weit wie möglich schone, weil ja die Möglichkeit besteht, dass meine Gefäße massiv geschädigt werden. Versuche mich immer damit zu beruhigen, dass ich bei der kardiologischen Untersuchung Ende 2011 quasi Bestwerte erzielt habe. Bin auch sportlich belastbar und hätte eigentlich ohne den Arztbesuch auch keinen Grund gesehen, in die Richtung zu denken. Zu Hause beim regelmäßigen Nachmessen mit meinem alten Gerät für's Handgelenk waren die Werte auch immer im absolut grünen Bereich.

Warum schonen?

Selbst Hochdruckpatienten wird empfohlen Sport zu treiben.

Ich denk auch mal, daß du nicht zu "denen" gehörst.

Mein BD ist in Praxen auch immer hoch, hab da ebenfalls schon nen Wert von 160/100 geschafft.

Hab mir damals natürl. Sorgen gemacht und mir extra ein Oberarmgerät besorgt.

Die ersten paar Mal war ich total angespannt und hatte dementsprechend "schlecht Werte",

aber jetzt mess ich mir einmal im Monat den BD und die Werte sind okay.

Auch während meiner Op's, wo man eher aufgeregt und angespannt ist (ich aber nicht) waren die Werte super, hab meistens den Plexus oder die Spinale und hab drauf schauen können.

Ich würd dir empfehlen, führ dein Leben weiter wie bisher, treib deinen Sport und versuch das BD-messen sein zu lassen.

Viirtuoxsa


Da ich dasselbe Problem beim Arzt auch habe, ignoriere ich alle Messergebnisse, die ich in einer Praxis habe. Dem Arzt sage ich das jeweils. Will er trotzdem messen, ist das quasi sein Privatvergnügen ;-D

:)^ :)^ :)^ ;-D

DOer_HDude


Ich war gestern beim Arzt und er hält weitere Messungen ebenfalls nicht für sinnvoll. Dafür unterstützt er mich dabei eine Kur zu beantragen - für die Birne. Was vermutlich bitter nötig ist. Nichts desto trotz messe ich jetzt mal morgens weiter und habe gerade mit etwas Entspannung beim 2. Messen einen Wert von 128/76 fabriziert. Das sollte doch ein gutes Zeichen sein ;-)

Danke für die tolle Unterstützung von Euch.

O[ldm%an61


"Warum schonen?

Selbst Hochdruckpatienten wird empfohlen Sport zu treiben."

Schon, aber immer schön auf den Puls achten, gelle.

CConto


genau diesen Aufregungs-Bluthochdruck habe ich auch, sobald nur eine Manschette bei mir in die Nähe kommt. Externe messen immer einen zu hohen Blutdruck. In meinen Selbstversuch zu hause, 1. Messung - noch sehr aufgeregt, angespannt, Puls hoch -- RR hoch. ich habe die Messungen dann solange gemacht, bis ich mich in der Situation entspannen konnte. Die RR-Werte sanken kontinuierlich. Ist also auch immer nur durch die Aufregung provoziert. Habe das ganze auch vor einigen Jahren abklären lassen beim Kardiologen.

Bin auch son kleiner Schisser, was kardiovaskuläre Erkrankungen angeht, bin 29 Jahre, habe 15 Jahre lang geraucht und bin derzeit dabei aufzuhören (seit 16 Tagen clean). Versuche wieder Sport zu treiben. Bin nicht übergewichtig.

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