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Dreimaliger Herzstillstand im Krankenhaus: Ärztepfusch?

BYam`biexne hat geantwortet


@ jammerlappen :)_

Aber auch ich, sowie bestimmt auch andere hier haben einen schweren, streßigen Job den wir dennoch bewältigen müssen. Oder guck mal als Beispiel ein Maurer oder Strassenbauarbeiter...die haben auch keine sonderlich hohe Lebenserwartung wenn sie täglich im Teer stehen. Ist halt so.

Bei "Fehlern" in anderen Jobs geht es jedoch nicht gleich um Leben und Tod. Bei einer zu lang hinaugezögerten Blinddarm OP kann es schon kritisch werden.

Erst Recht bei Herzproblemen wie im Falle deiner Mutter. Ich hätte meine Mutter auch nicht mehr aufschneiden lassen! Bin mir sicher, intern gab es sowieso noch Diskussionen.

...angeblich wäre alles bestens gewesen...nur der blöde Tromboseverband machte meiner Mutter sorgen....die Schwester hätte den wechseln wollen, hätte den abgewickelt und käme nun nicht mit dem neuen Verband bei....ihr Arm würde so wehtun und würde immer dicker....und geklingelt habe sich auch schon mehrfach....käme einfach keiner

in der Haut dieser Krankenschwester möchte ich nicht stecken!

hdav$es`txa hat geantwortet


mein mitgefühl.

ich arbeite selber im gesundheitswesen und habe daher selber miterlebt wie es zugehen kann.

ich bin der meinung das die ärzte komplet überfordert sind. 24 stunden dienst und dann wird noch verlangt das sie nach 23 stunden dienst, hochkonzentriert eine komplizierte notoperation durchführen.

es werden immer mehr krankheiten erforscht und es wird vorrausgesetzt das jeder arzt jede krankheit genau kennt. jedes symtom genau zuordnen kann. die behandlungsmethoden werden permanent erweitert, verbessert oder verändert. auch kann es zu atypischen symtom kommen, die normalerweise nicht bei einer bestimmten krankheit auftreten.

wird man von drei ärzten untersucht kann es zu drei diagnosen kommen. fragt man drei ärzte, kann es passieren das man drei verschiedene therapievorschläge bekommt.

der eine arzt hat bisher bei problemen mit den Schrittmachern immer operriert, der andere war vielleicht mit seinem kenntnissen schon weiter, das man die schrittmacher einfach umprogramieren kann.

es kommen immer erfahrung, wissen und nichtwissen, sowie glück und pech hinzu.

die medizin ist manchmal ein ratespiel.

ich habe meinen vater an krebs verloren. da gab es auch von zwei ärzten schlamperei, die den krebs nicht erkannt hatten, weil alle symtome auf einen bandscheibenvorfall hinwiesen.

nach vier wochen kam "zufällig" ein neurologe ins spiel. diesem wunderte es das ein bestimmtes symptom auftrat was eigentlich nicht sein konnte. und er hatte recht.

meine familie wollte das krankenhaus verklagen.

ich habe mir alle diagnosen vorgenommen und durchgelesen.

ich sagte ihnen das es blödsinn sei. alle symtome deuten auf einen banscheibenvorfall. das ein tumor an einer bestimmten stelle im schädel auf einen bestimmten nerv drückt, konnte keiner wissen.

es kann nicht verlangt werden das bei eindeutigen symtomen der ganze patient auf alles durchgeprüft wird.

und ausserdem hätten die vier wochen mehr zeit ihn auch nicht mehr retten können.

manchmal ist es so.

es gibt dinge die muss man hinterfragen um seelenfrieden zu finden.

und es gibt dinge die man am besten einfach in ruhe lässt.

ich will auch nicht wissen, woran mein vater letztendlich genau gestorben ist.

vermutlich ist er erstickt. ich hoffe und bete das er im schlaf davon nichts mitbekommen hat.

ich weis das die nachtschwester es mir hätte sagen können, aber für mich ist er eingeschlafen und hat das aussetzen der atmung nicht mitbekommen.

tcat-ua hat geantwortet


@ havesta

Toller Beitrag!

Auch mit unserer fortgeschrittenen Medizin ist der Tod weiterhin Teil unseres Lebens.

Manchmal ist es leichter, einen Schuldigen zu finden weil ich dann der Verlust einer geliebten Person erst mal besser aushalten lässt. Auf Dauer investiert man so aber viel Kraft, die man besser in die Trauerarbeit und das Loslassen stecken sollte.

jLammeCrlapp'en42 hat geantwortet


@ Ahornblatt:

Was meinst Du damit "weil mir mal eine falsche Diagnose gestellt wurde"??? Hallo ???

Wir reden hier von Ärztefehlern welche Leben kosten können und nicht von einer falschen "Diagnose" einer Autowerkstatt wo mir nach 5 Kilometern der angebliche "gesunde" Keilriemen wegfliegt, den ich aber für 15 Euro in einer anderen Werksatt dann wieder eingebaut bekomme...und weiter geht die Fahrt :|N

Genau...das Leben ist "endlich"...deshalb dürfen gerade in diesem "Geschäft" solche Fehler nicht passieren...ich meine damit "meine" Fehldiagnose vor einem Jahr....klar, ist doch ok, wenn keiner mehr Abends da war um das gewissheitbringende CT zu bedienen...macht doch nix, lassen wir doch den Patienten mit dem Blinddarmdurch erstmal bis zum nächsten Morgen da liegen...eilt ja nicht...seine Frau und die 2 kleinen Kinder haben bestimmt Verständnis dafür wenn wir Ihnen sagen das wir halt abends keinen mehr für das CT da hatten...und ihr Mann und Vater deswegen nicht mehr lebt. Klar mag das mal wieder am Gesundheitssystem liegen, Personalmangel etc. ...da denke ich eher "so geht das aber nicht" ":/

Scheinbar hast Du solche Erfahrungen noch nicht machen müssen, freu dich und danke Gott wenn dem so ist. Und wenn es Dir daher auch zuviel "Aufwand" ist meine Geschichte zu lesen, dann mach es halt nicht...gibts bestimmt auch noch andere Themen. {:(

Und da Du ja scheinbar noch nie was von Ärztepfusch oder falschen Diagnosen gehört hast frag ich mich.....warum bist Du dann in diesem Forum? Dann brauchst Du doch normal keinen Beistand von anderen kranken Menschen oder Tips...reicht doch wenn Du alles deinen Ärzten glaubst ....oder? Weil die haben doch immer recht? Oder aber Du bist selber Arzt und gestehst Ärzten keine Fehler ein. >:(

Zur Geschichte meiner Mutter:

Ich danke allen für ihr Mitgefühl...und es ist auch nicht meine Absicht gewesen mit dieser Geschichte "alle" Ärzte über einen Kamm zu ziehen...hätte ich auch keinen Anlass für, weil somit würde ich auch meinen Arzt schlecht hinstellen....und der ist ein ganz feiner Kerl ;-D

Mir ging es viel mehr darum, evtl. auch andere Erfahrungen in der Art hier zu erfahren...um vielleicht besser damit fertig zu werden...Die Zeit in welcher meine Mutter im KH lag habe ich und auch meine Familie sehr viel an wildem Durcheinander, hüh und hot der Ärzte dort erleben müssen...was ich hier noch nicht mal alles erwähnt habe....daher auch meine Wut....weil hier war definitiv auch viel Unlust und Larmarschigkeit im Spiel...das viel mehreren Patienten und Besuchern von diesen (man hat ja in so ein paar Wochen schon paar kennengelernt) auch empfanden....

Aber egal jetzt....Friede auf Erden :)_

A2hornblxatt hat geantwortet


Was meinst Du damit "weil mir mal eine falsche Diagnose gestellt wurde"??? Hallo ???

Ich beziehe das darauf, dass Du das zum Anlass nimmst, das Gleiche auch bei Deiner Mutter anzunehmen. Nirgendwo habe ich geschrieben, das ich Deine falsche Diagnose auch nur irgendwie in Zweifel ziehe oder sonstwas. Dieser Faden gilt doch der Mutter, oder?

Einen Blinddarmdruchbruch sieht man nicht im CT. Da sieht man meist überhaupt keine Weichteile, sonst wäre es ja einfach mit dem Darm.... Und man würde sich nicht so schwer tun. Für einen Blinddarmdurchbruch kommen meist ganz andere Parameter zur Sicherheit in Frage.

Und da Du ja scheinbar noch nie was von Ärztepfusch oder falschen Diagnosen gehört hast frag ich mich.....warum bist Du dann in diesem Forum? Dann brauchst Du doch normal keinen Beistand von anderen kranken Menschen oder Tips...reicht doch wenn Du alles deinen Ärzten glaubst ....oder? Weil die haben doch immer recht? Oder aber Du bist selber Arzt und gestehst Ärzten keine Fehler ein.

Was ich in diesem Forum mache, ist mein Ding. Man kann auch finden, dass 24 (!!!) Ärzte in fast 5 Jahren bei mir eine falsche Diagnose gestellt haben, und man dann sich schnell drüber klar war, als ich Kot kotzte, dass ich doch nicht psychisch krank war, sondern dass sich der DArm abklemmte. Und ich kann Dir sagen, dass auch mindestens 10 CT und MRT nichts gebracht haben, um das zu erkennen, mit anderen Worten die Herren Ärzte konnten zu Zeiten, wo ich nachweisen mußte, dass sie irren, denen nichts beweisen. Sonst noch was? Shit happens. Du hast es überlebt. Ich habe es überlebt. Darauf kommt es an. Und Deine Mutter war eben zu krank um zu überleben. Es ist so, wie es ist.

Und es ist besser, seinen Frieden damit zu schließen.

Besser für die Seele, ich schrieb es schon mal.

mDnexf hat geantwortet


OT:

Ähmm....@Brombeerküchlein....ich meinte damit nicht erst im Moment des Todes, sondern in jeglicher Situation zu Lebzeiten "ausgeliefert" zu sein.

Eine Patientenverfügung ist auch zu Lebzeiten sinnvoll. Denn auch wenn du nicht stirbst, entscheidet im Falle dass du selbst nicht kannst jemand, den du bestimmst, was an dir vorgenommen wird und was nicht.

Wir reden hier von Ärztefehlern welche Leben kosten können und nicht von einer falschen "Diagnose" einer Autowerkstatt wo mir nach 5 Kilometern der angebliche "gesunde" Keilriemen wegfliegt, den ich aber für 15 Euro in einer anderen Werksatt dann wieder eingebaut bekomme...und weiter geht die Fahrt :|N

Aber ganz ohne Arzt wäre deine Mutter doch auch gestorben. Wahrscheinlich hätte sie so sogar weniger Zeit gehabt.

Ärzte können (manchmal) helfen. Wir haben, wenn wir krank werden, aber keinen Anspruch auf Heilung.

sDchneCcke19x85 hat geantwortet


So sehr ich einerseits zustimme, dass auch in der Medizin nur Menschen arbeiten und Fehler passieren können, so sehr bewundere ich die Patienten von Ärztepfusch, die sich noch den Kampf gegen die Windmühlen antun.

Gerade bei älteren Menschen erlebe ich noch den unerschütterlichen Glauben an die Medizin, an die Götter in Weiß, denen sie sich auf Gedeih und Verderb ausliefern.

Solche Fälle machen wütend. Beispiel gefällig? Der Hausarzt meiner Mutter werkelt seit fast zehn Jahren an ihrer Schilddrüse rum, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Es ist immer noch im Status "Verdacht auf Morbus Basedow", aber Radiojodtherapie oder Nuklearmediziner sind ja nicht nötig, muss man auch nicht abklären. Dieses Jahr konnte sie nach jahrelangem Meckern endlich die Überweisung zu einem MRT für ihre kaputten Bandscheiben ergattern, was für ein Sieg! %-|

Während mein Schatz 120km vom Stammkrankenhaus auf der Uniklinik lag und die erste Chemo bekam, bekamen wir vom "Urwaldkrankenhaus" den CT-Befund zugeschickt, dass da nichts zu sehen wäre. Dabei lag im untersuchten Gebiet eine (Zitat) "riesige Knochenmetastase", 8x6cm. Und dann fasst man sich schon an den Kopf und fragt sich, warum eine tennisballgroße Metastase plötzlich unsichtbar wird.

Ach ja: In seinem Fall wurde über ein halbes Jahr nichts (!) unternommen, schließlich sei er doch jung und gesund. Schmerzmittel nehmen halt. Ach, und wenn der Kopf auf die doppelte Größe anschwillt, dann verschreiben wir Tabletten gegen Allergie. Kann ja sonst nichts sein. Und weil man nicht so recht weiter wusste, hat man ihn drei Wochen mit einer Einflussstauung (d.h. das Blut kann wegen zusammengedrückter Gefäße am Herzen nicht mehr abfließen) rumlaufen lassen (die sollte laut med. Fachbuch innerhalb von 24 Stunden dringend behandelt werden!). Noch besser: Ein Arzt kam dann auf die geniale Idee, ihm in diesem Zustand den Thorax aufzuschneiden und Lungengewebe zu entnehmen. Das konnten wir Gott sei Dank noch verhindern, die OP hätte er nicht überlebt.

Das ist kein Einzelfall. Kenne auch einen jungen Mann, der in eben diesem Krankenhaus nach einem schweren Schädeltrauma von der Liege gefallen ist, weil Wochenende und kein Arzt da. Der hat es nicht überlebt.

Ich hatte eine Magenspiegelung ohne Betäubung (was für ein Vergnügen) in diesem (Zitat eines befreundeten Arztes, der das nicht fassen konnte) "Urwaldkrankenhaus". Dort wird bei Magen- bzw. Darmspiegelungen prinzipiell nicht narkotisiert. Wie schön.

Weitere Geschichten lasse ich hier lieber aus, dafür hab ich einfach zu viel gesehen. Und weil niemand aufmuckt, werden solche krassen Geschichten auch nicht verfolgt. Pech gehabt.

Mein Schatz hätte sich vielleicht mehrere Eingriffe und Chemozyklen erspart, wenn man ihn mal ernst genommen hätte. Wir als Angehörige haben letztlich so lange gedrängt, bis irgendwas in Bewegung kam und er an die Uniklinik verlegt wurde.

Seitdem lautet mein Credo: Wenn was ist, das über eine ambulante Behandlung hinausgeht, werde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um eben nicht in diese Krankenhäuser zu kommen. Das ist u.U. einfach lebensgefährlich. (Anm.: Ich spreche hier nicht von Deutschland, deshalb auch ein anderes System)


@ TE

Ich kann deine Wut, deine Zweifel und Fragen gut verstehen :)_ letztlich kann man leider doch nichts mehr rückgängig machen. Aber die Aussprache finde ich nicht schlecht als Idee. Zumindest bei meinem Schatz hat das doch bei einigen Ärzten zum Umdenken geführt, als wir mit der Diagnose aus der Uniklinik dort aufgeschlagen sind. Seitdem sind alle unglaublich nett, freundlich und entgegenkommend, wenn er auftaucht.

Ich wünsche dir, dass du trotz der offenen Fragen nach vorne schauen kannst. Das braucht seine Zeit, aber es wird passieren. :)* :)_ :)*

Letztlich sind solche traurigen Ereignisse auch manchmal hilfreich, uns selbst abzusichern, uns Gedanken darüber zu machen, was mit einem im Krankheitsfall passieren oder nicht passieren soll (Patientenverfügung, Vollmachten ect.). Nimm das aus der Geschichte für dich mit :)*

jeammer>lappxen42 hat geantwortet


Danke Schnecke, das du mein Vorhaben verstehst....denn genau wie du es erkannt hast habe ich es auch vor. Ich habe es ja auch schon mal geschrieben...mir geht es nicht um irgendeine Entschädigung....nein...es geht nur darum, dass sich der ein oder andere mal Gedanken macht...vielleicht hat irgendwann einmal jemand anderes was davon...vielleicht überlebt dadurch jemand....das würde mich freuen.

Meiner Mutter bringt das nix mehr, das ist schon klar.

Habe mittlerweile ja auch schon mal mit dem Arzt meiner Mutter sowie auch meinem Hausarzt Kontakt aufgenommen und nach deren Meinung gefragt...Dieses Hin und her mit dem Herzschrittmacher konnte keiner der beiden nachvollziehen, ebenso konnten beide Ärzte nicht verstehen, wieso bei dem Tromboseverband-Wechsel nicht direkt wieder ein neuer aufgewickelt wurde...sondern man die Mutter hat ewig ohne da liegen lassen...schon alleine das hielten beide für den möglichen Grund des Todes. Ich werde meinen Weg zum Krankenhaus gehen....da hält mich auch nix von ab. Sobald ich mich stark genug dafür fühle trete ich da auf.

Nochmal zu meinem Blinddarmdurchbruch;

Ich habe den Ärzten damals genau erläutert was ich gespürt habe, dass etwas in meinem Bauch "riss", ich genau merkte wie sich etwas warmes in meinem Bauchraum schmerzhaft verteilt hatte...bis ich keine Luft mehr bekam....doch das empfanden sie als Quatsch. Als ich dann an dem Morgen drauf zum CT einen Schlauch in den Hintern bekam und mir dort ein Kontrastmittel eingespritzt wurde, spürte ich direkt wieder, wie dieses Zeugs im Bauch austritt und sich im Bauchraum verteilte....dann hatten sie das wohl auch auf den Bildern erkennen können und bevor ich überhaupt realisieren konnte warum die gesammte Mannschaft

dort plötzlich hecktisch wurde und darumflitzten war ich auch schon operiert.

4 Stnden hat das ganze gedauert...3 Stunden alleine um die Sauerei aus meinem Bauch zu spülen.

Die davon entstandene Bauchfellvereiterung fesselte mich 5 Wochen fest ans Bett...und selbst heute...über ein jahr danach hab ich gerade beim husten oder Lachen manchmal noch ein starkes Ziehen im Bauch. Laut dem damals operierenden Arzt wäre es 30 minuten später aus gewesen....so schlimm sahen scheinbar meine Organe aus.

Für mich gibt es nach dieser Aktion damals kein großes Vertrauen mehr zu Krankenhäusern...

Ich wünsche uns allen, das sowas niemand mitmachen muss....

LG.

DwieKrguemi hat geantwortet


Ich hatte eine Magenspiegelung ohne Betäubung (was für ein Vergnügen) in diesem (Zitat eines befreundeten Arztes, der das nicht fassen konnte) "Urwaldkrankenhaus". Dort wird bei Magen- bzw. Darmspiegelungen prinzipiell nicht narkotisiert. Wie schön.

den Punkt finde ich jetzt echt nicht schlimm, ich hatte bei keiner meiner Magenspiegelungen eine Betäubung-wieso auch ??? aber sonst gebe ich dir recht, ich kenne auch so ein Kleinstadtkrankenhaus, in das ich auf garkeinen Fall eingeliefert werden will. Denn egal wer aus meinem Familien.und Freundeskreis dort behandelt wurde-nichts wurde besser.

Mein Vater wurde dort mit starken Kopfschmerzen und Sprachstörung plus beginnende Eintrübung eingeliefert. Ich kam gerade noch rechtzeitig in der Notaufnahme an, um dem jungen Assistenzarzt die Heparin-Spritze aus der Hand zu schlagen. Für mich war sofort anhand der Symptome und der Vorgeschichte meines Vaters klar, dass er eine Kirnblutung hatte-Heparin hätte ihn wohl getötet. Ich musste förmlich lautstark darauf bestehen, dass ein CT gemacht wird. Kurz danach fuhr ich mit ihm im IntensivVerlegungswagen in die nächste Spezialklinik, wo man ihm das Leben gerettet hat.

Aber mit dem Wort "Ärztepfusch" wird sehr leichtfertig umgegangen. Ärzte sind Menschen und Menschen machen Fehler. Nicht jeder Fehler ist Pfusch, davon ist nur zu reden, wenn der Arzt nicht die nötige Sorgfalt hat walten lassen.

Bei einem 24-Std-Dienst in einem derart verantwortungsvollen Job mit der nervlichen Belastung kommen Fehler vor. Stell dir vor, du könntest in deinem Job nicht nach 8 Std gehen, sondern müßtest noch 16 Std dranhängen. Wärst du in Stunde 20 genauso sorgfältig und konzentriert, wie 4 Std nach Arbeitsbeginn? Stell dir vor, du fängst morgens um 7 Uhr an zu arbeiten, schaffst es, kurz nach Mitternacht dann, dich hinzulegen und 2 Std später, in der Tiefschlafphase erfährst du, dass der Rettungshubschrauber in 10 Minuten landet und dann ein Menschenleben von dir abhängen wird.

Wer erwartet, dass Mediziner keine Fehler machen, ist naiv – aber es geschieht, weil sie Menschen sind und nicht mit Absicht.

sUchne5ckeA1985 hat geantwortet


@ DieKruemi

Ja, ich kann das sehr wohl verstehen, dass auch Ärzte Fehler machen. Sie sind Menschen.

Wütend werde ich nur, wenn man als Patient nicht für voll genommen wird, einem Symptome nicht geglaubt werden. Als Patient sollte man im Krankheitsfall nicht unter dem Arzt stehen, sondern in einer gleichberechtigten Beziehung mit dem Ziel Gesundung.

Und wenn ein Arzt in der 20. Stunde seines Dienstes vielleicht einen Fehler macht, dann kann ich das eher akzeptieren, als wenn einer relativ gemütlich aus Faulheit oder Borniertheit gewisse Untersuchungen mal unter den Tisch fallen lässt. Niemand ist perfekt, aber z.B. einem Menschen mit andauernden, starken Schmerzen mit einer Packung Schmerzmittel nach Hause zu schicken, ohne dass die Grunderkrankung geklärt ist, finde ich einfach nur :-X

Und leider passiert das immer wieder. :-(

j?amBmerJlrappexn42 hat geantwortet


@ DieKruemi

Sicherlich ist ein 24 Stundendienst hart....mag ja ohne Frage so sein, aber wir reden hier ja nicht nur von Fällen die einem 24-Stunden-Arzt in der 23. Stunde passiert, sondern von (in meinem Fall und auch in dem der Mutter) von Ärzten die ihre normale Arbeitszeit in diesen Momenten hatten....und nicht 24 Stunden am Stück. :-X

Sollte man vielleicht auch nochmal bedenken :-o

bzeetClej|uice21 hat geantwortet


dir ist schon klar, dass die meisten 24std dienste haben und das das die normalen arbeitszeiten sind, ja?

j$ammBerlappzexn42 hat geantwortet


nee ist mir nicht klar...und glaub ich auch nicht. kenn ich so auch nicht...war schön öffters im KH und hab eigentlich immer nur mitbekommen das die Ärzte ihr festen Zeiten hatten und das meistens 3 Ärzte sich hintereinander abgelöst hatten...also früh- spät-nacht. im Wöchentlichen Tausch.

Aber klar gab es da auch mal Tage, wo ein Arzt mal 24 Stunden hatte...das hab ich auch mitbekommen.

Klar arbeiten die weit mehr zeit als sie eigentlich sollten...das ist ja auch bekannt...

aber nochmal...das ist ein Problem unseres Gesundheitssystems in Deutschland....

[[http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/lange-arbeitszeiten-klinikaerzte-werden-zum-risiko-fuer-ihre-patienten-a-888201.html]]

Das darf aber nicht zu lasten des Patienten sein....

b>eetlePjuice2x1 hat geantwortet


glaub was du möchtest... dein kh kenn ich auch nicht, ich kenn nur einige andere... Bereitschaft hat immer wer 24h und das heißt auch mal 0 schlaf... eigentlich sogar meistens. Nur auf der ITS hatten wir Ärzte mit 3 schichten.

D1ieKruxemi hat geantwortet


war schön öffters im KH und hab eigentlich immer nur mitbekommen das die Ärzte ihr festen Zeiten hatten und das meistens 3 Ärzte sich hintereinander abgelöst hatten...also früh- spät-nacht. im Wöchentlichen Tausch.

Ich arbeite seit 20 jaren in einer Uniklinik und habe noch nie erlebt, dass Ärzte im 3-Schicht-System tätig sind. Aber darum soll es hier ja nicht gehen.

Es ist halt für dich total frustrierend, dass durch die fehlende Obduktion nie geklärt werden kann, ob überhaupt ein Fehler vorlag und ob der ursächlich zum Tod geführt hat. Daher werden leider deine Gespräche im Krankenhaus im Sande verlaufen, was ich schade finde. Denn Abläufe können sich nur verbessern, wenn Schwachstellen aufgezeigt werden. In diesem Fall wird es wohl auf das einzig Belegbare hinaus laufen= die kleine Krankenschwester kriegt einen auf den Deckel wg. dem verschleppten Verbandswechsel.

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