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Dreimaliger Herzstillstand im Krankenhaus: Ärztepfusch?

CClalalXala hat geantwortet


Wenn was ist, das über eine ambulante Behandlung hinausgeht, werde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um eben nicht in diese Krankenhäuser zu kommen. Das ist u.U. einfach lebensgefährlich.

Man muss aber auch überlegen wie viele Menschen aus dem Krankenhaus kommen und ihnen sehr geholfen wurde. Ich glaube es ist übertrieben zu sagen das dauernd gefischt wird. Aber wie du ja selbst gesagt hast, anderes Land anderes System.

Da so viel Beispiele mit Ärztepfusch angegeben werden, hier mal Gegenbeispiele: Oma hat sich mit 85 die Hüfte gebrochen, kam ins Krankenhaus, wurde erfolgreich operiert. Sie bekam allerdings eine Lungenentzündung, die aber in Griff bekommen wurde und sie lebte noch 10 weitere Jahre.

Einem Freund ist bei der Arbeit eine frisch geschnittene Metallplatte abgerutscht und auf die eine Hand gefallen: Knochen, Muskeln, Sehnen, Nerven durch. Nach der ersten Notoperation, damit er nicht verblutet, folgten weitere, da sich zu viel Narbengewebe bildete. Zunächst hoffte man, der Nerv finde von alleine wieder zusammen, dann ging es doch zum Handchirurgen. Heute hat er wieder 95% Funktion.

Wütend werde ich nur, wenn man als Patient nicht für voll genommen wird, einem Symptome nicht geglaubt werden. Als Patient sollte man im Krankheitsfall nicht unter dem Arzt stehen, sondern in einer gleichberechtigten Beziehung mit dem Ziel Gesundung.

Die Einstellung ändert sich mittlerweile. An den Unis wird den angehenden Medizinern beigebracht, dass der Patient aufgeklärt werden muss und auch verschiedene Alternativen dargeboten werden müssen, damit er eine Entscheidung zum Behandlungsverlauf treffen kann. Nur mit vermehrtem Googlen der Patienten, nachdem sehr weit gefächerte Symptome unbedingt diese Krankheit bedeuten, kann ich auch verstehen, dass Ärzte da etwas auf Durchzug stellen.

Und ich finde es auch normal, dass Ärzte nicht der gleichen Meinung sind. Besonders arbeiteten die auf zwei verschiedenen Stationen und hatten damit auch verschiedene Spezialisierungen. Da hat der eine ein Seminar mehr besucht und neuste Erkenntnisse gehört und der andere eben nicht.

es werden immer mehr krankheiten erforscht und es wird vorrausgesetzt das jeder arzt jede krankheit genau kennt. jedes symtom genau zuordnen kann. die behandlungsmethoden werden permanent erweitert, verbessert oder verändert. auch kann es zu atypischen symtom kommen, die normalerweise nicht bei einer bestimmten krankheit auftreten.

Ich glaube das ist ein wichtiger Knackpunkt. Viele Menschen, die keinen Einblick ins Gesundheitssystem haben verstehen nicht das Symptom x nicht Krankheit y bedeutet. Auf die Geschichte vom TE mit dem Blinddarmdurchbruch bezogen, gibt es eben sehr einfache Zeichen bei einer Untersuchung, die auf eine Appendicitis schließen und wenn sie fehlen und sogar noch untypische Anzeichen gefunden, wird von dem Verdacht eben immer weiter abgerückt.

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