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Nach Bypass OP Atemnot/ Sehstörungen/Angst/Müdigkeit

P^etercworxkx hat die Diskussion gestartet


Hallo Forummitglieder!

Schön, dass es dies Forum gibt – habe erst einmal selbst nach Antworten meiner Fragen gesucht – nun möchte ich aber doch noch einmal meine Fragen in die Runde geben. Vielleicht auch, weil ich recht unsicher bin.....

Nun zu meinem Anliegen:

Vor ca. 6 Wochen wurde bei mir (männl., 59 Jahre) eine Herz – Bypass OP durchgeführt. 4 Bypässe wurden gelegt und das Material wurde aus dem li. Bein, re. Bein, re. Unterarm und Brust entnommen. Die OP war eine Not OP, nachdem bei einem "Vorsorge" Herzkatheder ein Infarkt auftrat (3- Gefäßerkr.; Hauptstamm 90% Stenose).

Die OP dauerte 7 Stunden – anschließend übliche Intensiv und dann 5 Tage in einer Überwachungsstation......danach 3 wöch. Reha im angegliederten Haus. 2 Tage nach der OP Vorhofflimmern mit anschl. Medigabe und elektro.

Soweit so gut.

Zwischenzeitlich bin ich zu Hause und der Alltag wird mehr oder weniger gut bewältigt. Die Narben sind gut abgeheilt, sodass von daher keine großen Probleme auftreten. Das Brustbein macht mir noch Beschwerden – manchmal Stiche, ziehende Schmerzen und ich denke, dass es normal ist. Weiß jemand, wie lange das dauert bzw. sich hinziehen kann? Z.B. hatte ich jetzt beim Wetterwechsel arge Schmerzen.... ist da etwas bekannt?

Was mich eher beunruhigt ist die Tatsache, dass ich Sehstörungen habe – anfangs war es schlimmer – da konnte ich kaum scharf sehen. Nun habe ich es, wenn ich etwas länger auf etwas schaue – z.B. lesen o.ä.. Dann muss ich erst einmal wieder etwas anderes anschauen und dann kann ich weiterlesen..... Doc meint, es gibt sich :-(

Es macht aber schon Angst, zumal ich nur auf einem Auge sehen kann........ gibt es da ähnliche Erfahrungen, auch Dauer, Auswirkungen usw.?

Die erste Zeit war es auch psychisch problematisch. Von weinerlichen Anfällen bis hin zu regelrechten Panikattacken, die manchmal heute noch sind. Dann werde ich nachts wach und habe Angst, dass das Herz aussetzt oder ich sterbe usw. Manchmal fühle ich dann meinen Herzschlag sooo starkt! Dann pocht das Herz irre stark.... und die Panik kommt.

Hinzu kommt, dass dieses "auf den Rücken schlafen" Verspannungen im Nackenbereich verursacht – auf der Seite liegen geht noch nicht bzw. schmerzt. Zwar habe ich gerade 6 Massagetermine gehabt – leider ohne gravierenden Erfolg.

Wird der Brustkorb nach der OP immer mit Drähte verschlossen? Mein Hausarzt sagte mir, er könne nichts fühlen...... Und ich weiß es nicht. Ein abschließenden Arztbericht aus der Klinik ist immer noch nicht da......

Die Medikamente (Blutdrucksenker, Colesterinsenker, Blutverdünner) bekommen mir soweit gut.

Manchmal habe ich auch ein Engegefühl im Brustkorb und bekomme subjektiv zu wenig Luft...... oder bei Anstrengungen ist es ähnlich. Spaziergänge klappt gut und mittlerweile recht ordentlich von der Strecke her. Aber auch dabei manchmal "aus der Puste". Mir wurde gesagt, dass die ganzen Beschwerden nach ca. 3 Monaten weg sind..... habt ihr Erfahrungswerte?

Z.B. bin ich gestern problemlos eine halbe Stunde stramm spazieren gegangen – ohne Atemnot. Dann, an anderer Stelle, bin ich nach 10 Treppenstufen aus der Puste.....

Dann ist auch noch die Müdigkeit: Früher reichten oft 6 – 8 Stunden Schlaf dicke aus.... momentan bzw. seit der OP kann ich 10 – 12 Stunden schlafen (allerdings werde ich nachts wach)

Ich weiß nicht: Es war eine schwere OP , dass der Körper und auch die Seele sich erholen müssen, ist klar...... aber bei mir ist oft große Unsicherheit und vor allem noch größere Angst – hauptsache davor, dass nochmals operiert werden müsste. (Die Zeit nach der OP auf der Station war der Horror – das ist aber ein anderes Thema).

Vielleicht könnt ihr mir auf manches eine Antwort geben.....das wäre super!

Allen alles Gute und viele Grüße

Antworten
FgTM hat geantwortet


Hallo Peterworkx

ich kenn das alles und ich kann dir sagen das ist alles normal

Brustbeinschmerzen die ersten drei Monate normal es wird weniger kann aber immer wieder ein komisches Gefühl auftreten

Sehstörungen kann eine Nachwirkung der Narkose sein gibt sich mit der Zeit

Psychische Probleme ganz normal hat fast jeder nach so einem dramatischen Ereigniss

mir hat auf Reha die Psychologin sehr gut geholfen hab das immer wieder bei nachfolgenden Kuraufenthalten in Anspruch genommen

Das mit den Rückenschmerzen oh ja wird besser wenn du wieder auf der Seite liegen kannst aber eine Pysiotherapie würde ich dir etwas später empfehlen bei mir hat s geholfen

Engegefühl zuwenig Luft Panikattacken sehr viel kommt da von der Psyche und du darfst nicht vergessen es ist erst 6 Wochen her sei geduldig lass dir zeit es wird besser mit jeder Woche aber es dauert bei mir ein Jahr eben auch wegen angst drei Monate ja die wirklich großen Probleme aber vieles wird dich noch etwas länger begleiten doch es wird gut mit der Zeit

lg Maria

E,m9ax hat geantwortet


Wird der Brustkorb nach der OP immer mit Drähte verschlossen? Mein Hausarzt sagte mir, er könne nichts fühlen...... Und ich weiß es nicht. Ein abschließenden Arztbericht aus der Klinik ist immer noch nicht da......

Hallo Peterworkx,

Ob in deinem Brustbereich irgendwelche Metallklammern sind, kannst du mit einem Metallsuchgerät, das zum Aufsuchen von Leitungen unter Putz verwendet wird, selbst feststellen. Falls du kein Metallsuchgerät hast, dann kannst du dir es vielleicht von einem Freund leihen oder notfalls im Baumarkt kaufen.

PketerNworkxx hat geantwortet


Hallo FTM und Emax

Habt Dank für eure Antworten!!

Dir liebe Maria,

vielen Dank für deine Erklärungen – es beruhigt mich doch schon.......

Ich weiß auch nicht – manchmal habe ich Angst und merke jeden kleinen "Pups", wenn's irgendwo zwickt..... und bekomme Panik.

Wie sieht es bei dir aus mit Belastung – kannst du zwischenzeitlich problemlos Treppensteigen bzw. wandern, gehen etc.? Wie ist es mit Müdigkeit – ich schlafe meine 10 – 12 Stunden und kann mich locker am Tag auch noch einmal hinlegen. – Gibt sich das?

Und dir Emax,

vielen Dank für den Tipp, den ich gleich probiert habe!! Aber bei mir piept nix und zeigt auch nix an.... Heisst das, dass keine Drähte "verbaut" wurden? Was denn sonst? Kann es sein, dass nix genommen wird?

Allen nochmals Danke für Infos!!

FxTM hat geantwortet


Hallo Peterworkx

Wie gesagt ich brauchte ein Jahr bis alles wieder soweit lief, eben wegen angstzustäne genau wie du schreibst jeder kleine Pups wird zum großen" Hilfe was ist das !"

Damit verbunden auch die Angst meines Mannes es könnte wieder was sein machte es auch nicht leichter.

Die Müdigkeit ist normal, es wird besser

Treppensteigen ja das war so, es wurde mir gesagt sobald ich zwei Etagen gehen kann kann ich auch wieder Sex haben das ging dann nach zwei Monaten wieder :-) Es wurde aber auch gesagt aufn Berg werd ich wohl nie wieder gehen können, es hat gedauert aber mit Disziplin und Ausdauer ich kann :)= auch wieder Schifahren okay 5 Jahre danach aber es ist so schön ich hab vor freude geweint .

"Wandern" peterworkx gib dir zeit fang langsam an kurze strecken dann immer weiter zuerst ebene strecken dann mit a bissl Hügeln du wirst dich auch danach hinlegen müssen, ausruhen, mich hat jeder kleine Erfolg angespornt weiterzumachen ich hab mir kleine ziele gesteckt und meine jetzige Verfassung gibt mir recht es geht mir richtig gut hab einige von den Tabletten los brauch nur mehr einmal im Jahr zur Kontrolle die Panikattacken Angstzustände werden weniger mit jeder Hürde die ich geschafft hab. Wahrscheinlich wirst du noch einigemal in der Notaufnahme landen auch das ist bei uns Herzkranken normal wir werden dort ernst genommen, keine Angst wenn du für dich Beschwerden hast die dich zum verzweifeln bringen fahr in die Notaufnahme es gibt dir Sicherheit das ewige grübeln es könnte doch was sein ist schlecht für uns

Hoffe ich konnte dir etwas helfen

lg Maria

PtetIerw*orkx hat geantwortet


Hallo Maria,

Danke für deine weitere Info – das nimmt schon etwas meine Befürchtungen ;-)

Du hast durchaus Recht: Für die Angehörigen ist es ebenso anstrengend und Angstbehaftet – meine Frau fragt immer: "Was ist los....wo tut es weh.... usw." Eben Ängste!

Mit dem Sex hat mir der Doc bei der Entlassung gesagt, nach ca 3 Monaten...... und auch, dass ich – sofern ich 2 Treppen mit 10 Stufen in 15 Sek schaffe, wieder aktiv sein kann.... Naja, da ist noch jede Menge Angst.

So wie heut, dass ist ein Tag, wo alles weh tut – Brustbein schmerzt usw. – halt ein blöder Tag.

Du hast ja Recht: Die Zeit wird es schon richten... ich bin nur manchmal so ungeduldig und wie gesagt manchmal so ängstlich.

Ich habe schon ein paarmal gelesen, dass es Herzpatienten wie wir in die Notaufnahme verschlägt...... Das macht nachdenklich. Das hatte ich zwar noch nicht, aber glaube das es schnell gehen kann......

Hab jedenfalls Dank für deine helfenden Worte hat geholfen!!

Dir auch alles Gute und weiterhin Erfolge!!

Tschüss und Grüße

Peter

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