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Mit EF 35 Hartz 4, 19 Jahre

dKerM/arku5s1x9 hat geantwortet


Ich habe seit ca. 15 Jahren eine dilative Kardiomyopathie (Linker Ventrikel 8,1 cm, EF ca. 25%), hervorgerufen durch einen Virus (wurde durch eine Biopsie festgestellt).

Eingefangen habe ich mir das, weil ich mit einer Grippe zur Arbeit ging und fleissig Tabletten geschluckt habe. Ich habe keinen Gedanken daran verschwendet, was dies für Folgen haben könnte, obwohl in meiner Familie, Herzprobleme "vorprogrammiert" sind.

Nach zwei Wochen ging es mir dann sehr schlecht (immer noch nicht an's Herz gedacht, sondern eher auf die Lunge geschoben) und ich ging in der dritten Woche, dann endlich mal zum Arzt.

12 Stunden später lag ich in der Uni Klinik auf der Intensivstation.

Diagnose: Lunge halbvoll mit Wasser, Zwerchfell stand senkrecht durch intensive Atmung, sehr stark vergrösserter linker Ventrikel mit 8,9 cm und einem EF von ca. 15%.

Ich wurde sofort für eine Transplantation gemeldet, welche zum Glück, nicht ausgeführt werden musste, da ich mich wieder relativ gut erholte, da ich sehr gut auf die Medikamente ansprach.

Bei der Entlassung hatte ich "nur" noch einen Ventrikel von 7,8 cm und eine EF von rund 40%.

Dies war vor 15 Jahren und ich konnte so weit ein vernüftiges Leben führen, bis es jetzt vor gut einem Jahr wieder schlimmer wurde. Bin seitdem krankgeschrieben und werde bald in Rente gehen müssen (mit 41 Jahren). Eine Transplantation in wenigen Jahren ist sehr wahrscheinlich.

Quelle: [[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/372936/]]

Das gleiche Schicksal erwartet mich auch...

Wenn meine EF 25-30 beträgt und dann werde ich 3-5 Jahren warten auf ein neues Herz und 1-2 Jahre Reha

Heißt im Klartext, dass es 7 Jahre nicht arbeiten kann.

P.S Seit mehr als 3 Tagen wach zwischendurch 2-3h geschlafen.....

Poe!ddxi hat geantwortet


Es wundert mich nicht, dass Du so wenig schläfst....

Magst Du mir vielleicht die Fragen beantworten?

Wohnst du bei Deinen Eltern?

Hast Du einen eigenen Kardiologen oder gehst Du in eine Klinik?

Hast du schon einen Psychologen?

Willst du eine Reha beantragen?

Wenn Du so weiter machst, wirst du wirklich deinen lebenswillen, den Lebensmut und die Liebe zu Leben verlieren. Es kann so schön sein. Auch mit niedrigem EF. Ich habe meine Tochter da immer bewundert, sie konnte so wenig, sie hatte Schmerzen, hatte Übelkeit, Schwindel, konnte zum Schluß nichts mehr und hat trotzdem das Leben genossen. Mach was schönes für Dich, geh raus, geh ins Kino, geh in einen chor, oder was immer du willst. Aber bitte grübel nicht so viel. Das bringt dir nichts. Außer wenig Schlaf. Mensch, du bist so jung. Wenn das ginge, würde ich dich mal in den Arm nehmen... meine Tochter fand ihr Leben trotz allem immer schön. Und ihr EF war jahrelang unter 20%.. die letzten Monate unter 10....sie brauchte immer einen Rolli, trotzdem sagte sie und sagt sie, ihr Leben ist Lebenswert.

Ja, es kann passieren, dass Dein EF weiter sinkt.. es kann aber und das ist viel wahrscheinlicher, auch besser werden. Also es ist egal, was passiert, genieße Dein Leben.

dmerXMarkuxs19 hat geantwortet


ja ich wohne zu bei meinen Eltern, aber hier zu eine Frage

Kann ich von Zuhause ausziehen, also mithilfe von Staatlicher Unterstützung?

Ich bin sowohl bei einer Klinik als auch beim Kardiologen

Nein weder habe ich einen Psychologen und werde ich eine Reha beantragen.

P6edxdi hat geantwortet


Kann ich von Zuhause ausziehen, also mithilfe von Staatlicher Unterstützung?

Damit kenne ich mich nicht aus, hier würde ich an deiner Stelle einen extra Faden eröffnen.

Dass Du Dir zusätzlich einen Psychologen suchen willst, finde ich sehr gut. :)^ Hier kann Dir sicher die Klinik oder der Kardiologe helfen.....Die Reha kannst Du am besten über Deinen Kardiologen beantragen. Hier vorher bei der KK anrufen, Forumular zusenden lassen, vom Kardiologen ausfüllen lassen, und am besten einen Bericht Deinerseits dazu schreiben. Alles aufschreiben, Schlafprobleme, Ängste, das nächtliche Wasserlassen, alles. Das ganze zur KK senden, die geben das an den MDK weiter. Der entscheidet dann. Und suche Dir eine Reha die wirklich gut ist, da können die JEMAH s helfen. Ich empfehle Tannheim oder Bad Öxen. Die können Dir wirklich aus einer scheinbar ausweglosen Situation helfen, Du kannst junge Menschen kennen lernen, denen es so geht wie Dir.

Bitte verliere den Lebensmut nicht. Du mußt sehen, dass es immer mehrere Wege gibt. Nichts ist ausweglos, glaub mir, meine Tochter war 14 Jahre lang krank, sie hat nie den Lebensmut verloren, hat das beste draus gemacht. So lange ist sie ja nicht transplantiert, und trotzdem war ich erstaunt, dass sie sagte, sie hat immer ein schönes Leben gehabt.... Es ist die innere Einstellung, suche Dir die schönen Sachen raus, es lohnt sich.

GLG

Petra

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