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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

Htudipf{upxf1


Ich habs hinter mir. Es ist schon so, wenn man schlechte Erwartungen hat, wird man oft positiv überrascht.

Er saß mit Lesebrille im Stuhl und hatte die Zeitung vor sich. Er wirkte schon viel kräftiger.

Er ist ein wenig durchgeknallt.. Hat vom Ei des Kolumbus gesprochen, welches der Pfleger am suchen ist. Von Löchern, die man auch finden muss und Äpfeln die man ihm klaut.

Den Pfleger mag er sehr, aber er sei ein Sauhund, weil er ihn mit Apfelschorle beinahe ersäuft hat. Vermutlich hat er sich verschluckt, als er ihm zu trinken gab.

Dann hab ich ihm zu trinken gegeben und er hat dem Pfleger gerufen, er solle mal zuschauen wie man das richtig macht. Ich musste oft schmunzeln heute. Ich habe ihn nach dem Essen gefragt, da meinte er nur : Pfui Teufel! Gruuusig! Der Pfleger hätte auch gesagt er soll das Zeug nicht fressen. Was natürlich ein Scherz war.

Er meinte dann, wenn es ihm Morgen besser gehe dann setze er sich aufs Motorrad.

Offenbar wollte er in der Nacht aus dem Bett. Wir haben ihm gesagt, dass er das nicht darf, ohne Hilfe. Dann meinte er, wer befiehlt mir das?!

Morgen wird er noch zur Beobachtung bleiben, dann kommt er wieder aufs Zimmer. Seine Werte sind topp. Aber der Arzt sagte, er habe all seine Reserven verbraucht und es darf jetzt nichts mehr passieren.

ICceLavdy_750


Man kann nur von Tag zu Tag schauen und aktuell scheint er ja stabil zu sein.

Die kognitive Verfassung kann sich auch bessern, das muss man abwarten.

Sehr anstregende Sache für Dich - versuch trotzdem, Dir zwischendurch etwas Gutes zu tun. Und wenn es nur ein schönes Bad ist oder ein gutes Essen.

Haudipf~upf1


Heute kann ich das. Immer wenn ich weiß, dass es ihm gut geht, mag ich essen oder auch sonst mir etwas Gutes tun.

Auch wenn er etwas wirr ist. Er hat keine Schmerzen und leidet nicht. Das ist die Hauptsache. Es war so eine positive Stimmung und das tut ihm sicher auch gut.

Er ist so gut gelaunt und den Pfleger nennt er seinen Kumpel.

Aber er weiß, dass er wirr im Kopf ist. Ich glaube er versteht auch, dass das von den Umständen kommt und vorbei geht....irgendwann.

H"u>dipfxupf1


Ich glaube er würde gerne dort bleiben.

H}udipfxupf1


Gestern Auf Heute Ab. Er ist wieder auf Station. Als wir da waren hat er nur geschlafen. Ich wollte wissen, weshalb es ihm heute offenbar schlechter geht und er trotzdem auf Station ist. Die Schwester sagte, alle Werte seien in Ordnung, auch die Nieren arbeiten und er scheidet genug Wasser aus, wir bräuchten uns keine Sorgen machen, er sei stabil.

Offenbar hat er letze Nacht auf der IS herumkrakeelt und wollte immer zu trinken bekommen, statt zu schlafen, dann war er den ganzen Morgen im Stuhl und dann die Umverlegung in sein Einzelzimmer, was auch wieder eine Veränderung ist. Vermutlich ist er darum so müde. Aber er sei auf einem guten Weg. Essen mag er nicht, sie geben ihm im Moment nur püriertes, wegen dem Kauen und verschlucken, sie wollen keine weitere Pneumonie riskieren. Sie werden Morgen mit der Ernährungsberatung schauen was er essen soll.

Er bekommt Atem- und Schlucktherapie und Physiotherapie.

Jedenfalls musste er aufs Klo, er macht partout nicht in die Windel, sondern nur in den Topf.

Er hat dann um Ruhe gebeten, er wolle schlafen, wir sollen gehen...

Vielleicht hat er Morgen wieder einen besseren Tag.

IyceL=ady_x50


Vielleicht hat er Morgen wieder einen besseren Tag.

Das hoffe ich für Dich - ich drück die Daumen!

Anstrengend ist es sicher für Dich, daher hoffe ich, dass Du wenigstens gut schlafen kannst.

Ich würde mir an Eurer Stelle dennoch - vielleicht gemeinsam mit dem Sozialdienst der Klinik - mal Gedanken machen, wie es nach dem Aufenthalt weitergehen soll. Denn wenn er recht stabil ist, werden sie ihn nicht mehr lange dort behalten wollen.

Ggf. wäre eine Kurzzeitpflege oder eine Reha eine Option, aber das muss vorher geklärt werden, auch mit der Krankenkasse.

HKudIipfucpf1


Ja, das haben wir. Er kommt dann in die Reha. Die ist im Krankenhaus integriert, oder falls das Delir zu extrem ist, auf die Reha ins Pflegeheim nebenan, da sind sie speziell für Delir-Patienten ausgebildet. Eine Freundin von mir arbeitet dort.

Der Arzt meinte, wichtig ist, dass er wieder Treppen laufen kann, weil er Zuhause Treppen hat.

Er war vor der Krankheit ja noch ganz gut zu Fuss.

Ob es einen Sozialdienst hier gibt, weiss ich nicht. Wir sind ja in der Schweiz und hier ist alles anders.

Jetzt muss er erst wieder zu Kräften kommen und ob die Nieren weiter gut arbeiten, wird beobachtet.

Er ist zwar stabil, aber immer noch sehr anfällig und schwach.

Ich denke er wird mindestens noch ein bis zwei Wochen auf der Station sein.

Sein Glück war vermutlich, dass er vorher keinerlei Gebrechen hatte und noch voll fit war, sonst hätten seine Reserven wohl nicht gereicht.

Auch hatte er viel Fettreserven, daher ist es nicht so schlimm, wenn er jetzt wenig isst. Er mag das pürierte Zeug einfach nicht.

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Das ist doch sehr gut, dass die Anschlussversorgung gewährleistet ist. Das bringt noch mal zusätzlich Ruhe für Euch und gibt ihm die Gelegenheit, in seiner Zeit zu Kräften zu kommen.

Hbudipnfupf1


Meine Mutter hat Heute einen Anruf von der Reha bekommen. Er wird nächste Woche auf die Reha Station verlegt und dann geht's los. Offenbar ist er jetzt wirklich stabil.

Ja, ich finde auch gut, dass er dann beschäftigt wird und einen Tagesablauf bekommt.

Im Moment schäft er nämlich am Tag und in der Nacht ist er dann unruhig und wach.

Jetzt wird er langsam unleidig, nix mehr mit Schubidu. Sie haben ihn in einen Frottee Strampler gesteckt, damit er nicht aus dem Bett kann. Offenbar hat er das ein paar mal versucht.

Nichts kann man ihm im Moment recht machen, es ist zu kalt, oder zu warm, die Richtige Position des Bettes findet man auch nicht. Essen bäääh, den Mund will er auch immer gereinigt bekommen. Wenn wir sprechen, sollen wir nicht so viel babbeln, er will schlafen.

Demonstrativ hat er bei meiner Mutter den Löffel Joghurt verweigert um dann bei der Schwester artig den Mund zu öffnen.

Ich wollte seine Bilder aufhängen, er wollte nicht, dann hab ich sie weggelegt, dann wollte er doch.

Sein altes Ich scheint wieder langsam durchzukommen, einfach ein wenig infantil.

IjceLacdy__x50


Ja, das dachte ich mir, dass er dann möglichst zeitnah gleich verlegt wird. Das mit der Reha ist eine tolle Sache, grade auch für Euch, weil man das daheim gar nicht leisten kann.

Was ihn angeht: So, wie Du seine Position geschildert hast, als den Macher und der, der im Grunde genommen der Dreh- und Angelpunkt der Familie war, wird er meiner Meinung nach die jetzige Situation als Kontrollverlust erleben. Das macht ihn unleidlich und er kompensiert das, indem er Euch ein bisschen triezt.

Auch hier finde ich wichtig, die Balance zwischen Verständnis und eigener Achtsamkeit zu wahren.

Es kann sein, dass er irgendwann mal von Euch "eingenordet" werden muss, damit er nicht zu übergriffig wird in seiner Renitenz.

Aber das wirst Du schon für Dich merken, wenn Dir Dein Gefühl sagt, dass es dann reicht.

H]udip\fup+f1


Heute hatte ich einen Anruf von der Sozialarbeiterin aus der Reha.

Es ging um die Krankenkasse.

Die Reha sei erst mal für drei Wochen bewilligt, aber sie hat ihn Gestern besucht und gemeint, er würde länger brauchen.

Sie hat mit ihm über die Reha gesprochen und er hat gar nichts kapiert.

Ich sagte ihr dann, dass er auf der Intensivstation einiges lebendiger war und viel, wenn auch wirr gesprochen hat.

Dass er sogar Zeitung gelesen hat.

Jetzt liegt er nur noch da, fixiert in seinem Schlupfsack, spricht wenig und schläft viel.

Die Sozialarbeiterin meinte dann, gegen das Delir unternimmt der Arzt etwas medikamentös.

Jetzt habe ich im Netz nachgelesen, dass das oft mit Beruhigungsmitteln, gemacht wird, um die Pfleger zu entlasten, nicht um dem Patienten zu helfen.

Da würde es mich nicht wundern, ist er jetzt so völlig antriebslos.

Die Zeitschriften, die wir ihm Vorgestern gebracht haben, waren Gestern verschwunden. Der Wecker, den ich ihm hingestellt habe, stand hinter ihm, dass er ihn nicht sehen konnte.

Jeden Tag eine andere Krankenschwester, der wir sagen, er friere, sei ungenügend zugedeckt, bei offenem Fenster und jeden Tag treffen wir das selbe an. Sie scheinen nicht miteinander zu kommunizieren.

Mich kotzt es wirklich langsam an und ich befürchte, den schlechten Ruf hat dieses Krankenhaus zu recht.

Den Arzt haben wir letzten Donnerstag das erste und letzte Mal gesehen. Feiertage....

Mutter geht Heute Mittag alleine hin, ich muss ja auch noch arbeiten. Sie wird den Arzt verlangen. Fakt ist, psychisch geht es ihm schlechter als auf der Intensivstation.

Am Ende hat er die Krankheit überstanden und stirbt am Delir. Es ist zum Heulen!

C%orne_lia59


Am Delir stirbt man nicht so schnell. Es wird allerdings notwendig sein, daß ihr mehr da seid als bisher, als er noch im anderen Krankenhaus auf der Intensivstation lag.

Was Ruhigstellung angeht: kann sein, daß sie das gemacht haben, weil er versucht hat, aufzustehen, schwer zu sagen. Fixierung ist, zumindest in Deutschland, ohne Gerichtsbeschluß eigentlich verboten, daher kommen viele KHs dann auf die geniale Idee, Haldol zu geben. Was natürlich dazu führt, daß die Patienten ruhig sind... aber das auf Kosten der Tatsache, daß man sie dann gar nicht in die Gänge bekommt! Fragt nach, was ihm gegeben wird, und falls Haldol im Spiel ist, verbittet euch das!

H`udipQfuXpf1


Ja, er wurde fixiert, weil er schon öfter versucht hat aus dem Bett zu steigen. Dieser Sack lässt die Arme frei und er kann sich auf die Seite drehen.

Meine Mutter spricht Heute mit dem Arzt, aber sie wird kaum verstehen was er ihr erzählt und weiss wohl auch nicht mehr was sie fragen soll, obwohl ich ihr sagte, sie solle alle Fragen aufschreiben.

Sie möchte einfach nur wissen, wie das mit der Reha läuft. Ich möchte wissen, was wegen dem Delir unternommen wird.

Es wurde uns immer wieder versichert, das sei vorübergehend, daher findet meine Mutter das Delir nicht so schlimm.

Ich aber langsam schon. Wenn er so bleibt, wie er jetzt ist, wird er ein Pflegefall. Er macht gar nichts mehr selber und lässt sich bedienen. Doch, den Mund wischt er sich ab, aber sonst nichts.

Ich hoffe nicht, dass er neben der Fixierung noch irgendwelche Beruhigungsmittel bekommt, würde mich aber nicht wundern.

C:ornelpiax59


Meine Mutter spricht Heute mit dem Arzt, aber sie wird kaum verstehen was er ihr erzählt und weiss wohl auch nicht mehr was sie fragen soll, obwohl ich ihr sagte, sie solle alle Fragen aufschreiben.

Deswegen sollte man mindestens zu zweit mit dem Arzt sprechen, dem einen fällt dann die Frage ein, die der andere eigentlich noch stellen wollte.

Sie möchte einfach nur wissen, wie das mit der Reha läuft. Ich möchte wissen, was wegen dem Delir unternommen wird.

Hinsichtlich der Reha wird der Arzt keine großartige Auskunft geben können, das müßt ihr mit dem Sozialdienst des KH klären. Der Arzt ist da einfach der falsche Ansprechpartner.

Das Delir muß langsam von selber besser werden, das kann dauern. Geduld, Geduld, Geduld!

Wenn er so bleibt, wie er jetzt ist, wird er ein Pflegefall. Er macht gar nichts mehr selber und lässt sich bedienen. Doch, den Mund wischt er sich ab, aber sonst nichts.

Genau dafür ist die Reha ja gedacht. Physiotherapie, Ergotherapie, Schlucktherapie, alles mögliche. Da wird er vermutlich mehrere Termine täglich haben, und sie werden ihn auch viel im Rollstuhl plazieren, damit er nicht nur dauernd liegt. Es geht darum, die verlorene Muskulatur wieder aufzubauen.

Daß Reha erstmal nur für einen kurzen Zeitraum bewilligt wird, ist normal. Die wird dann per Antrag der Rehaklinik verlängert, je nach medizinischer Notwendigkeit. So kenne ich es zumindest hier in Deutschland.

H\udip|fup<f1


Ich bin wirklich froh, dass er nächste Woche in die Reha kommt.

Das bedeutet halt wieder einen Stations- und Zimmerwechsel.

Ich glaube Physio- Schluck- und Atemtherapie bekommt er jetzt schon.....sagten sie uns.

Mich beunruhigt einfach, dass er, wie es scheint eher abgebaut hat, als umgekehrt.

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