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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

EChemaAliger NutMzer (#3(93910) hat geantwortet


Wow, das klingt ja schon recht gut. Wegen dem Essen, wenn er jetzt nemmer isoliert wird und essen darf was er will, dann ruft ihn doch in der Früh an und fragt, ob ihr ihm was von zu Hause zum Essen mitbringen sollt und was er denn gerne hätte.

Dann bringt ihr ihm das einfach in ner Tupperschüssel mit und im Krankenhaus können sie es ihm aufwärmen. Oder ihr besorgt ne Thermoschüssel in die ihr das Essen gleich nach dem Kochen reinfüllt und mitnehmt.

H@udiUpfuxpf1 hat geantwortet


Weil er sich an nichts erinnert, hat er mich gebeten alles aufzuschreiben.

Dank dieses Threads und euch allen, ist es mir möglich das chronologisch und relativ genau zu rapportieren.

Er will alles wissen, auch wenn es ihn erschüttert.

C<orn#elia5x9 hat geantwortet


Klar, daß er sich an nichts mehr erinnert. Das sind alles die Narkosemittel schuld. Aber frag ihn mal danach, was er so geträumt hat, ich wette, da kriegst du ein paar wilde Geschichten zu hören... die durchaus was mit der Realität zu tun gehabt haben könnten!

IXceL`ad*yx_50 hat geantwortet


Das sind alles die Narkosemittel schuld

Das kann man ohne Befundbericht nicht sagen. Der Patient war septisch mit konsekutiver Niereninsuffizienz und Notfall-Dialyse und mit Sicherheit noch mehr "Baustellen", die wir hier nicht wissen. Allein darin kann sehr wohl der geistige Zustand begründet sein.

Und wenn man den Ärzten untersagt, Haldol zu verabreichen, muss man täglich (und eigentlich auch nachts) neben dem Patienten sitzen können, um Eigenverletzungen zu verhindern. Das kann wohl kaum jemand so leisten. Zudem sind diese Agitiertheitszustände mit ggf. Halluzinationen für den Patienten auch sehr belastend, so dass man ihm auch keinen Gefallen tut, ihn darin zu belassen.

Ich drücke Euch die Daumen, dass er in der Reha gut zu Kräften kommt.

Vielleicht kann man auch dort mal anleiern, dass er zumindest für die erste Zeit später daheim eine Plfegestufe 1 bekommt, damit täglich jemand kommt, der wenigstens die Medikationsgabe überwacht, mal den Blutdruck misst etc. Das kann man ja wieder aussetzen, wenn er es dann nicht mehr brauchen würde. Würde aber ggf. auch die Mutter psychisch entlasten, weil sie auch nicht so dafür sorgen kann.

HDudip:fupxf1 hat geantwortet


Im Moment ist sein geistiger Zustand so, dass man ihm fast nichts mehr anmerkt. Auch der Arzt freut sich sehr über die Entwicklung die letzten zwei Tage. Mein Vater kann sich an die Zeit auf der Intensivstation nicht erinnern, was ja verständlich ist, denn er hat ja nur geschlafen dort. Er will die Reha in zwei, statt drei Wochen hinter sich bringen. Geduld war noch nie seine Stärke.

Er kann auch wieder stehen und mit Hilfe sogar laufen. Man wird sehen, ob geistig etwas zurückbleibt. Der Arzt sagte, das sollte alles wieder in Ordnung werden.

H)udipfubpfx1 hat geantwortet


Ich glaube in der Schweiz gibt es kein Pflegestufensystem wie in Deutschland.habe jedenfalls noch nie davon gehört. Es gibt die Spitex, die vorbeikommt.

H=udicpfupxf1 hat geantwortet


Mein Vater ist seit Heute auf der Reha!

Jetzt kommt es auf ihn an, wie er mit arbeitet.

:-) ;-D

IBceLadyx_50 hat geantwortet


Na, ist doch super.

In der Tat, nun kommt es auf ihn an. Kann man ihm ja durchaus auch mal so vermitteln, falls er wieder in diese alten Strukturen verfallen sollte... ;-)

Hdudipxfupf1 hat geantwortet


Genau! Ich bin mit dem Tagebuch seiner Krankheit fast fertig. Er hatte sich das ja gewünscht. Er hat keine Ahnung wie schlimm es um ihn stand. Daher ist er auch manchmal unvernünftig. Will nur essen was er nicht soll und riskiert einen Beinbruch mit seinen selbstständigen Geh- oder Fliuchtversuchen. Turnen interessiert ihn auch nicht.

Wir haben uns mit den Ärzten und Schwestern gegen ihn verschworen und verbieten ihm alles.

Wie ein kleines Kind, aber politisch ist er wieder voll informiert.

Er scheint, zumindest vom Charakter her zu seiner alten Form zurückzufinden. ;-D

C#orn<eli:a59 hat geantwortet


Daher ist er auch manchmal unvernünftig. Will nur essen was er nicht soll und riskiert einen Beinbruch mit seinen selbstständigen Geh- oder Fliuchtversuchen. Turnen interessiert ihn auch nicht.

Typisch Mann. ;-D

Wir haben uns mit den Ärzten und Schwestern gegen ihn verschworen und verbieten ihm alles.

Da würde ich glatt antworten: Ja, genau. Wir wollen dich nämlich nur schikanieren und piesacken... aber aus dem einen einzigen Grund, daß du wieder auf die Beine kommst! ]:D

H\udipf6upfx1 hat geantwortet


Jetzt wird er langsam mühsam. Meckert nur noch an allem herum. Meine Mutter war heute völlig fertig.

Er wollte Ananas und zwar sofort. Eine Schwester sagte dann, es gebe Heute zur Nachspeise Ananas. Er sagte, das glaubt er erst wenn es vor ihm steht.

Vor drei Tagen hat er noch vor Rührung geweint, weil er von seinem besten Biker-Kumpel besucht wurde.

Gestern war der wieder bei ihm. Als meine Mutter ihn danach fragte, sagte er nur, ja der war da, ist aber nach einer halben Stunde schon wieder gegangen.

Für Heute Abend habe ich seinen Friseur aufgeboten, der bringt ihm dann seine Ananas mit.

Als Meine Mutter ihm das sagte, meinte er nur, er glaube nicht dass der wirklich kommt, ich müsse ihm die Ananas bringen.

Von meinem Bruder ist nie die Rede, ich bin halt eine Frau, da wird schon mehr erwartet.

Er hat Schmerzen im Nacken, weil sie ihn dauernd im Durchzug sitzen lassen und überhaupt, man kann hier verrecken, es würde keiner kommen.

Er hatte eine blutige Wunde am Hinterkopf, weil er gestürzt ist. Ihm egal, er ist weiterhin unvernünftig und will alles ohne Hilfe machen.

Den Katheter hat er nicht mehr, also geht er selber zur Toilette und wenn er umfällt, reisst er halt noch das Beistelltischchen mit.

Meine Mutter hat er dauernd angepampt, die Pyjamas die sie ihm mitbrachte seien nicht die richtigen und überhaupt soll sie ihn mehr besuchen anstatt zu Hause zu putzen.

Puuuh ist das normal dass jemand so undankbar ist? Er verlangt und kommandiert und meckert nur noch.

Es ist ja schön geht es ihm jetzt so gut, aber....

Ich meine, noch vor zwei Wochen ist er fast gestorben.....was er ja nicht mehr weiss. So viele Menschen haben um sein Leben gekämpft und wir sind wegen ihm emotional auch durch die Hölle gegangen.

Ist das das Delir ??? ?

IGceLa:dy_x50 hat geantwortet


Nein, das hat mit Delir sicherlich nichts zu tun, sondern hat ggf. psychische Ursachen.

Und das hier:

Ich meine, noch vor zwei Wochen ist er fast gestorben.....

muss er auch erst einmal verdauen. Ich schrieb ja schon voher mal davon, dass er das sicher als Kontrollverlust erlebt (hat) und dass sich die Vorzeichen innerhalb der Familie jetzt ggf. ändern. Damit muss er erst einmal klar kommen - und IHR auch. Das heißt, dass auch Ihr Euch behaupten bzw. Eure Position klar machen müsst.

Sicherlich braucht er Nachsicht im Hinblick auf seine depressive Stimmung, was seinen Stellenwert angeht.

Aber er braucht auch die klare Ansage, dass Ihr alles dafür tut, damit es ihm gut geht - aber dass es eben klare Grenzen gibt. Das gilt auch für Deine Mutter.

Ich denke immer noch, dass wichtig wäre, zu klären, was daheim passieren soll. Wenn er weiterhin so stabil ist, wird er nicht lange in der Reha bleiben. Es wäre sicher gut, im Vorfeld da einiges abzuklären, denn ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass das schnell eskaliert.

HCudipfubpf1 hat geantwortet


Er wird sicher drei Wochen bleiben und die Reha wird dann wenn nötig verlängert werden. Das wird der Arzt dann entscheiden. Er wird erst nach Hause kommen wenn er Treppen laufen kann.

Das stimmt, wir werden ihm nicht alles durchgehen lassen.

Letzthin, als ich ihm sagte er dürfe nicht alleine aufstehen, sagte er zu mir, ich sei der Lehrling und er der Chef, da hab ich ihm gesagt, jetzt nicht mehr! Das Aufschreiben seiner Krankengeschichte hilft mir sehr beim Verarbeiten und ich schreibe wirklich jedes Detail auf, auch die emotionalen. Das wird ihm bestimmt auch die Augen öffnen.

a?gnCexs hat geantwortet


Ich meine, noch vor zwei Wochen ist er fast gestorben

Mir hat schon mehr als ein Patient, der in dem Alter sowas überlebt hat, gesagt, daß er lieber gestorben wäre. Einer mit den Worten: "Nun muß ich nochmal sterben". Freut er sich denn, daß er noch lebt?

HbudiMp~fupfx1 hat geantwortet


Für ihn ist es selbstverständlich dass er noch lebt.

Außer seiner Muskelschwäche geht es ihm recht gut und ihm ist nicht richtig bewusst dass er dem Tod so nah war.

Die schwere Krankheit hat er ja eigentlich verschlafen.

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