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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

I(ceLadqy_x50 hat geantwortet


Das freut mich für und für Euch :-)

HGud$ipMfupf1 hat geantwortet


Ich melde mich mal wieder um zu berichten, dass es meinem Vater recht gut geht. Er ist auf bestem Weg bald wieder nach Hause zu können.

Er wird sicher noch zwei Wochen auf der Reha bleiben, aber mittlerweile gefällt es ihm dort recht gut. Er trifft sich jetzt immer zum Essen mit seinem neuen Kumpel Benito, einem Italiener dem der Unterschenkel abgenommen wurde. Letztens haben sie, als wir kamen, zusammen ein Gläschen Rotwein gemümmelt.

Den Pflegern, die ihn besonders gut behandeln schenkt er selbst gedrechselte Kugelschreiber und Harley Davidson Shirts aus seinem Fundus.

Er ist aber nicht nur deshalb sehr beliebt beim Pflegepersonal. Er macht super mit bei der Reha und macht täglich grosse Fortschritte.

Er kann jetzt selber telefonieren, beherrscht den Radio und den Fernseher und hat sogar bei seinem Rollator selbstständig die Höhe verstellt.

Ab und zu versinkt er in Gedanken und seine Wut über seinen Hausarzt, der sich bis Heute nicht nach ihm erkundigt und schliesslich eine Mitschuld an seiner Krankheit hat, wächst stetig. Er hat noch viele Pläne für die Zukunft.

Ich bin sehr glücklich, dass er es, trotz seines Alters nochmal geschafft hat.

Bei euch allen möchte ich mich herzlich bedanken. Ihr habt mir mit euerm Zuspruch, sehr über die schwere Zeit geholfen.

@:) @:) @:) @:) @:) Danke

IsceLandy_x50 hat geantwortet


Das klingt schön - genießt es!

Es kann durchaus sein, dass dieser gesundheitliche Warnschuss ihm zu Denken gegeben und ihn ein wenig verändert hat.

Ihr (insbesondere Du) habt aber nun auch alles dafür getan.

Dass er jetzt soziale Kontakte pflegt, finde ich ja süß :)z

Ceornetlixa59 hat geantwortet


Wie schön, daß es ihm wieder so gut geht!

Ab und zu versinkt er in Gedanken und seine Wut über seinen Hausarzt, der sich bis Heute nicht nach ihm erkundigt und schliesslich eine Mitschuld an seiner Krankheit hat, wächst stetig. Er hat noch viele Pläne für die Zukunft.

Weiß der Hausarzt überhaupt, was vorgefallen ist? Die Hausärztin meiner Mutter wußte es damals nicht, nur so nebenher. Sie hat es erst erfahren, als ich nach der Reha bei ihr war, um Rezepte für Hilfsmittel zu besorgen, Rollstuhl und sowas.

Huudipf!upfx1 hat geantwortet


Ansatzweise weiss er es schon, da er ihn ja seinerzeit ins Spital geschickt hat....mit dem Taxi.

Den Infarkt und die Lungenentzündung hat er wohl gesehen, vielleicht nicht das Ausmass, aber bei einem 83 Jährigen müsste einem Arzt der Ernst der Lage wohl bewusst sein.

Die zwei sind schon seit Jahren per Du und auch privat befreundet, was es für mich noch erbärmlicher macht.

Vermutlich hat er ein schlechtes Gewissen, was ich noch verstehen würde.

Sogar der Arzt im Spital konnte zugeben, dass er Schuld war am Wasser auf der Lunge. Das habe ich ihm hoch angerechnet.

CNor:n,elixa59 hat geantwortet


:(v

So sollte es nicht sein, wenn man so einen Hausarzt hat!

H4udipf]upxf1 hat geantwortet


Juhu, am nächsten Mittwoch darf er Nachhause. Es geht ihm den Umständen entsprechend recht gut. Die Nieren arbeiten 85% was laut Arzt ausreicht um ohne Dialyse zu leben. Das restliche Wasser in der Lunge wird auch ganz weggehen, wie auch das Wasser in den Füssen.

Zuckerwerte sind normal. Er kann kurze Strecken ohne Rollator gehen und sich selber pflegen und anziehen. Treppen laufen geht auch, wenn auch anstrengend.

Im Kopf ist er wieder wie vor der Krankheit. Bringt manchmal was durcheinander und ist dann stur, das war aber vorher schon.

Der Arzt meint er kann wieder Auto fahren und sogar wieder aufs Motorrad.

Es ist also alles viel besser, als wir erwarten konnten.

Im Juni hat er Termin auf der Kardiologie um das Herz zu checken.

Hvud!ipfFupfx1 hat geantwortet


Es ist alles nicht so einfach wie gehofft! Vater ist seit Mai Zuhause und baut immer mehr ab. Organisch ist er wieder völlig in Ordnung. Aber er liegt oder sitzt den ganzen Tag auf dem Sofa und nimmt für die kürzesten Distanzen das Auto. Er ist meistens übellaunig und lässt seinen Frust an meiner Mutter aus. Sie soll ihn nicht behandeln wie ein Kleinkind. Er ist richtig böse zu ihr. Sie tut mir so leid...

Kürzlich hat er die Küche unter Wasser gesetzt, weil er vergessen hat das Wasser abzustellen.

Er isst praktisch nichts mehr, hat vermutlich auch deshalb oft Durchfall. Da er sich weigert in der Nacht Slipeinlagen zu tragen, muss meine Mutter alle paar Tage die Bettwäsche wechseln. Von einem Hörgerät will er auch nichts mehr wissen. Er sitzt oft einfach da und man merkt ihm an, dass er kein Wort versteht. Das einzige was ihm noch Freude zu machen scheint, er putzt sein Motorrad.

Irgendwie habe ich den Eindruck dass er depressiv ist. Mutter hat ihn schon gefragt, ob er eigentlich froh ist, dass er das überlebt hat, oder ob er lieber gestorben wäre. Er meinte er sei froh noch zu leben, verhält sich aber ganz anders.

In zwei Wochen hat er wieder einen Arzt Termin, ich überlege mir, vorher mit den Arzt über seinen psychischen Zustand zu informieren.

Hlud=ipfupxf1 hat geantwortet


Viele Fäden versanden einfach, man weiss nicht wie es dann weitergegangen ist.

Ich möchte diesen hier mit etwas Positivem beenden, für alle, die mir in diesen schweren Zeiten beigestanden sind.

Mein Vater hat sich sehr gut von seiner Krankheit erholt.

Sein neuer Hausarzt hat ihn vor zwei Wochen gründlich durchgecheckt und ist zum Schluss gekommen, dass er kerngesund ist.

Zwischenzeitlich hat man befürchtet, man müsse ihm eine Niere herausnehmen und er brauche dann regelmässig Dialyse. Zum Glück ist das aber vorläufig nicht mehr nötig.

Er geht wieder seinem Hobby dem Drechslern nach und hat schon wieder zwei eintägige Motorrad-Touren hinter sich.

Er ist immer unterwegs, sei es mit dem Auto, oder dem Motorrad.

Der Appetit ist auch wieder wie früher und er hat alle verlorenen Kilos wieder drauf.

Im Grossen und Ganzen kann er alles wieder so machen wie vor seiner Krankheit.

Er wirkt ein wenig tatteriger als vorher und sein Gesicht ist etwas eingefallen geblieben, die Kilos sind alle am Bauch.

Er ist ungeduldiger als früher und er explodiert schnell mal, wenn ihn etwas nervt, aber das nehmen wir dann nicht so ernst.

Ansonsten finden wir, es ist ein Wunder und wir sind sehr dankbar, dass er sein Leben so weiterführen kann wie vorher.

*:) *:)

HBudi(pfukpf1 hat geantwortet


Achja, er wird Ende Monat 84 (im Jahr eins)

EZhem3al9iger Nutz\er (#46x9485) hat geantwortet


Das sind ja tolle Nachrichten. Freut mich für Euch. Und das in dem stolzen Alter. Super.

Vielen Dank für die so positive Rückmeldung.

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