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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

I,ceLadyx_50 hat geantwortet


Aber vielleicht könnte es Dir helfen, wenn wir mal hier die Situation durchspielen, die Dir am meisten Angst einflößt.... wenn Du das so öffentlich nicht möchtest, dann auch gerne per PN.

Das kann wirklich helfen, wenn man seine Ängste einfach mal so aussprechen kann.

H*udip$fupf1 hat geantwortet


Danke für deine tröstlichen Worte. Ich habe einfach Angst ihn si hilflos zu sehen. Mit dem Tubus. Und dass er vermutlich nicht auf uns reagieren wird. Weil er ja unter Drogen ist. Dass er leiden muss, hilflos wie ein Kind. Ich kenne ihn dich nur stark! Warum hilft das Antibiotika nicht, wie lange geht das denn bus sie das richtige finden? Wenn überhaupt.

Ich bin ja schon in der Notaufnahme umgekippt und da war er noch ansprechbar. Muss stark sein für meine Mutter, das erwartet sie! Mein Bruder wird sich Morgen wieder drücken.

IgceCLadyx_50 hat geantwortet


Ja, verstehe.

Ich habe einfach Angst ihn si hilflos zu sehen. Mit dem Tubus.

Das wird neu für Dich sein. Klar.

Ich kenne ihn dich nur stark!

Sehr interessanter Satz und das ist nicht blöd gemeint.

Versprecher und auch Vertipper sollte man sich immer mal ansehen, könnte interessant sein.

Dass Du schreibst, "ich kenne dich nur stark" signalisiert mir, dass Du gerne möchtest, dass ich stark bin - damit Dir das hilft ;-)

Du kennst ihn doch nur stark - genau das schoss mir durch den Kopf, als ich Deine Beiträge vohrer las. Viele Väter gaben sich - grade in dieser Generation - nur stark und wenn das mal wegfällt, sind sie automatisch für die Angehörigen fast ein anderer Mensch.

Vielleicht glaubst Du auch, dass Ihr nun die Plätze tauscht und Du nun immer für ihn stark sein musst. Das ist aber nur begrenzt so. Organisieren und abstimmen, klar. Aber Du musst nicht alles leisten können, Du darfst Dir da Hilfe von außen holen und wirst trotzdem seine tolle Tochter sein :-)

Warum hilft das Antibiotika nicht, wie lange geht das denn bus sie das richtige finden? Wenn überhaupt.

Ich komme nochmal auf mein eigenes Beispiel zurück, wenn wir eine Erkältung haben. Und das ist dann nur eine furznormale Erkältung, dauert aber so schon bald 14 Tage, bis wir die so richtig quitt sind. Er ist weitaus älter als wir (by the way - wie alt bist Du eigentich, wenn ich fragen darf?) und weitaus schwerer krank. Bitte, Du musst da Geduld haben.

Ich bin ja schon in der Notaufnahme umgekippt und da war er noch ansprechbar. Muss stark sein für meine Mutter, das erwartet sie!

Dass Du umgekippt bist, heißt doch, dass Du Dich aus der Situation ausknipst, weil sie Dir zu viel war.

Was Deine Mutter erwartet, ist sowas von Latte... sorry, aber ist so. Sie muss auf sich achten, Du auf Dich und Ihr könnt füreinander da sein. ABER Du bist nicht für sie verantwortlich, bitte zieh Dir diesen ungesunden Schuh nicht an!

Mein Bruder wird sich Morgen wieder drücken.

Ja, so typisch.

ABER auch hier: Dein Bruder ist er, Du bist Du. Du musst nicht seine Aufgaben übernehmen und auch nichts kompensieren. Mir scheint, das ist ggf. aber vorher schon öfter so bei Euch gewesen, wenn Du das schon so annimmst.

Oder, um es auf einen Konsens zu bringen: Du kannst nicht die ganze Welt retten :-)

H&udippfupf]1 hat geantwortet


Der Vertipper kommt vom iPhone. Aber auch ohne den, du hilfst mir sehr! Irgendwie hab ich das Gefühl, du weißt viel über solche Dinge.

Um auf mein Alter zu kommen, ich bin 52 und mein Bruder 56.

Trotz unseres reifen Alters hatten wir noch nie solche Situationen in unserem Leben, da alle in unserer Familie immer sehr gesund waren.

Ja, Geduld. Es wäre einfacher Geduld zu haben, wenn man wüsste, dass alles wieder gut wird.

Ich wünsche mir so, dass das AB endlich wirkt. Sie sagen ja schon, dass es ihm besser geht, aber er hat noch immer Fieber. Hatte er übrigens nie, wie ich auch nicht. Wir haben nie Fieber...

Ich hoffe einfach, es ist ein gutes Zeichen, dass er mitatmet und den Scheim selber herauf hustet. Dass sein Körper Kraft hat sich zu wehren und das auch tut. Ich hoffe das hilft.

I.ceLadqy_50 hat geantwortet


Ich überlege, wie ich es formuliere, dass es keinesfalls falsch rüberkommt.

Ok, wenn alle immer gesund waren und das Leben relativ unbeschwert war, kann das zunächst gut sein, weil man damit nix am Hut hat. Andererseits ist man dann natürlich total überfordert, wenn plötzlich etwas passiert, auch klar.

Dass alles wieder gut wird.... das bringt mich auf den Punkt, der mir gestern Abend schon so durch den Kopf ging. Vielleicht ist das Ganze auch eine Frage der Abnabelung. Korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber ich habe auch den Eindruck, dass ganz generell es auch so ist, dass mangels der Auseinandersetzung damit zu einer starken Fokussierung auf Eltern, Familie etc. gekommen ist und DU für Dich selber ein wenig auf der Strecke geblieben bist.

Also, es geht nicht darum, an seinen Eltern zu hängen und/oder sie zu lieben etc., sondern darum, trotzdem ein eigenes und selbstbestimmtes Leben zu führen - und zwar egal, was die Anderen (oder eben auch Eltern) von einem halten.

Der immer starke Vater, der an der Spitze steht und jetzt droht, wegzufallen... verstehst Du, was ich meine? Was ist eigentlich mit Deiner Mutter?

Hnudi#pfupf1 hat geantwortet


Du hast sicher recht mit deiner Einschätzung, betreff Abnabelung.

Meine Mutter hatte vor acht Jahren einen Herzinfarkt. Davon hat sie sich aber sehr gut erholt. Sie hatte letzte Woche aber auch Probleme, weil ihre Medikamente neu eingestellt werden mussten.

Sie war überdosiert.

Im Moment ist sie natürlich auch sehr belastet, weil mein Vater immer so viel erledigt hat.

Ihr kommen jetzt laufend Dinge in den Sinn, die geplant waren und abgesagt werden müssen.

Sie kann nicht Autofahren, daher muss sie jetzt von uns zu ihren Terminen, wie Zahnarzt gefahren werden.

Sie lebt in einem grossen Haus, welches praktisch nur aus Treppen besteht, das sie immer noch ohne Hilfe in Schuss hält.

Im Moment mag sie nicht essen und nicht schlafen.

Ich weiss nicht wie es in ihr drin aussieht und wie sie den Besuch heute Mittag verkraften wird.

Hoffentlich geben sie ihm jetzt das richtige Antibiotika, ich bin sicher, es geht bergauf, wenn das endlich anschlägt.

I{ceLahdy_5x0 hat geantwortet


Im Moment ist sie natürlich auch sehr belastet, weil mein Vater immer so viel erledigt hat.

....... ;-)

Hört sich generell nach Umbruch an. Das heißt, es steckt schon weit mehr in der Situation, als "nur" das Kranksein des Vaters.

Ich kann sehr gut verstehen, dass Euch das Angst macht, der Gedanke an den Besuch. Aber wie gesagt, vielleicht hilft Euch die Idee, dass das ein sehr geschützter Raum ist, in dem er sich grade aufhält.

Ich denke auch, wenn die Infektion zurückgeht, wird es langsam aber sicher bergauf gehen :)z

CAorTnelTia59 hat geantwortet


Ich habe einfach Angst ihn si hilflos zu sehen. Mit dem Tubus.

Kann ich gut nachvollziehen. Der erste Anblick meiner Mutter, ins künstliche Koma gelegt und mit dem Tubus im Mund, war ein Schock. Aber nicht wegen der Technik, sondern weil da ein vertrauter, geliebter Mensch auf einmal daliegt wie ein Häufchen Elend und nicht mehr diejenige ist, die man wiedererkennt.

Das Gefühl hat sich aber gegeben. Nach ein paar Tagen hat es mir nichts mehr ausgemacht, auch weil ich noch kleine Reaktionen bei ihr feststellen konnte, an denen ich merken konnte: Hey, sie ist ja gar nicht so weit weg, wie ich zuerst gedacht habe!

Warum hilft das Antibiotika nicht, wie lange geht das denn bus sie das richtige finden? Wenn überhaupt.

Das braucht seine Zeit. Und die Reaktion der Blutwerte ist dann nochmal um 1-2 Tage verzögert!

Ich weiß nicht, ob bei ihm vielleicht Blutkulturen angesetzt wurden, um einen Resistenzcheck auf verschiedene Antibiotika vorzunehmen? Wurde bei meiner Mutter damals mehrfach gemacht.

Man sagte mir, er ist soweit wach dass er die Augen öffnet wenn man ihn anspricht. Er hilft gut mit beim atmen ist aber immer noch intubiert. Das Antibiotika hat bis jetzt nicht angeschlagen und wurde gewechselt. Den Schleim hustet er selber nach oben und dann saugen sie ihn ab.

Kann es sein, daß er den Schlauch nicht im Hals hat, sondern daß bereits eine Tracheotomie vorgenommen wurde? Denn die Beatmung über den Hals erfordert immer eine Sedierung, sonst wehren sich die meisten Patienten so gegen die Maschine, daß entweder der Schlauch raus oder der Patient wieder schlafengelegt werden muß. Der Schlauch per Luftröhrenschnitt hat den großen Vorteil, daß er damit wach sein kann, und "auf der Bettkante sitzen" klingt für mich schon sehr wach!

H^udiPpfuxpf1 hat geantwortet


Er ist immer noch sediert. Einfach nicht mehr so tief, da er schon viel mit atmet.

Er hat wohl immer noch den Tubus im Hals, daher kann er den Schleim nicht ganz raushusten. Sie saugen ihn ab.

Er öffnet die Augen wenn man ihn anspricht, reagiert aber sonst nicht und schläft immer wieder ein.

Er sass zwar auf der Bettkante, die Augen fielen aber wieder zu und er hat geschlafen.

Ich weiß nicht, ob bei ihm vielleicht Blutkulturen angesetzt wurden, um einen Resistenzcheck auf verschiedene Antibiotika vorzunehmen? Wurde bei meiner Mutter damals mehrfach gemacht.

Ich hoffe schon, dass sie alles unternehmen, das richtige zu finden.

Jedenfalls bekommt er jetzt ein anderes.

Ich nehme an, einen Luftröhrenschnitt machen sie nicht ohne zu fragen.

Cporne{liXa5x9 hat geantwortet


einen Luftröhrenschnitt machen sie nicht ohne zu fragen.

Dürfen sie gar nicht, ohne daß jemand - vermutlich deine Mutter - unterschreibt. Denn das ist immerhin ne Operation, ohne Unterschrift wäre das Körperverletzung.

Ich hoffe schon, dass sie alles unternehmen, das richtige zu finden.

Jedenfalls bekommt er jetzt ein anderes.

Frag einfach mal, ob sie das gemacht haben, nennt sich, glaube ich, Resistogramm. Sind meines Wissens Kulturen in Petrischalen, und jede mit einem anderen AB behandelt. So kriegen sie raus, auf welches der Keim reagiert und auf welche eben nicht. Dauert aber immer 2-3 Tage, bis da Ergebnisse vorliegen, kann sein, daß das jetzt genau der Zeitraum war, bis die Ergebnisse kamen und sie deswegen das AB umgestellt haben.

Er ist immer noch sediert. Einfach nicht mehr so tief, da er schon viel mit atmet.

Sehr gut! Das Beatmungsgerät läßt sich ja darauf einstellen. Ich erinnere mich noch gut, wie das damals bei meiner Mutter war. Da konnten wir auf dem Monitor des Geräts mitverfolgen, wann und wieviel sie selber an Atemleistung erbrachte, und das noch tief sediert. Das können dir die Schwestern auch zeigen am Gerät!

Wenn er nicht mehr so tief schläft, ist er wahrscheinlich schon ganz gut ansprechbar. Kann sein, daß er dir die Hand drückt oder ein bißchen die Augen öffnet, wenn du mit ihm sprichst, wirst schon sehen! Es tut ihm bestimmt gut, wenn er eine vertraute Stimme hört, denn er kriegt ja durchaus Sachen mit. Alles Fremde um ihn herum, es werden Sachen mit ihm angestellt, und er kann sich nicht wehren. Was glaubst du, wie das für ihn ist?

H]udiNpfupxf1 hat geantwortet


So, haben den Besuch hinter uns.

Ich konnte mit den Pflegerinnen und dem Arzt sprechen.

Mein Vater wird noch 40% beatmet bei 97% Sauerstoffgehalt im Blut, könnte aber selber atmen. Man könnte den Tubus ziehen, dafür müsste er aber aufwachen, was er aber nicht tut. Er öffnet zwar ab und zu die Augen, dem Arzt geht das aber zu langsam.

Das AB schlägt an, sie wissen den Bakterienstamm und die Entzündungswerte sinken.

Das Herz und die Nieren arbeiten gut und er ist stabil. Das Fieber ist auch gesunken und war auf 37.8 als wir dort waren.

Der Arzt meinte, die Lunge sei nicht mehr das Problem, sondern dass er nicht aufwacht. Er bekommt kein Narkosemittel mehr seit Gestern.

Er hätte Heute die Augen nicht geöffnet. Dabei hat er das zweimal getan als wir dort waren, er hat auch immer wieder den Kopf bewegt.

Die Pflegerin sagte, er öffne die Augen immer wieder und sie hätten ihn Heute Morgen aufgesetzt, um den Kreislauf anzuregen, das habe ihn sehr angestrengt und müde gemacht. Das sei doch verständlich wenn man so schwer krank ist in dem Alter. Sie sagte auch, den Ärzten ginge es oft zu langsam, es brauche halt Zeit und Geduld. Sie meinte, er packt das schon. Wir mussten ein Formular ausfüllen, was er so mag, Essen etc. wir sollen Morgen Bilder mitnehmen, die sie dann so hinhängt, dass er sie sieht, wenn er erwacht.

IyceLa2dy_!5x0 hat geantwortet


Na bitte, er hat ne super Sättigung.

Ja, Geduld, bitte...

Ich sagte nicht umsonst, dass er ggf. eine Anschlussheilbehandlung braucht. Er wird nicht einfach so aus der Klinik heim können, weil die Klinik ihn nicht auf die Beine bringt, sondern erstmal nur die Krankheit heilt.

Eine Reha würde ihm sicher gut tun, er wird dann dort auch physiotherapeutisch aufgebaut.

Und da kann Deine Mutter auch mitfahren, wenn auch auf eigene Kosten.

H3udhipHfupxf1 hat geantwortet


Dazu muss er aber aufwachen, was er im Moment offenbar nicht tut.

IaceLdady:_5x0 hat geantwortet


Jein. Es gibt auch Reha-Zentren, die solche Patienten aufnehmen.

Aber soweit sind wir ja noch nicht.

Wie geht es Dir heute Abend?

H~udi>pfu]pf1 hat geantwortet


Mir geht es nicht schlecht. Der Anblick war nicht schön, aber ich hab es relativ gut verkraftet. Bin dann mal erschrocken, weil die Atmung plötzlich unregelmäßig war. Die Schwester sagte dann, dass er selber den Rhytmus bestimmt und wir ja auch nicht immer regelmäßig atmen.

Aber alles in allem habe ich jetzt mehr Hoffnung.

Eine gute Freundin von mir arbeitet in einer Reha-Station und sagte, sie haben sehr viele Patienten die in diesem Alter eine Lungenentzündung gut überstehen.

Jetzt habe ich soeben einen Anruf von meiner Nachbarin und Freundin aus Österreich bekommen. Sie ist dort bei ihrem Vater, der seit Heute auch im Spital ist. 90 Jahre alt, Prostatakrebs, 25% Herzleistung und ein Loch im Darm. Er muss operiert werden, oder hat einen schmerzvollen Tod. Wenn ich das höre, hat mein Vater hundert mal die besseren Karten.

Was ist im Moment bloß los?

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