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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

aPgneos


Ich halte es für unwahrscheinlich, daß der Medikamentenspiegel gemessen wurde.

I}ceLaPdy_5x0


Naja, man hofft halt immer, dass jemand mitliest, der Erfahrungen mit so etwas hat, sei es beruflich oder privat.

Ja, nur dennoch hat leider (oder vielleicht Gott sei Dank) keiner eine Kristallkugel, die sie befragen können.

Dass Dich die Situation schockiert und ein Stück weit überfordert, ist doch ganz normal :)_

HZudiapfuxpf1


War vorhin bei ihm. Er ist bis Morgen an der Dialyse. Tubus ist weg und der Luftröhrenschnitt gemacht. Aber er wird nicht benötigt, da er keine Beatmung mehr braucht. Er atmet also völlig normal durch den Mund. Wenn auch stoßweise. Sie haben ihn gemacht, falls doch noch einmal eine Beatmung nötig werden sollte.

Die Nierenwerte haben sich sehr gebessert und das Narkosemittel hat sich schon teilweise abgebaut. Er bekommt nur noch AB, Blutverdünner und Schmerzmittel. Kreislauf ist stabil. Die Lunge hat noch Schleim, die Entzündung ist aber überstanden. Der Schleim war Heute blutig, ich nehme an, oder hoffe wegen dem Luftröhrenschnitt. Man sagte uns Heute, er habe eine sehr schwere Lungenentzündung mit Sepsis gehabt.

Er hatte die Augen offen. Als meine Mutter ihm die Stirn streichelte hat er die Augen zu gepresst, das hat ihm wohl nicht gefallen. Er bewegt die Beine viel. Auch wirkte er entspannter, ohne den Tubus.

Von einem Gehirnschaden gehen sie nicht aus. Sie können sich nicht wirklich erklären, weshalb er neurologisch noch nicht reagiert. Er brauche wohl einfach viel Zeit und wir Geduld.

Es ist fast unerträglich ihn so zu sehen, mit den Blutschläuchen. Er tut mir so leid, was er alles durchmachen musste und muss. Weiß nicht wie ihm geschieht, wie ein Kleinkind.

C*ornJelixa59


Als meine Mutter ihm die Stirn streichelte hat er die Augen zu gepresst, das hat ihm wohl nicht gefallen.

Glaube ich gerne. Die meisten Menschen lassen sich nicht gerne ohne Vorwarnung ins Gesicht fassen, das wird bei hilflosen Patienten auf IS manchmal übersehen. Haltet ihm lieber die Hand und streichelt die.

Wie reagiert er denn auf Ansprache, also wenn ihr mit ihm redet? Folgt er euch mit den Augen?

H5udiipfuEpfx1


Nein, er schaut, aber man hat das Gefühl er sieht nicht. Mir kommt es langsam vor wie ein Wachkoma.

HDudi pfup{fx1


Irgendwie bin ich jetzt in einer Phase, in der ich nicht mehr viel Hoffnung habe.

C"orn|e|lia59


Gib die Hoffnung nicht so schnell auf! Er braucht einfach mehr Zeit als andere, das ist ganz individuell. Aufwachen aus dem künstlichen Koma kann man nicht programmieren, auch wenn das Narkosemittel jetzt langsam rausgeht, muß er nicht sofort wach werden. Hab weiter Geduld! :)*

H|udEip?fupfx1


Vielen Dank für deinen Zuspruch!

Ich werd's versuchen. Bin jedenfalls froh, muss ich heute nicht zu ihm.

C.ornehllia'59


Er zeigt jedenfalls schon mehr Reaktionen als vor ein paar Tagen, wo er nur unfokussiert die Augen geöffnet hat, oder? Und mehr bewegen tut er sich auch! Langsam wieder ein paar kleine Schrittchen weiter! @:)

H2udRipfxupf1


Ja, er schaut Mutter an, aber sie denkt er erkennt sie nicht.

Sie meint, sie spürt irgendwie, dass er den Willen hat. Sie kennt ihn ja am besten.

Man kann sich einfach irgendwann nicht mehr vorstellen, dass jemand wieder zurückkommt, wenn man ihn so da liegen sieht.

Als ob es gar nicht der Mensch ist, den man kennt.

Das ist alles so surreal.

CKornVelixa59


Hab ich damals auch geglaubt.

Bei unserer Mutter kam dann noch hinzu, daß sich im Aufwachprozess herausstellte, daß sie eine Critical-Illnes-Polyneuropathie aus ihrem künstlichen Koma (auch Sepsis wegen der Lungenentzündung, auch Dialyse) mitgebracht hatte. Das bedeutete, daß sie sich erstmal überhaupt nicht bewegen konnte, nicht mal die Finger. Kopf drehen ging erst nach ein paar Tagen. Das ist glücklicherweise weitgehend reversibel, aber das hat gedauert! Sie kam später aus der Reha zurück und konnte noch nicht mal einen Löffel selber halten! Heute kann sie wieder selbständig aus dem Rollstuhl aufstehen, alleine essen, Kreuzworträtsel lösen, sich anziehen...

Aber das hat dein Vater nicht, keine Sorge. Sonst würde er nicht die Beine bewegen!

C&ornheli&a59


Kauf ein "s" für das Wort Illness... |-o

IkceLOadxy_50


Cornelia, bei allem Respekt für Deine Bemühungen, aber man kann unmöglich zwei Menschen im Rahmen ähnlicher Diagnosen simultan übereinanderlegen in der Wertung.

Wir können hier nur wild spekulieren, weil wir keine genauen Befunde vorliegen haben.

Hier hilft wirklich nur, sich jeden Tag die Situation neu anzuschauen. Weiterhin viel Kraft!

HMudipfuxpf1


Ich bin ja so naiv auch wieder nicht und mir ist bewusst, dass alles geschehen kann.

Aber trotzdem tut es mir gut und gibt mir etwas Kraft, wenn ich die Erfahrungen von Cornelia59 lese, die positiv ausgegangen sind.

Vom Alter und der Krankheit her, sind sie ja ähnlich.

Das zeigt mir, dass die Chance des Überlebens besteht.

Ich bin dankbar für solche Berichte.

Von den anderen gibt es mehr als genug im Internet und die ziehen mich noch mehr herunter.

H*udi0pfuxpf1


Telefon mit Krankenhaus.

Die Dialyse ist beendet und das Blut ist sauber. Die Nieren arbeiten.

Die Pflegerin sagte meiner Mutter, es gehe ihm Heute bedeutend besser als bis jetzt.

Reaktionen kommen von ihm aber noch keine. Stoisch lässt er alles mit sich geschehen, mit geöffneten Augen.

Es flackert wieder Hoffnung auf....

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