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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

IUceLa5dy_x50


Es geht mir doch nicht um "gut" oder "schlecht", das liest Du ja wohl auch in meinen Beiträgen, in denen ich mir ebenfalls viel Mühe gab, Dinge zu erklären.

Ich habe mich daran gestoßen, dass gesagt wird, er kann ja keine PNP haben, weil er ja die Beine bewegt. Mal abgesehen davon, dass es aktuell ja egal ist, ob er eine hätte (das wäre nicht relevant), kann man das aufgrund des Bewegens nicht feststellen.

Ich finde es nicht konstruktiv, von einem Patienten auf den anderen zu schließen, weil das ggf. das Bild verzerrt. Mehr wollte ich nicht sagen damit, falls das hier falsch rübergekommen ist.

HZuvdipfMupfI1


Nein nein, ich versteh dich schon. Ihr seid mir beide eine große Hilfe! Es braucht immer beide Seiten. Ich wusste nicht einmal was PNP ist. Aber ich denke, wenn er alles andere geschafft hat, würde er das auch noch packen.

Im Moment geht es mir besser, vor allem weil die letzte Info so positiv war. Es gehe ihm bedeutend besser, das ist doch schlussendlich entscheidend. Ich freue mich über jedes Schrittchen und wenn es stagniert bin ich traurig, ist ja klar.

Aber eigentlich hat er bis jetzt ja nur Schrittchen nach vorn gemacht.

H:udipfpupxf1


Auch als meine Freundin, die im Pflegeheim in der Reha arbeitet, mir erzählt hat, dass sie sehr viele Patienten in diesem Alter hat, die eine Lungenentzündung überstanden haben, hat mir das Mut gemacht.

Hqudip~fuxpf1


War das Heute ein tolles Gefühl! Wir kamen zu seinem Bett und er hat uns angelächelt! Er beantwortet Fragen mit nicken oder Kopf schütteln. Er hat nach der Hand meiner Mutter gegriffen und immer wieder gelächelt. Die Schwester sagte, als sie ihn am Morgen an die Bettkante setzten, hat er völlig motiviert mitgeholfen und konnte 15 Min selber sitzen. Unglaublich was er durch die Dialyse für einen Schritt gemacht hat. Aber vermutlich braucht er nochmal eine, da die Nieren immer noch überfordert sind. Er lächelt übrigens auch die Schwestern an. Als ob er sich einfach freut wieder, oder noch da zu sein.

Er hat uns gekannt, aber ich bin nicht sicher, ob er uns richtig einordnen kann. Er schaut sich auch immer interessiert um, als ob er alles jedesmal zum ersten Mal sieht.

Kommt schon noch, jetzt ist mal ein großer Schritt getan! Juhuuu

CKorcnelia}59


Oh, wie schön! @:)

Siehst du, er hat nur etwas mehr Zeit gebraucht. Daß er sich interessiert umschaut, glaube ich gerne. Denn bisher hat er die Intensivstation noch nicht bewußt wahrgenommen, auch wenn er schon länger da liegt.

Wenn sie ihn schon an die "feuchte Nase" gelegt haben, wäre der nächste Schritt ein Sprechaufsatz für das Teil in seinem Hals (hab gerade vergessen, wie das heißt). Damit könnte er dann auch sprechen. Solange das noch nicht geht, schau mal im Internet nach Kommunikationstafeln, die kannst du ausdrucken und ihm mitbringen. Da kann er auf Sachen zeigen und ihr wißt besser, was er möchte. Oder, wenn das schon möglich ist: ein Klemmbrett, Papier und Stift!

HNudipf9upfx1


Ich hab richtig gut geschlafen.

Ja, das mit der Sprechkanüle hab ich gelesen.

Das mit den Kommunikationstafeln ist eine gute Idee, leider habe ich keinen Drucker. Ich frag mal im Spital heute wegen diesem Sprechaufsatz.

Jetzt muss der Schleim endlich weg sein und er gut schlucken können, dann bleibt er noch ein bis zwei Tage unter Beobachtung auf der IS.

Vermutlich noch eine Dialyse, weil die Nieren Noch nicht so arbeiten wie sie sollten. Sie sagten es liegt nicht an der Quantität sondern an der Qualität ihrer Funktion.

Ich hoffe sie erholen sich.

H@udipOfuxpf1


im Moment ist mein Vater intellektuell auf der Stufe eines Zweijährigen. Er nickt oder schüttelt den Kopf, verzieht das Gesicht. Hand drücken bei Aufforderung kann er nicht. Er macht überhaupt nichts auf Aufforderung. Er lächelt ab und zu, schaut umher, oder schaut einen an, vermutlich ohne zu wissen wer man ist....ich hoffe das bleibt nicht so.

C0or<nUelLia59


Klingt alles nach Durchgangssyndrom. Wie ich schon früher im Faden geschrieben habe: manche werden aggressiv, manche total verwirrt, manche leiden unter Amnesie. Bei meiner Mutter war es z. B. so, daß wir sie nach einigen Tagen gefragt haben, ob sie denn wüßte, wer wir sind. Sie hat den Kopf geschüttelt... sprechen konnte sie da noch nicht. Das mußten wir ihr dann mindestens eine Woche lang jeden Tag von neuem erklären, bis sie uns tatsächlich eines Tages erkannte.

Mach dir nicht schon wieder solche Sorgen, das ist immer noch alles der Aufwachprozeß! Auch wenn er jetzt "wach" aussieht, braucht er immer noch viel Zeit!

H,udipsfuxpf1


Ich hoffe du hast recht! Man fragt sich, was in seinem Kopf vorgeht.

Das hat aber auch gedauert bei deiner Mutter. Hattet ihr nie den Gedanken, dass es so bleiben könnte?

Er wirkt freundlich und man hat das Gefühl, er merkt am Tonfall, dass er etwas gefragt wird und nickt dann oder schüttelt den Kopf, ohne die Frage zu verstehen. Er lächelt oft.

Heute hat er sich die Magensonde rausgezogen. Ich glaube die Schläuche beginnen ihn zu nerven.

Wenn Sie seinen Nacken bewegen zur Umlagerung, verzerrt er vor Schmerzen das Gesicht. Er muss völlig verspannt sein, vom liegen.

Wir haben jetzt einen Fernseher dazugemietet, damit er nicht nur stumpfsinnig vor sich hin starrt.

So hat er bewegte Bilder.

Sein Hobby ist drechseln, meinst du wir sollten Morgen eine Pfeffermühle von ihm mitnehmen?vielleicht löst das etwas aus?

C"ornel"iax59


Wenn Sie seinen Nacken bewegen zur Umlagerung, verzerrt er vor Schmerzen das Gesicht. Er muss völlig verspannt sein, vom liegen.

Mit Sicherheit. Was nach einiger Liegezeit auch sein kann, ist, daß das Wundliegen beginnt, aber das müßten die Pfleger eigentlich unter Kontrolle haben. Er wird außerdem jede Menge Muskulatur und Gewicht verloren haben, denn die künstliche Ernährung hält zwar am Leben, aber die Krankheit zehrt an allem. Muß alles hinterher wieder aufgebaut werden.

Heute hat er sich die Magensonde rausgezogen. Ich glaube die Schläuche beginnen ihn zu nerven.

Oh ja. Stell dir vor, du hättest einen Schlauch in der Nase, der dich am Schlucken hindert, weil er direkt in die Speiseröhre führt...

Bei der Gelegenheit: fragt mal die Pfleger, ob ihr ihm mit einem Wattestäbchen schon ein bißchen Wasser geben dürft. Trinken darf er natürlich nicht, er würde sich verschlucken und das Wasser liefe ihm in die Lunge. Aber ein paar Tropfen von einem Wattestäbchen müßten möglich sein, sein Mund ist bestimmt staubtrocken.

Sein Hobby ist drechseln, meinst du wir sollten Morgen eine Pfeffermühle von ihm mitnehmen?vielleicht löst das etwas aus?

Sehr gute Idee! Das ist auch bestimmt ein Anreiz für ihn, danach zu greifen, auch wenn er sie noch nicht halten kann!

Bei der Gelegenheit: hat er eine Brille? Wenn ja, solltet ihr ihm die mitbringen und auch aufsetzen, wenn ihr dort seid, das macht ihm auch das Leben leichter. Nur nicht vergessen, die wieder abzusetzen, denn er kann sich ja selber noch nicht äußern!

C3ornTeuliax59


Was die Kommunikationstafeln angeht: wenn ausdrucken nicht geht, dann schreib doch einfach die wichtigsten bzw. relevanten Sachen ab, die da so draufstehen. Durst/zu kalt/zu warm/Schmerzen/Ich will nach Hause/Wann darf ich nach Hause, solche Sachen. Groß genug schreiben, am besten mit einem dicken Filzstift, daß er es gut lesen kann, und ihm dann auf einer festen Unterlage so hinhalten, daß er es lesen kann und vielleicht draufzeigen kann.

Wenn er nicht zeigen kann, dann lest ihm die einzelnen Sachen vor und bittet ihn, zu nicken, wenn das richtige vorgelesen wird. Eventuell müßt ihr Sachen wiederholen, wenn er es im ersten Versuch nicht richtig versteht. Bei unserer Mutter ging das Verstehen zuerst sehr langsam, mehrfache Wiederholungen waren an der Tagesordnung.

C.ornwelixa59


Das hat aber auch gedauert bei deiner Mutter. Hattet ihr nie den Gedanken, dass es so bleiben könnte?

Ja, den Gedanken hatten wir, oder besser die Angst. Hat auch lange gedauert, die physischen und auch die psychischen Probleme so weit wie möglich in den Griff zu bekommen, aber es hat funktioniert. Es braucht unglaublich viel Geduld und Durchhaltevermögen, nicht nur von den Angehörigen, sondern gerade auch vom Patienten selber.

HRudyipfuxpf1


Sie lagern ihn alle zwei Stunden um, er hat keine wunden Stellen zum Glück.

Wegen dem Wattestäbchen habe ich gefragt, wir haben seine Lieblingsgetränke mitgebracht. Die Schwester meinte, es sei besser wenn sie das selber machen, weil es heikel sei, wegen der Sonde.

Das Problem mit der Kommunikationstafel...er schaut nicht hin, wenn man ihm etwas zeigen möchte. Ich wollte ihm auch den Fernseher zeigen, er schaut nur in unsere Augen und lächelt, aber zeigen kann man ihm nichts, das versteht er (noch) nicht.

Die Nierenwerte waren heute wieder schlechter, was ihn auch müde macht. Ich denke, das verzögert alles.

Sie wollen abwarten, weil sie hoffen, dass die Bieren das alleine schaffen. Allenfalls machen Sie noch eine Dialyse.

C-ornelxia59


Wegen dem Wattestäbchen habe ich gefragt, wir haben seine Lieblingsgetränke mitgebracht. Die Schwester meinte, es sei besser wenn sie das selber machen, weil es heikel sei, wegen der Sonde.

Schade... bei uns damals haben die Pfleger das zugelassen. Erst haben sie Tee versucht, aber den wollte sie nicht, sie wollte viel lieber Wasser. Es geht einfach nur um die Feuchtigkeit im Mund, ihre Lieblingsgetränke brachten erstmal gar nichts, die konnte sie nicht mal schmecken.

er schaut nicht hin, wenn man ihm etwas zeigen möchte.

Wiederholen, wiederholen, wiederholen. Wenn er noch nicht hinschaut, dann reicht seine Konzentrationsfähigkeit noch nicht, daß er das auf die Reihe bekommt. Also immer wieder schön langsam und laut genug wiederholen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft wir zu Anfang Sachen wiederholen mußten, bis wir endlich eine Reaktion bekamen!

Die Nierenwerte waren heute wieder schlechter, was ihn auch müde macht. Ich denke, das verzögert alles.

Sie wollen abwarten, weil sie hoffen, dass die Bieren das alleine schaffen. Allenfalls machen Sie noch eine Dialyse.

Ach ja, Intensivstation. Ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Zwei Schritte vorwärts, zwei wieder zurück. Zwei Schritte vorwärts, einer zurück... immer diese Rückschläge! Aber nicht davon verrückt machen lassen, das ist nur die übliche emotionale Achterbahn, die du inzwischen auch wiedererkennst, oder? :)*

Hnudiipsfupxf1


Ja, es ist wirklich eine Achterbahn. Was dich Gestern glücklich machte, reicht Heute schon nicht mehr.

Ich muss es einfach vorzu nehmen.

Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, was alles schon geschafft ist.

Die Lungenentzündung ist überstanden und das Herz ist vermutlich nicht geschödigt. Er ist stabil und kann sich bewegen, wollte auch schon aus dem Bett steigen. Reagiert und ist halbwegs wach.

Wenn die Nieren sich erholt haben und er die Drogen raus hat, geht es bestimmt schneller.

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