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Herzinfarkt, Lungenentzündung und Nierenversagen

H|udiphfupfx1 hat geantwortet


Heute war er wieder an der Dialyse. Er war um einiges wacher als Gestern. Meiner Mutter hat er immer das Gesicht gestreichelt und wollte sie halten.

Dann hat er mich angesehen und mit der Hand auf seinen Mund gezeigt. Er wollte seine Zähne.

Als ich das der Schwester sagte, meinte sie, sie wollten ihm die Zähne schon ein paar mal einsetzen, aber er wollte nicht. Sie war ganz erstaunt als er brav den Mund geöffnet hat.

Dann haben sie ihm diese Sprechkanüle montiert und er hat leise hallo gesagt als man ihn aufgefordert hat.

Er drückt jetzt auch die Hand und schaut gerne und konzentriert TV.

Sprechen geht noch nicht so gut, man versteht sein Gebrabel nicht, aber ich denke das ist eine Übungssache.

Der Arzt sagte uns, die Lunge und das Herz sind ok, das Problem sind die Nieren und seine Schwäche. Sie hoffen, dass die Nieren sich regenerieren, offenbar ist das möglich.

Meine Freundin, die in der Reha arbeitet, meinte es sei unwahrscheinlich, dass er je wieder nachhause kann, geschweige denn Auto fahren.

Ich hoffe sie hat nicht recht.

C)orn%elia5x9 hat geantwortet


Schau an, schon wieder ein großer Schritt nach vorne! Und offensichtlich weiß er schon, was er will, und er reagiert auf direkte Ansprache, super!

Sprechen geht noch nicht so gut, man versteht sein Gebrabel nicht, aber ich denke das ist eine Übungssache.

Meine Mutter konnte mit der Sprechkanüle erst nur flüstern, so leise, daß man mit dem Ohr ganz dicht ran mußte, um überhaupt was zu verstehen. Aber wenn er so weitermacht, dann ist die Beatmung bald ab.

Der Arzt sagte uns, die Lunge und das Herz sind ok, das Problem sind die Nieren und seine Schwäche.

Den Nieren wäre auf Dauer dann mit Dialyse zu helfen. Was die Schwäche angeht: das war klar. Er liegt jetzt seit über 2 Wochen auf IS und hat wahnsinnig Kraft und Gewicht verloren dabei. Aber: er arbeitet mit, er will aus dem Bett, und das ist das A und O!

Meine Freundin, die in der Reha arbeitet, meinte es sei unwahrscheinlich, dass er je wieder nachhause kann, geschweige denn Auto fahren.

Ich hoffe sie hat nicht recht.

Dazu eine kleine Geschichte. Als meine Mutter aus der Reha kam, mußte sie direkt wieder ins Krankenhaus, weil wegen dieser Idioten in der Reha die Lungenentzündung wieder da war. Sie war zu der Zeit sehr verwirrt, ging die Schwestern im KH agressiv an, schlug nach ihnen und hat sogar versucht, eine in die Hand zu beißen. %:| Insgesamt war ihr Zustand so, daß sie gefüttert werden mußte, selber essen war nicht möglich. Hinzu kam Wasser in der Lunge, sie konnte weder stehen noch sitzen, komplette Pflegestufe 3.

Der Arzt im KH wollte uns schonend darauf vorbereiten, daß sie wahrscheinlich nicht mehr lange leben würde und hat uns gesagt, wir sollten ihr die letzte Zeit so schön wie möglich machen... Und heute, knapp 2 Jahre später, steht sie alleine aus dem Rollstuhl auf, ißt selbständig, löst Kreuzworträtsel und fühlt sich ganz allgemein sehr gut! :-D

Vergiß irgendwelche Prognosen, es kommt auf den Menschen selber an, wie weit er sich erholt! Er wird in der Reha mit Sicherheit hart arbeiten müssen, aber er hat gute Chancen, daß er - naja, vielleicht nicht ganz - der Alte wird!

H8udBipfupxf1 hat geantwortet


Puuh! Da habt ihr einiges mitgemacht, unglaublich! Wie ist denn die Lungenentzündung das zweite Mal passiert? Es freut mich sehr für deine Mutter! Weiter so!

Es tut einfach gut, auch solches zu lesen.

Beatmet wird mein Vater schon seit fünf Tagen nicht mehr. Er atmet sehr gut und kann den Schleim auch selber raufhusten, er räuspert auch viel. Heute mussten sie deutlich weniger absaugen. Ich nehme an, wenn sie das nicht mehr müssen und er gut schlucken kann braucht er den Luftröhrenschnitt nicht mehr. Vielleicht kann er auch bald wieder essen und trinken.

Dialyse wäre nicht so schön und ich hoffe dass das nicht nötig wird.

Leider können wir ihn Morgen nicht besuchen, aber am Dienstag. Dann wird die Dialyse wieder weg sein.

C=ornelxia59 hat geantwortet


Das zweite Mal Lungenentzündung kam daher, daß man sich in der Reha einfach nicht genug gekümmert hat und dann hatte sie sich verkühlt, weil sie selber nicht an die Decke rankam und auf ihr Klingeln viel zu spät reagiert wurde. Die Lunge war natürlich schon vorgeschädigt, da passiert sowas eher als bei Gesunden.

Keine Beatmung mehr, feuchte Nase, klingt alles gut! Sobald er auch die nicht mehr braucht, werden sie ihn vermutlich auf Normalstation verlegen. Essen und Trinken ist davon abhängig, wie schnell er wieder schlucken lernt. Eventuell kann das dauern, eventuell geht es auch ziemlich schnell!

HBudiopfupfx1 hat geantwortet


Ist doch das letzte! Da bezahlt man so viel für ein Pflegeheim und dann so etwas!

In der Nase habe ich nur die Magensonde gesehen. Die hat er sich Gestern aus Versehen rausgezogen. Er lässt eigentlich alle Schläuche brav in Ruhe. Er scheint zu wissen, dass er das braucht. Ich glaube Sauerstoff bekommt er irgendwie anders. Ich habe ihn öfters schlucken gesehen. Wäre schön wenn er bald in die Nähe kommt. Es ist schon eine enorme Belastung, neben der Arbeit immer dorthin zu fahren. Mutter kann ja nicht Auto fahren.

Obwohl die Betreuung auf der Station natürlich nicht mehr so toll sein wird, aber dann sollte er eigentlich auch nicht mehr in Lebensgefahr sein.

Hmudip.fu7pf1 hat geantwortet


Sorry, hab nicht richtig gelesen, das war ja in der Reha. Um so schlimmer!

C;oronelixa59 hat geantwortet


Allerdings! Gerade in der Reha sollte man doch annehmen, daß es da vernünftig läuft... aber da mußten wir ganz schnell feststellen, daß da gar nichts vernünftig lief. Wir waren hinterher froh, daß wir sie lebend zurückbekommen haben, so sah das aus. :(v Wenn dir für die Reha die Helios-Klinik in Bad Berleburg von der Krankenkasse vorgeschlagen wird, leg SOFORT Einspruch ein!

Andererseits ist es natürlich so, daß das Pflegeheim von unserer Mutter bis auf den Zuschuß der Pflegekasse selber bezahlt wird... die haben also guten Grund, sich besser zu kümmern als die unterbezahlte und unterbesetzte Rehaklinik!

In der Nase habe ich nur die Magensonde gesehen.

Hoppla, Mißverständnis. Mit "feuchte Nase" ist die Atemgasbefeuchtung gemeint, im allgemeinen ist das so ein kleiner Aufsatz für das Ding in seinem Hals, mit einem feuchten Schwämmchen drin. Das ersetzt sozusagen die Schleimhäute in Mund und Nase, die ja normalerweise die Atemluft auf dem Weg in die Lunge anfeuchten und die natürlich durch das Tracheostoma umgangen werden.

Selbst wenn er nicht mehr beatmet wird, kriegt er wahrscheinlich noch Extra-Sauerstoff über einen Schlauch, der ans Tracheostoma zumindest zeitweise angeschlossen wird. Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob der mit dem Sprechaufsatz kombinierbar ist, aber ich glaube nicht.

HeudTipDfupxf1 hat geantwortet


Wir wohnen in der Schweiz. Daher besteht keine Gefahr in die von dir genannte Reha zu kommen. Bei uns arbeiten ja bekanntlich die besten Pflegekräfte und Ärzte aus Deutschland, weil sie mehr verdienen.

Jedenfalls hört man mehr Deutsch als schwizerdütsch.

Vermutlich kommt er dann in die Reha im hiesigen Krankenhaus.

Falls er danach Pflege braucht, finden wir bestimmt eine andere Lösung, damit er Zuhause sein kann.

Ich vermute, dass sie den Sprechaufsatz nur zeitweise reinmachen, bis sie sicher sind, dass er normal schluckt.

Ich habe ihn aber schlucken gesehen und denke das dauert nicht mehr lange.

Ja ich nehme an, dass er Sauerstoff dazu bekommt.

Ich mache mir jetzt ein wenig Sorgen wegen der starken Schmerzen im Nacken. Sie können ihn kaum dort anfassen. Vielleicht kommt das vom langen liegen.... ???

Ctorrneliax59 hat geantwortet


Wir wohnen in der Schweiz. Daher besteht keine Gefahr in die von dir genannte Reha zu kommen. Bei uns arbeiten ja bekanntlich die besten Pflegekräfte und Ärzte aus Deutschland, weil sie mehr verdienen.

Aha, da bleiben die also! 8-)

Falls er danach Pflege braucht, finden wir bestimmt eine andere Lösung, damit er Zuhause sein kann.

Dafür gibt's zum Glück ambulante Pflegedienste, und auch Physiotherapeuten, die ins Haus kommen und ihm beim Wiederaufbau helfen können.

Ich vermute, dass sie den Sprechaufsatz nur zeitweise reinmachen, bis sie sicher sind, dass er normal schluckt.

Ich habe ihn aber schlucken gesehen und denke das dauert nicht mehr lange.

Soweit ich weiß, geht das mit dem normalen Schlucken erst los, wenn das Tracheostoma komplett raus ist, also beide Wege, Luftröhre und Speiseröhre, komplett frei sind. Du siehst ihn zwar schlucken, klar, er schluckt seinen Speichel ab, aber das Schlucktraining beginnt erst danach.

Ich mache mir jetzt ein wenig Sorgen wegen der starken Schmerzen im Nacken. Sie können ihn kaum dort anfassen. Vielleicht kommt das vom langen liegen.... ???

Wahrscheinlich. Das ist Muskelabbau kombiniert mit Verspannung wegen des langen Liegens. Die Physiotherapeuten des Krankenhauses werden daran schon anfangen zu arbeiten, denke ich. Aber das braucht wieder alles seine Zeit.

H\udinpfunpxf1 hat geantwortet


Er liegt jetzt seit über 2 Wochen auf IS und hat wahnsinnig Kraft und Gewicht verloren dabei.

Daher ist es für so Fälle besser, wenn man ein Polster hat.

Er war nie sehr schlank und wird wohl nicht gleich aus dem Leim fallen.

Er hat auch oft so ein Muskelzittern, das komme vom Muskelabbau, meinte der Arzt.

Ich hoffe es geht weiter aufwärts. Sie sagen er sei ein sehr angenehmer Patient, weil er viel lächelt.

Ich kann mir vorstellen, dass das weniger wird, je wacher er ist.

Er ist jetzt schon öfter unruhig und versucht selber seine Position zu ändern und dabei verzieht er verärgert das Gesicht. Ein Bein hängt er immer über die Bettkante, sobald das Gitter unten ist. Meine Mutter sagt, das mache er auch Zuhause immer.

Die Schwester sagte, es sei noch zu früh um zu sagen, ob er ein Delir hat.

CtornKelia!5 9 hat geantwortet


Warte nur ab, bis sie ihn das erste Mal in der Reha auf eine Waage bugsieren, im Rolli vermutlich. Meine Mutter hatte in der Zeit auf IS rund 15 kg verloren, einfach so. Sie war zwar nicht dick vorher, aber auch nicht gerade eine zarte Elfe. ;-D

Ich hoffe es geht weiter aufwärts. Sie sagen er sei ein sehr angenehmer Patient, weil er viel lächelt.

Ich kann mir vorstellen, dass das weniger wird, je wacher er ist.

Klar ist das angenehmer als ein Patient, der dauernd versucht, aus dem Bett zu hopsen (und dann natürlich als Häufchen Elend auf dem Boden landet). Ist er denn im Normalzustand ein "Meckerer"? ;-D Das kriegen dann hinterher die Schwestern auf Normalstation ab...

Die Schwester sagte, es sei noch zu früh um zu sagen, ob er ein Delir hat.

Muß man abwarten. Sobald er wieder richtig sprechen kann, wird sich herausstellen, ob und wie verwirrt er wirklich ist. Aber sowas zieht sich gerne hin.

Hrudgipfhupfx1 hat geantwortet


Er ist sogar ab und zu Choleriker.

Aber er kann sich sehr gut benehmen, wenn er von jemandem abhängig ist. Da wird er zum Lämmelein.

Unser Krankenhaus hat einen schlechten Ruf, aber er war zufrieden als er dort war, hat sich nie beklagt.

Sie haben zwar erzählt, er wollte schon aus dem Bett, er hätte schon ein Bein draussen gehabt, aber wie gesagt, er hängt gerne ein Bein aus dem Bett.

C%orne'lia5x9 hat geantwortet


Das werdet ihr den Pflegern aber dann schon gesagt haben, damit die nicht immer gleich Panik kriegen, wenn er das Bein raushängt! ;-D

HDudip4fupfx1 hat geantwortet


Warum braucht deine Mutter einen Rollstuhl? Braucht sie den seit sie so krank war?

S(chn*attMi-x8 hat geantwortet


Das mit der Lungenentzündung in der Reha kenne ich auch. Meine 32-jährige Cousine war nach mehreren Monaten Koma in der Reha (Hirnblutung, Schädeldecke entfernt), war gut ansprechbar, versuchte sogar zu schreiben. Sie bekam dann dort eine Lungenentzündung und wurde daraufhin wieder zurück ins Krankenhaus gefahren. Dabei bekam sie den nächsten Schlaganfall, musste erneut am Kopf operiert werden. Danach war sie nicht mehr ansprechbar, wie eine Art Wachkoma. Sie verstarb dann nach insgesamt 6 Monaten Koma 2 Tage nach dem Geburtstag ihrer Tochter.

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