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Eltern früh gestorben, sterbe ich auch früh?

S%un/floFwer_73 hat geantwortet


1. Alle Menschen müssen sterben.

2. Man hat nur sehr begrenzt in der Hand, wann es einen erwischt. Man kann auch unabhängig von Risikofaktoren einfach Pech haben.

3. Kristallkugeln sind gerade aus. Daher bleibt nur als Fazit: 1. Gesund leben. 2. Das Leben JETZT genießen und aktiv gestalten. Kann morgen vorbei sein. Was nützt es, sich jetzt über die potenzielle Lebenserwartung Gedanken zu machen, wenn man die 50+ Jahre dann nur vor sich hin dümpelt?

L<ew"ian hat geantwortet


Shojo

aber in dieser Pauschalität kommt es nicht an meinem Bullshit-Sensor vorbei.

Fein, dass 450 Jahre nachdem de Montaigne es geschrieben hat, mal jemand so ein Geraet dabei hat, so dass es endlich mal auffaellt... :-x

Ehrlich, was erwartest du? Fuer alle derartigen Saetze gilt, dass drin ist, was man sich halt rausholen mag, und deswegen liegt die Verantwortung fuer das, was man findet, ganz bei einem selbst.

Syh4ojo hat geantwortet


Ehrlich, was erwartest du? Fuer alle derartigen Saetze gilt, dass drin ist, was man sich halt rausholen mag, und deswegen liegt die Verantwortung fuer das, was man findet, ganz bei einem selbst.

Ich glaub, es ist einfach einer dieser Sätze, die suggerieren: "Wenn du erst mal genug begriffen hast, tut das Leben nicht mehr weh". Im Umkehrschluss suggerieren sie: "Wenn dir das Leben wehtut, hast du irgendwas noch nicht begriffen". Und das steht meiner eigenen Überzeugung, dass Schmerz integraler Bestandteil des Lebens ist, und meiner eigenen Empfindung, dass man hindurchgehen muss, statt ihm weiträumig auszuweichen, wenn man das Leben in sich donnern und brausen hören möchte, diametral entgegen. Man kann es mit Sicherheit auch ganz anders deuten, und ich gehe davon aus, dass Du das tust, trotzdem hätte ich mir von de Montaigne gewünscht, dass er vielleicht nicht ganz so arg auf die Kacke haut.

S;usi SSumslebach hat geantwortet


"Wenn dir das Leben wehtut, hast du irgendwas noch nicht begriffen".

:)^ Jeder Meditationslehrer würde Dir genau das bestätigen! :)z ]:D

L$ewFi9axn hat geantwortet


Shojo

Ja, das ist mir klar, dass man das so lesen kann. Deswegen habe ich, bevor ich den Satz gepostet habe, auch ueberlegt, ob ich das dem Forum wirklich zumuten soll und ob sich da nicht jemand angegriffen fuehlen koennte, der echt leidet.

Ich habe dann entschieden, es trotzdem zu posten. Und zwar weil ich denke, dass Herr de Montaigne nicht die Autoritaet hat, irgendwem, den er gar nicht kennt, fuer irgendwas konkret die Verantwortung oder Schuld zu geben, und wenn jemand sowas liest, dem das bereits klar ist, wird er sich nicht angegriffen fuehlen. Wem es nicht klar ist, der kann es als Anregung nehmen, mal darueber nachzudenken, was man sich von wem und unter welchen Umstaenden sagen laesst (ein allgemeines Zitat eines Autors, der seit ueber 400 Jahren tot ist, in einem Internetforum?). Es kann ja wohl nicht sein, dass man ueberhaupt nicht mehr sagen darf, "wenn du das und das tust, koennte das und das besser werden", bloss weil das dazu fuehren koennte, dass jemand denkt, "ich habe das uns das noch nicht getan, und also wird behauptet, dass ich schuldig bin, und deswegen bin ich beleidigt".

Der Wert des Zitats, fuer mich, ist der positive Hinweis, dass es sich vielleicht lohnt, die Aufmerksamkeit mal hinzuwenden zum Thema Tod und eigenes Sterben, und dass gewisse Leiden (nicht alle, zugegeben - vermutlich noch nicht einmal die meisten) damit zusammenhaengen, sich dem nicht gestellt zu haben.

"Nichts mehr ist schlimm im Leben" deute ich uebrigens ueberhaupt nicht als "man wird nicht mehr leiden" und schon gar nicht "man soll Leid aus dem Weg gehen". Ich glaube eher, dass Montaigne sagen will, dass das irdische Leid nicht gar so scharf sticht, wenn man die Todesangst herausnimmt (wenn man das denn koennte); dem hier...

meiner eigenen Überzeugung, dass Schmerz integraler Bestandteil des Lebens ist, und meiner eigenen Empfindung, dass man hindurchgehen muss, statt ihm weiträumig auszuweichen,

...wuerde er vermutlich zustimmen, so wie ich mir das vorstelle, und er wuerde es ueberhaupt nicht im Widerpruch zu seinem Satz sehen.

GTreentxea hat geantwortet


also ich hab mal in die Glaskugel geschaut und gesehen das du deutlich älter wie 60 wirst!

s:evenzthfree hat geantwortet


manche Leute fallen auch schon deutlich früher einfach tot um, im Grunde kann es einen jederzeit erwischen egal ob man nun sportlich und gesund ist oder ungesund lebt und eh schon krank ist. Gründe für einen vorzeitigen Tod gibt es 1001 und meistens wissen die Betroffenen nix vom Gendefekt, Krankheit, Blutgerinsel oder was auch immer. Je älter man wird umso größer wird nur die Wahrscheinlichkeit das es einen kurzfristig erwischt.

Anderseits hab ich auch schon mal gehört das Alter zwischen 40 und 50 sei statistisch das gefählichste von heut auf gleich tod umzufallen.

Und im Schlaf abzutreten ist ein schöner Tod, ohne Krankheit, Gebrechen und Siechtum.

s8ensi#belmaxn hat geantwortet


im Grunde kann es einen jederzeit erwischen egal ob man nun sportlich und gesund ist oder ungesund lebt

Der entscheidende Unterschied liegt in der Wahrscheinlichkeit.

s,eve=nthxree hat geantwortet


Der entscheidende Unterschied liegt in der Wahrscheinlichkeit.

es kann einen trotzdem Rille sein, letztendlich macht es für den Betroffenen keinen Unterschied ob im Fall der Fälle der Tod nun wahrscheinlich oder unwahrscheinlich war. Der Tod im Straßenverkehr ist im Grunde auch allgegenwärtig, trotzdem macht sich niemand darüber Gedanken wenn er ins Auto einsteigt. So oder so, es macht einfach keinen Sinn darüber nachzugrübeln, wir sind tagtäglich bewusst oder unbewusst vielen Risiken ausgesetzt die unser Ableben hinreichend wahrscheinlich machen.

aYpri=l45 hat geantwortet


Es ist nun einmal so das gleichzeitig mit unserer Geburt das Sterben beginnt. Mit jedem Tag den wir leben sind wir dem Tod wieder näher. Da fand ich den Spruch gestern in der Umkleide in der Klinik sehr schön.

Nimm dir Zeit für die schönen Seiten des Lebens und genieße jeden Tag, als wäre er ein kleines Wunder

A<latrXiel hat geantwortet


Mein Motto ist: Gehe immer vom schlimmsten aus und Du kannst nur positiv überrascht werden.

Der Worst Case ist: Du ähnelst Deinen Eltern und stirbst mit Anfang 60.

Der Best Case ist: Du kommst nicht nach Deinen Eltern und wirst richtig alt.

Statistisch gesehen stehen die Chancen in Deinem Fall genau Fifty-Fifty. Einen Publikumsjoker gibt es im Leben nicht.

Keiner von uns weiß den Zeitpunkt, wann er abtreten muss von der Bühne des Lebens.

Carpe diem! Lebe Dein Leben so intensiv wie möglich. Achte auf Dich und Deine Gesundheit! Regele Deine Angelegenheiten und ansonsten lass es Dir einfach gut gehen. Denn spätestens seit John Lennon wissen wir, das Leben ist das, was passiert, während wir eifrig dabei sind, andere Pläne zu machen.

Mach Dir also nicht zu viele Gedanken, denn allein der Glaube an eine Krankheit kann schon wieder krank machen (Sitchwort: selbsterfüllende Prophezeihung). Am Ende zählt nicht die Quantität sondern die Qualität.

shensikbelpman hat geantwortet


Der Tod im Straßenverkehr ist im Grunde auch allgegenwärtig, trotzdem macht sich niemand darüber Gedanken wenn er ins Auto einsteigt.

Ich mache mir darüber Gedanken und schärfe meine Aufmerksamkeit bzw. vermeide unnötige Autofahrten.

es macht einfach keinen Sinn darüber nachzugrübeln, wir sind tagtäglich bewusst oder unbewusst vielen Risiken ausgesetzt

Das macht sehr wohl Sinn. Ungesunde Lebensweisen gehen ja nicht nur mit früherer Sterbewahrscheinlichkeit einher, sondern auch mit höherem Leid infolge häufigerer und schwerwiegender Krankheiten.

Ich halte es für sehr sinnvoll, Risiken abzuwägen und entsprechend zu handeln- das bedarf ja keines großen Aufwandes.

D_ie vSehelrin hat geantwortet


Wenn du hören willst wann du Sterben wirst, aber keine Untersuchungen möchtest, solltest du dich an einen Hellseher, Wahrsager oder sowas wenden. Wär nur Schade ums Geld.

auch ich - als seherin - kann da nichts sehen (und verlange nicht mal geld dafür!)

im grunde kannst du wirklich nichts anders tun, als ein wenig vertrauen in deinen körper, deinen lebensstil und in deine lebensfreude zu haben - vor allem, wenn du keine genaueren fakten zum frühen tod deiner eltern hast.

selbst genetische untersuchungen spiegeln nur eine wahrscheinlichkeit wider. mein bruder hatte z.b. einen hirntumor (glioblastom), bei dem die statistiken gesagt haben, dass nur 3% der operierten nach 3 jahren noch leben, nach 5 jahren nur noch 1%. jetzt geht er in sein sechstes jahr und ist tumorfrei.

Ejmmi9x2 hat geantwortet


An sowas stirbt man, je nach Schweregrad und Art des Herzinfarkt/Schlaganfall durchaus sofort.

Mein Papa hatte auch einen schweren Herzinfarkt mit sofortigem Herzstillstand. Er saß auf der Couch und ist ohne Anzeichen einfach umgekippt. Sowas gibt es...

sNensibe'lma+n hat geantwortet


in deine Lebensfreude zu haben

Ja, ich glaube, dass das auch die Lebenserwartung deutlich erhöhen kann.

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