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Phosphat

c@armen1[12v1197x0 hat geantwortet


Hallo,

ich muss noch einmal näher auf meinen gestrigen Besuch bei meinem Hausarzt eingehen, denn mir schwirrt der Kopf weil er, entgegen zu sonst, gestern soviel erzählte, was mir jetzt im Kopf herum geht. Gestern war wieder ein Student mit in der Praxis, was meinen Hausarzt wohl dazu veranlasste, näher auf meine derzeitigen Probleme einzugehen. Entgegen zum letzten Termin, wo er es egal fand, fand er jetzt auch das viel zu niedrige Phosphat auffällig. Er nannte diesmal sofort das Fanconi-Syndrom, das wäre angeboren, das Calzium zu niedrig..... Möglich findet er aber auch den Zusammenhang niedriges Phosphat, erhöhter Chromogranin-A Wert, Flush-Symptomatik, Durchfälle..... durch einen Tumor.

Er erzählte von einer Patientin bei der er, als Rheumatologe, vor Jahren genau diesen Zusammenhang herausfand, nachdem bei dieser Patientin, nach einigen Knochenbrüchen, das Phosphat zu niedrig war. Ich frage mich nur, warum er da bei mir erst gar nicht darauf einging, obwohl er von dem Chromogranin und dem seit längerer Zeit schon sehr niedrigen Phosphat schon lange weiß. ":/ ":/ Und jetzt íst es auf einmal möglich? Meine Knochenprobleme und die starken Veränderungen in der Szintigraphie sind jetzt eindeutig Veränderungen durch den Phosphatmangel.

Er nannte gestern einen Blutwert der auch irgendetwas mit Parathormon hieß, aber wohl etwas anderes bedeutet. Er nannte einen englischen Begriff. Der Blutwert wurde kontrolliert und dazu eine "Abart" vom Viatmin D und, ich glaube, Calcitrol. ???

Es könnte wirklich ein Tumor vorliegen, aber der wäre, unter Umständen, schwer zu finden und auch nicht immer gutartig, wie er mir noch einmal eindringlich sagte. :-/ Ich müsse zu einem guten Endokrinologen der sich mit Stoffwechseldingen auskennt. Warum erst jetzt? ":/

Der Hämatologe hat letzte Woche schon meinen Fall mit einem mit ihm befreundeten Internisten/Diabetologen/Nephrologen diskutiert, der ihn sehr interessant fand und mir zeitnah einen Termin geben möchte.

Mir schwirrt jetzt wirklich der Kopf. Ich war relativ entspannt an den Termin bei dem Nephrologen herangegangen, hatte "nur" dieses mögliche Fanconi- Syndrom im Kopf und war dankbar, das wenigstens der Hämatologe das nicht so lasch sah wie der Hausarzt. Jetzt hält der auf einmal einen Tumor möglich, der auch noch schwer zu finden sein soll. :-o Der Hausarzt hat gestern soviel erzählt. Ich war der Meinung ich hätte alles verstanden und konnte auch nachfragen, krieg es jetzt hinterher aber nicht mehr zusammen.

Kann denn wirklich ein Tumor für das niedrige Phosphat, in Verbindung mit dem Chromogranin-A verantwortlich sein? Wie wäre dann der Zusammenhang? Was ist das für ein englischer Blutwert für das Parathormon?

Ich wäre dankbar, wenn mir jemand weiter helfen könnte.

Liebe Grüße, Carmen

cCar5men/112121970 hat geantwortet


Ich denke, ich habe gefunden, was der Hausarzt meinte. Es nennt sich wohl Onkogene Osteomalazie. Ich hoffe es nicht, aber von den Blutwerten und der Beschreibung her könnte es auch passen. ":/ Vielleicht sind am Montag schon die Blutwerte da und ich bin etwas schlauer. Am Dienstag ist dann Termin beim Hämatologen.

pCelzti*er8x6 hat geantwortet


Dein CgA Wert ist nicht wirklich verwertbar, da er unter PPI Einnahme abgenommen wurde. Auch wenn die PPIs bei dir keinen Einfluss auf das CgA hatten, schließt das nicht aus, dass sie nach längerer Zeit es doch tun.

Unabhängig davon: Was dein HA bzgl. der Patientin mit Knochenbrüchen ansprach, ist vermutlich die onkogene Osteomalazie. Die kann sowohl mit benignen wie malignen Tumoren einhergehen.

[[http://dgrh.de/fileadmin/media/abstracts/K10-FA.42.pdf]]

[[http://www.kup.at/kup/pdf/992.pdf]]

Das sind nur Informationen, ich kann nichts zu deinem konkreten Fall sagen.

p#elztiBer8x6 hat geantwortet


vll sollte mal der FGF23 -Spiegel untersucht werden...

cvarme`nl11211~97x0 hat geantwortet


Danke Pelztier. @:) Ja, genau diese onkogene Osteomalazie habe ich auch gefunden. Im zweiten Link fand ich sie sehr gut erklärt. Dort hatte ich mich auch wiedergefunden, weil doch einiges passen würde und bin deshalb darauf gekommen, das mein Hausarzt das gemeint haben könnte. Nur einen Zusammenhang zu diesem Parathormon-related Protein (PTHrP) habe ich nicht gefunden. Nur dieser FGF23-Spiegel wird genannt. Allerdings weiß ich ja auch gar nicht, ob dieses PTHrP der Wert ist den mein Hausarzt untersuchen lässt. Er klang irgendwie anders, aber etwas anderes englisches, im Zusammenhang mit Parathormon, habe ich nicht gefunden. Wie gesagt hoffe ich, das am Montag die Werte schon da sind, sodass ich diese am Dienstag mit zum Hämatologen nehmen und dort dann daraufhin diesen FGF23-Spiegel ansprechen kann. Sonst wüsste ich nicht, wie ich das erklären sollte, wie ich darauf komme. Insgesamt hoffe ich, das sich diese Geschichte nicht bestätigt, wäre aber froh, wenn man endlich etwas tun könnte. Am Mittwoch hatte ich eine kurzeitige Ohnmacht, bin gestürzt, das Herz stolpert oft. Der Hämatologe ist darüber informiert (ich stand mit ihm in Mailkontakt) und beschreibt die Sache als sehr ernst. Beim Hausarzt bin ich, unter anderem, deswegen gewesen. Er schrieb ein EKG und nahm eben diese Blutwerte ab. Kann auch diese Ohnmacht mit dem Phosphatmangel zusammen hängen?

Liebe Grüße, Carmen

a(gnexs hat geantwortet


Es ist also sehr ernst, aber keiner hat Bock, was zu machen?

cYarmeun11b21197x0 hat geantwortet


Ja Agnes, das frage ich mich auch und ich verstehe es nicht. Aber mir selbst bliebe ja nur, einfach in die Klinik zu gehen. Würdest Du es auch als ernst ansehen und einen solchen Schritt befürworten?

Noch eine andere Frage, kann man auch ohne Fieber zu bekommen Schüttelfrost haben? Es wird immer schlimmer, das mir so sehr kalt wird, das ich regelrecht klappere. Auch Hände und Füße sind dann eisigkalt, der Kopf aber glüht und ist feuerrot. Wenn der Schüttelfrost nachlässt, bin ich unheimlich müde und habe starke Kopfschmerzen. Dies tritt tgl. mehrmals auf, aber ich habe kein Fieber dabei. Fühle mich halt nur insgesamt völlig schwach und kaputt, habe, egal was ich esse oder trinke, immer Durchfälle.

Kann ich mir etwas eingefangen haben, der Schüttelfrost würde auf Fieber hindeuten, nur durch die Immunsuppression bekomme ich keines? Wäre dies möglich, das man dann kein richtiges Fieber bekommt?

a=gnxes hat geantwortet


Mit einem Phosphat von 0.3 würdest Du sogar im NHS ein Bett bekommen, zumal sie bei dir ja eine ambulate Ph-Infusion nicht gebacken bekommen.

Ohne Phosphat funktioniert der Energiehaushalt nicht. Man sollte Dich erstmal in die Nähe eines normalen Wertes befördern und sehen, wie es Dir dann geht.

Tmomv77xHH hat geantwortet


Hi Carmen,

ich habe nicht den ganzen Faden gelesen und weiss deshalb auch nicht, ob folgendes für dich relevant ist:

Ich bin wegen Herzrhythmusproblemen (Puls 120-150 ohne körperliche Anstrengung, sehr viele Extrasystolen) vor ca. 5 Jahren in der Notaufnahme gelandet, wo diverse Tests durchgeführt wurden. Das einzige was ausserhalb der Norm war, war mein Phosphatspiegel, der viel zu niedrig war (ich weiss die Werte nicht mehr, irgendwie schwirrt mir im Kopf rum dass mein Wert 0.5 war und 1 hätte sein sollen - kann aber auch vollkommen falsch sein).

Auf jeden Fall wurde aufgrund der Symptomatik noch ein spezieller Bluttest gemacht um einen Tumor (Phäochromozytom) auszuschliessen. Nach ein paar Wochen (nicht im Spital) hatte der Arzt dann alle Ergebnisse und mein Vitamin D Speicher wurde aufgefüllt. Nach einer weiteren Kontrolle ein paar Monate später war das Phosphat immer noch unverändert auf dem selben Wert (Aussage des Arztes: "ist halt so"). Vor einem Jahr wurden aus anderem Grund die Blutsalze bestimmt, Phosphat war dann normal.

Sorry wenn das an der Thematik vorbeigeht; mein Punkt ist eigentlich nur, dass ich einen extrem niedrigen Phosphatwert hatte (bei mehreren Untersuchungen) für den nie eine Erklärung gefunden wurde (obwohl mein Arzt anfänglich gemeint hat, dass niemand "einfach so" einen so niedrigen Wert hat).

cQarmeHn11211x970 hat geantwortet


Danke Euch beiden.

Mit einem Phosphat von 0.3 würdest Du sogar im NHS ein Bett bekommen

Dann muss ich mich nur noch selbst überwinden. So oft wie ich in der Klinik war, hat sich inzwischen fast eine "Phobie" entwickelt. Ich habe mir aber vorgenommen, morgen nur noch die Blutwerte abzuwarten und dann zu gehen, wenn es mir nicht besser geht. Am liebsten würde ich jedoch erst am Dienstag noch einmal mit dem Hämatologen reden, denn auf seine Station müsste ich ja unweigerlich.

Ohne Phosphat funktioniert der Energiehaushalt nicht.

Das erklärt, warum ich so müde und wacklig bin. Hatte heute sogar beim gehen Schweißausbrüche. :-(

mein Phosphatspiegel, der viel zu niedrig war

Ist Dein Wert denn inzwischen wieder normal? Mein Phosphatwert ist seit 3 Jahren (soweit habe ich Aufzeichnungen davon) deutlich zu niedrig. Dazu das Kalzium/Phosphat Produkt, Chlorid und Harnstoff. Allerdings nie so niedrig wie jetzt zur Zeit. ":/

Liebe Grüße, Carmen

c\arhmen1I12119x70 hat geantwortet


Hallo,

gestern habe ich die Blutwerte vom Labor des Hausarztes erhalten. Abgenommen wurden: Calcium 2,49 mmol/l (2,15-2,50), Calcium ionisiert (S) 1,13 mmol/l (1,15-1,30), Vitamin D 25 19,4 ng/ml (20,0-70,0), Vitamin D 1,25 36,8pg/ml (25,0-86,5). Parathormon-related Protein folgt am Donnerstag. Wie ist es möglich, das dieses Calcium ionisiert - was ist das ":/ - zu niedrig ist, das Calcium aber normal? Gleiches beim Vitamin D.

Beim Hämatologen dann heute die Werte des 24h Urin. Bei 1600ml Volumen war die Phosphatauscheidung mit 24,9 (22,6-48,4) völlig normal. Ebenso Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und zum Glück auch diese Essigsäure.

Er schrieb mir mit der Diagnose - sekundärer Hyperparathyreoidismus - die Überweisung zu dem befreundeten Nephrologenkollegen aus und kontrollierte heute das Phosphat und die Elektrolyte. Angesprochen auf den Termin bei dem Nephrologen sagte er, das solche Termine sehr lange dauern, das der Kollege mir aber sicher einen eher verfügbaren geben wird. Es kann sich also auch noch um Wochen handeln. :( Ich soll jetzt erst einmal diese [[https://www.sanicare.de/images/ecommerce/04/50/04504447_1970-01_de_s.pdf]] Tabletten nehmen und in zwei Wochen wieder Phosphatkontrolle.

Er könnte sich auch vorstellen, das der Phosphatverlust, da die Ausscheidung ja normal ist, durch meine ständigen Durchfälle zustande kommt und das führt zu diesem Hyperpara..... Kann das sein und würden denn überhaupt die Phosphattabletten aufgenommen, wenn am Darm etwas ist? Die Durchfälle werden immer schlimmer und ich immer schwächer, weil ich kaum mehr etwas drin behalte. Wenn der Phosphatwert am Donnerstag (dann werden die Werte da sein) wieder so niedrig ist, werde ich von mir aus in die Klinik gehen.

Liebe Grüße, Carmen

c,aLrmfen1_12}1197x0 hat geantwortet


Noch eine Frage |-o . So wie ich gelesen habe, regelt die Niere sehr schnell gegen, wenn die Phosphataufnahme gering ist und senkt die Phosphatausscheidung gegen Null. So käme es höchstens zu moderarten Hypophosphatämien. Warum macht meine Niere das nicht? ":/

pcelzCtiser8x6 hat geantwortet


ich dachte, es war fraglich, ob die Urinuntersuchung korrekt gelaufen ist?

zur Not besser nochmal wiederholen - gerade bei solchen 24 Sammelurinen geht häufiger etwas schief - ist jedenfalls meine Erfahrung.

m3ubsicu;s_65 hat geantwortet


Vitamin D 25: 19,4 ng/ml

Einigermaßen flauer Wert trotz regelmäßiger(?) Dekristol-Einnahme. Vielleicht ist ja wirklich die Resorption (im Darm) gestört. Eine Erhöhung der Dosis könnte evtl. was bringen.

Vitamin D kann auch über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Erwähnt ist dies z.B. [[http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/neue-erkenntnisse-uber-vitamin-d-und-hilfe-bei-scheidenentzundungen-interview-mit-prof-dr-med-claus-schulte-uebbing hier.]] Man kann also ein flüssiges Vitamin-D-Präparat verwenden oder z.B. die Dekristol-Kapseln zerkauen.

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, Vit. D in relativ hoher Dosis zu injizieren (z.B. Vicotrat).

c^armben11y211x970 hat geantwortet


ich dachte, es war fraglich, ob die Urinuntersuchung korrekt gelaufen ist?

Das wo es wohl schiefgelaufen ist, war beim Hausarzt, wo ich am 18.06. die Befunde bekam. Der Hämatologe bekam aber von der gleichen Sammelperiode auch eine Urinprobe für seine Untersuchungen (Essigsäure und Aminosäuren), Ergebnis 23.06.

gerade bei solchen 24 Sammelurinen geht häufiger etwas schief - ist jedenfalls meine Erfahrung.

Also könnte eine neuerliche Untersuchung ein ganz anderes Ergebnis bringen? Der Hämatologe sagte, das der Nephrologe diese Untersuchung auch noch einmal machen wird. Bin nur mal gespannt, wann ich irgendwann den Termin bekomme. Bei Nephrologen soll es wohl sehr lange dauern.

Einigermaßen flauer Wert trotz regelmäßiger(?) Dekristol-Einnahme.

Das habe ich mir auch gedacht. Ja, ich nehme die Tabletten regelmäßig. Ganz am Anfang habe ich es schleifen lassen, aber seit sicher fast 2 Jahren ohne Ausnahme regelmäßig.

Vielleicht ist ja wirklich die Resorption (im Darm) gestört.

Ich vermute, es sind auch die starken Durchfälle. Ich habe nicht gewusst, das es Dekristol auch flüssig gibt. Weißt Du, wie die Kapseln schmecken, wenn man sie zerkaut? Ich würde das dann zusätzlich erstmal versuchen.

Habe vorhin die neuen Blutwerte vom Hämatologen bekommen. Natrium, Kalium, Calzium, GPT, GOT, GGT, LDH, Billirubin, Kreatinin, GFR, Harnsäure, Gesamteiweis, TSH und Blutzucker ist alles normwertig.

Alkalische Phosphatase mit 2,20 (0,58-1,75) erhöht, Harnstoff mit 1,5 (2,8-8,2) zu niedrig, Phosphat mit 0,42 (0,81-1,45) auch.

Also eigendlich alles wie immer, bis darauf, dass das Phosphat zum Glück wieder angestiegen ist. Könnte ich denn auch mit diesem Wert zur Not in eine Klinik gehen? Ich würde mich jetzt zu diesem Schritt durchringen. Mir geht es weiterhin nicht besonders, bin heute früh wieder fast aus den Latschen gekippt und habe keine Kraft mehr. Morgen werde ich erst noch einmal den Hausarzt "nerven", aber wäre es übertrieben auch mit diesem angestiegenen Phosphatwert in eine Klinik zu gehen wenn es gar nicht mehr geht? Die anderen Blutwerte waren ja in Ordnung und das Phosphat befand die ganzen Jahre nie eine Klinik für auffällig. %-|

Liebe Grüße, Carmen

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