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Xarelto w Thrombose (Muskelvene) bei Myomen -Verblutungsrisiko?

AOprizl2X015 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin 39 Jahre alt, w. Vor 1,5 Wochen hatte ich einen "Muskelkrampf" im Unterschenkel, ging zum Hausarzt, wies auf meine Krampfadern hin und wurde mit "Magnesium nehmen" ruhiggestellt. Nach 24 Stunden war der Krampf nicht weg, ich wieder hin. Hausarzt: Geduld. Magnesium nehmen.

Am Tag 3 (sonnabend) hielt ich noch durch, am 4. Tag (Sonntag) ging ich morgens in Krankenhaus um die Ecke. Schallung des Unterschenkels ergab: Muskelvene langstreckig thrombodisiert. Sollte gleich einen Kompressionsverband bekommen (das war über Pfingsten), bekam Heparin-Spritzen mit und wurde angewiesen Dienstag gleich zum Hausarzt zu gehen und sich dort neben Kompressionsstrümpfen das Mittel Xarelto verschreiben zu lassen.

Ich kann von Glück sagen, das ich letztes Jahr vor Geburt meines Sohnen bereits Probleme hatte und damals Kompressionsstrümpfe bekam, die auch jetzt noch "passen" (notdürftig). Der Verband hielt nämlich nicht. Und der Hausarzt wollte allen ernstes mit mir verhandeln, ob ich Kompressionsstrümpfe "brauche". Ich habe mich durchgesetzt und bekomme nun gnädigerweise einen neuen, passenden Strumpf.

Den Hausarzt wechsle ich, sobald ich den Kopf frei habe.

Meine Sorge nun:

1. Mir hat niemand erklärt, dass es kein "Gegenmittel" gegen Xarelto gibt, falls ich mich verletze oder eine Not-Op notwendig ist - wie schnell geht das Xarelto aus dem Blut??

2. Mir wurde erst eine falsche (zu hohe) Dosis verordnet, die des Hausarztes stimmt wohl (zumindest nahm er genau die, die für Beinvenen im Beipackzettel steht). Ich soll 2x 15 mg nehmen (morgens und abends) und nach 21 Tagen (Genau zu beginn meiner Monatsregel) dann auf 20 mg pro Tag reduzieren. Ist sowas korrekt??

3. Meine größte Sorge: Ich habe mehrere große Myome in der Gebärmutter, die an sich für eine hohe Blutungsneigung sorgen und noch nicht entfernt werden konnten (einfach, weil ich 2014 einen Kaiserschnitt hatte und das Gewebe bis zur Myom-OP verheilen sollte). Dazu kam der sehr sensible Kommentar des Hausarztes "sie werden denken, sie verbluten"....jo, das dachte ich bei "normaler" Regel auch schon (alle 2-3 Stunden die stärkste Binde wechseln).

Könnte ich jetzt mit Xarelto tatsächlich verbluten oder nahe drankommen ??? ?

Ich habe meinen Frauenarzt nach "Erfahrungen" in der Schwangerschaft gewechselt, bzw. zum alten würde ich nicht gehen, und jemanden, der sich mit Myomen auskennt, habe ich leider noch nicht gefunden. Bitte nicht lachen, ich bin im Vorfeld des Kaiserschnitts schon - gerade wegen der Myome - aufgeklärt worden, dass es während der OP zu massiven Blutungen kommen kann (kam es, soweit ich es mitbekommen habe, zum Glück nicht - war aber auch etwas abgelenkt wegen Kind ;-) ). Ich hatte und habe nur einen heftigen Eisenmangel.

Es wäre toll, mehr Informationen oder auch Erfahrungsberichte, gerade von betroffenen Frauen zu hören. Warum Marcumar nicht in Frage kam, weiß ich nicht. Klinikarzt hat das gar nicht erwähnt und mir auch nichts über Blutverdünner erzählt, der Hausarzt hat mich nur aufs Internet verwiesen und das es einen Patientenausweis gibt....

Antworten
A?priEl20F1/5


Achso: Es sind keine tiefen Beinvenen betroffen.

J/u&ley


1. Mir hat niemand erklärt, dass es kein "Gegenmittel" gegen Xarelto gibt, falls ich mich verletze oder eine Not-Op notwendig ist - wie schnell geht das Xarelto aus dem Blut??

Innerhalb von 24 Stunden.

Ich nehme auch Xarelto und hatte seitdem schon 3 OPs. Musste es lediglich am Tag vorher und am OP-Tag absetzen. Allerdings muss man nach einer OP dann erstmal Heparinspritzen bekommen, die erste 12 Std nach der OP. Also so war es jedenfalls bei mir immer.

Scap9i^ent


orale antikoagulantien überforden die meisten hausärzte, da es in den letzten jahren dort einige neuzulassungen mit verschiedenen indikationen und den diffusesten dosierungen gegeben hat. ICH an deiner stelle würde mich diesbezüglich an einen arzt wenden, der sich mit gerinnungshemmung sehr gut auskennt. ich könnte mir schon vorstellen, dass zur blutung neigende myome unter oraler antikoagulation noch eher beginnen zu bluten. das sollte geklärt werden. von einem fachmann. nicht vom hausarzt. leider werden diese medikamente beinahe bedenkenlos verschrieben und die patienten, ich zitiere jemanden, "bluten wie die schweine". wenn eh schon eine "blutungsgefahr" besteht, würde ich da lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nachfragen.

P0iMa0G50'9


Ich würde an deiner stelle eine Gerinnungsambulanz suchen.

myome und xarelto finde ich ne heisse Mischung. Ich selbst nehm seit jahren marcumar und hab einige kennengelernt die blutverdünner nehmen. Unter xarelto hatten einige Blutungen.

( wird gern verordnet da die pharmaindustrie da mehr dran verdient und weil die Halbwertszeit kürzer ist)

N6eEla


Ich habe mich durchgesetzt und bekomme nun gnädigerweise einen neuen, passenden Strumpf.

Einen? Wie nett. Du hättest noch einen zweiten bekommen können, er hätte es nur mit "Wechselstrumpf, aus hygienischen Gründen" erklären müssen.

1. Mir hat niemand erklärt, dass es kein "Gegenmittel" gegen Xarelto gibt, falls ich mich verletze oder eine Not-Op notwendig ist - wie schnell geht das Xarelto aus dem Blut??

Wie schon erwähnt nach 24 Stunden.

Ich würde mich, gerade wegen der Myome, an einen Spezialisten überweisen lassen!

Ich hatte und habe nur einen heftigen Eisenmangel.

Wird der behandelt? Sind die Myome die Ursache? Oder gibt es eine andere?

N+ela


( wird gern verordnet da die pharmaindustrie da mehr dran verdient und weil die Halbwertszeit kürzer ist)

Das wird ja auch verkauft wie DAS Mittel schlechthin. Ich habe eine Schulung während einem Praktikum mitgemacht. Während die anderen total begeistert waren (alle MFA und der Arzt), war ich (noch keine MFA) die Skeptikerin schlechthin. Mir kam es vor wie die reinste Verkaufsveranstaltung. Es wurden sämtliche Vorteile von allen möglichen Richtungen beleuchtet. Nachteile gab es natürlich keine. Wurde eine Frage in Richtung Nachteile gestellt, wurde schön drumrum geredet und wieder was Positives beleuchtet...

Saapixent


wird gern verordnet da die pharmaindustrie da mehr dran verdient und weil die Halbwertszeit kürzer ist

was ein unsinn.

marcumar ist ein vitamin K antagonist, und hemmt die gerinnungsfaktoren 2, 7, 9 und 10. rivaroxaban ist ein direkter faktor10a-inhibitor und hat somit eine ganz andere potenz und wirkweise als marcumar. zur behandlung der tiefen beinvenenthrombose wird/wurde marcumar zwar auch eingesetzt, ist aber überholt. und das hat nichts mit dem verdienst der pharmaindustrie an irgendeiner kürzeren HWZ zu tun.

ich gebe dir aber recht: sowas gehört, gerade unter dem hinblick auf die myome, in die hände eines spezialisten. wie schon gesagt.

S~apXienxt


@ nela

und genau deswegen sollte sowas nur von spezialisten verordnet werden und nicht von irgendeinem wald- und wiesenarzt oder irgendeinem assistenzarzt in der klinik. ich gebe dir insofern recht, dass natürlich immer versucht wird, substanzen vom marketing in ein möglichst gutes licht zu rücken. es gibt aber durchaus ärzte, die kritisch hinterfragen und richtig einsetzen. ;-)

N\ela


es gibt aber durchaus ärzte, die kritisch hinterfragen und richtig einsetzen. ;-)

Ja, das stimmt ;-) Ich muss auch dazu sagen, dass der Arzt aus meinem Post, nach der Veranstaltung noch recherchiert hat. Er ist Internist und hat einige Patienten umgestellt, aber lange nicht alle, denn auch er ist der Meinung, dass es nicht pauschal für alle Patienten in Frage kommt.

SladpiHexnt


nein, für alle ganz gewiss nicht! aber ein ausgewähltes klientel profitiert eben doch. das ist bei fast jeder substanz so. das "allheilmittel für jeden" ist wohl nur aspirin ;-) ;-) ;-)

N.ela


das "allheilmittel für jeden" ist wohl nur aspirin ;-) ;-) ;-)

Und das nicht mal ;-)

AYpril2+015


@nela

Wird der behandelt? Sind die Myome die Ursache? Oder gibt es eine andere?

Bei den jetztigen Myomen mochte das der alte Frauenarzt nicht so 100% sagen (er hat 2 von 4 übersehen, alle wuchsen während der Schwangerschaft.). Ich hatte aber bereits vor (?) 3 Jahren ein 5 cm-Myom und starken Eisenmangel (selbes Bild wie jetzt) und nachdem das Myom entfernt wurde, waren die Blutungen nach der Heilung wieder normal und der Eisenmangel ging zurück. Damals wurde zumindest untersucht, dass ich keine Probleme in der Lunge habe, mein Rücken wurde neulich im MRT untersucht (wegen Verdacht auf Bandscheibenvorfall, zum Glück nichts) und da war der Radiologe so gründlich, extra noch als Nebenbefund zu schreiben, dass da Myome sind und man die - falls noch nicht bekannt - mal untersuchen sollte....solche Ärzte gibts halt auch.

Deshalb vermute ich, dass die 4 Myome (alle größer als das damalige) für die stärkeren Blutungen verantwortlich sind + ich wurde ja vor dem Kaiserschnitt auch extra wegen der Myome aufgeklärt.

Macht das einen unterschied, dass zwei von denen "nekrotisiert" sind? ???

Ich suche mir Mo eine Gerinnungsambulanz, das alles macht mich sehr nervös. Zumal ich das Mittel einfach so in die Hand gedrückt bekam- ":/ Wollte Mo eigentlich wieder arbeiten, aber da muss ich 1,5 Stunden hin und nochmal zurück fahren und das ist mir ohne Absicherung gerade zu heiss. Und ich hätte auch keine Zeit, mich zu informieren ob ein Wechsel des Medikaments noch geht/sinnvoll ist usw.

Die blöden Nebenwirkungen Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit hab ich schon (seit ungefähr dem Tag wo ich das Zeug eingenommen habe).

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