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Fragen zur Ablation bei reentry Tachykardie

kyaEttutlus hat die Diskussion gestartet


Hallo, bei mir steht eine Ablation des Herzens bevor und ich habe noch viele Fragen. Mein Kardiologe verweigert mir einen Termin zur Besprechung, das ist unglaublich.

Ich bin Bildhauerin und habe 3 Wochen nach der Ablation einen Termin für eine große Arbeit, also muß körperlich schwer arbeiten und heben. Ist das möglich oder muß man sich noch lange Zeit schonen?

lieben Gruß

kattulus

Antworten
C"orn$elkia5x9


3 Wochen nach der Ablation dürfte es kein Problem sein, wieder schwer zu heben. Schwer arbeiten... hm, da mußt du schauen, was dein Herz zuläßt. Es ist halt so, daß dem Herz durch die Ablation eine Verletzung zugefügt wird, die erstmal abheilen will, und zwar im laufenden Betrieb. Das kann durchaus unterschiedlich ausfallen je nach Person. Meist braucht es nur ein paar Tage, aber das läßt sich nicht vorhersagen. Ich hatte damals noch lange Herzklopfen, monatelang, bis sich das gegeben hat.

Du müßtest aber vor der Ablation noch eine Vorbesprechung mit dem Arzt haben. Wird das ganze im Krankenhaus gemacht? Du mußt ja anschließend fest liegen, bis möglichst kein Blutungsrisiko mehr besteht, daher gehe ich mal von KH aus. Dort wirst du aber auf jeden Fall noch eine Vorbesprechung führen, in der dir der Eingriff erklärt wird, du Fragen stellen kannst und wo du die Einverständniserklärung unterschreiben mußt. Außerdem wird das KH vermutlich auch noch Voruntersuchungen durchführen, ist meist alles ein Aufwasch.

k0at[tulus


Hallo Cornelia,

vielen Dank für deine Antwort und den Informationen.

Wie geht es dir heute? Bist du nun von Herzrasen und den Einschränkungen nach der Ablation geheilt?

Ich hatte heute telefonisch um einen Vorbesprechungstermin in der Klinik gebeten, aber es gibt keinen.

Ich habe meinen Einweisungstermin im Herzzentrum Bad Neustadt einen Tag vor der Ablation. An diesem Tag davor wird dann alles nötige noch erledigt und besprochen.

Daher kann ich mich jetzt nur via internet über die Ablation informieren und mich hat einiges, was ich dort gelesen habe sehr geschockt und beängstigt. Ich habe kaum etwas von Erfolgen in den Foren gelesen, was eventuell auch damit zu tun hat, daß man sich, wenn erfolgreich behandelt, nicht mehr dort aufhält.

Auf jeden Fall fühle ich mich zur Zeit ganz hilflos, erstens weil ich Angst vor einer weiteren Attacke habe, zweitens, weil ich den Eingriff fürchte.

lieben Gruß Kattulus

C.or1nelSia59


Hallo Kattulus,

ja, ich bin das Herzrasen los. Die Ablation war im Dezember 2011, und danach war Ruhe, bis heute. Der Arzt hat mir damals gesagt, daß es bei mir zu 97-98 % nicht wiederkommt, und bis jetzt war seine Voraussage zutreffend. Man kann natürlich nie sagen, wie weit abladiert werden muß, bei mir mußten sie bis sehr dicht an den AV-Knoten ran, um es wegzukriegen. Das ist Filigranarbeit, die da geleistet wird, und du wirst ja Gelegenheit haben, dabei bei vollem Bewußtsein zuzuschauen. Das ist es auch, was mir damals im Katheterlabor die Angst genommen hat, diese sorgfältige Detailarbeit und die Tatsache, daß ich die ganze Zeit Fragen stellen und sagen konnte, wie es mir geht. Schmerzen hatte ich übrigens keine, außer vielleicht, daß die ersten paar Zentimeter, wenn der Katheter in die Leistenvene geschoben wird, etwas unangenehm sind. Aber da kriegt man sowieso eine örtliche Betäubung für die Stelle.

Ich glaube, die Erfolge dieses kleinen Eingriffs sind deutlich in der Überzahl, und in den Foren melden sich meist die Leute mit den Horrorgeschichten. Ich hatte damals auch ziemliche Angst vor dem Herzkatheter, aber meine Mutter (heute 86, ganz mieses Herz seit Jahrzehnten) konnte mich beruhigen, sie hat schon mehrere von der Sorte hinter sich (keine Ablation allerdings), und sie hat es immer gut überstanden. Ich denke, viele der Problemfälle sind wirklich die alten Leute mit den miserablen, vorgeschädigten Herzen oder den morschen Adern. Ist man außer dem Herzrasen eigentlich jung und gesund (oder sowas ähnliches ;-D ), dann ist das Risiko zwar immer noch vorhanden, aber doch eher gering. Laß dich beim Vorgespräch mal über die Risiken aufklären, du kriegst so ein Patienteninformationsblatt (mehrseitig), das du erst durchlesen darfst und anschließend mit dem Arzt diskutieren kannst. Natürlich stehen da wie in jeder Packungsbeilage von Medikamenten auch die wildesten Horrorsachen drin, die aber fast nie wirklich eintreten! Nicht verrückt machen lassen davon!

Alles Gute für deine Ablation! @:)

CBorn|eliax59


Ich hatte heute telefonisch um einen Vorbesprechungstermin in der Klinik gebeten, aber es gibt keinen.

Nur noch als kleiner Nachtrag: das wäre ja auch doppelt gemoppelt. Die wollen sich natürlich nicht zweimal fürs selbe Geld die Arbeit mit der Vorbesprechung machen. Dafür ist der Tag vor dem Eingriff da.

Auf jeden Fall fühle ich mich zur Zeit ganz hilflos, erstens weil ich Angst vor einer weiteren Attacke habe

Hast du von deinem Arzt keine Betablocker bekommen? Die müßten eigentlich die Sache einigermaßen unter Kontrolle halten, habe sie bei mir damals jedenfalls.

T-orfstenS xG.


Hallo Kattulus,

ich hatte zwar andere Ablationen (Pulmonalvenen und CtI), insgesamt nun 5 zw. 2008 und Ende Mai 2015.

Die ersten 3 Male hab ich jedesmal recht gut überstanden, war nach kurzer Zeit wieder fit.

Nur die letzten beiden (binnen 3 Wochen April/ Mai) haben mich mehr mitgenommen, vielleicht war das zu viel in der kurzen Zeit.

Gruss Torsten

kSattulxus


hallo,

vielen Dank über die mal meist positiven Erfahrungsberichte, die mir Mut machen! Körperlich bin ich ja mit meinen 48 Jahren recht gesund und sportlich, ich denke auch, das ist eine gute Vorraussetzung.

Ja, momentan nehme ich Betablocker Bisoprolol 2,5 mg, jedoch hoffe ich, daß ich diese nach der Ablation absetzen kann, denn sie machen mich ziemlich matschig im Kopf und es fällt mir sehr schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Wie war das bei euch? Mußtet ihr den Betablocker noch nach der Ablation nehmen? Wenn ja, wie lange? Auch meinte mein Arzt, daß man durchaus mit Betablocker auch wieder Herzrasen bekommen kann. Ich fühle mich immer etwas beängstigt, wenn ich weiter unterwegs bin. Darf ich denn jetzt vor der Ablation auch weiterhin meinem geliebten Reiten, das oft richtig schweißtreibend ist, nachgehen oder könnte stärkere Anstrengung schon wieder eine Attacke auslösen? Ich fühle mich wie auf Eiern.

herzlichen Dank, daß ihr da seid

kattulus

Tforst.en9 "G.


ich noch mal :-)

Bisoprolol 2,5mg musste bzw. sollte ich noch ziemlich 3 Jahre nach der Ablation nehmen. 2,5mg ist ja auch eine relativ kleine Dosis, Tageshöchstmenge ist wohl 10 mg.

Ich habe aber keine Nebenwirkungen verspürt.

C:omrn+elia(5x9


Ich mußte nach der Ablation gar nichts nehmen. Was das Auslösen des Herzrasens angeht: meine erste Attacke kam, als ich gerade zu Bett gehen wollte spätabends. Körperliche Belastung null, aber ich hatte ca. 12 Tage vorher eine Gallen-OP (offen) hinter mir und war noch in der Rekonvaleszenz, aber schon wieder zu Hause. Leider hatte ich an dem bewußten Tag morgens sehr großen Stress, und ich glaube bis heute, daß das der Auslöser war. Aber der Nervenableger war ja schon vorher da und hat nur auf seine Gelegenheit gewartet.

Alles kann Auslöser sein, und nichts auch, wie mein Beispiel zeigt... es ging übrigens hoch bis Puls 231, gemessen mit meiner Sport-Pulsuhr. Da habe ich dann 112 gewählt, denn ich wußte ja gar nicht, was da los ist! Die habe mich gleich mitgenommen und im KH wurde ich dann mit Hilfe des Mittels Adenosin wieder in einen normalen Herzrhythmus gebracht. Hat man das bei dir auch verwendet? Wenn dir der Name nichts sagt, dann googele mal, ob du die Wirkung wiedererkennst. ]:D

Grundsätzlich ist eine AVRNT laut Aussage meiner Ärzte harmlos und geht meist sogar von alleine wieder weg. Hat man dir gezeigt, wie du dir selber helfen kannst, um so eine Attacke in den Griff zu kriegen?

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