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Demenz nach Herzinfarkt?

Njactxy hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mutter 59 hatte im März ein Herzinfarkt. Sie hatte eineige Tage vorher schmerzen in der Brustgegend, da sie COPD hat haben wir vermutet dass es davon kommt.

Sie ist dann in die Klinik gegangen, und während des Wartens wurde sie Bewustlos und hatte ein Herzstillstand. Sie wurde sofort Reanimier. 45 Minuten lang :°( dann wurde sie ins Koma gelegt, sie hat dann ein Stand bekommen worauf sie ein Kardiogenen Schock hatte und wieder Reanimiert werden musste aber diesmal nicht so lange.

Sie war dann rund drei Wochen im Koma, und als man sie erwachen lassen hat, hat das ziemlich gedauert. Sie hatte dann rund ne Woche einen Durchgangssyndrom(war sehr verwirrt), dann nach insgesamt drei Monatigem Klinik aufenthalt und 6 wöchigem Reah aufenthalt ist sie Heim gekommen.

Sie wog 85 kg, inzwischen wiegt sie 60.

Sie ist sehr verändert. Sie sagt:

Sie wisse manchmal nicht wer sie ist. Sie fühle nichts, keinerlei Emotionen, sie ist weder Traurig noch föhrlich, Wenn man ein Witz macht guckt sie einen an, und weiss nicht was sie machen soll. Manchmal sind ihre Blicke sehr leer. und mitten im Gespräch ist sie plötzlich wie wenn sie den faden verloren hätte... sie meint dann das es zuviel ist und sie eigentlich nicht weiss was ich gerade von mir gäbe.

Sie erkennt meinen Sohn und sie liebt ihn auch sehr, wenn sie ihn sieht ist sie Gefühlskalt... wenn er dann sagt dass er sie nicht küssen möchte nimmt das meine Mutter sehr persönlich und sagt er liebt mich nicht (er ist drei jahre alt)

Ich habe inzwischen eine Ambulante Pflege wegen der Medikamenteneinnahme. Da sie sogar vergisst ob sie jetzt ihre Medi genommen hat oder nicht...

Ihre Mobilität ist auch sehr zurück gegangen, Sie läuft nur noch mit dem Rollator. Ist nach einem kurzen Spaziergang sehr erschöpft. Kann aber nicht schlafen. Sie ist eher unruhig und ständig auf den Beinen ... das spricht gegensätzlich ich weiss aber sie kann einfach nicht sitzen und sich ausruhen... sie läuft ständig ist aber sehr erschöpft... ich kanns anders nicht erklären.

Sie ist bei einem Hausarzt und auch bei einem Psychater, zum Psychater ist sie allenine hin. Sie hat eine sehr gute Fassade, sagt nur dass sie nicht schlafen kann und bekommt dann Medikamente..

Ich werde heute noch mit dem Neurologen sprechen.

Ich frag mich halt, sie wurde ja eigentlich sofort reanimiert (da sie in der klinik war) aber ich denke dass ein leichter hypoxischer Hirnschaden entstanden ist... Oder ist ein eine Artz Demenz die ich nicht kenne?

Das ist sehr viel Text, sorry hoff aber dass irgend jemand mir vielleicht die symptome zuordnen kann?

Antworten
EAheGmal]igger NuwtzeOrH (#4x67193)


Das kann einfach am besten ein Neurologe beurteilen, die theoretischen Ursachen für die Probleme können zahlreich sein.

Mit 59 eine lange Reanimation mit gutem Outcome (und das hat deine Mutter, meiner Meinung nach), ist schon echt ne Leistung, das darf man nicht unterschätzen. Eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff kann durchaus eine Demenz auslösen.

Aber wie gesagt... Neurologe. Alles andere ist wirklich ein Fischen im Trüben. Dir und deiner Mutter Alles Gute!

Pzeddxi


ohaaa... Reanimation ... meine Tochter wurde damals eine Stunde reanimiert. Sie ist allerdings 15 Jahre alt, nicht knappe 60. Und dafür geht es Deiner Mutter sehr gut.... hört sich blöd an, ich weiß. Sie braucht vor allem Zeit.. Mindestens ein Jahr. Lass ihr Zeit. Sie muß auch zu Hause weiter gefördert werden. Krankengymnastig, usw... Alles gute.

MBelCx77


In meinem Bekanntenkreis gab es auch mal einen Infarkt, er war gerade 60 geworden und fiel von jetzt auf gleich um.

Er musste auch lange reanimiert werden und lag einige zeit im künstlichen Koma.

Ihn traf es schlimmer als deine Mutter, er verlor seine komplette Identität, konnte sich an nichts mehr erinnern.

In sofern ist deine Mutter in einem guten Zustand.

Das mit der Vergesslichkeit kann sich wieder geben, doch dass kann wirklich nur ganz sicher ein neurologischer test sagen.

Auf jedenfall braucht deine Mutter noch viel Ruhe und muss nicht nur körperlich sonder auch psychisch betreut werden, denn wenn man was am herzen hatte so wie sie, dann nimmt das auch psychisch sehr mit.

Das weiß ich dann aus meiner eigenen Infarkt Erfahrung, hatte einen mit 30 und war danach stets panisch, wenn ich mich nur mal leicht angestengt habe, fazu zählt auch die emotionale Anstrengung, egal ob nun lachen oder weinen.

ich drücke deiner Mutter die daumen, dass alles wieder gut wird und Dir viel Kraft sie darin zu begleiten

:)* :)* :)*

S,ap[ie{nt


so hart sich das anhört, aber da habt ihr nochmal sehr viel glück im unglück gehabt. eine reanimation wird bei herzstillstand durchgeführt, d h, der bluttransport steht so gut wie still oder auch ganz still und eine unterversorgung mit sauerstoff findet statt. das hinterlässt in sehr vielen fällen - je nach reanimationsdauer (und nach deinen angaben war das schon sehr lang und gleich zweimal...) irreparable neurologische schäden. insofern ist es schon eine leistung, dass deine mutter soweit wieder bei euch ist.

drücke euch die daumen, dass sich der zustand noch weiter bessert. aber erwarte nicht zu viel.... @:)

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