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Leide unter meinem unsteten Blutdruck

Elart;hbond/ingxpoint hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie in einem anderen Faden bereits geschrieben, versuche ich, mich fit zu halten und gesund und entspannt zu leben. Nur mein Blutdruck macht mir Sorgen, er ist mal zu hoch, dann ist er wieder optimal. Ich bekomme das nicht in den Griff.

Ich nehme 10mg Enalapril (ACE-Hemmer) täglich. Dadurch ist der Blutdruck morgens nach dem Aufstehen ideal bis niedrig (so um 110/75, mal etwas mehr, mal auch noch weniger, der Puls liegt bei 60 - 65).

Dummerweise, und das hab ich in einem anderen Faden schon geschrieben, bin ich extrem anfällig für den Weißkitteleffekt und dergleichen. Auch passiert es mir öfter, dass mein Blutdruck auch ohne große Aufregungen gerne hochschießt, also so richtig durchgeht. Ich selber fühle mich dabei gar nicht sonderlich erregt, aber ich merke, wie der Blutdruck nach oben geht. Den Auslöser dafür kann ich nicht nennen, das Geschehen hab ich nicht im Griff. Kopfsache? Hormonsache? Deshalb hab ich beim Messen in der Praxis trotz Tabletten immer einen Blutdruck von etwa 150/95 oder noch höher, Puls irgendwo bei 75. Ergo, ich brauche Blutdrucksenker.

Durch diesen unsteten Blutdruck sind 24h-Messungen m.E. auch nicht aussagefähig, weil da eben auch diese Spitzen auftauchen, bei denen der Doc schon mal die Augenbrauen runzelt.

Andererseits fühle ich mich tagsüber, vermutlich durch die Tabletten sehr schlapp, verbraucht und müde, beinahe antriebslos. Leider kann ich hier keine Blutdruckwerte nennen. Allerdings bin ich nicht krank, sondern auch in dieser Phase körperlich sehr belastbar. (Blutwerte kl. und gr. Blutbild sind optimal)

Dieses Phänomen hab ich von meiner Mutter geerbt. Sie hat es nur leider noch weniger im Griff als ich und mittlerweile Herzprobleme.

Was kann man hier tun?

Antworten
SichnaFtti"-x8


Durch diesen unsteten Blutdruck sind 24h-Messungen m.E. auch nicht aussagefähig, weil da eben auch diese Spitzen auftauchen, bei denen der Doc schon mal die Augenbrauen runzelt.

Sehe ich nicht so.

Durch die 24h Messung hat man bei mir gesehen, dass ich des Öfteren einen Blutdruck von 160 / 140 hatte.

Wahrscheinlich fühlst Du Dich am Tag schlapp weil durch die Tabletten Dein Blutdruck zu niedrig ist. Vielleicht benötigst Du keine.

G[uck9yx068


Das ist ja gerade der Sinn einer 24h-Messung, den Durschnittswert, aber auch die Spitzen und Tiefen zu sehen. Eine Spitze von 180, spätestens ab 200, sollte dann durchaus auch beachtet werden.

Natürlich macht es keinen Sinn, die Spitze mit BD-Senker runter zudrücken und den rstliche Tag läuft man dann mit unter 100 rum.

E[arVthb$ondi/ngpo#int


Mag alles richtig sein.

Ich hatte vor etwa 20 Jahren (noch ohne Medikamente) bereits mal eine 24h-Messung. Wenn ich mich richtig erinnere, hing sich der damalige Arzt an einer einzigen Spitze auf, die in etwa in dem Bereich lag, wie oben die Werte beim Weißkitteleffekt (darüber lagen meine Blutdruckwerte eigentlich noch nie, auch bei meinen eigenen Messungen nicht).

Ich konnte diese eine Spitze sogar erklären, da ich vor dieser Messung eine Treppe hochrannte und unmittelbar darauf das Gerät zum Messen ansetzte. Vermutlich hat da keiner tolle Werte.

Alle anderen Werte waren entweder gut oder noch im akzeptablen Bereich. Nachts hatte ich, und das war dem Arzt offensichtlich sehr wichtig, sehr gute Werte. Und trotzdem stellte er diese einzelne Spitze über alle anderen Werte.

Mit meinem eigenen Gerät habe ich 2012 in einem Zeitraum von etwa 10 Monaten (mit Medikation) meine Werte intensiv erfasst und mit einem Internetdienst statistisch ausgewertet. Das Ergebnis war, im Durchschnitt habe ich meinen Blutdruck sehr gut im Griff. Diesen Dienst nutze ich im Moment leider nur sporadisch, weils ganz schön aufwändig ist.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich denke, ich werde um die Einnahme von Blutdrucksenkern nicht herumkommen. Da hab ich auch kein Problem damit. Aber an die Aussagekraft einer 24h-Messung glaube ich nicht sehr. Ein einziger Tag im Leben, zufällig herausgegriffen, eventuell noch einer, der nicht dem üblichen Lebensmuster entspricht, sagt nur wenig mehr aus, als eine einzelne Messung. Und dazu kommt noch die Interpretation des Arztes, wie oben beschrieben. Meine Meinung.

Nur hilft mir das bei meinen "Durchgehern" nicht weiter. Da diese ohne erkennbarem Muster und auch nicht täglich stattfinden, ist die Suche mit oder ohne 24h-Messung schwierig.

G{uck?y0x68


hing sich der damalige Arzt an einer einzigen Spitze auf

Sorry, dann ist der Arzt ein Idiot.

Weiß jetzt nicht genau wo das Problem ist?

Also ich hatte eine Herzangst, dabei kam raus das mein BD in Ruhe so 155-110 ist, mit Panik habe ich es mehrfach auf über 200 gebracht und schlug in der Notaufnahme auf und das obwohl isch schon BD-Medikamente genommen habe.

Ich bekam 3 BD-Medikamente und was so bei 135-140 zu 80-90, nach einer Angsttherapie und Medikamenten kam isch schließlich mit einem Medikament aus, inwzischen nehme ich gar keins mehr. BD-Werte 130-140 zu ca. 75.

Wenn ich maich aufrege komme ich auch schon mal auf etwa 170-100.

Fazit: Wenn du dich mit dem medikament wohl fühst, dann nimm es. Meiner (Laien-)Meinung nach, kannst du das Medikament aber auch weg lassen.

Cjhevylladxy


Also ich würde hier nie einem raten: lass das Medikament weg. Solche Sachen sollten immer mit einem Arzt abgesprochen werden. Gerade BB abzusetzen von heute auf morgen ist nicht so lustig. Immer schön ausschleichen.

Ich hatte auch mal so einen Experten von Arzt. einmal gemessen und da war er glaube ich 150/90. Ich sollte dann Tabletten nehmen. Ich habe aber bereits von Kind an schon, Probleme, wenn ich so ein Gerät sehe. Ich merke dann förmlich wie mir die Hitze in die Wangen steigt.

Die Tabletten habe ich natürlich nicht vertragen. Schwindel, Müdigkeit etc.

Also ab zum anderen Arzt. 24 h Messung und Nachts war er gut und das war was zählt.

Ich würde so schnell keine mehr nehmen

E[arth$bondTing-poinxt


Mit dem Beispiel des damaligen Arztes wollte ich meine Zweifel an der Aussagekraft einer 24h-Messung begründen. Bei dem bin ich schon lange nicht mehr.

Aber ich glaube, dass es mir unterm Strich mit Einnahme der ACE-Hemmer besser geht als ohne.

Heute morgen unmittelbar nach dem Aufstehen hatte ich nach einer aufgrund der belastenden Sommerschwüle schlechten Nacht mit ebenso schlechtem Schlaf und einem entsprechend unausgeschlafenem Zustand einen Wert von 137/89 Puls 62. Das ist hoch für meine (eingestellten) Verhältnisse, aber ich hatte das schon fast erwartet, weil mein Allgemeinzustand aufgrund des schlechten Schlafes nicht gut war und der Blutdruck in diesen Situationen dann i.d.R. erhöht ist. Zumindest morgens trifft das zu. Zwei Minuten später war er dann bereits wieder bei 117/74 Puls 58.

Meistens schlafe ich wie ein Bär, morgens habe ich dann Spitzenwerte.

Im Augenblick hocke ich in meinem engen, stickigen, schwülen Büro. Die aktuellen Werte wären vermutlich wieder ordentlich erhöht.

Diese und vergleichbare Dinge schlagen mir glaube ich sehr auf das Gemüt bzw. Blutdruck...

MMurtwexl


Jeder Mensch hat einen unsteten Blutdruck. Je nach körperlicher und psychischer Anspannung ist er höher oder niedriger. Durch Sport will man z.B. das Herz stärken. man belastet es (der Blutdruck steigt) und trainiert es so. Ein Angstpatient hat den Vorteil, dass er für ein solches Herztraining nicht einmal Sport treiben muss. Eine Panikattacke reicht, um einen ähnlichen Trainingseffekt zu erzielen. Angenehm - im Erleben - ist das natürlich nicht. Und gegen erklärbare Spitzen beim Blutdruck sollte man keine Medikamente nehmen. Betablocker können da massive Probleme machen, da diese extrem dämpfend wirken.

ESarthdbDondingOpoinxt


Wie schon geschrieben, habe ich auch aufgrund nicht erklärbarer Ursachen in vermeintlichen Ruhezuständen Spitzen bei meinen BD-Werten.

Außerdem nehme ich ACE-Hemmer. Aber ich kenne auch die Wirkung von BB. Der HA, bzw. dessen Vertreter dieser Gemeinschaftspraxis hat mir anlässlich einer Kontrolle zusätzlich zu den ACE-Hemmer auch noch BB verschrieben. Das bisherige Ergebnis reichte dem wohl nicht.

Danach war ich nicht mehr viel mehr als eine lebendige Leiche.... {:(

Ich hab diesbezügl. ein bisschen das Vertrauen in die Ärzteschaft verloren, das muss ich gestehen...

GAucky0568


Vertrauen in die Ärzteschaft verloren

Okay, jetzt verstehe ich dein Problem. Du meinst das bei den Arzt-Messungen, dein BD wahrscheinlich zu hoch ist und nicht sicher ist, ob er 'normal' auch so hoch wäre und dir die Ärzte dann was verschreiben, was eigentlich nicht nötig ist?

Chevylady hat natürlich recht, ein Arzt vor Ort kann das besser beurteilen, als wir Internet-Laien.

Dennoch, so viel ich weiß ist der BD Morgens, wenn der Kreislauf hochgefahren wird am höchsten und wie Murtel schrieb, sind gewisse Schwankungen ja auch vollkommen normal, 137/89 würde ich daher, unter den Bedingungen, nicht wirklich als zu hoch ein ordnen, jedenfalls weit entfernt, von einer bedenklichen Spitze, zumal, er ja wenig später top war.

Von daher, wenn Du das Medikament verträgst, ist doch so weit alles in Butter.

MiurtWexl


Problematisch ist, wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist, also nie einen normalen Wert erreicht. Dann sollte man sich wirklich Gedanken machen. Hast du schon mal ein Belastungs-EKG gemacht. Da werden unter der Höchstbelastung Blutdruckwerte erreicht, die um ein vielfaches höher liegen als deine 150/95. Da man erst kürzlich zu dem Ergebnis gekommen ist, dass man bis zu einem Blutdruck von 140/95 von normalen Werten spricht, ist dein Wert recht unspektakulär. Man kann natürlich auch solche Werte senken, das bewirkt aber, dass die normalen Werte auch abgesenkt werden. Und wie man sich dann fühlt, merkst du ja gerade.

EkarthbXondinXgpoinxt


Ein kleiner Nachtrag zur Sache:

Ich habe begonnen, Magnesiumpräparate zu nehmen und siehe da, die oben beschriebenen Zustände sind weg!

Eigentlich hätte ich früher draufkommen können, da ich hier schon oft Probleme hatte. Hinter mir liegt eine relativ lange Stressphase. Damals bemerkte ich den Mangel an einem punktuellen Herzstechen. Damals dauerte es auch eine Weile, bis der Groschen fiel. Aber Magnesiummangel erzeugt viele irrwitzige Zustände, lange, bevor der Arzt im Blutbild den Mangel feststellen kann.

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