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starker HB-Abfall innerhalb einer Woche

pcelzBtierx86 hat die Diskussion gestartet


Ich habe seit 3 Wochen einen starken HB-Abfall von 15,1 auf 12,2, was einem Abfall des Hbs um 1g/dl pro Woche macht, was eigentlich eher ungewöhnlich ist. Ich hatte weder eine offensichtliche Blutung, noch habe ich einen Mangelzustand im Moment (ist alles schon ausgeschlossen worden).

Mein HA, der zudem momentan auch gerade im Urlaub ist, konnte sich die Werte bis jetzt nicht erklären. Die einzige mögliche Erklärung für das Phänomen wäre eine Hämolyse, aber Hämolyse bezogene Parameter sind zumindest momentan noch okay.

Daher meine Frage:

Hatte jemand mit einer chronischen Erkrankung mit wiederkehrenden Anämien, oder jemand, der zur Anämie neigt (z.b. aufgrund starker Menstruationsblutung, Eisenmangel etc), auch schon einmal einen solch raschen Abfall?

Ich versuche gerade nur "Erfahrungswerte" zu sammeln, ob ein solch rascher Abfall nicht doch auch durch "harmlosere Gründe" verursacht werden kann.

Antworten
k=athBa2x6


Ich habe eine renale Anämie. Mir ist so etwas einmal passiert, als ich für 3 Wochen im Urlaub war - ich hatte EPO mit, dass mir einmal pro Woche bei der Dialyse gespritzt wird, und obwohl ich es in einer Kühltasche transportiert habe, hat es den Transport offenbar nicht überlebt. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub war mein Hb von 11,8 auf 9,9 gefallen.

Du schreibst ja in deinem anderen Faden, dass dein NT-pro-BNP plötzlich stark erhöht ist. Ich würde dir dirngend raten, dein Herz untersuchen zu lassen (Herz-Echo), nicht, dass du doch plötzlich eine Herzinsuffizienz entwickelt hast. Merkst du denn irgendetwas, ob du evtl. Wasser eingelagert hast? Hast du Probleme beim Atmen oder geschwollene Beine? Bei Dialysepatienten z.B. schwankt der Hb auch abhängig davon wie "überwässert" sie sind, wie stark also das Blut verdünnt ist. Als ich mit der Dialyse angefangen habe, hatte ich ca. 6 Liter überschüssiges Wasser im Körper eingelagert - allein dadurch, dass man dieses Wasser bei der Dialyse rausgezogen hat, ist mein Hb damals von knapp unter 8 auf 10 gestiegen.

Ansonsten kenne ich so starke Abfälle des Hbs nur durch Blutverlust z.B. bei OPs. Menstruation oder wiederholtes heftiges Nasenbluten machen sich zumindest bei mir nie plötzlich so stark bemerkbar.

peelztiGer86


Danke für deinen Beitrag. Bei Nierenerkrankungen/insuffizienz kommt es a meines Erachtens recht häufig zu einem EPO Mangel, der für die Anämie sorgt. Dann ist es klar, dass der Hb recht schnell absinken konnte, wenn du dir das Medikament nicht spritzen konntest wie üblich. Ich habe aber kein EPO-Mangel. Habe tendenziell eher hoch-normale bis erhöhte Werte, die auch noch nicht geklärt sind. Mein Knochenmark hat vor der jetzigen Epsiode eher zu viele Erythrozyten produziert, der hb war grenzwertig, d.h. hoch-normal.

dass dein NT-pro-BNP plötzlich stark erhöht ist

lol ....naja, die Ärzte haben wohl eine andere Vorstellung davon, was stark erhöht ist. Ich denke ja immer, man muss immer alles im Zusammenhang und vergleichen mit den für den individuellen Patienten "normalen" Werten betrachten. Aber das ist für viele Ärzte ein Fremdwort, die kennen nur Schubladen-Denken. Unter 1000 ist der NT-pro-BNP nicht wirklich relevant. Scheiß egal, dass der vor 2 Monaten noch bei 45 lag, und innerhalb der letzten Wochen erst angestiegen, und nun innerhalb einer Woche deutlich angestiegen ist, auch wenn er nicht die magische Grenze von Tausend überschritten hat.

Ebenso mit dem Blutwerten. Ich bin mir sicher, dass da ein Hämatologe sagen würde: "aber ihr hb is doch noch im Referenzbereich, dann ist der Abfall egal", obwohl in den Leitlinien etwas Gegenteiliges steht.

Ich habe mit einem Laborarzt gesprochen, da mein HA wie gesagt nicht da ist, und ich die ENtwicklungzu klären versuchte. Manche Laborärzte sind einfach wesentlich kompetenter als Hausärzte oder Hämatologen.

Er meinte zwar auch, dass der NT-proBNP Wert schon recht hoch bzw. vor allem gestiegen sei, und der Hb Wert schon recht stark gefallen sei, aber eine Erklärung habe er auch nicht. Er hätte auch auf Hämolyse getippt, wenn eine größere Blutung ausgeschlossen werden könnte. Ich fragte, in welcher Größenordnung die Blutung hätte sein müssen, und er meinte: "so, dass Sie sie hätten nicht übersehen können. Sie hätte offensichtlich über 3 Wochen 3.5-4L Blut verlieren müssen." Er schaute auch nach meinen Nierenwerten, um eine Verdünnung des Blutes auszuschließen, aber meine Neirenwerte sind völlig in Ordnung.

Die einzigen Veränderungen, die ich in den letzten Tagen bemerkt habe, sind ziemlich starke Kopfschmerzen, die für mich sehr atypisch sind. Zudem habe ich das Gefühl, dass ich weniger Wasser lassen muss, aber nachkontrolliert habe ich es nicht. Aber so, dass ich sichtbar starke Wassereinlagerungen hätte, ist es nicht - das würde ich sehen, da ich schon mal postoperativ akutes Nierenversagen hatte. Ich habe nur das Gefühl, dass mein Gesicht etwas zugenommen hat. Aber das sind alles keine wahnsinnig starken Veränderungen meinem Empfinden nach.

Nichts, was mich jetzt in Alarmbereitschaft versetzen würde. Ich bin natürlich etwas aufmerksamer, aber das war's.

Ich habe den Kardiologen ja gefragt, ob es sein könne, dass der erhöhte NT-proBNP Wert im Zusammenhang steht mit dem Abfall des Hbs - ein rascher Abfall ist , soweit ich weiß, für das Herz/Kreislaufsystem belastend. Aber er meinte nur, dass wir das dann alles besprechen in 6 Wochen, in der Ambulanz. Wenn vorher etwas Akutes ist, soll ich in die Notfallaufnahme.

Ist bei dir der NT-proBNP schon einmal bestimmt worden (Nierenpatienten sind ja auch anfälliger für Herzgeschichten) und wenn ja, was ist dir zu den Spigeln gesagt worden?

pPel`ztiexr8x6


Sie hätte offensichtlich über 3 Wochen 3.5-4L Blut verlieren müssen."

Huch, das war hier nicht ganz korekt von mir wiedergegeben.

Was ich eigentlich meinte: für einen HB-Abfall von 1g/dl bedarf es laut dem Laborarzt und einer ungefähren Formel in meinem Fall 3,5 is 4 Liter. Also insgesamt 3x3,5 = 10,5.

Das ist wirklich nur im Rahmen von mehren Ops innerhalb 3 Wochen zu schaffen.

kYath!a2x6


Da hast du recht, ich wollte dir nur verdeutlichen, dass ich so eine Situation zwar kenne, aber mir persönlich abgesehen davon keine anderen "harmlosen Gründe" für so einen rapiden Hb-Abfall bekannt sind.

Nichts, was mich jetzt in Alarmbereitschaft versetzen würde. Ich bin natürlich etwas aufmerksamer, aber das war's.

So viel Gelassenheit hätte ich auch gerne - ich würde in Anbetracht der Vorgeschichte schon längst am Rad drehen...

Welche Nierenwerte hat dein Arzt denn kontrolliert? Denn du weißt ja sicher, dass es dauern kann bis das Kreatinin ansteigt, wenn akut etwas sein sollte. Hat man in letzter Zeit bei dir mal die Kreatinin-Clearance bestimmt? Das würde ich machen lassen und mal 24 Stunden lang ein genaues Einfuhr/Ausfuhr-Protokoll führen und schauen, ob die Bilanz stimmt. Wie ist dein Blutdruck? Starke Kopfschmerzen sind bei mir oft ein deutliches Indiz, dass ich überwässert bin. Ich habe übrigens nach einem langen Interval vor der Dialyse oft 3 Liter Wasser zuviel im Körper ohne dass ich sichtbare Wassereinlagerungen hätte... keine Ahnung, wo das Wasser bei mir hin verschwindet, aber ich habe weder geschwollene Beine noch passen mir meine Hosen nicht mehr.

Ist bei dir der NT-proBNP schon einmal bestimmt worden (Nierenpatienten sind ja auch anfälliger für Herzgeschichten) und wenn ja, was ist dir zu den Spigeln gesagt worden?

Da bei Nierneinsuffizienz der NT-proBNP Spiegel generell deutlich erhöht ist, taugt er hier nicht zur Diagnose / zum Ausschluss einer möglichen Herzinsuffizienz. Bei mir wird jedes Quartal ein Herz-Echo gemacht, da ich leider dazu neige, dass sich überschüssige Flüssigkeit bei mir sofort im Herzbeutel sammelt.

p=elztxier86


ja, stimmt, natürlich - weiß ich ja eigentlich, dass der NT-proBNP Spiegel etwas unbrauchbarer ist bei Niereninsuffizienz.

Wobei es glaube ich angepasste Referenzbereiche dafür gibt...

Naja, natürlich wurde das Kreatinin kontrolliert, aber ich habe dann, weil ich auch weiß, dass der Kreatinin-Wert träge ist, ist darauf gedrungen, dass die Clearance bzw die GFR bestimmt worden sind.

Ist alles laut Labor in Ordnung.

Die Kopfschmerzen könnten auch einfach durch den raschen HB Abfall verusacht werden.

ich weiß einfach, dass es nichts bringt, gegen Wände zu laufen. Von daher ist da nicht nur Gelassenheit, sondern ein Stück weit Resignation gegenüber dem System und den Ärzten, die es hervorbringt.

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