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ST-Streckensenkung

*"Elfex*74 hat die Diskussion gestartet


Hallo. Ich war bei einer Vertretungsärztin, die mich nach einem EKG mit ST-Streckensenkung ins Krankenhaus überwiesen hat. Ich bin 40 Jahre, weiblich. Bin jetzt völlig fertig und habe vor Angst(bin seit meiner frühen Jugend Angst-und Panikpatientin) nur noch Herzrasen. Die Blutergebnisse hier im KH waren durchweg unauffällig. Auch die Langzeitblutdruckmessung war unauffällig. Herzecho(obwohl ich vor Aufregung wieder kräftig Herzklopfen hatte) war auch alles in Ordnung. Im Langzeit-u.Belastungs-EKG wurden allerdings diese Senkungen angezeigt. Jetzt will man weiter untersuchen. Als nächstes ein Stress-MRT. Ich habe keine Angst davor in der Röhre zu liegen, aber aufgrund meiner Medikamentenphobie ist diese Untersuchung für mich unvorstellbar. Muss ich mir wirklich Sorgen machen wegen der ST-Senkung? Habe mich in letzter Zeit durch sehr enormen Stress ausgebrannt gefühlt. Ich rauche und trinke nicht, wiege 57kg bei 1,55m. Blutergebnisse und EKGs waren bisher immer unauffällig.

Bin völlig verzweifelt und wäre so dankbar für hilfreiche Antworten.

Antworten
M#ajax27


ST-Senkungen sind relativ häufig. Habe ich auch und meine sind wohl nicht pathologisch. Eine ST-Senkung kann jedoch auf eine insuffiziente Durchblutung hinweisen.

Weißt du, ob es aszendierende oder deszendierende St-Senkungen sind?

*SElf/e*74


Leider weiß ich das nicht. Bekomme hier kaum einen Arzt zum Gespräch und wenn, dann bekomme ich kaum Infos oder Aufklärung. Ganz furchtbar. Hast du deine ST-Senkung genauer abklären lassen? Ich habe jetzt so Panik mit Herzrasen vor weiteren Untersuchungen, weil dort dann eine Medikamentengabe erfolgt. Ich kann diese Panik davor nicht abstellen. Selbst ein Beruhigungsmittel(in dem Falle wohl eigentlich ein Mittel gegen meine Angst) löst bei mir starke Nebenwirkungen aus.

Sind diese Senkungen denn lebensbedrohlich?

M%ajaV27


Ohne zu wissen, was für ST-Senkungen es sind, kann man schlecht beurteilen, ob es gefährlich ist.

Ich war wegen Tachykardien beim Arzt und hab mein Herz abklären lassen und dabei wurden die ST-Senkungen festgestellt. Mein Herz wurde einmal komplett durchgecheckt mit EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG und Herzecho und für gesund befunden. Deshalb hieß es dann, die ST-Senkung sei nicht pathologisch. Zur Sicherheit ließ ich noch ein Stressecho machen und das war auch ohne Befund.

Beim Stressecho gibt es zwei Varianten einmal wie beim Stress-MRT mit Medikamenten (was ich ablehne) oder wie beim Belastungs-EKG mit Fahren auf dem Fahrrad aber im Liegen und dabei wird Ultraschall gemacht. Letzteres wurde bei mir gemacht und soll recht genau sein. Vielleicht wäre das eher was für dich?

ST-Senkungen (vorallem aszendierende) sind häufig ohne Krankheitswert. Allerdings kann sie auch ein Hinweis auf eine Durchblutungsstörung des Herzens sein. Bei einer Gefäßverengung der Herzkranzarterien infolge von Arteriosklerose ist die ST-Strecken-Senkung z.B. ein typischer Befund.

Auch relevant wäre zu wissen, wie hoch dein Puls bei den entsprechenden EKGs war. Bei einer Tachykardie sind harmlose ST-Senkungen auch häufiger zu finden.

Aber ohne den genauen Befund zu kennen, kann man hier wirklich keine vernünftige Aussage treffen.

*[Elfqe*7x4


Die Ärztin meinte es sind absteigende(deszendierende?). Ich könnte nur gegen Unterschrift das Krankenhaus verlassen. Ich fragte dann nach dem Stressecho auf dem Fahrrad ohne Medikamente. Da holte sie einen zweiten Arzt dazu, der mir sagte er versuche bis morgen dieses Fahrrad zu besorgen. Jetzt habe ich für morgen um 12.30 Uhr einen Termin für diese Untersuchung und er meinte ich dürfte nach Hause gehen..auch ohne Unterschrift. ":/ Die Ärztin vorher sagte es könne lebensbedrohlich sein oder werden. Er meinte nun, dass viele junge Frauen so ein falsch-positives Ergebnis hätten. Was nun..wer hat recht? Ich bin verwirrt und meine Angst macht es nicht besser. :-(

M}aj-a27


Ich denke nicht, dass der Arzt dich gehen lassen würde, wenn es akut lebensbedrohlich wäre.

Aber deszendierende Streckenveränderungen können eben auch auf Durchblutungsstörungen hinweisen und deshalb sollte es abgeklärt werden.

Der Arzt hat aber recht, dass es auch häufiger falsch positive Ergebnisse gibt.

Welche Blutwerte wurden denn bei dir untersucht? Auch Kalium? Elektrolytverschiebungen können auch zu ST-Veränderungen führen.

Jran7x4


Aber bei tatsächlich vorhandenen Durchblutungsstörungen hätte man doch beim Belastungs-EKG zumindest bei hoher Belastung auch andere Beschwerden, also nicht nur was das EKG betrifft, sondern direkt spürbare Atemnot und Probleme sich zu belasten und evtl auch schmerzen und so, oder?

Ist die Tatsache dass man sich ohne diese Dinge belasten kann nicht ein starkes Indiz dafür dass alles in Ordnung ist?

Mdaj;a2x7


Ich denke auch, dass bei einer Durchblutungsstörung beim Belastungs-EKG schon Probleme aufgetreten werden. Aber um sicher zu gehen und auch schon leichte Durchblutungsstörungen, die noch keine körperlichen Symptome mit sich bringen aufzudecken, ist das Stressecho schon besser und genauer.

Ich hoffe du berichtest nach dem Stressecho wie es war. Stell dich drauf ein, dass es seeeehr anstrengend wird. Ich fand das echt heftig und ich hätte beinahe hinterher den Weg zum Bus nicht mehr geschafft, weil ich so fertig war |-o

*9Elf+e*J74


Ob sie den Kaliumwert bestimmt haben weiß ich leider auch nicht. Man hat mich wirklich trotz ständiger Nachfragen nicht ausreichend informiert. Es wurde nur gesagt die Blutwerte sind ok.

Ich hatte schon Probleme beim Belastungs-EKG. Aber nur insofern, dass zuerst meine Beine keine Kraft mehr hatten gegen den Widerstand anzutreten(leider schon bei 65 Watt nach vielleicht 3-4 min) und ich dann auch schon aus der Puste kam. Schmerzen hatte ich keine. Nur kam meine Panik wiwder hoch, als ich spürte dass mein Puls hochgeht. :-| Habe vor ca 5 Jahren auch schonmal ein Belastungs-EKG gehabt und auch schlecht abgeschnitten. Damals sagte der Kardiologe ich hätte eine sehr schlechte Kondition und muss das dringend trainieren und dass es Monate bis Jahre dauern könnte normale Kondition zu erlangen. Leider habe ich das nie befolgt.

J$a1n7x4


naja, mach halt dann das streß echo und wenn der arzt es absegnet, fang fleissig mit sport an.

*IEhlfex*74


Vielen lieben Dank erstmal für eure Antworten. Werde mich auf jeden Fall melden nach dem Stressecho.

M%a8ja27


Viel Glück für die Untersuchung @:)

*xElfse*7x4


Oh vielen Dank. Das ist aber lieb. :-)

Bin sowas von nervös. Und dann noch meine permanente Angst. Hatte gestern vorm Zubettgehen noch eine heftige Panikattacke, die ich momentan aufgrund des Wissens um die EKG-Veränderung, als lebensbedrohlich empfunden habe. :-( Aber irgendwann ebbte es ab und das spricht dann doch wohl eher für eine Panikattacke, als für einen Herzanfall?

MUa~jax27


Das klingt sehr nach Panikattacke. Die hatte ich aufgrund meiner Herzangst auch sehr oft und manchmal war ich echt kurz davor den Notarzt zu rufen. Aber wenn es von alleine besser wird, ist das definitiv kein Herzanfall.

*sElfei*Q74


Bin zurück und berichte. Erstmal..der Arzt sagt keine Anzeichen für eine KHK oder Durchblutungsstörung. Aber mein Puls ist zu hoch und ich muss unbedingt Sport anfangen und wg meiner Ängste und Panik und meiner Stresssituation einen Neurologen aufsuchen. Evtl. müsste er etwas verordnen was mich insgesamt entspannter werden lässt. Aber bei meiner Medikamentenangst? Naja mal schauen. Bin momentan erstmal super erleichtert, dass es nichts Bedrohliches ist. Aber irgendwie ist da schon was hängengeblieben. Muss wohl erstmal alles verdauen.

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