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Herzneurose oder Herzerkrankung? Ich weiss nicht mehr weiter.

JHPinkm`an1x990 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community, ich bin neu hier und habe mich aus Verzweiflung angemeldet.

Ich bin Drogenabhängig und befinde mich seit ca. 2 Jahren in Substitution wo ich stabil 8mg Subutex am Tag bekomme und außerdem dosiere ich mich grade von Valium ab wo ich mittlerweile noch ca. 4mg am Tag nehme.

Angefangen hat alles vor ca. 2 Monaten, eigentlich schon früher. Ich habe seit ca. 4 Jahren immer wieder Panikattacken, die ich früher auch eigentlich immer als solche erkennen konnten (und fast nur durchs Kiffen ausgelöst wurden). Mittlerweile Kiffe ich nicht mehr.

Also vor 2 Monaten nun, bin ich ins Krankenhaus weil ich wieder etwas unruhig war, nervös ich wollte einfach Beruhigung dass mit mir und meinem Herzen alles in Ordnung ist. Also, dass übliche, EKG abhhören usw. Doch dann war auf einmal alles anders, der Arzt kam zu mir, sagte zu mir nur "formell muss ich sie da behalten". Schon wurde mir ganz anders, "warum?" "So darf das Ekg eines 24 Jährigen nicht aussehen" "Wieso darf es dass nicht, was stimmt denn nicht" "Wir sehen hier Anzeichen auf eine Unterversorgung, am besten sie sprechen mit unserem Internisten". Also bin ich zum Internisten gegangen. Total außer mir, wie im Film."Was hab ich denn?" Wissen wir nicht" "Warum nehmen Sie mich auf die Intesivstation" "Um zu überprüfen was sie haben" "ich kann aber nicht einfach hier bleiben, alles was ich habe ist bei mir zu Hause, der PC ist an, ich bin alleine" "dann gehen Sie nach Hause und kommen sie so schnell wie es geht wieder" "besteht die Gefahr dass ich sterbe wenn ich jetzt nach Hause gehe" "wissen wir nicht". Weil dass Krankenhaus einen überaus schlechten Ruf hatte und weil die mir absolut keine Auskunft darüber geben wollten, was sie denn jetzt genau vermuten hab ich also den Zettel unterschrieben dass ich mir über dass Risiko bewusst bin und wie in Trance die 2km nach Hause geloffen. Meine ganze Familie war fort, mein Vater mit dem ich zusammen wohne war nicht da. Ich rief ihn an, "Ich hole dich sofort, wir fahren jetzt nach Lahr ins Krankenhaus" (dass war eine Strecke von ca. 120km) Also gesagt getan, ich habe die 2 Stunden gewartet, alles zog an mir vorbei wie in einem Film). Dann die Fahrt, ich weiß immer noch nicht wie, aber ich habe es irgendwie geschafft die Fahrt über zu schlafen. Also im Krankenhaus Lahr auf der Intensivstation angekommen, Blutbild gemacht, Herzmonitor. Röntgen. Ich lag 5 Stunden da, (im anderen Krankenhaus wollten sie mich mindestens 2 Tage!!!!! da behalten.) Der Arzt kommt rein, "wir sehen keine Auffälligkeiten, sie dürfen nach Hause gehen". Ich war überglücklich, doch es hat nicht lange gehalten. Ich kann das erlebte nicht vergessen, ich habe von einer ehemaligen Mitarbeiterin des Krankenhauses erfahren dass es gang und gebe ist Privatpatienten hier am Wochenende Angst zu machen und sie Montags bis der Chefarzt kommt stationär da zu behalten. Was mir auch ein weiterer Arzt bestätigt hat. Aber ich werde dass nicht los..

Ich hatte davor schon Panikattacken, vor dem Erlebnis, bin zuvor schon schreiend aufgewacht mit dem Gefühl einen Herzinfarkt zu haben. Immer wieder beim einschlafen, wie ein Blitz der durch mich durchfährt, Herzrasen, totaler Schwindel, schreien, panisch nach dem Telefon greifen und jedes mal hört es nach ein paar Sekunden wieder auf. Oder ich hab mitten am Tag, aus dem nichts heraus auf einmal Herzrasen, Todesangst, Druckgefühl in der Brust, Rückenschmerzen. Nie weiß ich ob es wieder die Angst ist oder dies mal wirklich ein Herzinfarkt. Infolge des Erlebnisses ging ich zu meinem Hausarzt um ein Langzeit EKG zu machen, Ergebniss: Herz schlägt zu schnell, durch Streß, keine weiteren Befunde. Betablocker verschrieben bekommen. Doch es wurde nicht besser. Jetzt am Samstag wieder, aus dem nichts heraus, Herzrasen, Druck in der Brust, Schweissausbrüche, Schwindel, Todesangst, ich habe meine Medikamente genommen, doch die Beruhigung wie sonst, stellte sich nicht nach einigen Minuten ein. Normalerweiße hörten die Symptome irgendwann wieder auf, aber nicht da. Egal wie ich mich zu beruhigen versuchte, es wurde immer schlimmer. Notarzt angerufen, nach 40 Minuten gekommen, abhören, Blutdruck messen, Herzschlag abhören. Puls. Alles in Ordnung, wieder nur Panik. Danach ging es mir etwas besser. Bis es ans schlafen ging. Diese Vorfälle mit dem nächtlichen Aufschrecken waren bisher ab und zu mal, doch seit Samstag hört es nicht auf. Jedesmal beim einschlafen, Herz rast, ich bin mir sicher dieses mal ist es ein Herzinfarkt. Nach ein paar Sekunden hört es wieder auf. Bis zu dem Moment wo ich wieder einschlafe. Es ist immer der Moment in dem man in den Schlaf gleitet. Auch habe ich seit Samstag wenn ich mich hinlege immer wieder ein unglaubliches Spannungsgefühl, einen Druck in der Brust. Der war vorher nicht da. Kann das auch nur der Streß sein? Weiß dass jemand? Wenn es kein Herzinfarkt ist, keine Herzmuskelentzündung, Angina Pectoris?

Warum ich hier schreibe, ist dass mir durch meine Angst jeder Vergleich fällt ob ich übertreibe oder nicht,

mich haben insgesamt

4 Ärzte abgehorcht, inklusive Herz. Nichtsauffälliges

5 Stunden Herzmonitornichts aufälliges

2x Blutbild innerhalb von 5 Stunden nichtsauffälliges

1x Röntgenthorax Kein Befund

1x Ekg angebliche Auffälligkeit in einem Krankenhaus mit schlechtem Ruf und die angeblich Privatpatienten ausnehmen wollen..

1x Ekg ohne Befund

1x 24h Ekg mit Befund beschleunigtes Herzrasen durch Streß.

Was fehlt, BelastungsEKG, Ultraschall.

Unzählige Blutdruck und Pulsmessungen beides immer ETWAS erhöht.

Ich habe solche Angst.. solche Angst dass ich durch meine Angst noch einen echten Infarkt bekomme, oder dass ich schon irgendetwas habe. Ich weiss nicht was ich tun soll, meiner Angst nachgeben? Wieder zum Arzt? Und dann? Wenn BelastungsEKG und Ultraschall ohne befund sind, dann finde ich doch sicherlich etwas anderes dass mich beunruhigt.

JEDER, egal ob Arzt, Freund oder Familie sagt zu mir es ist nur Angst, nur Streß, Panik.

Würdet ihr darauf hören? Ich hab soviele gelesen dass EKGs nur Momentaufnahmen sind, dass Blutbilder dieses und jenes nicht zeigen. Angina Pectoris auf meine Diagnosen nicht zu erkennen sei und so weiter.

Ich bin am Ende.. Ich kann nicht mehr, bald geh ich in eine Klinik für psychisch Kranke. Aber es dauert noch ewig bis der Termin ist..

Ich habe keine ambulante Therapie, ich weiss nicht was ich tun soll. Würdet ihr weiter zu einem Arzt gehen? Die Angina Pectoris ausschließen?

Denkt ihr ich habe, falls es nur eine Herzneurose ist, jemals die Chance wieder ein halbwegs normales Leben zu führen?

Oder vielleicht wisst ihr ja sogar etwas wie ich eine Herzerkrankung von einer Panikattacke unterscheiden kann?

Ich musste das loswerden, ich musste mit Menschen die vielleicht ähnliches durchmachen wie ich darüber reden. Vielleicht seid ihr ja diese Menschen. Ich würde mich über eure Antworten, einfach unglaublich freuen.

Liebe Grüße.. :-)

Antworten
J;Pin&km9an1990 hat geantwortet


Mir fällt noch ein, was eventuell noch wichtig sein könnte.. Ich bin schon mein ganzes Leben hypochondrisch veranlagt, seit ich denken kann. Außerdem hab ich seit Jahren Chronische Rückenschmerzen bei denen ich häufig feststelle dass sie im Zusammenhang mit meinen Herzbeschwerden stehen KÖNNTEN.

Boell1a'198x0 hat geantwortet


Es klingt schon arg nach PanikAttacken und HerzNeurose.

Es sollte jedoch ein organisch Problem ausgeschlossen werden.

Ich glaube nicht dass du einen Infarkt hattest.

Hast du kein AD zur Überbrückung bis zu einer Therapie?

Auf Dauer ist das ja kein Zustand

J}PinkmanP199x0 hat geantwortet


Ich nehme täglich 30mg Mirtazapin. Weitere, AD sind für mich nicht unbedingt geeignet aufgrund meines nicht ganz optimalen Mischkonsums von Valium und Burprenorphin. Es hilft einfach nicht mehr.

Zu der Sache mit der organischen Ursache.. jeder Arzt mit dem ich gesprochen habe findet dass weitere Untersuchungen unnötig sind und mich psychisch einfach nur noch mehr belasten würde.. Dass ganze mit der Sorge, über eine unentdeckte Krankheit kommt alles von mir weil ich zwanghaft nach meinen Symptomen googlen muss und dabei rausgefunden habe, dass man mit den bisher durchgeführten Diagnose Methoden, dieses und jenes nicht "wirklich" ausschließen kann..

Natürlich bin ich kein Arzt und als erstes würde ich EIGENTLICH meinen Ärzten vertrauen.. aber was wenn die Fehler gemacht haben? Die Schmerzen in meiner Brust fühlen sich so real an, ich hab solche Angst vorm schlafen.. vorm alleine sein.. Ich kann nicht mehr, es dauert so lange bis ich endlich in die Klinik komme.. Ich brauch einfach endlich eine Methode um Panik von einer ernsthaften Gefahr zu unterscheiden.. nur ich weiß einfach nicht wie.. ich weiß es nicht..

B1eYlla1{9x80 hat geantwortet


Genau das ist ja das Problem der Angst Erkrankung. Man denkt die Ärzte haben was übersehen.

Zu erst musst du das scheiß Google lassen. Man kann sich auch ins Grab Googlen.

Die einfache Methode ist doch dass du nach der panikattacke siehst. Dass du immer noch am Leben bist

JEPeinkUman1~9x90 hat geantwortet


Dass hast du wirklich toll gesagt.. ABER, was ich vergessen habe zu erwähnen.. Mit google Zwang mein ich dass nicht im Sinne von ich will das unbedingt machen, sondern als Symptom einer schweren Zwangserkrankung die ich seit meiner Kindheit habe.. (Händewaschzwang, Ordnungszwang.. etc.) Früher hat mich die unglaublich belastet, mittlerweile habe ich gelernt mit ihr zu leben. Bzw. manchmal, wie dass mit dem Googeln, merk ich überhaupt nicht mehr dass ich einen Zwang habe.. Bis gerade eben.

Und ja, ich lebe danach.. Ich bin mir jederzeit vollkommen Bewusst dass ich eine schwere Angst/Panikstörung habe.. und man sollte meinen, da ich das weiß, kann ich jede Panikattacke durchstehen.. dass Problem ist bloß', früher war eine Panikattacke wie die andere.. nur sind seit dem Vorfall mit dem Krankenhaus ständig neue Symptome dazu gekommen, wenn es Heute mittag Kopfschmerzen waren, die mich glauben liesen ich hätte einen Schlaganfall, so sind es jetzt gerade die Schulterschmerzen die auf mein Herz drücken, die sich anfühlen wie ein Herzinfarkt. Wobei ich sagen muss, die schlimmste Belastung für mich, ist dieses aufwachen, dieses aufwachen und das Gefühl haben mein Herz schlägt nicht und auf einmal wird es wieder angeschmissen als würde jemand dagegen Boxen oder so.. Das ist so unheimlich und ich kann mir das nicht erklären, oder diese Zitteranfälle die damit zusammenhängen, dieses ziehende komische Gefühl in der Brust dass ich beim hinliegen habe. Es ist so unheimlich.. dass alles hatte ich früher nicht :(

B"el-la19x80 hat geantwortet


Ja ich verstehe dich. Diese Krankheit, Ängste und Panik verändert sich im Laufe der Zeit.

Das einzige was du tun kannst ist jede Attacke bewusst aushalten.

Und versuchen an deinem denken und Verhalten zu arbeiten

JDPink+man1x990 hat geantwortet


Und WIE mache ich das? Kannst du mir das sagen? :( Ich weiß nicht was ich noch tun soll progressive Muskelentspannung Beispielsweise macht mich nur noch panischer. Ich rede mir immer wieder ein, wie ein Mantra, es ist Angst. Angst. Nur Angst. Wie schon 1000x mal davor, es wird vorbei gehen, es hört auf, es wird nicht ewig dauern. Aber NICHTS passiert, die Symptome bleiben so real und werden immer schlimmer und schlimmer, dieses kribbeln in den Händen, das unruhige auf und abgehen, ich hab mittlerweile einen BEISS!!Zwang entwickelt, ich zerkau ständig alles was mir zwischen die Finger kommt, jedes scheiß Plastikteil, jedes Stück papier, einfach ALLES das man zerbeißen kann, zerbeiß ich.. Dass ist das einzige dass wenigstens ein MINIMUM Linderung verschafft. Ich würde so gerne eine Technik kennen, ein Medikament, IRGENWDAS dass es SOFORT stoppt. Früher waren dass die Opiate.. Dann das Valium, daher meine Süchte.. mittlerweile merke ich beides kaum noch aufgrund der Toleranz, aber ich will von keinem die Dosis erhöhen, ich würde fast alles machen/nehmen nur das diese schreckliche alles zerstörende Angst endlich aus meinem Leben verschwindet.. es macht mir ALLES kaputt. Ich habe keine Freunde mehr, der einzige Mensch zu dem ich noch halbwegs echten Kontakt hab ist mein Vater.. ich hab fast alles verloren..

JTan7x4 hat geantwortet


Und WIE mache ich das? Kannst du mir das sagen?

naja.. hat ja bisher auch geklappt ;-).

Das Problem an Entspannungsübungen usw ist, dass Du damit ja im Moment der Attacke versuchst, ihr aktiv entgegenzuwirken, und das klappt nie sondern erhöht die Spannung nur noch. Lass sie einfach geschehen, keine Gegenwehr, das ist am besten. Und konzentrier Dich nicht auf die Symptome sondern denk an was anderes.

Ich hab mal gelesen, und das hilft mir bei sowas sehr, dass man es sich vorstellen soll wie eine Welle, die über einen drüberschwappt. Kommt, und geht auch wieder. Man muss gar nix tun, einfach passieren lassen.

Ansonsten sitzt Dein Problem ja vermutlich sehr viel tiefer; so ganz ohne Grund wird es ja auch nicht zu diesen schwerwiegenden Abhängigkeiten gekommen sein, vermutlich bist Du generell sensibel und die Drogen und "Medikamente" (Valium) tragen noch weiter dazu bei, Dein Gehirn durcheinander zu bringen und den Anspannungspegel hochzuschrauben.

Kardiologisch wird sicher alles ok sein, Du bist in einem Alter wo man normalerweise einfach noch nix hat, und es gibt auch keine Anzeichen dafür, also warum sollte irgendwas sein? Belastungs-EKG kann man ja nochmal machen, das hat einiges an Aussagekraft.

Du tust mir richtig Leid, muss ich sagen. Deine Beiträge haben mich etwas betroffen gemacht. Ich wünsch alles Gute.

J.an7x4 hat geantwortet


Und erinner Dich daran, wie viele Attacken, auch schwere, Du schon hattest, und dass Du jede davon unbeschadet und ganz von alleine überstanden hast. Es ist nie was passiert und wird auch nie passieren. Es fühlt sich scheisse an, ja, aber je mehr Du das einfach zulässt, umso eher wirds auch weniger schlimm werden.

Und überleg Dir mal, wenn die Angst vor den Attacken Dich sogar in die Sucht geführt hat - welche zerstörerische Macht Du selber der "Angst vor der Angst" zubilligst. Du müsstest ja "nichts weiter" tun als keine Gegenwehr zu leisten, zu sagen, ok, Attacken, ihr gehört halt zu meinem Leben momentan dazu, dann sei das halt so, aber deswegen werde ich nicht zulassen, dass ich mich sozial völlig isoliere, mein Leben stark einschränke oder gar ungesunde Substanzen konsumiere. Denn ihr wollt mir ja bloß Angst machen, aber tun könnt ihr mir gar nix.

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