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Polymorphe Salven (idiopathisch)

BplackbTxoni hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mich würde interessieren ob polymorphe ventrikuläre Salven/Tachykardien (idiopathisch?) bei strukturell normalem Herzen genauso "gewöhnlich" sind bzw. auftreten können wie monomorphe. Kann es auch einfach idiopathisch sein oder steckt dahinter stets eine Erkrankung? Leider habe ich bislang in meiner Unibibliothek keine Fachliteratur passend zu dem Thema gefunden. Wenn ich etwas dazu fand, dann bezog es sich überwiegend auf Tdp (Torsade de pointes) im Rahmen eines LQT (Long-QT-Syndrom) und in selteneren Fällen auf CPVT (katecholaminerge polymorphe VT). Ansonsten findet man natürlich unzählige Infos zu monomorphen Salven/VTs. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir da ein paar Hinweise liefern könnt, vielleicht habe ich auch einfach nur falsch gesucht ":/

Antworten
HDabscKhAuxa hat geantwortet


Nein! - Hier sollte man die medizinische Termini beachten - Idiopathisch bedeutet nur, dass keine Ursache gefunden werden konnte, nicht dass es physiologisch ist! Als Beispiel wäre eine polymorphe ventrikuläre Tachykardie so lange idiopathisch, bis man (beispielsweise) eine Hypokaliämie nachweist.

B=lacukToxni hat geantwortet


Es liegt bislang keine bekannte Ursache vor, deshalb schreibe ich von Idiopathie. Ich frage eben, ob es "für gewöhnlich" vorkommen kann, also auch nicht unbedingt pathologisch ist bei unbekannter Ursache oder ob es stets "ungewöhnlich" und evtl. pathologisch ist.

H absc{hAua hat geantwortet


Eine idiopatische polymorphe ventrikuläre Arrythmie ist stets "ungewöhnlich" und meist pathologischer Natur.

B-lack^Txoni hat geantwortet


Dankeschön erstmal bis hierhin :-)

Die nächste Frage ist: Was gibts da für mögliche Ursachen außer Störungen im Elektrolyt/-Hormonhaushalt, Kanalopathien oder Drogen/Medikamente (mehr fällt mir spontan mal nicht ein) bei strukturelle normalem Herzen? Wenn auch keine Infektionen vorliegen/vorlagen. Die Therapie wird sich nach der Ursache richten, was ist nun wenn man die Ursache nicht (zeitnah) findet? Ich werde das natürlich auch noch ausführlich mit meinem Kardiologen/Rhythmologen besprechen, nur gehe ich äußerst ungern unvorbereitet zu so einem Gespräch ;-)

HHabs2chAcuxa hat geantwortet


Mich würde interessieren, welche Untersuchungen bisher gelaufen sind, um zu der Ausschlussdiagnose "idiopathisch" zu kommen.

BNlack-Txoni hat geantwortet


Idiopathisch deshalb, weil BIS JETZT keine Ursache gefunden werden konnte.

Im Akutfall wurden bislang unzählige Male Blutentnahmen durchgeführt in denen sowohl der Elektrolythaushalt als auch die Schilddrüsenhormone unauffällig waren. Katecholamine (Ausschluss Phäochromozytom) wurden auch schon mehrmals im 24h-Sammelurin gemessen und waren stets unauffällig. Kanalopathien werden deshalb ausgeschlossen, weil in meiner Familie niemand symptomatisch ist. Die Möglichkeit einer autosomal rezessiven Vererbung wollte ich den Ärzten bislang lieber nicht vorschlagen, da ich es selbst für unwahrscheinlich halte und die Ärzte die ich darauf angesprochen habe, haben das schlicht ignoriert. Drogen nehme ich wirklich keine und ein zweimaliger Drogentest war auch negativ. Das einzige Medikament das ich regelmäßig einnehme ist ein ß-Blocker und mit dem ist es leider auch nicht viel besser geworden. Infektionen im Rahmen einer Myo-,Peri- oder Endokarditis hatte ich bislang nicht und aktuell auch nicht. Ein kleiner Perikarderguss wurde damals als "hämodynamisch nicht relevant" eingestuft. Folgenen einer Entzündung wurden auch durch Nachfragen meinerseites nicht als mögliche Ursache in Betracht gezogen. In allen drei Elektrophysiologischen Untersuchungen konnten weder medikamentös noch elektrisch solche Arrhythmien induziert werden. Kardio-MRTs, ein Kardio-CT und zahlreiche Ultraschall-Untersuchungen zeigten bislang ein strukturell normales Herz. Alle Ruhe-EKGs waren unauffällig. Bislang hat nichts auf eine klare Ursache hingedeutet. So und nun ???

Hha<bsch.AuHa hat geantwortet


Interessante Auschlussdiagnostik der Kanalopathien, hier würde ich das "Institut für Genetik von Herzerkrankungen" des Universitätsklinikum Münster empfehlen und der Sache weiter nachgehen, ob Ihre Eltern einen Phänotyp aufweisen, oder nicht, kann nur Hinweise liefern, nebenbei muss sich auch ein dominanter Erbgang nicht zwingend phänotypisch niederschlagen. Wurde bei der EPU mit Flecainid und Ajmalin provoziert? - Wurde ein Linksherzkatheter gemacht und ein Acetylcholin-Provokationstest - 24h-12-Kanal-Ekg? - Wurde über das Thema Eventrecorder gesprochen? - Wurde eine Myokardszintigraphie gemacht? - Weswegen wurde der Betablocker verordnet, gab es eine Zunahme der Beschwerden durch die Einnahme des Betablockers? Wurden bei der toxikologischen Untersuchungen nur nach "Drogen" gefahndet, oder auch nach Schwermetallen u.ä. - Immunologe konsultiert?

BBlacXkToxni hat geantwortet


Uff... ahh siehe PN %:|

Jwanx74 hat geantwortet


klärst Du uns auf wie die Story weitergeht?

B<la-ckToxni hat geantwortet


Ohne die genaueren Hintergründe zu kennen, hat das eigentlich keinen großen Sinn. Ich möchte ungern meine ganze Geschichte niederschreiben, das würde hier echt den Rahmen sprengen. Kann dich ja per PN auf dem Laufenden halten :-)

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