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Eisenmangel verschwindet einfach nicht - seit 20 Jahren

Ajry!a 2.p0 hat geantwortet


Update

So, ich muss dann mal meinen alten Faden hierzu wieder raus kramen.

Ich war jetzt bei einem Arzt, der auf der o.g. Internetseite bezüglich des Eisenzentrums empfohlen wird. Er empfahl mir eine Therapie mit Eiseninfusionen. Bei mir wären wohl um die 8 Infusionen in einem Zeitraum von 4 Wochen nötig. Problem: Ich muss die selbst bezahlen. Pro Infusion wären das 60 Euro. Das heißt, ich müsste 480 Euro in einem Monat nur für die Infusionen ausgeben. Das kann ich mir beim besten Willen nicht leisten.

Wie sieht das bei euch aus, die ihr auch Infusionen bekommen habt. Musstet ihr die selbst bezahlen oder hat eure Krankenversicherung das bezahlt? Wie niedrig muss mein Ferritin denn noch sinken, damit das übernommen wird? Mir geht es immer schlechter, aber ich kann nicht einfach mal 480 Euro für Eisen ausgeben. Vor allem, da bei meiner letzten Infusionstherapie (als ich privat versichert war) der Wert nach 6 Wochen auch nur auf ca. 40 gestiegen ist und es mir absolut nicht besser ging.

D)erR"obiert hat geantwortet


Wie wäre es denn mal mit dem guten alten Spinat?

Warum versucht kein Arzt herauszufinden, woher der Mangel kommt?

Zu aufwendig/kostenintensiv.

AaryVa 2.x0 hat geantwortet


Wie wäre es denn mal mit dem guten alten Spinat?

Hast du den Faden gelesen? Weder Tabletten noch Infusionen haben damals was gebracht. Ernährung ist ausgewogen und gesund. Und ja, ich esse auch sehr gerne Spinat und ich esse Fleisch ... Aber mit Spinat allein wird sich mein Problem leider nicht lösen.

Ganz abgesehn davon, dass das immer noch ein [[http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Wie-viel-Eisen-steckt-wirklich-in-Spinat-174981.html Mythos]] ist, dass Spinat ach so viel Eisen enthält.

C:ara"mValax 2 hat geantwortet


Hallo Arya,

das ist sehr ärgerlich. Es sind ja immer mehrere Faktoren die eine Rolle spielen können und die rauszufinden ist leider nicht einfach, wenn die entsprechenden Ärzte sich selbst nicht damit auskennen.

Meine Frage zu den Eisenwerten wären. Wie sieht dein Kupferwert aus. Liegt er in einem guten mittleren Bereich oder ist er noch nie getestet worden. Um zweiwertiges Eisen aus dem Darm aufnehmen zu können, dafür braucht man Kupfer. Zusammen sollte man Kupfer und Eisen aber nicht einnehmen, weil sie sonst im Darm unlösbare Verbindungen eingehen können.

Wie sieht dein B12-Wert aus?

Das die Infusionen weder verordnet noch gezahlt werden, dass ist sehr ärgerlich. Ich würde bei der Kasse da einmal nachhaken.

Tabletten werden nicht immer gut resorbiert. Ich selbst nehme Eisencitrat-Tabletten mit etwas Vitamin-C direkt nach dem Aufstehen und frühstücke dann eine Stunde später. Das vertrage ich sehr gut und ich habe keinerlei Probleme. Eisenglucconat hingegen vertrage ich nicht, zumindest war das vor Jahren einmal so gewesen. Eisencitrat hat den Vorteil, dass es keine Umwandlungsprozesse im Darm mitmachen muss, sondern es kann vom Körper direkt aufgenommen werden. Hundert Tabletten kosten um die acht Euro. Ich habe im Akutfall fünf davon eingenommen.

Soeven#.of.hNine hat geantwortet


Meine Frage zu den Eisenwerten wären. Wie sieht dein Kupferwert aus. Liegt er in einem guten mittleren Bereich oder ist er noch nie getestet worden. Um zweiwertiges Eisen aus dem Darm aufnehmen zu können, dafür braucht man Kupfer.

:)^

Auch mein Sohn hat grenzwertig niedrige MCV- und MCH-Werte, allerdings musste ich arg darum kämpfen, bis man auch die Kupferwerte bestimmte (Ergebnis kommt morgen). Bisherige Begründung: Dafür gibt es keine medizinische Indikation. Als ob Abgeschlagenheit, Dauerkopfschmerzen und Müdigkeit nicht reichen würden........ %-|

Soeven.\of.tNinxe hat geantwortet


Aber bitte trotzdem nicht ohne vorherige Überprüfung Kupfer einnehmen. Ist der Wert zu hoch oder auch zu tief, sollte gleichzeitig Caeruloplasmin bestimmt werden:

[[http://www.netdoktor.de/laborwerte/kupfer/ Laborwerte Kupfer]]

ANryAa E2x.0 hat geantwortet


Wie sieht dein Kupferwert aus. Liegt er in einem guten mittleren Bereich oder ist er noch nie getestet worden.

Ich bin gerade sämtliche mir vorliegende Blutuntersuchungen durchgegangen. Ich befürchte, das wurde noch nie getestet. Oder versteckt sich der Kupferwert hinter einer der vielen Werte, die seltsame Abkürzungen haben?

Wie sieht dein B12-Wert aus?

Bei der letzten Messung lag er bei 346 ng/L [Normwert 211-911]. Der Arzt heute fand den Wert zu niedrig.

Ein 3/4 Jahr vor dieser Messung lag der Wert bei 377. Da hatte ich dann eine gewisse Zeit lang Vitamin B12 Tabletten nehmen müssen.

Das die Infusionen weder verordnet noch gezahlt werden, dass ist sehr ärgerlich. Ich würde bei der Kasse da einmal nachhaken.

Jetzt bin ich schon so vernebelt...Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen mal nachzufragen. %:| Danke, das werde ich morgen mal machen. Ich muss sowieso noch bei der Krankenkasse vorbei wegen meiner Reha. Da kann ich direkt persönlich nachfragen.

Tabletten werden nicht immer gut resorbiert.

Bei mir kommt noch das Problem hinzu, dass ich die Tabletten nicht gut vertrage. :-X

Ich selbst nehme Eisencitrat-Tabletten mit etwas Vitamin-C direkt nach dem Aufstehen und frühstücke dann eine Stunde später.

Verrätst du mir, was genau das für Tabletten sind? Also wie der Name ist? Ich klammer mich gerade an jeden noch so kleinen Strohhalm.

Habe grad auch mal nachgeschaut. Mein übliches (und am ehesten verträgliches) Präparat ist Eisen-Sulfat. Das, was ich nicht vertrage Eisen-glycin-sulfat. Dachte immer, es liegt an der Dosierung.

Auch mein Sohn hat grenzwertig niedrige MCV- und MCH-Werte, allerdings musste ich arg darum kämpfen, bis man auch die Kupferwerte bestimmte (Ergebnis kommt morgen). Bisherige Begründung: Dafür gibt es keine medizinische Indikation. Als ob Abgeschlagenheit, Dauerkopfschmerzen und Müdigkeit nicht reichen würden........ %-|

MCV- und MCH-Werte weisen auf Kupfer hin? Sorry, wenn ich so nachfrage. Aber Blutwerte sind nicht mein Spezialgebiet. |-o

Shekven[.of".Ninxe hat geantwortet


MCV- und MCH-Werte weisen auf Kupfer hin?

Nein, eher auf Eisenmangel. Aber wenn man gleichzeitig zum Eisen- auch noch einen Kupfermangel hat, dann würde es doch nichts helfen, nur Eisen zuzuführen. Deshalb hatte ich bei meinem Sohn beides testen lassen.

Cmarbamaxla 2 hat geantwortet


Hallo Arya,

das Präparat ist heißt Lamberts Iron Citrate. Kostet 6,82 bei hundert Tabletten.

Seltsame Abkürzungen hat der Kupferwert nicht. Ich denke, der ist nicht getestet worden. Es gehören im Grunde mehrere Werte dazu, z.B. das freie Kupfer, um einen Kupferwert genau bestimmen zu können. Das sollte aber ein Arzt wissen. Ich selbst habe eine Kupfermangel gehabt, der im Vollblut bestimmt worden ist, wobei das alleine meist nicht ausreicht, aber bei meiner damaligen Erkrankung, wo ich nicht richtig die Nahrung verdauen konnte, waren alle Werte so niedrig, dass dieser Wert ausgereicht hat. Ich habe Tabletten mit Kupfer eingenommen und Eisentabletten im jeweiligen Abstand und jetzt ist alles im grünen Bereich.

Mein Arzt hat mir aber auch Infusionen verordnet. Das ist Venofer gewesen. Die kosten für das Präparat selbst, sind nicht so hoch. Aber wenn das Infusionsbesteck, die Behandlung und die Zeit dazukommen, dann ist das wieder etwas anderes.

Inzwischen komme ich ohne Infusionen seit Jahren gut zurecht.

A"ryac 2..0 hat geantwortet


Ich würde bei der Kasse da einmal nachhaken.

Aussage der Krankenkasse: Bei Frauen liegt der Normalwert des Ferritins zwischen 6 und 120 µg/L. Letzten Sommer lag meiner bei 12. So wie ich mich inzwischen fühle, wird er zwar noch weiter abgefallen sein, aber ob ich bereits unter 6 bin wage ich zu bezweifeln. Wer zum Teufel legt solche Grenzwerte fest? Bei 6 µg/L wird sich doch kein Mensch finden lassen, dem es damit gut geht. :(v

Wie soll ich denn jetzt am besten vorgehen? Nochmal zu einem anderen Arzt und das Blut untersuchen lassen? Meine bisherigen Ärzte haben sich immer geweigert, wenn man bestimmte Werte überprüfen lassen wollte. Die haben immer nur das gemacht, was sie für sinnvoll erachtet haben. Der Hinweis, dass man nachweislich Vitamin D-Mangel hatte wird dann abgebügelt mit der Begründung, dass ja Sommer ist (bzw. zu dem Zeitpunt war) und man da keinen Vitamin D Mangel haben kann. >:( Hatte ich aber. Ja, auch im Sommer. >:(

Ich kann doch nicht von Arzt zu Arzt rennen bis ich mal einen finde, der mein Ferritin/Eisen, Kupfer, Vitamin D und B überprüft. Bis auf das Kupfer (was ja noch nie bestimmt wurde) hatte ich in den letzten Jahren bei allen 3 Werten immer einen Mangel. >:(

Sorry, das musste mal raus. Bin grad echt frustriert. Manche Leute bekommen zig unnötige Therapien in den Arsch geschoben und mir geht es seit Jahren beschissen und niemand nimmt mich ernst und alles was ich versuche bringt keinen Erfolg. :°(

C2aramBala x2 hat geantwortet


Das verstehe ich gut, Arya. Und ich finde das ist eine grobe Unterlassungspflicht der Krankenkassen. Man kann sich gesund ernähren und trotzdem erhebliche Mängel haben. Das ist bei mir damals auch der Fall gewesen. Einen neuen Arzt suchen, würde vielleicht trotzdem Sinn machen. Manche haben eine Fortbildung in diesem Bereich gemacht, zwar sind es wenige, aber die gibt es. Labore, die z.B. Vollblutuntersuchungen anbieten, kennen Ärzte, die über sie arbeiten. Da wird auch ein Vitamin-D und ein Ferretinmangel ernst genommen.

CDaramHala x2 hat geantwortet


Du kannst auch einmal die Woche Leber essen, mit einem Glas Vitamin-C-Getränk, ansonsten zu jedem Essen etwas mit Vitamin C.

mtusic/us_65 hat geantwortet


Meine bisherigen Ärzte haben sich immer geweigert, wenn man bestimmte Werte überprüfen lassen wollte. Die haben immer nur das gemacht, was sie für sinnvoll erachtet haben. Der Hinweis, dass man nachweislich Vitamin D-Mangel hatte wird dann abgebügelt mit der Begründung, dass (...) man im Sommer keinen Vitamin-D-Mangel haben kann.

Das ist leider falsch - auch im Sommer kann man Vit.-D-Mangel haben. Er sollte sich aber normalerweise bessern, wenn man in der warmen Jahreszeit öfter mal die Mittagssonne an die Haut lässt. (Die Sonne muß hoch genug stehen, damit Vitamin D in der Haut gebildet wird. Kurz vor Sonnenuntergang ist es vielleicht etwas angenehmer, bringt aber in puncto Vit. D fast nichts mehr...)

Sofern Du bestimmte Blutwerte wissen möchtest, ohne dafür zu zahlen (d.h. auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse), bist Du wohl darauf angewiesen, was der Arzt für richtig hält. Als alternative Möglichkeit kannst Du z.B. direkt zu einem medizinischen Labor gehen (gibt es in vielen größeren Städten), dir dort Blut abnehmen lassen und die Bestimmung der gewünschten Werte selbst zahlen. Die Kosten kann man ja vorher erfragen.

Die Kenntnis des Vitamin-D-Spiegels im Blut ist übrigens keine zwingende Voraussetzung für die Einnahme von Vitamin D, solange man die Dosis in einem vernünftigen Bereich hält.

Afrya d2.0 hat geantwortet


Und ich finde das ist eine grobe Unterlassungspflicht der Krankenkassen.

Ich war gestern nochmal persönlich bei der Krankenkasse. Die Dame dort konnte mir wiederum keinen Grenzwert nennen und auch ein Anruf hat bei ihr erstaunlicherweise zu keinem Ergebnis geführt. ":/ Man empfahl mir dort mich mal bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu informieren. Mir war gar nicht bewusst, dass die auch für sowas zuständig sind. ":/

Einen neuen Arzt suchen, würde vielleicht trotzdem Sinn machen. Manche haben eine Fortbildung in diesem Bereich gemacht, zwar sind es wenige, aber die gibt es.

Ich war inzwischen schon bei 4 Ärzten deswegen in den letzten 24 Monaten. Und der letzte, bei dem ich diese Woche war, gehörte ja sogar zu diesen Eisenzentren. Also Ahnung sollte er schon haben. Nur hatte ich da eher das Gefühl, dass er damit ne Menge Geld macht. Mein Blut wollte er erst nach/bei der ersten Infusion abnehmen. :(v

Aber im Endeffekt wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als noch zu einem fünften Arzt zu gehen.

Ach man, mich ärgert auch, dass man mir einfach nicht glaubt, dass es "nur" am Eisen (und Vitamin D und B) liegt. Da werden dann zig mal die Schilddrüsenwerte untersucht, weil es anscheinend grad modern ist. Und jedes Mal wird festgestellt, dass die Werte in Ordnung sind. Aber da, wo wirklich ein Mangel besteht, wird nichts dran gemacht. Ich versteh es einfach nicht. :°(

Das ist leider falsch - auch im Sommer kann man Vit.-D-Mangel haben.

Ich weiß, bei mir wurde er ja auch im Sommer (erstmals) festgestellt. Aber obwohl ich das mit Laborbefunden belegen kann, wird es einfach abgebügelt.

Als alternative Möglichkeit kannst Du z.B. direkt zu einem medizinischen Labor gehen (gibt es in vielen größeren Städten), dir dort Blut abnehmen lassen und die Bestimmung der gewünschten Werte selbst zahlen. Die Kosten kann man ja vorher erfragen.

Das wäre grundsätzlich eine Möglichkeit. Aber wie komme ich dann an ein Rezept für die benötigten Medikamente?

Die Kenntnis des Vitamin-D-Spiegels im Blut ist übrigens keine zwingende Voraussetzung für die Einnahme von Vitamin D, solange man die Dosis in einem vernünftigen Bereich hält.

Aber reicht das denn aus, um einen Mangel zu beheben? Als bei mir erstmals ein Vitamin D-Mangel festgestellt wurde (wohlgemerkt im Juni), hatte ich einen Wert von 17 ng/ml. Da wurde mir dann Dekristol verschrieben.

C]arvama^l=a 2 hat geantwortet


Es gibt nicht wenige Frauen, die unter einem Ferretinwert von 70 diffusen Haarausfall bekommen. Eine Bekannte von mir hat über 20 Jahre Haarausfall gehabt, war sogar in der Uniklinik bei einem Professor, der sich darauf spezialisiert hatte. Da wurde der niedrige Eisenwert zwar zur Kenntnis genommen, statt dessen hat man ihr ein "Stoffwechselproblem" angedichtet und hochdosiertes Vitamin A empfohlen, welches man noch nicht einmal getestet hatte.

Bei ihr hat auch ein Hausarzt, der eine entsprechende Fortbildung gemacht hat, die Mängel gefunden und vor allem richtig diagnostiziert. Seitdem nie mehr Haarausfall, es sei denn der Eisenspiegel sinkt wieder, dann nimmt sie Tabeletten und es ist gut.

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