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Kann man von einer Panikattacke im Flugzeug sterben?

Brlac@kTonxi hat geantwortet


Ahh jetzt weiß ich wie das mit dem "doppelt posten" funktioniert |-o ;-)

J ain74 hat geantwortet


komisch dass das hier noch niemand geschrieben hat (oder hab ich das überlesen?) aber ich find in so einem fall den Einsatz von Betablockern eigentlich naheliegend. Sicherlich nicht medizinisch notwendig, aber wenn die Angst so groß ist und der Patient wissentlich zu als sehr unangenehmen Herzsymptomen neigt (hyperkinetisches Herzsyndrom?) dann ist das vielleicht nicht verkehrt, mal punktuell.

Ansonsten ist das hier Beschriebene vermutlich, wenn mans analysiert, DIE klassische Flugangst überhaupt. Nicht Angst, dass dem Flugzeug was passiert (da ist die Einstellung wohl meist realistisch) sondern Angst, dass man selber den Flug nicht übersteht.

Vermutlich gibts gar keinen anderen Weg als das halt mit Angst und Panik durchzustehen, wie das immer so ist mit sowas.

Jjan7"4 hat geantwortet


Nachtrag - der besagte Herr ist ja nicht an Flugangst sonern an einem Herzinfarkt verstorben. Soweit ich weiss, lösen Panikattacken aber keine Herzinfarkte aus, sondern ganz im Gegenteil, es wird eher unwahrscheinlicher weil die relevanten Gefäße eher geweitet als verengt werden (mal gelesen zu haben glaube). Gefährlich wird eine Panikattacke wohl höchstens dann wenn man an schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen leidet (womit KEIN Gestolper und Extrasystolen gemeint ist), also wirklich strukturell herzkrank ist.

Ixnve%nty]2015 hat geantwortet


Genau das ist mein Problem. Durch den ganzen Stress, den meine Seele und mein Körper ohnehin schon durchmachen musste, den Druck da oben (Belastung wie auf einem 2400m hohen Berg...), die Aufregung und Panik... Ich weiß nicht ob ich dem ganzen gewachsen bin. Ich habe Angst einfach zusammen zu brechen.

Ich habe zwar ein Herzultraschall gemacht aber ich habe mein Herz nicht auf Verstopfung von Herzgefäßen geprüft. Ich weiß nur, dass mein Cholesterinspiegel aufgrund familiärer Genetik immer erhöht ist. Mein Vater hatte einen Hinterwandinfarkt mit 56... Ein Ultraschall der Halsschlagader war vor 3 Jahren allerdings gut...

Innerlich fühle ich mich so als wäre es der letzte Tag...

Gruß

JAan974 hat geantwortet


ich habe mein Herz nicht auf Verstopfung von Herzgefäßen geprüft

Wie alt bist Du denn überhaupt?

LRilxah hat geantwortet


Ich leide gelegentlich unter Panikattacken. Meistens treten sie bei mir aber auf, wenn ich nicht damit rechne. Sie kommen bei mir immer als "Abschluss" einer stressreichen Zeit.

Mach dich nicht so verrückt, ich habe damals auch eine Attacke im Flugzeug erwartet, aber es kam keine.

Lenk dich während des Flugs ab, sprich mit deinem Kollegen, lies etwas, hör Musik, aber lass deine Gedanken nicht um eine Panikattacke kreisen.

Nimm vor der Reise nur leichte Kost zu dir. Lutsch ein Bonbon im Flieger oder kau Kaugummi, das beruhigt auch innerlich. (ich habe eine Zeitlang immer Kaugummis gekaut, wenn ich weggegangen bin, ich hatte den Eindruck es hatte geholfen.)

Kennst du "Rescue Tropfen"? Die sollen auch helfen, ich habe sie selber noch nicht ausprobiert.Wenn du dich so verrückt machst, würde ich mir an deiner Stelle eventuell besorgen.

J"ajn7x4 hat geantwortet


Oder paradoxe Intention. Geh mit dem festen Vorsatz, den Flug nicht zu überleben, auf die Reise!

C*on,txo hat geantwortet


fliege lieber nicht in den Urlaub.. denn ... du musst ja auch zurückfliegen.

in welches Land geht es denn? ist denn die medizinische Versorgung dort flächendeckend gut? das würde mich glaub ich mehr interessieren, als auf dem Flug... denn im Urlaub kann immer was unvorsehbares passieren...

Jranx74 hat geantwortet


Nochmal zu meinem Vorschlag - die Angst ist ja, dass die Angst eine gefährliche Herzattacke auslöst (was ja quasi der innere Kern der Angststörung an sich ist). Dagegen sind dann wirklich Betablocker sinnvoll, weil sie ja genau das, die beschleunigende Wirkung des vegetativen Nervensystems auf das Herz, reduzieren.

M7ali;bu OBaxy hat geantwortet


Du wirst das erleben was alle Phobiker beim Flooding erleben. Wenn man eine Weile in der Angst bleibt und nicht vor ihr davonläuft geht die Angstkurve von ganz alleine runter. Wenn man das noch nicht erlebt hat denkt man sich die Panik wird ins Unermessliche steigen und das Herz wird auch immer schneller bis es irgendwann kaputt geht. Aber das stimmt nicht.

Das was du grade machst ist ein Teufelskreis der sich selbst hochpusht. Erwartung --> Symptomwahrnehmung--> Fehlinterpretation--> Angst--> verstärkte Symtome und wieder von vorne.

Fühlt dich nicht gut an aber davon stirbt man nicht. Wenn du allzusehr hyperventilierst wirst du höchstens ohnmächtig und dadurch reguliert sich das dann wieder.

Versuchs mit Atemübungen oder PMR oder ner Achtsamkeitsübung falls du das in der Vergangenheit gut einsetzen konntest. Falls nicht begib dich in Psychotherapie und lerne es. Da wirst du auch gesagt bekommen, dass es keine gute Idee ist schon mit der festen Überzeugung panisch zu werden ins Flugzeug zu steigen. So steigerst du dich nämlich wirklich rein und interpretierst jeden Herzschlag als "oh mein Gott es geht los"

Die einzige Gefahr ist, dass du deine Tavor wie Bonbons weglutscht und deshalb Probleme kriegst. Also nimm vorher eine und gib die Dose dann deinem Kollegen.

Übrigens kann man auch wenn du grade keine Rhythmusstörung hast im EKG sehr wohl sehen ob es gefährliche Auffälligkeiten wie z.B. eine lange QT-Zeit gibt.

Ixnv`entyx2015 hat geantwortet


Hallo Zusammen,

ich habe es "riskiert" und bin geflogen...

Es war ein kleiner Jet mit insgesamt 80 Personen... Der Start an sich war seeeehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe die Beschleunigung und den Hochflug stark gemerkt. Das war schon unangenehm... Als sich alles beruhigt hat gin es wieder. Allerdings war mir permanent schwindlig. Ich habe jede Bewegung des Fliegers wahrgenommen und mit Schwindel oder leichte Übelkeit reagiert. Ich war ungefähr 5x knapp dabei eine Panikattacke zu bekommen. Ich habe mich aber jedes Mal abgelent, an Eure Wort gedacht. Die Höhe und die Turbulenzen habe ich sehr genossen. Die Enge im Flieger wiederum nicht, da wie erwähnt die Maschine sehr klein war.

Zum Schluss muss ich sagen: Es hat mir Spaß gemacht. Unglaublich aber wahr.

Ich habe oben aber mehr Herzrythmusstörungen als sonst verspürt.

@ Jan74

Ich hatte zu Beginn tatsächlich die Meinung den Flug nicht zu berstehen... ;-)

Zum Rückflug:

Hier machen mir ein wenig die Herzrythmusstörungen und der Start selbst Gedanken... Vlt. war es aber auch eine Reaktion durch meine Angst.

Ich danke Euch vieeeeeeeelmals für Eure Beiträge. Diese haben mir sehr viel Kraft und Mut gegeben. Ich werde nochmal nach meinem Rückflug berichten. Hoffe das dieser besser oder zumindest gleich sein wird.

@:) @:) @:) @:) @:) @:) @:) @:) @:) @:)

Gruß

A"liceimWQonPderlanxd hat geantwortet


Gratulation! Eben wollte ich noch schreiben, dass ich volles Vertrauen in Dich habe, dass Du das auch ohne Tavor meisterst - und nun lese ich das!!! Klasse! Das hast Du gut gemacht! :)^

Und das sagt Dir ein Hasenfuß, der selbst wegen Flugangst jeden Flug meidet

J'an7@4 hat geantwortet


cool! und vor allem Respekt! :)^

CZomrxan hat geantwortet


Zum Schluss muss ich sagen: Es hat mir Spaß gemacht. Unglaublich aber wahr.

Ich hab doch gesagt, Fliegen ist klasse :)^ :)^

Beim Rückflug weißt du jetzt, was dich erwartet und kannst dich noch entspannter drangeben.

Deine HRS sind ja nicht bedrohlich, das weißt du. Es wird nichts passieren. Da oben ist auch weniger Druck, der ganze Organismus fühlt sich etwas anders an. Wer weiß, was du da alles wahrnimmst, wenn du als Phobiker darauf achtest. Die Zahl gesundheitlicher Zwischenfälle auf Flügen ist extrem gering - und dass bei Millionen Menschen, die täglich in der Luft sind.

Viel Spaß in Barcelona und einen tollen Rückflug!

Ipnvetnt y20#15 hat geantwortet


Guten Morgen Zusammen,

ich bin wieder im Lande und das heile... :D

Ich wollte euch noch über meinen Rückflug berichten:

Nachdem ich durch den Hinflug Mental gestärkt war, habe ich am Abend vor dem Abflug ein wenig getrunken. Das habe ich aufgrund der Herzrhythmusstörungen die ich danach immer hatte, schon lang nicht mehr gemacht...

Ich bin knapp vor Mitternacht ins Bett gegangen und sofort eingeschlafen. Um ca. 4h morgens bin ich mit einem extrem intensivem Gefühl sterben zu müssen aufgestanden... Ich war mir sicher den bevorstehenden Tag nicht zu überleben. Wir hatten noch ein Vormittagsmeeting und den Flug danach vor uns...

Das Gefühl hielt die ganze Zeit und im Flieger an. Ich war zudem extrem müde... Es kam am Flughafen, kurz vor Abflug ein Foto per Whatsapp von meiner Frau in der sie mir ein Ultraschall Foto von unserem Baby gezeigt hat... Ich dachte nur Schicksal...

Ich bekam in dem Flieger dann eine Panikattacke, welche ich relativ schnell in den Griff bekam. Ich dachte die ganze Zeit daran, wie viel Spaß mir der Hinflug gemacht hat...

Erst als das Flugzeug abhob und wir in der Luft waren, hat sich das Ganze beruhigt und ich hatte wieder Spaß daran...

Mit dem Flug habe ich eine Erfahrung gemacht, die für mich Gold wert ist. Ich habe gelernt, dass egal wie intensiv eine Angst oder ein Gefühl ist und egal wie sicher man in dieser Phase über das bevorstehende schlimme Ereignis ist, man trotzdem getäuscht werden kann... Ich bin gesund angekommen obwohl ich mir am frühen Morgen sicher war, gar nicht anzukommen ;-D

Ich danke Euch allen nochmal für die tolle Unterstützung @:) @:) @:) @:) @:)

PS: Tavor,

Ich habe keine genommen aber für Leute die unter Flugangst leiden, ist es trotzdem ein "schönes/sicheres" Gefühl etwas für die Not dabei zu haben... ;-)

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