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Anämie

b:apfxy hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich war am 27.8 Blutspenden mit einem HB von 12,7. Jetzt am 18.08 war ich beim Hausarzt wegen extremen Zungenbrennen und weil ich die letzte Zeit kaum belastbar war. Dazu muss ich sagen, dass ich mich seit einigen Monaten vegetarisch ernähre.

Mein HA hat Blut genommen - rausgekommen ist ein HB von 6,3! Er hat mich darauf hin ins KH geschickt wo ich auch gleich stationiär aufgenommen wurde.

Ultraschalll unauffällig, Magenspiegelung - leichte Magenschleimhautentzündung, Darmspiegelung - unauffällig. Jetzt bin ich wieder daheim und nehm Eisen, Folsäure und B12.

In ca. 2 Wochen muss ich zur Blutkontrolle. Eine Ursache ist nicht gefunden.

Ich fühl mich zwar gut aufgehoben, aber mach mir permanent Gedanken. Achja, meine Menstruation hab ich erst nach der Diagnose bekommen und die ist eher schwach.

DANKE

Antworten
bIapfxy


Was vielleicht noch wichtig ist. Temperatur und Blutdruck war normal (Puls eher erhöht), es wurde eine mikrozytäre Anämie diagnostiziert (allerdings ohne Ursache)

S)uenunHeli78


Wie sieht dein Ferritinwert aus? Mit Tabletten bringst du z.B. einen starken Eisenmangel fast nicht weg. Die müsstest du Wochenlang nehmen bis du eine Besserung bemerkst, falls überhaupt. Da brauchst du Infusionen.

S%uen2neli7x8


Falls es Eisenmangel ist anbei noch ein Buchtipp:

Ernährung-bei-Eisenmangel-maudrich-gesund-essen

Es hat zwar sehr viele Rezepte mit Fleisch, aber auch Tabellen und Erklärungen wo du auch siehst welches Gemüse etc. viel Eisen drin hat.

b:apfxy


Den Ferritinwert kenn ich (glaub ich) garnicht.

Hiermal ein paar Blutwerte:

Leuko (5-9): 4,7

Ery (3,8-5): 3,61

HB (12-16): 6,7

MCH (27-34): 18.5

Hämatokrit (36-42): 21,5

MCHC (32-36): 31

MCV (80-98): 59,6

Thrombozyten (150-350):383

RDW (11.5-14.5): 14,8

Neutrophile (50-70): 64,6

Lympho (20-40): 23.2

Monozyten (4-8): 8,4

Eosinophile (0-4): 2,4

Basophile (0-1): 1,3

Danke für den Buchtipp!

hDeDilxe


Dein Ferritinwert (= Speichereisen) ist sicher im Keller.

Hb wird mittels Fe so lange aufrecht erhalten, bis die Depots leer sind.

Komisch, dass bislang niemand auf die Idee kam, diesen Wert bestimmen zu lassen.

Ich laboriere aktuell an Blutarmut durch eine Eisenmangelanämie, hatte einen ähnlichen Hb Wert wie du, bei einem Ferritin von 12,4 (50 - 200).

Ssuen,nelix78


Jep, lass deinen Ferritinwert messen (ich hab z.B. nie Blutarmut, aber mein Eisen ist oft total im Keller, wie Heile).

Am Besten du gehst gleich zu einem Arzt der hier angschlossen ist:

[[http://www.eisenzentrum.org/ez/daten/index-Dateien/Page10648.htm]]

Hier wirst du besser beraten als bei "normalen" Hausärzten und manchmal sogar im Spital ;-)

Jeder hat so seinen eigenen Wohlfühleisenwert. Meiner ist bei ca. 140. Bei 50ig geht es mir schon sehr schlecht und bei den Hausärzten ist das noch kein Mangel...

LG

b(apxfy


Das mit dem Wert sprech ich aufjedenfall an. Mich irritiert nur dass der HB so schnell runterging .. (In gut 3 Wochen von 12,7 auf 6,5). Der Arzt im KH sprach von einer chronischen Blutung (die allerdings nicht gefunden wurde).

Ich such nach möglichen Ursachen für das Ganze, so bin ich nur am Grübeln. Muss es wirklich ne Blutung sein, oder kann es echt nur am Essen liegen (was mein Arzt verneint hat)?

h0eile


Hast du denn eine starke Monatsblutung, bapfy?

Nimmst du irgendwelche neuen Medikamente oder so?

Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es am Essen/ der Art des Essens liegt. Durch Ernährung allein kann man - meiner Meinung nach - die Werte nicht sonderlich stark beeinflussen.

b&apfxy


Ich nehme keine Medikamente und hab auch keine starke Blutung. In dem genannten Zeitraum hatte ich garkeine Blutung.

Danke!

bCapxfy


Noch eine Frage: Ich war dieses Jahr schon dreimal Blutspenden. (April/Juni/August). Das letzte Mal war der HB bei 12,7, das vorletzte Mal sogar bei 15,2 .. (falls die Messungen überhaupt verwertbar sind - es wird ja nicht mehr gepikst).

Könnte das eventuell DIE einzige Ursache dafür sein und es gibt garkeine Blutung oder was Schlimmeres?

Sorry, für die viele Fragerei ... beschäftigt mich gerade halt sehr...

h[eilUe


Das kann ich mir durchaus vorstellen. Immerhin bekommt man da ja, glaube ich, einen knappen halben Liter entnommen.

Und wenn du da alle drei Monate hingehst...kann sicherlich dazu beitragen.

Ich würde jetzt mal auf den Ferritinwert warten. Konntest du das schon ansprechen bzw. dafür Blut entnehmen lassen?

q9uacoksalxberei


Es gibt Empfehlungen, dass bei Frauen zwischen zwei Vollblutspenden mindestens 13 Wochen Abstand sein sollten, da man pro 500 ml Vollblutspende ca. 250 mg Eisen verliert, die man (vor allem Frauen wegen zusätzlichem Eisenverlust) mit "normaler" Ernährung erst über Wochen wieder ausgeglichen hat. Bei Dir spricht also sehr viel dafür, dass die Anämie auf einem Eisenmangel aufgrund zu kurzer Abstände zwischen den Blutspenden (und möglicherweise - ich weiß ja nicht, wie sehr Du darauf achtest - verstärkt durch eisenärmere vegetarische Ernährung) beruht.

b)apfxy


Ersteinmal DANKE!

Das mit dem Wert sprech ich am 6.10 an, da ist Blutkontrolle.

Falls es davon kommt, finde ich es allerdings doch sehr erschreckend, ich düfte ja theoretisch bald schon wieder spenden. Damit ist für mich die Blutspende klar tabu.

Die Ernährung ist denk ich nicht das Problem. Ich esse viel Obst (also Vitamin C), nehme Chia-Samen (auch eisenreich), viel Gemüse (roh oder gedünstet), Vollkornprodukte usw...

So richtig plausibel ist mir das noch nicht, Von 12,7 auf 6,3 ... das würde ja heißen dass der HB wohl noch tiefer war nach der Spende, bzw. immer noch abfallen würde (also für mein Verständnis).

Ich denke, ich muss auf die Blutuntersuchung warten und mal schauen was dabei rauskommt.

Herzlichen Dank für eure Hilfe!

pDelztkiVer86


Ich würde nicht gleich Eisenmangel als Ursache annehmen. Man sollte imho auch eine hämolytische Anämie ausschließen. Eine Thalassämie kann z.b. Befundkonstellationen machen, die denen des Eisenmangels sehr ähnlich sind (mikrozytäre Anämie).

Der MCHC ist für eine derart schwere Eisenmangel-Anämie eigentlich zu hoch. Eine chronische Blutung wäre noch eine Möglichkeit, das Blutspenden dürfte imho nicht in einem derart drastischen Fall resultieren.

Am besten lass Ferritin bestimmen, dazu die Retikulozyten (die können anzeigen, ob dein Knochenmark eventuell auf eine Blutung oder einer frühzeitige Zerstörung der roten Blutkörperchen (=Hämolyse) reagiert), LDH, indirektes Bilirubin.

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