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Herzphobie und Herzechobefund

C$hris8s 21


Hi Ice,

ja da hast du wieder mal vollkommen recht. Bin mit meinen Ängsten schon sehr lange unterwegs und hab immer irgendwie alleine wieder herausgefunden.Nur diesemal ist es irgendwie anders. Und ja, ich hätte schon viel früher reagieren müssen aber das habe ich mir nie eingestanden.Ich hatte immer Symptome die von mir falsch gedeutet wurden, auch da liegst du vollkommen richtig.

Nunja seis drum, hab jetzt den Schritt gemacht mich bei einer Psychotherapie anzumelden und ich hoffe ich bekomme diese Ängste alle in den Griff.

Hatte aber noch nie das Gefühl, dass ich kein Vertrauen mehr zu meinem Körper habe....bis jetzt....habe damals halt alles mit Sport ausgeglichen, joggen, squash, Fußball usw....jetzt wo mir aber das Vertrauen zu meinem Herzen fehlt...ist halt der Ausgleich weg....

Kanns dir leider nicht besser erklären...

Und ja...natürlich habe ich keine Ahnung von Medizin, sonst würd ich nicht so in Panik geraten denke ich...

Aber bin froh, dass du alles so offen ansprichst und mich gleichzeitig auch beruhigst.

qcuitckn*ickx85


Bei mir gehts zur Zeit auch wieder rund.

Hatte ein Erkältung. Symptome sind fast komplett weg. Und habe einem Kumpel geholfen zwei Teile mit in den 2. Stock zu tragen.

Naja nun mache ich mir Sorgen wegen Herzmuskelentzündung. Weiß jemand wie wahrscheinlich sowas ist?

Ich meine wieviele Menschen arbeiten trotz sowas weiter und strengen sich an ....

CIhr6icss 21


Hi Leute ich schreib hier mal wieder zu meinem aktuellem Thema. Versuche immer noch meine Ängste in den Griff zu bekommen und nicht bei jedem Scheiß ins Krankenhaus zu rennen.Es fällt mir schwer aber ich habe es im Moment wenigstens ein bisschen im Griff...habr sogar wieder leicht mit joggen angefangen...

Das was mich immer noch stört sind meine Pulsfrequenzen...da hab ich mich richtig drauf eingeschossen...am Tage bin ich sehr oft tachykard und habe neb Puls über 100...wenn ich dann Abend auf der Couch liege fällt mein Puls so auf 55 ab und da bekomme ich schon Panik...wenn ich dann ins Bett gehe geht er noch weiter runter...gestern war er sogar auf 45 Schläge runter...sobald ich aber dann wieder aufstehe geht er wieder hoch....habe ja jetzt schon 3 LZ EKG hinter mir...die Pulsabsenkung ist zwar aufgefallen aber hat eingendlich nicht so wirklich jemanden interessiert.

Hab zwar Extrasystolen drin aber keine Pausen oder Aussetzer....

Kann diese Spannweite denn wirklich soo normal sein ??? ?

@quick....willkommen im Club...warum machen wir uns nur über sowas Gedanken...bis vor nem Jahr hab ich keinen Gedanken an sowas verschwendet.

Wäre nett, wenn mir nochmal jemand antwortet...icelady ich zähl auf dich...

I#ceLa*dy_5?0


Da bin ich und stelle die allseits immer wieder gerne genommene, aber ungern gehörte Frage: Warum lässt Du diese scheiß Pulsmesserei nicht sein, da Du ja weißt, dass Du kerngesund bist? ]:D

Dein Pulsspektrum ist normal, weil Du ein kerngesunder, junger Mann bist, der leider unter Bewegungsaspekten leicht aus der Form geraten ist durch eine völlig überflüssige Schonhaltung.

C#hri<ss 2x1


Danke Ice für deine Antwort.

Ich hab keine Ahnung warum mir das solche Sorgen bereitet...ich dreh fast durch wenn ich im Bett oder auf der Couch liege und mein Puls fällt auf 52 und im Bett noch niedriger, weil ich am Tag solche Werte niemals erreiche...da sitze ich hier mit 85 und noch höher...

I&ce|Ladyx_50


Du bist doch ein schlaues Kerlchen; überleg doch mal selber.

Du sitzt am PC oder sprichst - Puls 85/min. Weil? Psychisch involviert - erfreut, traurig, wütend, was weiß ich, was Gespräche machen können.

Du liegst im Bett oder machst Extrem-Couching: Puls 52/min. Weil? Nix Bewegung, Ruhe.

Was genau kann daran falsch sein? Ist das nicht logisch?

Was vorher der Magen etc. war, ist jetzt das Herz: Fokus Deiner Angst. Wenn es das Herz nicht mehr ist, ist es.... XYZ.

Wann hast Du Deinen ersten Termin in der Therapie?

C|hr$isxs 2x1


Hi Ice,

habe nächste Woche den ersten Termin beim Psychologen und das wird auch bitter nötig.

Habe ja schon etwas länger am Telefon mit ihm gesprochen und ich denke mal, dass dann 2-3 mal die Woche Therapie ist.

Bin froh das du mir immer schreibst, danke dafür.

In meinem Kopf ist irgendwas, was mich nicht selber damit fertig werden lässt...dachte immer ich komme alleine irgendwann damit klar.

I&ceL*ady_x50


In meinem Kopf ist irgendwas, was mich nicht selber damit fertig werden lässt...dachte immer ich komme alleine irgendwann damit klar.

Darf ich kurz korrigieren: in Deiner Seele ist etwas.... ;-)

Angst schützt vor anderen Dingen, die Angst steht ggf. symbolisch für etwas. Wirst Du aber mit deinem Therapeuten erarbeiten.

Dort wirst Du auch lernen, die Angstspiralen und das "Aufdrehen" zu unterbrechen. Im Übrigen auch wichtig für Deine Partnerin, da sie vielleicht auch tief mit drin hängt und lernen muss, damit umzugehen.

CGhrises 21


Hi Leute,

wollte nochmal kurz was loswerden.

Nächste Woche beginnt meine Therapie gegen die Angst und ich schlage mich in den letzten Tagen echt wacker.

Wollte besonders IceLady nochmal danken für Ihre rege Beteiligung, dass hat mir echt sehr geholfen.

Der Dank geht natürlich auch an alle anderen.

Ein abschließende Frage habe ich noch zu einem aktuellem EchoBefund....hier steht es gebe Zeichen einer diastolischen Funktionsstörung im Sinne von Compliancestörungen..., welche beim letzten Echo nicht aufgetreten sind.Der Arzt hat mir das nicht erklärt oder fügt dem keine große Bedeutung bei...ich nehme an das hat was mit meinem dauerhaften Bluthochdruck wegen der Angst zu tun oder??

Die linksventrikuläre Funktion ist aber weiterhin gut.

Normal großer, allseits gut kontraktiler linker Ventrikel ohne Hinweis für eine Muskelhypertrophie oder Vitium cordis.

Alles andere sei auch ok. Medis bräuchte ich keine einnehmen.

Schonmal danke im vorraus für eure Hilfe.

IpceL5adMy_"50


Das Echo ist eine Momentaufnahme. Der Hochdruck bei Aufregung (Angst...!) kann dazu beigetragen haben. Sieh es als Normvariante an, wir sind doch nicht nach Schablonen gefertigt.

Und mach jetzt kein Perpetuum mobile der Angst daraus - und auch nicht aus den anderen vorliegenden Untersuchungsergebnissen.

Przschbniesxt


Dass der Blutdruck beim Arzt gemessen oft höher ist als zu Hause ist nichts Besonderes. Nennt sich Weißkittel Blutdruck.

CnhriZss 2x1


Es löst bei mir natürlich kein Freudenfest aus in meiner Situation.

Wollte auch eigendlich den Termin absagen aber bin dann doch hingegangen.

Der Doc meinte aber während des Echos, das dort nichts ist, was ihm Sorgen bereiten würde, von daher bin ich da jetzt etwas entspannter.

Medikamente solle ich auch nicht nehmen.

Beim letzten mal hatte er mir ja gesagt, dass das Septum etwas dicker ist als normal...komischweise ist es jetzt wieder in der Norm...

Ja mein Blutdruck ist beim Arzt immer sehr hoch.

Minimale Abweichungen sind anscheinend immer mal wieder zu finden.

Wusste auch nicht, dass ich seit ich 21 bin nen inkompletten Rechtschenkelblock habe...sowas wird noch nichtmal erwähnt...so normal ist das meinte der Doc...

Hab mich also im Griff...noch vor 3 Wochen hättw ich Hyperventiliert...als wieder ein kleiner Fortschritt.

IjceLIadyx_50


Freu Dich, es ist ein Fortschritt. Denn es geht doch hier um Deine Lebensqualität, um Deine Freude am Leben. Wie kannst Du genießen - ein gutes Essen, leckeren Wein, schöne Landschaft (wie aktuell, die tollen Farben im Herbst).... wenn Du ständig in irrationeller Sorge hinsichtlich nicht bestehender Probleme bist.

Kannst Du eigentlich gut genießen?

Cehrissx 21


Ich konnte mal sehr gut genießen ja...in letzter Zeit ist das aber vollkommen verloren gegangen.

Nichts war mehr wichtig, nichts hat meine Aufmerksamkeit bekommen außer meiner furchtbaren Angst vor meinem Herzen.

Menschen die keine Angststörung haben können das wahrscheinlich nur sehr schwer nachvollziehen.

Aber bei mir war das so schlimm, dass ich nicht mehr schlafen konnte, ich hatte überhaupt keinen Apetit mehr und habe kaum noch was gegessen...hab über 7KG in 3Monaten verloren.

Ich konnte mich nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren und war/bin den ganzen Tag hypernervös.

Ich hab nur noch in mich hinein gehört...ich konnte kaum noch raus gehen...bis ich die Reißleine gezogen habe und zum Doc gegangen bin und gesagt habe ich kann nicht mehr, ich muss jetzt erstmal komplett neu hochfahren...

War schwierig sich das einzugestehen.

Krank geschrieben, jeden Tag in Ruhe in den Park spazieren, mindestens ne Stunde, dort wo kein Verkehr ist, wenig Leute und einfach zwischendurch auf eine Bank setzen, dem Wind und den Bäumen zu hören...klingt zwar komisch aber die Ruhe hat mich glaub ich gerettet...

Freue mich jetzt auf die Therapie nächste Woche, damit ich endlich anfangen kann wieder zu leben.

IJceLajdKy_x50


Chriss, ich finde, Du bist auf einem guten Weg.

Sicher wird es noch ganz oft schwierig werden, es gibt "Rückfälle", Zweifel und Verzweiflung - aber die Abstände werden größer werden dazwischen.

Ich finde gut, wie reflektiert und realistisch Du die Situation siehst. Diese Einsicht fehlt schon ganz vielen, ist aber essentiell für ein Fortkommen und letztendlich Wegkommen von dieser Störung.

Folgende Stelle fiel mir in Deinem Text auf, die ich ggf. wichtig finde:

Nichts war mehr wichtig, nichts hat meine Aufmerksamkeit bekommen außer meiner furchtbaren Angst vor meinem Herzen.

Wenn man diesen Satz mal auf sich wirken lässt, fällt auf, dass Du nicht die Angst UM Dein Herz äußerst, sonder VOR. Könnte ein wichtiger Punkt sein. Angst vor Kontrollverlust? Dein Herz macht, was es will? Schützt Dich nicht vor Verletzungen?

Nur mal ein Gedanke, wie es so bei mir ankommt.

Es kann gut sein, dass Du herausfindest, dass diese Herzangst (oder eben die Angst generell, der Fokus wechselte bei Dir ja auch schon diesbzgl.) vor einer ganz anderen Angst steht. Quasi wie ein Schutzwall vor etwas, was Du aktuell noch nicht siehst oder sehen kannst/willst. Aber das wird dann sicherlich Thema in der Therapie sein.

Und auch hier ist Geduld gefragt. Die meisten Leute gehen sehr spät in Therapie - also haben dann schon 40 oder 50 Jahre so gelebt, wie sie es eben aktuell tun, erwarten dann aber, dass nach fünf Sitzungen spätestens alles wieder "gut" ist. Therapie ist nicht nur Erkennen, sondern auch Arbeit. Das braucht Zeit und auch die passenden Situationen, in denen Du spüren wirst, dass wieder eine neue Grenze erreicht ist. Das kann auch mal Jahre dauern, aber es geht voran :-D

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