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"Fachkraft" durchlöchert Akupunkturpunkt

KIatastrop&henchemikexr hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

mich würden mal Eure Meinungen zu folgendem Ereignis interessieren:

Ich war bei meinem Hausarzt. Anlass war das große Blutbild. Nun ist bei mir das Problem, dass meine Venen schwer zu finden sind. Allein beim Bund bei der Nachmusterung wurden zwei Kanülen verbogen, bis eine Blutquelle gefunden wurde.

Die Schwester begutachtete meine Armbeuge mit den Worten: "schön ist anders", bezogen auf die Auffindbarkeit einer Vene. Nach zwei vergeblichen Anstichversuchen in der Armbeuge entschied sie sich schließlich für eine kleinere Vene auf dem rechten Arm, eher auf der Außenseite gelegen. Da ich Kampfsport mache, weiß ich, dass genau da der Akupunkturpunkt "Lunge 5" liegt. Sie schob die viel zu große Nadel in das relativ schlanke Gefäß und erhielt beim zweiten Versuch auch genug Blut. Nun besteht das große Blutbild ja aus der Entnahme von drei Ampullen. Beim Ansetzen der dritten gab die gute Dame zu viel Schub und schob die Kanüle weiter ins Gewebe, durch die Wand der schlanken Vene hindurch. Natürlich kam nun auch kein Blut mehr. Es folgte ein Rühren, Ziehen und wieder Reindrücken, was schließlich dazu führte, dass wieder das alte Gefäß gefunden wurde.

Ich bin keine schwache Natur, ich bin auch durchaus in der Lage, Blut zu sehen und schaue interessehalber immer bei der Blutentnahme zu. Allerdings merkte ich genau beim Rühren im Untergewebe plötzlich, wie mein Blickbild pixelig wurde. Ich weiß nur noch, dass ich sagte: "gleich bin ich weg!" Wach wurde ich, als fünf Personen um mich standen und mich ins Bewusstsein zurückzuholen versuchten. Der Arzt begründete das lapidar mit einer Art Volumenmangelschock (Synkope), das komme bei den stärksten Männern vor. Die "Fachkraft" fragte mich vorwurfsvoll, warum ich denn das nicht erwähnt hätte, dass ich dazu neige. Aber wie soll ich etwas erwähnen, was ich vorher gar nicht kannte?

Meine Version: Ich kenne die Möglichkeiten, die die Punkte auf dem Lungenmeridian aus kampfsporttechnischer Sicht bieten. Für meine Begriffe hat sie mit der Rühraktion einen klassischen Knockout herbei geführt. Einmal kurz nach "Lunge 5 Akupunktur" mit Bildern googeln, und Ihr wisst genau, wo gestochen wurde.

Wie seht Ihr das, als Fachkraft oder bereits Betroffener?

Antworten
B*e5nitcaB.


Na ja, ist halt passiert. Du hast es überlebt. Warum noch weitere 20 Jahre drüber grübeln, bringt doch nix.

Und auch ganz normal in der Armbeuge Blut abgenommen - auch da habe ich schon die stärksten Kerle in Ohnmacht fallen sehen. Passiert beim Bund recht häufig, dass die jungen starke Kerle plötzlich ganz blass werden.....

Ob da nun Dickdarm 389 oder Milz 72 angestochen wurde - ist doch auch egal....

Du fährst jetzt auf alle Fälle Kopfkino vom Feinsten....

EOhe;maligebr Nutze6r (#x469485)


Arzt begründete das lapidar mit einer Art Volumenmangelschock (Synkope),

Eine Synkope ist kein Volumenmangelschock. Wo soll auch der Volumenmangel plötzlich hergekommen sein?

KBatast1rophfenichemikexr


Das Kopfkino war wirklich nicht zu verachten. Mein erstes und bisher einziges echtes Wegtreten! Ein Erlebnis der Sonderklasse, wie die Systeme komplett langsam wieder hochfahren, Wenn die ersten Gedanken wieder kommen wie "Wo bin ich? Was bin ich? Wer spricht da, und warum ist es so dunkel?"

Krasse Erfahrung, das muss ich sagen.

Führst Du den Effekt wie ich auf den getroffenen Punkt zurück?

KXatast~rophenchqemixker


@ Joker

Der Arzt meinte, das gesamte Blut sackt in die Beine, alles aus dem Kopf raus. Das passt so auch, weil ich wohl leichenblass war.

EyhemaligUehr Nutzyer (M#46948x5)


Ist trotzdem kein Volumenmangelschock gewesen. Das war ein einfaches kurzes Kreislaufversagen. Sei froh, dass es eben kein Volumenmangelschock war. Der entsteht z.B. bei hohem Blutverlust nach schweren Verletzungen. Dafür brauchts also echt mehr.

Ansonsten, könnten die Arzthelferinnen ja per Butterfly Blut abnehmen. Dann passiert beim Ampullenwechsel nix.

LWuck1x28


Interessante Frage, die Dir hier in dem grobholzigen Forum aber leider kaum einer beantworten können wird. Sehe Dich da mal lieber in Fachforen für Akupuntur um. :)^

Ich kenne leider auch einige Alptraumblutabnehmerinnen, die mir geschwollene Arme verpasst haben und das, obwohl ich Traumvenen habe. Wenn ich an jemanden gerade, der Blutabnehmen kann, dann habe ich anschließend absolut keine Probleme. Man sieht fast nichtmal mehr die Einstichstelle.

Ekelhaft auch, dass diese Unfähigen die Schuld dann immer bei den Patienten suchen, sie hätten nicht richtig zugedrückt und all so ein Blödsinn, was ja nicht stimmt.

K)atasutrop?henchwemikexr


:)^ :)= ;-D Den Vorschlag sollte man ihr echt mal machen. Vielleicht wäre ne Ausbildung zur Fleischereifachverkäuferin auch die bessere Wahl gewesen ... ;-D

K[atasxtro(phecnchemxiker


Ekelhaft auch, dass diese Unfähigen die Schuld dann immer bei den Patienten suchen, sie hätten nicht richtig zugedrückt und all so ein Blödsinn, was ja nicht stimmt.

Das stimmt wohl. Ich war ja auch Schuld. Wenn ich sie über meine Reaktion auf Blutabnahme informiert hätte, hätte sie mich dabei hingelegt. Blöd nur, wenn man das eben noch nie erlebt hat.

Und hinlegen vor der Person ... nie im Leben. Vielleicht kommt sie dann auf die Idee, Blut aus der Halsschlagader abzunehmen. Dann werde ich plötzlich zum Anatomie-Lehrobjekt ... :-/

S_un[flAowexr_73


1. Bei schlechten Venen muss man halt manchmal suchen und probieren. Und "durchstochen" wurde ich schon x Mal. Kommt halt vor. Das mit den Akupunkturpunkt halte ich für Kopfkino. Das Treffen des vermeintlichen Punktes hat sicherlich nicht zum Umfallen geführt. Deine Angst schon eher.

Der Arzt meinte, das gesamte Blut sackt in die Beine, alles aus dem Kopf raus. Das passt so auch, weil ich wohl leichenblass war.

Das ist aber kein Volumenmangel. Es gibt die Hypothese in der Wissenschaft (Forschung zu Blut-Spritzen-Phobie etc.), dass eine Ohnmacht bei Blutabnahme ein alter Schutzmechanismus ist. Diese Ohnmacht entsteht ja durch das Absacken des Blutes in die Beine (Öffnung der Venenklappen, vemutlich vegetativ gesteuert). Dieser Druckabfall sicherte ggf. bei stärker blutenden Wunden das Überleben. Und es signaliiserte ein Totstellen, wodurch Angreifer das Interesse verlieren.

Wie gesagt, wissenschaftliche Hypothesen. ;-)

Gegenmaßnahme: Auch hier was aus der Forschung. Wurde von einer skandinavischen Forschergruppe (um Goran Öst, wer mal googlen will) entwickelt, nennt sich "applied tension". Klingt wild, ist aber nix weiter als Anspannen der großen Muskelpartien (Beinmuskeln, Pomusklen), um dieses Blutabsacken zu verhindern. Funktioniert.

S unflowexr_73


Und hinlegen vor der Person ... nie im Leben. Vielleicht kommt sie dann auf die Idee, Blut aus der Halsschlagader abzunehmen. Dann werde ich plötzlich zum Anatomie-Lehrobjekt ...

Hinlegen kann aber gegen das Absacken helfen. Bei mir war über Jahre nur im Liegen eine Abnahme möglich.

KZatas*tropheSnch1emxiker


Das mit den Akupunkturpunkt halte ich für Kopfkino. Das Treffen des vermeintlichen Punktes hat sicherlich nicht zum Umfallen geführt.

Das Treffen der entsprechenden Punkte auf dem Lungenmeridian haben aber durchaus einen teilweise ähnlichen Effekt, nur eben nicht mit einer Nadel sondern Faust, Handrücken oder auch nur einfacher Druck oder Reiben. Das kann ich aus erster Hand sagen. Und dafür muss man nicht einmal heftig zuschlagen, was wohl keine Kunst wäre.

KPatas:troQphencahemikxer


Und es signaliiserte ein Totstellen, wodurch Angreifer das Interesse verlieren.

Quasi der Marienkäfereffekt? Interessant ... :-)

v7amCpirVell=a7x5


Mir wurde mal wegen einer Krankheit ambulant 3 Mal die Woche Blut abgenommen. Ich sah danach aus wie der letzte Bahnhofsjunkie und hatte auch nicht mehr stechfähige Venen, die sich auch 10 Jahre später nicht regeneriert haben.

Ich muss beim Durchstehen der Vene oder beim Rühren immer brechen, nachdem ich die unfähige Arzthelferin 2mal völlig voll gemacht habe war sie vorsichtiger ]:D.

Aber ich habe in der Zeit so viele Leute beim Blutabnahme umfallen sehn, das kommt wirklich sehr oft vor.

g#ala*xys


Meine Güte, bloß weil es dir peinlich ist, dass du umgekippt bist, musst du jetzt nicht die Schuld bei der Blutabnehmerin suchen. Das passiert halt hin und wieder. Wenn man sowieso einen schlechten Tag hat, dann häufiger, ansonsten, auch wenn man nie Probleme hatte, kann es einmal passieren. Das kommt aber nicht vom Volumenmangel (bei 10-15 ml sicher nicht) sondern ist einfach der Kreislauf der nicht will in dem Moment. Hat meist psychische Ursachen. Auch wenn es einem nichts ausmacht, aber wenn du dann darüber nachdenkst, dass das ein Akupunkturpunkt sein könnte, der die Lunge betrifft, und zack bist du weg. Das reicht schon. Und dass du schlechte Venen hast, dafür kann sie ja erst recht nichts. Egal wie gut man Blut abnimmt, egal wie viel Erfahrung man hat, es gibt immer mal Patienten, die einen fertig machen, weil man 4 mal sticht und erst dann ein Röhrchen füllen kann. Und die Venen verlaufen halt mal unterschiedlich und sind unterschiedlich gut und bei Patienten wie dir kann man keine Rücksicht auf irgendwelche Punkte nehmen...was stellst du dir vor? Dann dürftest du nie Blutabnehmen oder operieren usw, weil du am ganzen Körper diverse Punkte hast...

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