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Arcoxia 90mg Absetzen

sypeckxle hat die Diskussion gestartet


Hallo, hatte vor vier tagen eine schulter op und muss jetzt dieses zeug schlucken. auf nachrage bei meinem Chirurgen, sagte er das ich nicht drum rum komme um das medi. Ich will es aber aufgrund der gefahren bzgl. der Nebenwirkungen nicht mehr nehmen. wie lange spuckt den das zeug noch im Körper rum, bis die gefahren auf Herzinfarkt und co wieder den alten wert haben? 24 h ist es jetzt her.

Gruss

Antworten
E5hemaliwgeGr N.utIzer (#46>7Q193) hat geantwortet


bis die gefahren auf Herzinfarkt und co wieder den alten wert haben

Wie kommst du auf das? ":/

s*pekcklFe hat geantwortet


die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall sind stark erhöht bei Arcoxia

E'hemali"ger NDutzer% (#x467193) hat geantwortet


Deswegen frag ich ja. Kannst du da eine Quelle auch dafür anführen?

sWpe]ckJle hat geantwortet


[[http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/ARCOXIA-90mg-2760962.html]]

EZhemal+irgwer> Nutzer\ (#4671Z93) hat geantwortet


Herzinfarkt, Schlaganfall, vorübergehendes schlaganfallähnliches Ereignis (Transitorische Ischämische Attacke), Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern)

Ja. 'Gelegentlich'. Das ist ein Ausmaß von 1-10 Personen bei einer Patientengruppe von 1000. Stark erhöht ist für mich etwas anderes.

Deswegen findet sich auch folgendes in den Gegenanzeigen:

Etoricoxib kann Ihr Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall geringfügig erhöhen und daher dürfen jene Patienten es nicht einnehmen, die bereits eine Herzerkrankung oder einen Schlaganfall hatten.

Wenn du herz-kreislauftechnisch nicht vorbelastet bist, würde ich mir da nicht den Kopf drüber zerbrechen. Ist ein normales NSAID.

sipecxkle hat geantwortet


hab leichten Bluthochdruck und ES

E_hemal?iger NLutzer (y#467193x) hat geantwortet


Wie gesagt, es ist ja 'nur' ein NSAID. Was du damit machst, ist dein Ding. Wenn du Schmerzen hast und dann ein anderes Präparat nehmen willst, sei dir bewusst dass Medikamente wie zB Ibuprofen, Diclofenac etc nahezu den gleichen Hinweis im Beipackzettel haben.

Ewhemal~iger MNutzerL (#469x485) hat geantwortet


Übergewicht und Bluthochdrock sind ein höheres Herzinfarktrisiko als Arcoxia.

Nur mal so zur Info.

Was wurde denn überhaupt an der Schulter operiert?

sypeckxle hat geantwortet


bizepssehnen ruptur. wurde wieder fixiert

E9heAmalikger N utTzer p(#4694x85) hat geantwortet


Du kannst ja alternativ mal nach Diclo oder Ibu fragen. Aber die ersten 10 Tage wäre so ein Entzündungshemmer schon ratsam.

Schmerzen dürften sich ja nach vier Tagen in Grenzen halten, da der Arm ja ruhiggestellt ist.

EYhemyali|ger; Nutzzer (#4J67193x) hat geantwortet


Du kannst ja alternativ mal nach Diclo oder Ibu fragen.

Wenn der TE Angst for Herzinfarkt, Schlaganfall u Co hat und deswegen Arcoxia abgeneigt ist, wird er mit den Präparaten, wie oben bereits geschrieben, auch keine Freude haben.

In den Beipackzetteln findet sich so ziemlich das gleiche.

Arzneimittel wie das Präparat sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle ("Herzinfarkt") oder Schlaganfälle verbunden.

E{hemaliSger Nutwzer !(#4694x85) hat geantwortet


JA, das Problem haben eigentlich alle NSAR. Aber die Coxibe kamen damit doch stärker in Verruf.

Er muss es ja nicht nehmen. Es ist halt nur ratsam.

tthe,-c\avexr hat geantwortet


Ist ein normales NSAID.

Nein, ist es nicht. Es ist ein Coxib, also ein selektiver COX2-Hemmer. Die haben aufgrund der fehlenden Thromboxan-Hemmung (die COX1-vermittelt ist) bei erhaltener Protazyklin-Hemmung (COX2-vermittelt) potentiell alle ein Risiko für arterielle Gefäßverschlüsse (siehe Vioxx). Bei Arcoxia liegt die Erhöhung des relativen Risikos für Tod in etwa bei 2, das heißt, das Risiko, unter Arcoxia zu sterben ist etwa doppelt so hoch wie ohne Medikament. Grob gesagt: Dein Risiko, mit Arcoxia morgen zu sterben, ist so groß wie das Risiko, ohne Arcoxia morgen oder übermorgen zu sterben. Da bei Herzgesunden das Risiko, innerhalb der nächsten Tage einen Infarkt zu kriegen, minimal ist, fällt eine Verdopplung des Risikos kaum ins Gewicht. Bei vorgeschädigtem Herz sieht das natürlich anders aus.

Die Halbwertzeit liegt bei ungefähr 24h, nach wenigen Tagen ist also keine relevante Menge mehr im Körper vorhanden.

Vortei von arcoxia ist die schnelle und starke Wirkung, was nach OP natürlich günstig ist. Durch die entzündungshemmende Wirkung ist es bei EIngrifen am Bewegungsapparat gut geeignet.

Arcoxia ist also für die kurzzeitige Einnahme eine gute Sache (auch wenn es für postoperativen Schmerz in Deutschland keine Zulassung hat, das ist aber nur in der etwas seltsamen Logik der Zulassungsbehörde begründet) - solange keine wesentlichen Herzerkrankungen bestehen. Für die Dauertherapie würde ich eher andere Mittel vorschlagen. Aber kurzzeitig setze ich es gerne ein und nehme es auch selber gelegentlich.

Die Risiken von Diclofenac sind übrigens wahrscheinlch nicht wesentlich geringer. Wenn man ein entzündungshemmendes Schmerzmittel mit möglichst geringen Herzrisiken will, ist wahrscheinich Naproxen am besten - das hat wiederum ein höheres Risiko für Magenbluten. Das Leben ist halt lebensgefährlich - ob mit oder ohne Medikamente...

tfhe-@caver hat geantwortet


Protazyklin

Ooops - sollte natürlich "Prostazyklin" heißen...

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