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Schlimmes Ereignis mitbekommen

H.elaloI984 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammeb,

ich war vor zwei Tagen mit meinem Vater in der Notaufnahme wegen seiner COPD und habe ungewollt ein Ereignis mitbekommen das mich gerade extrem beschäftigt und ich Sorge habe in meiner alten Angst/Panil wieder vollständig rein zu fallen. Im Zimmer neben uns ist ein junger Mann, keine 40 Jahre alt anscheinend ins Wohnzimmer rein gelaufen und dann plötzlich zusammen gebrochen und blau angelaufen. Bis zum Eintreffen des Notarztes war er mehr oder weniger tot. Er wurde reanimiert aber der Arzt meinte, dass sie die Familie informieren sollen das er es nicht schafft und die Geräte abgeschaltet werden sollten. Er hat am Telefon noch gesagt das er eine Lungenembolie, Herzversagen vermutet. Und jetzt kreisen meine Gedanken permanent zu seinem Erlebnis. So jung und so dramatisch und vor allem so plötzlich.

Ich war gestern mit den Kids im Park und habe aktiv mitgespielt, heute schaut die Welt ganz anders aus.

Eine neue Therapie oder überhaupt der Behinn dazu würde Ewigkeiten brauchen.

Ich hatte sie so gut besiegt und nun... :°(

Antworten
Kytefaxn


Was besiegt? Die Angst, die Depression?

Sieh mal, in einem Krankenhaus häufen sich natürlich die dramatischen Ereignisse, die Menschen zustoßen können. Es ist also ganz normal, wenn man nach so einer Geschichte erst mal ein wenig runterkommen muss. ginge mir auch nicht anders. Dazu kommt natürlich noch die Sorge um den eigenen Vater etc. ...

Warte die nächsten Tage ab, such Dir sonnige Plätze (und wenn es eine Sonnenbank ist) und lenk Dich mit schönen Ereignissen ab (Filme, Telefonate, Treffen, Spiele mit den Kindern). Wer weiß, wie es dann aussieht.

CNra*kxy


Sowas passiert seltenst einfach so. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Mann entweder schon eine Vorerkrankung hatte oder bereits (schwache) Symptome hatte, weswegen die meisten leider nicht zum Arzt gehen.

Das darf kein Grund sein, dass du deswegen wieder Ängste bekommst.

Kann dir nur den Tipp geben regelmäßig zum Arzt zu gehen, das bringt dir zwar keine 100%-ige Sicherheit aber mehr kann man nicht machen (außer gesund leben).

H+elelo98x4


Ich habe an Panikattacken wegen dem plötzlichen Tod gelitten und das sehr stark... deshalb ist es leider so schlimm, weil es genau diese Wunde trifft oder wieder öffnet. Das Problem sich gesund zu fühlen und dann plötzlich zu versterben.

c<riechzarl>ie


....wenn Du Angspatient bist,

solltest Du nicht in ein Krankenhaus gehen. :-(

cTrie`cha\rlxie


Nicht reinsteigern.

Ablenken. Nicht reinsteigern!!!!!

Der Anfall geht vorbei.

C^leo ~Edwar+ds v. tDavoxnpoort


Für den unwahrscheinlichen Fall dass du plötzlich "weg vom Fenster" bist, nur so mal angenommen, kannst du dich freuen den Abschnitt "sterben" so schnelle beendet zu haben.

(Klingt das makaber?!)

Sozusagen das Positive im Negativen sehen. Vielleicht kannst dir das ja ein bisschen verinnerlichen, dass ein schneller (nicht junger!) Tod dir gegenüber das Optimalste ist. In Anbetracht dessen dass man sowieso irgendwann stirbt und tot ist.

ajuflauftforxm


Vielleicht sollte man das auch einfach akzeptieren (also, die Angst, nicht den Vorfall). Es ist möglicherweise ein übertriebener Druck und ein Fehler unserer westlichen Gesellschaft, dass Zustände wie eine derartige Angst per se krankheitswertig sind. "Wer gesund ist, ist gut drauf und hat keine derartigen Ängste und Gedanken". Das ist doch ein starker Druck auf den Menschen.

Sowas passiert (selten mal), ist tragisch, es gibt im Leben keine 100%ige Sicherheit und dass man sich deswegen ab und an belastet, ängstlich und deprimiert fühlt, kann auch einfach völlig normal sein. Nix was man therapieren müsste.

Es geht wohl um "Akzeptanz des Lebens an sich", und eine positive Akzeptanz auch der negativen Seiten scheint mir in unserer Kultur viel zu kurz zu kommen. Der Hauptmechanismus scheint mir "Flucht in Hedonismus und Verdrängung zu sein".

Ich behaupte mal, wer in Einklang mit sich selber und dem Leben ist, dem macht sowas gar nicht solche Angst.

B romb eerkVüchleixn


..wenn Du Angspatient bist,

solltest Du nicht in ein Krankenhaus gehen. :-(

Gerade da sollte er hingehen, um zu lernen das der Tod zum Leben gehört. Und nichts anderes lehrt die Verhaltenstherapie/Konfrontationstherapie. Man lernt mit der angst umzugehen und dazu gehört eben auch das man sich in situationen begibt, vor denen man angst hat. ;-)

LNav:azzra19m81


du kennst ja seine vorgeschichte nicht. vielleicht hatte er eine vorerkrankung, was genau war, weisst du nicht. du hast nur iwas mitbekommen. ein krankenhaus ist horror, versuch nicht mehr dran zu denken. ich weiss ist schwer, neige auch zu angst und panik, aber versuch es. viel glück

B)eni*taxB.


ich war vor zwei Tagen mit meinem Vater in der Notaufnahme wegen seiner COPD und habe ungewollt ein Ereignis mitbekommen das mich gerade extrem beschäftigt und ich Sorge habe in meiner alten Angst/Panil wieder vollständig rein zu fallen. Im Zimmer neben uns ist ein junger Mann, keine 40 Jahre alt anscheinend ins Wohnzimmer rein gelaufen und dann plötzlich zusammen gebrochen und blau angelaufen. Bis zum Eintreffen des Notarztes war er mehr oder weniger tot. Er wurde reanimiert aber der Arzt meinte, dass sie die Familie informieren sollen das er es nicht schafft und die Geräte abgeschaltet werden sollten. Er hat am Telefon noch gesagt das er eine Lungenembolie, Herzversagen vermutet. Und jetzt kreisen meine Gedanken permanent zu seinem Erlebnis. So jung und so dramatisch und vor allem so plötzlich.

Ich steh gerade auf dem Schlauch.

Du warst in einer Notaufnahme.

In einem Zimmer nebenan war der Mann, wo Dir der Arzt gesagt hat, man wolle die Maschinen abstellen, weil er es nicht schafft?

Solche Menschen würden schon mal auf einer Intensivstation liegen. Und welcher Arzt erzählt einer fremden Person nun so was, was nur die Angehörigen zu interessieren hat ???

Wie reimt sich das zusammen ???

F~ix uMnd% Foxie


@ Criecharlie:

....wenn Du Angspatient bist,

solltest Du nicht in ein Krankenhaus gehen. :-(

Vermeidung ist bei Angst u. Panik aber immer ziemlich schlecht. Es geht keiner gerne ins Kh, mit Angst u. Panik ist das natürlich nochmal ne größere Überwindung. Aber auch Angst-/Panikpatienten werden mal anderweitig krank oder müssen Verwandte begleiten und dann ins Kh.

@ Hello:

Wenn man so was miterlebt, nimmt einen das schon ganz schön mit, auch, wenn man nicht direkt betroffen ist. Ich wäre da auch total durch den Wind. Aber mit der Zeit wird die Erinnerung daran verblassen. Versuche dich, auf dich und deine Familie zu konzentrieren, wie schön es ist, dass ihr euch habt u. mache die Dinge, die dich entspannen u. wieder ein bisschen runterholen.

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