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seltsame, angsterzeugende Missempfindungen

abufla^uffor[m hat die Diskussion gestartet


Ich muss mal mein rundum-Leid klagen.. vielleicht hat irgendwer eine gute Idee?

(m, 41 Jahre, bisher keine Medikamente diesbezüglich)

Ich habe seit diversen Jahren merkwürdige Missempfindungen, die irgendwie herz-bezogen sind, und sich sehr schwer in Worte fassen lassen, und die massive Angst auslösen.

Es ist kein Schmerz, sondern so ein komisches "angestrengtes", "kaputtes", merkwürdiges Gefühl. "Beklemmung" ist nicht allzu verkehrt, aber es ist auch kein "klassisches Druckgefühl" auf dem Brustkorb. Irgendwie.. angestrengt, und merkwürdig.

Teilaspekte hatte ich schon in anderen Fäden. Blutdruck ist meist so 130:80 in Ruhe, Amplitude also eher zwischen 50 und 60, als bei perfekten 40. Die Missempfindugnen scheinen zumindest teilweise damit zusammenzuhängen. Ich spüre das Herz generell sehr stark und bei leicht erhöhtem BD fühlt es sich schwer, hart, irgendwie sehr ungesund an, was sowohl mit erhöhtem systolischem BD zusammenhängen mag als auch der Amplitude.

In merkwürdigem Kontrast zu dieser widerlichen subjektiven Empfindung steht, dass ich wirklich null Probleme mit Belastung habe, mir ist auch nie schwindelig, ich mache fast täglich Sport (Schwimmen, Fahrrad, bisschen Hanteln) und habe damit absolut keine Probleme, und Blutdruck und Ruhepuls (meist unter 70) sind ja auch alle im neongrünen Bereich, eigentlich. Keine "objektiven Beschwerden" zu vermelden, aber trotzdem ein mieses subjektives Gefühl.

2013 beim Hausarzt Belastungs-EKG, alles gut, auch sonst (abhören) alles in Ordnung, er meint nur immer, alles etwas zu schnell, "hyperkinetisches Herzsyndrom", evtl Betablocker zum dämpfen der Symptome (was ich bisher nie wollte weil er meinte, alles harmlos, kann ich auch einfach aushalten).

Was mir aufgefallen ist - als mein Gewicht vor 2 Jahren deutlich runter ging (noch paar kg weniger als jetzt) war das Gefühl auf einmal weg, einfach verschwunden.

Erklärungsansatz ist also in der Tat, dass es überwiegend was mit dem Blutdruck zu tun hat, möglicherweise ist der jetzt so leicht erhöht (durch zusätzliche Kilos) dass ich, mit meiner offenbar sehr sensiblen Wahrnehmung, die "unangenehme Wahrnehmungsschwelle" überschritten ist?

Möglicherweise sind die Gefäße mit 40 auch nicht mehr ganz so elastisch wie mit 20 (hilfe.. Arteriosklerose?), so dass der Puls etwas härter und die Amplitude etwas größer wird?

Dazu kommt dass ich viel, andauernd, krumm und schief vorm Computer sitze und mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, das mit dem Rücken alles ok ist. Also eventuell auch noch Rückenkrams als dritte Baustelle, möglicherweise nichts davon in dramatischem Bereich aber zusammen kommend ausreichend, um mir ein derartiges Befinden zu bescheren?

Und obendrauf noch Angst, übertriebene Selbstbeobachtung, Hineingesteiger?

Ich find das alles so komplex dass ich das für mich erstmal sortieren muss, bevor ich das mal wieder mit einem Arzt bespreche.

Hat irgendwer auch solche Erfahrungen, Ideen, Lösungen?

Antworten
K1ongom-0teto hat geantwortet


Eigentlich hätte ich sofort auf Psyche getippt, da das Gefühl aber komplett beseitigt war, nachdem du abgenommen hast, würde ich doch ehr ein organisches oder "mechanisches" Problem in Betracht ziehen. Irgendwas hat wohl irgendwo draufgedrückt, so dass dieses anormale Gefühl entstand. Jetzt, wo der Wanst kleiner ist und wohl auch im Brustbereich Volumen verlorengegangen ist, ist wieder genügend Platz und alles ist ok.

Das ist meine Theorie.

Mein Tip: das Gewicht so halten, bei dem alles ok ist. Wenn das Problem dann wirklich nie wieder auftaucht, bräuchtest du auch damit nicht zum Arzt.

B+enitNaBx. hat geantwortet


Ich gehe mal davon aus, dass 100 x am Tag der Blutdruck und der Puls und das Kribbeln akribisch beobachtet wird, die ganze Körperwahrnehmung steht im Vordergrund, das gesamte Denken dreht sich nur noch um dies.

Psyche. Angsterkrankung. Warst Du jemals in psychosomatischer Behandlung? Die Klliniken für Psychosomatik sind voll mit genau solchen Kribblern und Herzbefürchtern.

LGicht'AmHZor:izont hat geantwortet


Ich würde es auch als erstes mit dem Naheliegendsten probieren: Runter mit den Kilos! Und noch ein bisschen Rückengymnastik oder Massagen für die verspannten Muskeln vom krummen Sitzen. Und (sofern das so ist, ich weiß ja nicht, was Du so isst) Süßes und Knabberzeug und Fettiges weglassen. Von fettigem Essen kann man auch Herzklopfen bekommen… (Ich jedenfalls. Ich habe dann immer das Gefühl, mein Körper ist im Stress von dem falschen Essen.)

03raUngeCjanyoxn hat geantwortet


Ich gehe mal davon aus, dass 100 x am Tag der Blutdruck und der Puls und das Kribbeln akribisch beobachtet wird, die ganze Körperwahrnehmung steht im Vordergrund, das gesamte Denken dreht sich nur noch um dies.

Psyche. Angsterkrankung. Warst Du jemals in psychosomatischer Behandlung? Die Klliniken für Psychosomatik sind voll mit genau solchen Kribblern und Herzbefürchtern.

BenitaB.

Und das, obwohl doch eindeutig klar ist, dass es nicht psychisch sein kann. Man muß nur richtig lesen.

B'e6ni taBx. hat geantwortet


Und das, obwohl doch eindeutig klar ist, dass es nicht psychisch sein kann. Man muß nur richtig lesen.

Die ganze Beschreibung oben hat nen psychischen Touch..... so lese ich das jedenfalls :=o

Allein das hier:

Und obendrauf noch Angst, übertriebene Selbstbeobachtung, Hineingesteiger?

a0ufla.uffoxrm hat geantwortet


Doch, Psyche spielt garantiert eine Rolle, aber so "knallhart" wie Benita hier (und andernorts) gleich die Psycho-Keule auspackt (sowie man da leichte Tendenzen zeigt heisst es "Du musst garantiert 100 mal am Tag Blutdruck") is schon etwas übers Ziel hinausgeschossen.

Ja, Abnehmen.. bin dabei. War ja von "optimalgewicht" wieder 10 kg rauf und dann gings mir wieder schlechter. nun wieder runterkämpfen.

Aber ich hatte solche Gefühle früher nicht!!! Damals, mit 20, jung und fit.. vielleicht muss man auch akzeptieren dass man sich mit 40 nunmal nicht mehr so fit fühlt wie mit 20?

a;uflauYfform hat geantwortet


@ LichtAmHorizont

Ja, Herzklopfen vom Essen.. Stichwort Leptine. Das ist laut Hausarzt auch einer der Hauptgründe warum das bei weniger Gewicht besser wurde.

Und was die Psycho-Schiene angeht.. ständiges Grübeln und Selbstbeobachtung erhöht die Anspannung, erhöht bisschen den Adrenalin-Spiegel, macht genau diese Symptome? So läuft das, oder?

cqosmFolOight hat geantwortet


Yes auflaufform, da gebe ich dir voll und ganz recht - zunehmendes Alter nagt zweifelsfrei am Körper, manchmal aufgrund der eigenen kritischen körperlichen Selbstwahrnehmung deshalb auch an der Psyche, was aber nicht heissen soll, dass Du für mein Empfinden jetzt irgendeinen psychischen Knacks weg hast.

Du bist vielleicht nur ein wenig sensibel und empfindsam und spürst deshalb alle Deine körperlichen Symptome bewusst ein wenig deutlicher.

Ich war selbst schon einmal in einer für mein Empfinden äußerst angespannten Situation und bekam dann Panikattacken, Herzrasen, Schwindelgefühle.

Es war teilweise so schlimm, dass ich als Notfall per Krankenwagen aus der Praxis meines Arztes in das Krankenhaus transportiert wurde - und die Ärzte fanden dort bei mir NICHTS ! mit Ausnahme eines extrem hohen Pulses - es war alles rein psychisch, wohl u. a. auch bedingt durch den extrem schlimmen Krankheitszustand meines damalig schwer kranken kleinen Bruders

Ich bekam dann angstlösende Medikamente, die ich selbst nach und nach bewusst reduziert eingenommen habe bis ich angstfrei mit Anflügen von panischen Situationen umgehen konnte weil ich mir verinnerlicht hatte, dass ich organisch gesund bin.

Panikattacken habe ich seitdem nie wieder bekommen und Medikamente jeglicher Art nehme ich seit Jahren überhaupt nicht.

Und deshalb auflaufform, falls Dein Arzt Dir bestätigt, dass alles organisch bei Dir ok ist, finde Dich damit ab, dass Du vermutlich ein sensibler Mensch bist, der mehr als andere spürt und wir alle nicht jünger werden. :)z

aDuflawuffxorm hat geantwortet


Joa.. hab nur bei Ärzten oft das Gefühl, dass sie einem da nicht richtig zu hören. Hausarzt misst BD, Puls, EKG, alles ok, hat Erklärungen für konkrete physiologische Zusammenhänge. Aber auf sowas wie "merkwürdige Missempfindungen" geht kaum einer ein. Daher auch das Beschäftigen damit (wenns keiner sonst tut, muss ich ja).

Panikattacken kenn ich auch aber ich halte mich vor allem an die Tatsache dass ich bei Sport und Belastungen keinerlei Probleme hab. Irgendwas schlimmes vermute ich da nicht. Es nervt halt nur.. Und ich überlege halt ob ein bisschen Betablocker nicht doch sinnvoll wäre.

Danke auf jeden Fall für alle Antworten!

L:ich0tACmHorxizont hat geantwortet


@ auflaufform

Und was die Psycho-Schiene angeht.. ständiges Grübeln und Selbstbeobachtung erhöht die Anspannung, erhöht bisschen den Adrenalin-Spiegel, macht genau diese Symptome? So läuft das, oder?

Keine Ahnung… Ja, wahrscheinlich… ":/

Leptine musste ich erst googeln, das Wort kannte ich nicht.

Aber ich hatte solche Gefühle früher nicht!!! Damals, mit 20, jung und fit.. vielleicht muss man auch akzeptieren dass man sich mit 40 nunmal nicht mehr so fit fühlt wie mit 20?

Ich denke, das muss man. Mein Körper hat früher auch mehr weggesteckt als heute. Man kann sich aber auch mit 40 fit fühlen - nur muss man eben mehr dafür tun. Mit 20 lief das praktisch von selbst… Jetzt eben nicht mehr.

hab nur bei Ärzten oft das Gefühl, dass sie einem da nicht richtig zu hören.

Hm. Falscher Arzt?

c#osmo`ligxht hat geantwortet


Betablocker war das Medikament, das ich damals bekommen hatte.

Aber weil ich gehört hatte, dass diese Medikamente in eine Abhängigkeit führen können habe ich die Blocker nach und nach reduziert / zeitverzögert eingenommen bis ich letztendlich gar keine Blocker mehr genommen habe.

Ich halte von dieser Art Medikamente nicht viel, mag sein, dass manch ein Patient sie wirklich dringend braucht, aber wenn ursächlich bekannt ist, dass man organisch gesund ist, würde ich vermeiden solcher Art Medikamente zu nehmen und eher auf meine eigene Selbstwahrnehmung achten aufgrund derer Du ja weisst, in welchen Situationen Du mit vermehrter Herzempfindlichkeit zu rechnen hast.

a^ufNlauffxorm hat geantwortet


Problem bei Betablockern scheint mir, dass sie den BD normalisieren, was bei Patienten, bei denen man vorher eigentlich Sport+Gewichtsreduzierung anregen sollte, den Effekt hat, dass sie sich wieder gesund fühlen und wegen der dämpfenden Wirkung des BD genau das, mehr Bewegung, nicht tun, und daher in einen Kreislauf geraten. Mein Vater ist da ein gutes Beispiel für. Hohe Cholesterine, massiv Übergewicht, jahrzehntelang geraucht, Betablocker und mit 67 Jahren dann die bypass-OP.

Von daher find ich den Weg, es mit Sport und Gewichtsreduzierung zu probieren, besser, und das ist ja auch das, was ich mache.

Falscher Arzt - naja er kennt mich schon ewig und hat mich (an sich korret) in eine Schublade sortiert die aber halt auch nicht alles erklärt. Aber er geht nun auch bald in Rente, daher muss ich mir da jemand neues suchen.

Was mir noch aufgefallen ist - also, ich bin relativ groß. Wenn ich auf dem Bürostuhl aufrecht sitze, ist zwischen Ellenbogen und Armlehne gut noch 10 bis 15 cm luft. Was ich aber unbewussst oft mache, ist, die Ellenbogen auf die Lehne runterzudrücken und dabei quasi den ganzen Oberkörper mit Gewalt in eine gekrümmte Haltung zwingen, wo ich dann stundenlang verharre. Man könnte ja fast denken, dass da ein Zusammenhang besteht ;-).

coosdmozlig>ht hat geantwortet


Das kann schon sein, dass da ein Zusammenhang besteht, denn wenn ich manchmal lange " krumm " am PC sitze spüre ich manchmal auch vermehrt mein Herzilein ;-), bin aber nachweislich nicht herzkrank !

L}ich/tAmHor8izonxt hat geantwortet


@ auflaufform

hat mich (an sich korret) in eine Schublade sortiert

Die da wäre?


Bürostuhl: Schaff Dir einen an, bei dem man die Armlehnen höhenverstellen kann.

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