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Beinvenen- und Armvenenthrombose?

PManxda_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

gestern Abend habe ich plötzlich Schmerzen in der linken Wade bemerkt (Unterschenkel) und eine dicke, schmerzende (verhärtete) Kugel unter der Haut ertastet. So etwas hatte ich bisher noch nie und es war deutlich anders, als wenn ich mich angestoßen hätte, was wohl an der Wade eher unwahrscheinlich ist und wenn, dann eher am Schienbein passiert.

An der Hautoberfläche war gestern Abend auch nach 4-5 Stunden noch keine Verfärbung. Man hat nur etwas großes, dickes und schmerzendes unter der Haut gespürt.

In der Notaufnahme meinte die diensthabende Ärztin, dass es sich um eine Phlebitis handeln würde, bestimmte den D-Dimere Wert (37 / normal ist unter 243 ng/ml) und gab mir für 3 Tage Indometacin (6 Tabletten). Davon habe ich inzwischen 2 eingenommen.

Die Schmerzen sind aber immer noch da, trotz der Tabletten.

Das Bein tut immer noch weh. Inzwischen hat sich außen eine dickere, aufgeworfene rote Stelle gebildet, die derzeit einen Radius von 2,5-3cm hat. Unter der Haut fühlt es sich dick und verhärtet an, außerdem habe ich Schmerzen sowohl so, als auch beim Draufdrücken.

Dazu gekommen ist, dass mir gestern Blut entnommen wurde, was wohl nicht so geschickt passiert ist. Die ganze Ader am Arm war geschwollen und blau verfärbt sowie hob sich von der Umgebung ab. Der Arm tat sofort nach der Blutentnahme sehr weh. Auch heute tut der Arm noch weh, ist blau verfärbt und dick an der Stelle der Blutentnahme.

Wie Bein und Arm aussehen:

Bein ->

[[http://www.directupload.net/file/d/4226/ki7gwmlm_jpg.htm]]

Arm ->

[[http://www.directupload.net/file/d/4226/nyj3zhg5_jpg.htm]]

Muss dazu sagen, dass ich seit Tagen wegen der Kälte eine enge Thermoleggings trage. Gestern unter einer sehr engen Jeans. Vor 5 Tagen bin ich außerdem 8 Stunden Zug gefahren. Nach der Zugfahrt ist mir aufgefallen, dass beide Beine tagelang geschwollen waren bzw. sie sind es immer noch, so dass sich auch der Rand der Socken am Abend absetzt wie sonst nicht.

Was könnte das am Bein sein? Und muss ich mir Sorgen wegen dem Arm machen?

Könnte das bereits eine Thrombose sein?

Auf welche Untersuchungen sollte ich nun beim Arzt bestehen?

Ich vermute, dass ich Heparin benötige, aber das machen die wohl erst, wenn die D-Dimere nicht mehr normal sind. Natürlich waren die gestern normal, nach nur 3 Stunden seit ich die Schmerzen im Bein gemerkt habe (im Warmen, draußen ist es so kalt, dass die Beine taub sind).

Vielen Dank im Voraus!

Panda

Antworten
EFhema]ligerI Nutzeer (#4678193x) hat geantwortet


Der Arm tat sofort nach der Blutentnahme sehr weh. Auch heute tut der Arm noch weh, ist blau verfärbt und dick an der Stelle der Blutentnahme.

Das hängt höchstwahrscheinlich mit der Blutabnahme zusammen. Thrombosen in den oberen Extremitäten sind eher selten. Das was du als Problematik beim Arm beschreibst, tritt gern auf, wenn man bei der Blutabnahme die Vene durchsticht oder anderwertig 'beleidigt'.

aber das machen die wohl erst, wenn die D-Dimere nicht mehr normal sind.

Jein. Das hängt nur von einem einzelnen Laborwert ab - der D-Dimer ist in der Diagnostik recht unspezifisch (falls erhöht/positiv)

BeeinitxaB. hat geantwortet


Ich glaube nicht, dass das am Arm eine Thrombose ist. Manchmal wird man beim Blutabnehmen malträtiert. Es kommt zu Blutergüssen. Da dauert eben auch mal 10 Tage, bis es wieder weg ist. Unangenehm aber harmlos.

Mit dem Bein hast Du eine Diagnose, wirst behandelt. Nimmst Tabletten. Ich würde das erst mal alles wirken lassen, das braucht eben seine Zeit.

Sollte es noch schlimmer werden,kannst Du ja noch einmal in Behandlung gehen.

Ich nehme vor langen Reisen immer Aspirin 100 zur Blutverdünnung.

SWilkPe:arxl hat geantwortet


So etwas wie am Arm hatte ich auch schon, offenbar kann das passieren, wenn sie "stochern"... und eventuell auch noch einen Nerv treffen.

Das Bein hat ein Arzt begutachtet, und nun würde ich es so machen: Tabletten weiternehmen und noch eine Weile abwarten; bei zunehmenden Schmerzen (!) wieder zum Arzt.

PUandxa_ hat geantwortet


Ja, ich finde es halt komisch, dass es nun "dramatischer" am Bein wird:

- die Stelle ist über Nacht rot geworden (und angestoßen ist das nicht, sonst wär's gestern schon blau geworden)

- die dicke, harte Kugel unter der Haut immer noch da, nicht kleiner geworden

- die Schmerzen sind heut schlimmer (aber noch lokal am Unterschenkel, glaube, Knie ist noch nicht betroffen)

- es sind pochende Schmerzen, trotz eben der Tabletten GEGEN Schmerzen

Ich kann deutlich sagen, dass ich solche Schmerzen am Bein noch nie hatte und ich habe mich schon öfters angestoßen. Weiß nichtmal, ob dort eine Vene verläuft oder etwas anderes seltsames Dickes unter der Haut ist. Könnte ja auch ein Tumor sein. Inzwischen habe ich auch Schmerzen im oberen Rücken, könnte natürlich die Verspannung sein.

PmaTndxa_ hat geantwortet


Sollte ich am besten heute schon eine Aspirin 100mg nehmen? Bring das noch etwas?

STilkPXexarl hat geantwortet


Nimmst Du schon einen Blutverdünner ein? Das würde ich erst klären. Ich würde überhaupt bei der Ärztin gleich anrufen und nachfragen, ob die Verschlimmerung einen weiteren Besuch notwendig macht. Zögere nicht!

Eehemalig>er NPut`zer (#4/6948x5) hat geantwortet


Auch das am Bein sieht eher wie ein beginnender Abszeß auf als wie eine Thrombose. Thrombose befindet sich "meistens" hinten an der Wade und äußerst selten neben dem Schienbein kurz überm Sprunggelenk.

Kannst es ja nochmal übern Hausarzt abklären. Ein Fall für einen erneuten Notaufnahmenbesuch ist das sicherlich nicht.

Jmofrxi hat geantwortet


Ich hatte nach einem riesigen Bluterguss am Unterschenkel (etwas höher als bei Dir, aber auch seitlich) eine Phlebitis. Neben den Tabletten habe ich die Stelle abwechselnd und mit zeitlichem Abstand mit Voltaren (nimmt die Schmerzen) und Heparinsalbe (baut den "Knoten" ab) ganz vorsichtig massiert. Und das Bein so oft wie möglich hochgelegt.

Nach 2 Tagen war der aktute Schmerz weg und nach einigen wenigen weiteren Tagen der ganze Spuk vorbei.

P_an}dax_ hat geantwortet


Hab mich leider den ganzen Tag bewegt und erst um 16 Uhr eine Aspirin 100mg eingenommen, und erst um 17 Uhr Heparin drauf. Die Stelle am Bein erscheint noch dicker und hart, außerdem bräunlicher rot.

Die Stelle am Arm ist inzwischen extrem groß und blau abgegrenzt und in der Mitte rot. Kann / sollte ich auch auf die Stelle am Arm Heparin? Weiß nicht, ob das eine stumpfe Verletzung ist.

EZul'enK-ind<27 hat geantwortet


Hallo Panda_

Werden die Schmerzen ggf. besser, wenn Du dein Bein vom Sofa aus z.B. hängen lässt? Oder aber werden die Schmerzen besser, wenn Du dein Bein hochlagerst?

Zu Deinem Arm ... Da hast du leider etwas Pech gehabt! Die Vene wird wohl geplatzt sein - somit bildet sich ein (Wenn es nicht richtig abgedrückt worden ist nach der Entnahme der Nadel) wahnsinns Hämatom! Keine Sorge, dass geht alsbald wieder weg :-) Natürlich ist die Vene dann auch gereizt und schmerzt! Den Arm kannst Du schön an der Stelle kühlen

PkandIa_ hat geantwortet


Hm, ist nicht so einfach zu sagen. Also ich war den ganzen Tag an der Kälte, oft gehend/stehend. In der Kälte selbst hab ich die Schmerzen nicht so gemerkt, aber z.B. wenn ich ins Warme gegangen bin - beim Sitzen!

Vorhin habe ich die Heparinsalbe auf die Stelle am Unterschenkel getan und zwar recht großzügig von der Fläche her, aber dünn. Da hat es sofort gebrannt und es war so eine Art Zucken kurz darauf im Bein, wie ein Kribbeln entlang einer Ader. Nun scheint die Stelle wie ein wenig betäubt. Derzeit lagere ich beide Beine etwas höher.

Ich vermute daher, dass es besser ist, wenn ich das Bein hochlagere ...

EQhemealGiger KNutzer (#46x9485) hat geantwortet


Wie gesagt, das Bild spricht absolut nicht für eine Thrombose. Allerhöchstens eine Phlebitis. Aber ich tippe immernoch auf einen sich entwickelnden Abszess.

Pranxda_ hat geantwortet


Ja, und was ist dann? Was muss dann gemacht werden, wenn's ein Abszess ist?

EFulenKienOd27 hat geantwortet


Die wichtigste Behandlung bei einem Abszess ist die Eröffnung dessen mit Entleerung des Eiters!

Dieses erfolgt meistens - ambulant! Also so kenne ich es von der Arbeit in der Arztpraxis.

Natürlich kann man einen Abszess auch ohne eine Operation zielführend bekämpfen. Dieses gilt aber nur bei leicht ausgeprägten Erkrankungsformen.

Kläre dieses aber am besten noch einmal mit deinem Arzt ab :-)

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