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Blutwerte , Ursachen für verminderte Erys, Z.n. Bluttransfusion

Nfilaa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich muss vielleicht etwas ausholen, um meine Frage zu stellen ... bereits im Jahr 2013 hatte ich einmalig eine Eisenmangelanämie, die medikamentös aber gut behandelbar war.

Ich ernähre mich seit bald 10 Jahren (bin 26) vegetarisch, hatte aber bis dato nie Probleme mit meinen Eisenwerten. Selbst 2009 während meiner Schwangerschaft nicht. Ich esse zudem reichlich Milch- und auch Eiprodukte. Viel Gemüse und Obst. Aufgrund dessen kann ich mir eigentlich schwer vorstellen, dass meine Blutwerte wirklich "nur" mit der Ernährung zusammen hängen. Zumal ich selbst während der Schwangerschaft und mit erhöhtem Eisenbedarf absolut keine Probleme hatte.

Wie auch immer ... der nächste "Abrutsch" meiner Blutwerte kam dann im März 2015. Ich war zu dem Zeitpunkt in einer psychosomatischen Klinik (verletzte mich u.a. selbst). Mir ging es dann auch körperlich immer schlechter - blass, Schwindel, Herzstolpern, ich konnte keine Stufe mehr hochgehen ohne aus der Puste zu sein und meinen Pulsschlag in den Ohren zu hören. Ich fühlte mich ehrlich wie ein Wrack ... selbst meine Bindehäute waren komplett weiß, so dass ich mir selber schon denken konnte, dass es irgendeinen Zusammenhang mit meinen Blutwerten geben musste (bin selber zudem Med. Fachang.). Ich bestand darauf, dass mein Blutbild kontrolliert wird - was aber erstmal nur abgewiegelt wurde "Das ist die Psyche, Sie setzen sich ja auch gerade mit vielem auseinander ... ich musste wirklich dafür kämpfen, dass mir überhaupt Blut abgenommen wird, um auch die Werte zu bestimmen .... ja, einen Tag später wurde mir Blut abgenommen und direkt am Nachmittag rief das Labor in der Klinik an : Hb-Wert nur noch bei 4,6!!

Auf einmal kam dann doch etwas Panik auf Station auf, einige Telefonate mit dem nächstgelegenen Krankenhaus, dann Verlegung zur Bluttransfusion. Die Ärzte dort waren ziemlich verwundert, dass ich mit den Werten überhaupt noch sitzen konnte. (Wie gesagt ... Hb nur noch bei 4,6 - Erys bei 2,2 - Hk 0,1 - MCH/MCV/MCHC auch dtl verringert)

Wie auch immer .... Zurückverlegung dann mit einem Hb-Wert von 6,6. Die Selbstverletzungen konnten für das Ausmaß der schlechten Blutwerte nicht wirklich als Ursache genommen werden (lt der Ärzte dort). Ich lehnte aber eine weitere Diagnostik dort im Krankenhaus ab, weil ich mich dort echt nicht wohl gefühlte habe und das dann lieber Zuhause machen wollte.

Im Juni nochmal erneute Blutkontrolle, Werte deutlich besser, HB noch leicht verringert, Eigenschaften der Erys ebenfalls noch etwas, aber alles nicht mehr lebensbedrohlich und soweit in Ordnung.

Im Spätsommer nochmal Blutkontrolle (auch aufgrund meiner Medikamente) - soweit okay, aber weiterhin MCH/MCV vermindert.

So... seit Dezember geht es mir körperlich wieder zunehmends schlechter. Blass, kaum Antrieb, ständig müde, völlig erschöpft und dazu seit drei Wochen anhaltende Bauchschmerzen (Unterbauch li / Mitte). Ob das jetzt im Zusammenhang steht, weiß ich nicht. Ist vielleicht auch eine andere Geschichte.

Nun gestern wieder Blutentnahme .... Erys erneut niedrig, ebenso MCH/MCV und MCHC, Hb noch okay, Ferritin-Wert nur bei 6. Arzt hat mir erneut Eisentabletten verschrieben, weil er sonst denkt, dass der HB uns zu schnell wieder abrutscht. Selbstverletzungen liegen übrigens schon lange zurück. Das kann zurzeit keine Ursache für die Anämie sein.

Woher dann?? Hat jemand noch eine Idee? Wirklich doch nur Eisenmangel?? Aber wodurch? Ich ernähre mich genauso wie vor einigen Jahren.

Oder jetzt im Zusammenhang mit den Bauchschmerzen doch eher ein Problem des Darms, so dass Nährstoffe vielleicht nicht richtig verwertet werden? Ultraschall war soweit ok ... Arzt meinte nur "ist viel los", aber für ein Darmproblem wäre ich eh viel zu jung!?

Schlussendlich wurde mal wieder vieles auf die Psyche geschoben .... :-/ Versuche jetzt erstmal die Beschwerden mit Iberogast in den Griff zu bekommen. Eisentabletten zu nehmen.

Und sonst weitere Diagnostik?!

Vielleicht hat ja hier noch jemand einen Ratschlag , Idee oder einen Hinweis ... wäre dankbar.

Und sorry für den langen Text! :=o

Lg, Nilaa

Antworten
BbenixtaB.


Vielleicht ist vegetarisch bei dieser Konstellation doch nicht wirklich gesund?

Und was hindert daran, mal einen Hämatologen aufzusuchen, um den Dingen wirklich auf die Spur zu kommen?

Das sollte zufeinst abgeklärt werden.

N7ailNougxa


Wenn du Bauchschmerzen hast, würde ich mal (ganz ins Blaue) eine Blutung im Magen-Darm-Trakt vermuten. Das kann ziemlich unbemerkt ablaufen und trotzdem ein großer Blutverlust sein.

Im Blutbild sollte sich außerdem eine Anämie durch gestörte Blutbildung von einer durch Blutverlust unterscheiden lassen. Wurde dazu was gesagt?

N3ilaxa


Vielen Dank für die Rückmeldung.

Inwiefern lässt sich eine gestörte Blutbildung von einer Anämie durch Blutverlust unterscheiden? Weißt du das zufällig, Nailouga?

Eine Blutung im Magen-Darm Bereich sieht man wahrscheinlich auch nicht im Ultraschall, oder? Zumindest müssten es ja größere Mengen sein, so dass es als Flüssigkeit sichtbar wird ...

Mein Arzt hat dazu gar nichts weiter gesagt und ich habe leider auch dann nicht mehr weiter nach gefragt, weil die Beschwerden "auf die Psyche geschoben wurden" und er aufgrund der Blutwerte nun Eisentabletten verschrieben hat. Die Fragen kamen dann eher als ich schon Zuhause war ....

Ich hatte halt erst gedacht, ok Psyche - dann werden die Beschwerden bestimmt auch bald wieder besser, wenn mein Kopf nun weiß, dass im Ultraschall soweit nichts zu sehen war. Aber den Nachmittag lag ich mal wieder mit anhaltenden Bauchschmerzen, Wärmflasche (die nicht wirklich hilft) und völliger Müdigkeit/Erschöpfung auf dem Sofa... :-/

N?ailo uga


Da hätten zB die Retikulozyten (junge rote Blutkörperchen) bestimmt werden müssen. Für die Blutung müsste man eine Magen- bzw Darmspiegelung machen, im U-Schall sieht man das nicht (da sieht man eine Blutung in die Bauchhöhle. Falls das bei dir gemacht wurde, könntest du das ja schon ausschließen)

Ich frage mich aber gerade, ob du denn seit März überhaupt normale Blutwerte hattest? Kann es sein, dass du dich immernoch in der Erholungsphase befindest? Das dauert natürlich noch länger, wenn du wenig Eisen zu dir nimmst

NXivlfaxa


Retikulozyten wurden - soweit ich weiß - bisher noch nicht bestimmt.

Nach der Bluttransfusion wurde ich natürlich auch noch medikamentös behandelt.

Und daraufhin waren nach ein paar Monaten meine Blutwerte zwischendurch auch wieder okay. Bis auf eben MCH/MCV - die waren bei jeder Blutentnahme noch vermindert.

Alles andere: HB, Hk, Erys, Ferritin, Eisen waren im Spätsommer letzten Jahres wieder im normalen Bereich.

Buen itaFB.


Sorry, aber solch niedrige Werte sind mit Sicherheit nicht psychisch. Das ist doch bullshit.

Internist und Hämatologe müssen hier ran. Und zwar schleunigst.

N2ixlaa


Danke, Benita. Ich denke, ich werde mich mal bemühen einen Termin beim Hämatologen zu bekommen.

Hoffe, dass ich dann da an der richtigen Stelle bin.

Mein Hausarzt selber ist Internist .... aber er sieht es anscheinend alles nicht so als so schlimm an. Ich bin ja auch keine, die sofort panisch zum Arzt rennt, sondern auch erstmal abwartet. Ich würde nur einfach gerne die wirkliche Ursache für die Blutwerte wissen.

a.gnexs


Bei Eisenmangel sollte man feststellen, wieviel Eisen man ißt, ob es einen Grund gibt, aus dem man es nicht absorbiert (anti-TTG-Antikörper) oder ob man es sichtbar (starke Periode?) oder "unsichtbar" verliert. Du brauchst einen Ernährungsfachman und eventuell einen Gastroenterologen.

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